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Archive for March 2012

Foto: Joey Pippin

Flying Colors – Die neue Superband!

1976 haben sich in Los Angeles 6 überaus talentierte Studiomusiker zu einer Band formiert, die unter dem Namen Toto weltweit Musikgeschichte geschrieben hat. 35 Jahre später besteht nun die Möglichkeit etwas Ähnliches zu erleben! Die Idee zum Bandprojekt von Flying Colors kam vom ausführenden Produzenten Bill Evans. Der hat seinen Einfall 2008 dem Produzenten Peter Collins sowie 5 weltbekannten Musikern vorgestellt. Alle waren begeistert und haben sich für das Projekt verpflichtet.

Flying Colors Cover
Die Musiker von Flying Colors sind Drummer Mike Portnoy, der Gründungsmitglied der US-Progressive-Metal-Band Dream Theater war, wo er jedoch 2010 ausgestiegen ist sowie Gitarrist Steve Morse, Mitbegründer der Dixie Dregs und seit 15 Jahren festes Mitglied bei Deep Purple. Ferner gehören zur Gruppe Dave LaRue (Dixie Dregs, Joe Satriani, John Petrucci, Steve Vai,…) am Bass, Multi-Instrumentalist Neal Morse (Spock's Beard, Transatlantic, …) sowie am Gesang und der zweiten Gitarre Casey McPherson (Alpha Rev, Endochine, …). Zusammen ist eine beeindruckende Superband entstanden, in der jeder Musiker das liefert, was man von ihm erwartet und in der Summe dennoch etwas ganz neues rauskommt. Das Album wurde in nur neun Tagen komponiert sowie in seinem Grundgerüst aufgenommen und zeigt, was passiert, wenn die musikalische Oberliga sich gruppiert. In der kurzen Zeit wurde ein Meilenstein produziert, wie es ihn lange nicht gegeben hat. Die Songs sind geniale Kompositionen, die teilweise radiotauglich sind und dennoch die volle Bandbreite des Könnens aller Beteiligten aufzeigen. Ein Song wie "Kayla" hat mit einem Ohrwurm-Refrain echtes Hitpotential und sollte unbedingt als Single ausgekoppelt werden. Von ruhigeren, eher poppigen Nummern bis zu ziemlich harten Stoff findet der Musikbegeisterte auf knapp 60 Minuten bestes musikalisches Handwerk sowie die eindrucksvolle Demonstration, wie Musik im Jahr 2012 und darüber hinaus klingen kann. Die CD der Flying Colors ist ein herausragendes Highlight und ich wage zu behaupten, dass sie in die Geschichte der besten Rockalben aller Zeiten eingehen wird. In meinem CD-Player will ich gar nichts anderes mehr einlegen. Wer jetzt einen wässrigen Mund hat, muss sich noch bis zum 23. März gedulden. Dann kommt dieses Hammer-Album der Flying Colors in die Läden. Es wird übrigens auch eine Vinyl-Version als Doppelalbum geben! Zudem wird offen über Tourpläne geschrieben. Live dürfte dieses virtuose Quintett ein Leckerbissen erster Kajüte werden!

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Tracy Grammer - Foto: Ben Barnhart

Dave Carter & Tracy Grammer – Little Blue Egg

Dave Carter & Tracy Grammer waren ein amerikanisches Folk-Duo, das zwischen 1998 und 2001 drei Alben veröffentlicht hat. Am 19. Juli 2002 starb Dave Carter jedoch während einer laufenden Tour im Alter von 50 Jahren an einem schweren Herzinfarkt. Die Musik der beiden mit Elementen aus Blues, Country und Bluegrass ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Wer jedoch wunderbare Melodien, tiefgründige Texte und musikalisch gutes Handwerk mag, sollte unbedingt mal in die Arbeiten reinhören.

Dave Carter & Tracy Grammer - Little Blue Egg
Das Album "Little Blue Egg" enthält 11 Songs, die Carter & Grammer zwischen 1997 und 2002 in ihrem Heimstudio in Portland aufgenommen haben und die einen groben Einblick in den musikalischen Prozess des Duos gewähren. Alle Titel sind sparsam instrumentiert, aber sehr schön interpretiert. Insbesondere der zweistimmige Gesang berührt einen ganz tief. In der Jahresauswertung für "Top-Stars" der amerikanischen Folk Music Radio Airplay Charts waren Dave Carter & Tracy Grammer 2001 und 2002 auf Platz 1. Das Duo war zu der Zeit extrem angesagt. Selbst in den Folgejahren nach dem Tod von Dave Carter blieb die Popularität auf sehr hohem Niveau. Joan Baez, die 2002 mit den beiden auf Tour war, sprach über die Songs von Dave Carter, wie sie es einst schon beim jungen Bob Dylan tat: „Es ist eine große Gabe, Songs zu schreiben, mit denen sich andere Menschen identifizieren können, und mit Dave's Songs kann ich mich sehr gut identifizieren.“ Die Texte von Dave Carter bezeichnete die Folklegende als „ziemlich genial“. Seine Songs handeln oft von poetischer Symbolik, Spiritualität sowie Erzählungen. Diese Themen kombiniert er mit der Country Musik, welche ihn während seiner ländlich geprägten Kindheit und Jugend in den Südstaaten begleitet hat. Die buddhistische Philosophie, die Artussage, andere mystische Themen und der amerikanische Westen konnten schon mal in einem einzigen Song thematisiert werden.

Dave Carter & Tracy Grammer
Dave Carter - Tracy Grammer - © Red House Records
Dave Carter's Betrachtungen bleiben durch seine vielen Fans lebendig, besonders aber durch seine ehemalige Duo Partnerin. Tracy Grammer erhält bis heute den Spirit des Duos und hat nach dem Tod ihres musikalischen Partners bereits Alben mit Songs aus der gemeinsamen Zeit veröffentlicht. Dabei kamen bis dahin nicht aufgenommene Titel sowie bestehendes Material zur Publikation. "Little Blue Egg" ist das jüngst veröffentlichte Album, dessen Songs das Duo gemeinsam eingespielt hat. Als Gastmusiker wirkten Claire Bard (Gesang), Jonathan Mann (Bass) sowie Eric Park (Gesang, Harmonika, Akkordeon) mit. Es gibt kein Schlagzeug auf der CD. Alles ist sehr ruhig und harmonisch gehalten. Man spürt förmlich die private und häusliche Atmosphäre. Und obwohl das Album nicht in einem Hightech-Studio aufgenommen wurde, ist die Klangqualität wirklich gut. Bis auf "Way Over Yonder In The Minor Key" von Woody Guthrie stammen alle Songs aus der Feder von Dave Carter. Wenn man den Longplayer durchhört, kann man die Begeisterung von Joan Baez absolut teilen. Große Musik braucht kein Tamtam, Effekte oder opulente Studiotechnik. Dave Carter & Tracy Grammer konnten das in heimischen Räumen einfangen, was anderen selbst mit teuerstem Equipment versagt bleibt. Die Musik ist wunderschön. Ein stilles Meisterwerk!

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Foto mitte: Red House Records

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Foto: Johan Carlen

Heat – Address The Nation

Als RTL noch RTL plus hieß, gab es auf dem Sender eine Musiksendung namens "Mosh", die sich nur dem Genre Metal gewidmet hat. Das war Ende der Achtziger Jahre. In den Sendungen – moderiert von Sabina Classen – liefen damals viele Stücke von Bands, die stilistisch in die Kategorie Glam-Metal fielen. Es waren meist schick gemachte Musiker mit langen, aufwendig toupierten Haaren und einem gepflegten Äußeren. Gruppen wie Europe, Poison, Mötley Crüe, Cinderella aber auch die frühen Bon Jovi gehörten dazu.

HEAT - Address The Nation - Cover
Sie unterschieden sich optisch von den echten, harten Jungs und brachten zum Teil ein wenig Glamour aber immer viel Haarspray mit. Die Herren waren Sexsymbole, die den in Tücher drapierten Mikro-Ständer akrobatisch umtanzten, während sich leichtbekleidete Frauen dazu gerne erotisierend räkelten, so dass man sich zwischendurch fragen musste, ob man noch bei "Mosh" war, oder bereits "M – Das Männermagazin" begonnen hatte. Musikalisch waren die Hairy-Rock-Bands durchaus interessant, brachten sie doch harte Klänge an eine breitere Zielgruppe. Dies gelang z.B. durch die Kombination poppiger Synthesizer-Flächen, knackiger Gitarrenriffs und empathischer, aber dennoch powervoller Gesänge. Gerne wurde mehrstimmig gearbeitet, um die Harmonien noch eingängiger zu machen. Die Hooks blieben hängen und weil die Herren so dufte aussahen, strömten auch viele wildlederbestiefelte Frauen aller Couleur mit kurzen Röcken zu Konzerten der o.g. Protagonisten. Warum erzähle ich das alles? Weil die Musik damals schon recht anspruchsvoll war und ziemlich Spaß gemacht hat, gibt es auch heute noch, bzw. wieder Künstler, die diesen Stil bedienen. Die schwedische Band Heat – korrekte Schreibweise H.E.A.T – greift den Retro-Sound von damals auf und sorgt damit zum einen für eine gewisse Verblüffung, weil das verdammt vertraut klingt und zum anderen für Begeisterung, weil es wirklich gut gemacht ist. Neben der musikalischen Qualität an den Instrumenten überzeugt bei Heat vor allem der Frontmann Eric Grönwall, der mal ein wenig wie Glenn Hughes (Deep Purple, Black Sabbath, Black Country Communion,…) und dann wieder wie Sammy Hagar (Van Halen, Chickenfoot,…) klingt, aber noch viele weitere Facetten parat hat. Ein phantastischer Sänger! Heat reproduziert den Sound der Glam-Metal Zeit nahezu perfekt, ohne dabei wie eine Kopie zu klingen. Das mir vorliegende Bildmaterial offenbart, dass die Herren auch optisch ein wenig in die alte Kerbe schlagen und wohl etwas mehr Zeit zum Föhnen brauchen. Nur Sänger Eric Grönwall trägt die Haare (noch) etwas kürzer. Die Musik hat auf jeden Fall Ohrwurm-Charakter und findet vermutlich nicht nur bei mir Zustimmung. Der Klang ist zudem auch ziemlich gut, so dass sich bei englischer Einstellung des heimischen Verstärkers auch Eure Nachbarn auf pompöses Liedgut mit Wiedererkennungswert freuen dürften!

Das Album erscheint am 23.03.2012!

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