The Stanley Clarke Band – Up – Neue CD vom Top-Bassisten


Er ist einer der bedeutendsten Bassisten im Bereich Jazz und Fusion. Stanley Clarke hat seit 1973 eine Menge Solo-Scheiben herausgebracht, aber auch mit vielen anderen Top-Stars der Branche Projekte verwirklicht. Ich habe ihn z.B. 1994 zusammen mit Al Di Meola und Jean-Luc Ponty live im Hamburger Stadtpark gesehen und war schwer beeindruckt. Am 26. September kommt sein neues Werk Up auf den Markt. Es firmiert zwar unter dem Namen The Stanley Clarke Band, jedoch posiert er - wie unschwer zu erkennen - alleine auf dem Cover-Foto und sein Name ist auch hervorgehoben.

The Stanley Clarke Band – Up
Es sind aber durchaus einige Klangvolle Namen dabei, die das Album durch ihr Dazutun bereichern. So spielen im Titelsong "Up" Stewart Copeland (The Police) am Schlagzeug sowie Joe Walsh (u.a. Eagles) an der Gitarre. Chick Corea musiziert am Piano bei einer ruhigen, aber sehr ansprechenden Nummer namens "La Canción de Sofia" im Duett mit Stanley Clarke. Die Vielfalt der CD ist für das Genre bezeichnend. Einen Stil über ein ganzes Album durchziehen? Nicht bei Stanley Clarke! Der Eröffnungssong "Pop Virgil" ist zur Einstimmung gleich mal eine ganz typische Nummer, wie man sie vom Meister erwartet. Ein zünftiges Slap-Bass-Thema, das als "Türöffner" eine ziemlich groovige Marke setzt und wohl insbesondere die zahlreichen Basser und Bass-Fans unter den Zuhörern sofort in Wallung versetzen wird. Da zeigt Clarke gleich zu Beginn, wo der Hammer hängt. Dann geht es weiter mit "Last Train To Sanity", einem Song der durchaus auch als Filmmusik durchgehen würde. Soundtrack-Erfahrung hat Stanley Clarke ja schließlich auch, was auf Up ebenfalls klar erkennbar ist. Seinem früheren Weggefährten und Freund George Duke, der 2013 verstorben ist, widmet er eine Interpretation des Songs "Brazilian Love Affair" sowie das ganze Album. Klasse finde ich zudem die "Bass Folk Songs", drei bzw. vier kurze Solo-Bass-Passagen, die auf dem Kontrabass oder E-Bass dargeboten werden. Und last but not least finden wir auf dem Longplayer auch noch eine frisch eingespielte Version des Stanley Clarke Klassikers schlechthin: "School Days". Während der rund 45 Minuten Spielzeit wird man musikalisch auf hohen bis höchstem Niveau unterhalten. Der sehr gute Klang der Scheibe tut sein übriges, um die Freude noch weiter zu steigern. Denn gute Musik erfordert einen guten Klang, der heute leider viel zu häufig vernachlässigt wird. Nicht aber bei Stanley Clarke! Ein rundum gelungener Longplayer, bei dem die Songs zwar manchmal aufgrund ihrer Unterschiedlichkeit etwas speziell und schräg wirken, aber dennoch durch die Bank gefallen.

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