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Tag: Vinyl

Foto: PR

Beth Hart & Joe Bonamassa - Live In Amsterdam

Letztes Jahr im Mai veröffentlichten Beth Hart und Joe Bonamassa ihr zweites gemeinsames Studioalbum Seesaw. Wie es sich gehört, haben die beiden auch eine Tournee gespielt und die Scheibe live vorgestellt. Am 21. März kommt der Mitschnitt des Konzertes aus Amsterdam als Doppel-DVD, Blu-ray, Doppel-CD und 3 LP Set in den Handel.

Beth Hart & Joe Bonamassa - Live In Amsterdam
Von Joe Bonamassa kommt ja in den letzten Jahren viel Material auf den Markt. Studio-Alben, Live-Mitschnitte in aller Form und auch Kollaborationen mit anderen Musikern, wie Black Country Communion, die sich inzwischen wieder aufgelöst haben, oder eben Beth Hart. Die Menge der Bonamassa-Publikationen hat gefühlt schon fast etwas Inflationäres…

Beth Hart ist eine US-Sängerin mit einer Powerstimme, wie man sie selten hört. Dass dieses Organ auch live bestens funktioniert, wird auf dem neuen Tonträger Live In Amsterdam eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Für Bonamasssa Fans sei vorab erwähnt, dass Beth Hart bei dieser Zusammenarbeit in der ersten Reihe steht. Joe Bonamassa spielt zwar unter den Musiker die erste Geige – pardon – die erste Gitarre, aber er tritt spürbar etwas zurück und überlässt die Bühne seiner musikalischen Partnerin, die mit rauer Stimme und gekonnt eingesetztem Vibrato überzeugt. Natürlich werden Songs aus den gemeinsamen Alben vorgetragen, welches größtenteils Soul- und Jazzcover z.B. von Etta James, Melody Gardot, Aretha Franklin, Billie Holiday oder Ray Charles sind. Für meinen Geschmack stechen "Someday After Awhile (You´ll Be Sorry)" von Freddie King, "Nutbush City Limits" von Tina Turner und "I´d Rather Go Blind" von Billy Foster & Ellington Jordan am meisten hervor. Und obwohl auch die Band auf sehr hohem Niveau unterwegs ist, will der Funken nicht so ganz überspringen. Sowohl beim holländischen Publikum, als auch bei mir auf der Couch zündet die Show nicht vollständig. Das mag an den Songs liegen, die grundsätzlich weniger gitarrensololastig sind, wie auf anderen Bonamassa-Produktionen. Musikalisch gibt es jedoch nichts zu meckern. Das überragende Können von Joe Bonamassa an der Gitarre und die Hammerstimme von Beth Hart ergänzen sich eigentlich optimal. Ich würde mir mal eine echte Bluesrockscheibe mit mehr Drive von den beiden wünschen, denn die Gesangsstimme von Bonamassa mag ich persönlich nicht so gerne. Er erinnert mich übrigens optisch mit Designeranzug, nerdiger Brille und Zuhälter-Uhr immer wieder ein wenig an den US-Schauspieler Woody Harrelson.
Wer die Studioalben von Beth Hart und Joe Bonamassa mag, wird auch hier bedenkenlos zugreifen können und seine Freude an der Musik haben. Die Bonamassa-Fans, die seinen typischen Bluesrock erwarten, sollten vielleicht vorab mal reinhören…

Beth Hart & Joe Bonamassa - Live From Amsterdam - EPK


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Foto: Jessica Lausen

Transatlantic – Kaleidoscope – Ein Prog-Rock Highlight!

Diese anspruchsvolle Kapelle besteht aus bekannten Namen des Progressive Rocks. Man könnte fast schon von den üblichen Verdächtigen reden. Neal Morse (Ex-Spock's Beard, Flying Colors), Mike Portnoy (The Winery Dogs, Ex-Dream-Theater, Flying Colors, …), Roine Stolt (The Flower Kings) und Pete Trewavas (Marillion) haben alle ihre musikalischen Projekte. Dennoch finden sich gerade in diesem bombastischen Genre immer wieder solche elitäre Koryphäen zusammen und machen – so hat es fast den Eindruck – schnell mal ein Album.

Transatlantic – Kaleidoscope
Transatlantic ist ein Nebenprojekt von Neal Morse. Der Terminus Nebenprojekt erweckt dabei möglicherweise den Eindruck von Halbherzigkeit. Dem ist jedoch nicht so. Kaleidoscope kommt in verschiedenen Versionen am 24. Januar 2014 auf den Markt. Die Standard-Version ist ein Doppelalbum, wobei die erste Scheibe 5 grandiose Song-Perlen auf über 75 Minuten Spielzeit verteilt, in die ich bereits intensiv reinlauschen konnte. CD zwei enthält Coverversionen von The Moody Blues, King Crimson, Elton John, ELO u.a. Leider wurde die Cover-CD nicht mit bemustert, so dass ich hierüber nur mutmaßen kann, dass diese ebenfalls hochkarätig sein wird. CD eins beglückt jedoch auch schon massiv und rechtfertigt definitiv allein den Kauf dieses Albums. Mal ruhig mal rockig sorgen die vier Herren für musikalische Glückmomente, die an Bands wie Yes, Emerson, Lake and Palmer und andere Größen früher Zeiten erinnern. Wer die richtig gute Musik der Siebziger auch so sehr vermisst wie ich, sollte Transatlantic mal in den CD-Player oder besser noch als Vinyl auf den Plattenteller legen. Ich hatte diverse Assoziationen beim Hören des Albums, ohne dass hier irgendwie abgekupfert wurde. Die erste CD hat ihren ganz eigenen Stil und transportiert einfach eine Musikalität, die man kaum noch findet. Dabei sind die Songs "Into The Blue" sowie der Titeltrack "Kaleidoscope" mit 25 bzw. knapp 32 Minuten Spielzeit epische Meisterwerke, die die wahre Größe der Musiker aufzeigen. Komplexität und Musikgenuss stehen sich hier jedoch nicht im Weg, sondern ergänzen sich perfekt zu einem Stil, von dem ich persönlich nicht genug bekommen kann. Und wenn das Ganze dann noch mit moderner Technik aufgenommen wird, kommt ein erstklassiges Album wie Kaleidoscope heraus. Ein wahrer Paukenschlag zu Beginn des Jahres und eine unbedingte Kaufempfehlung für wahre Musikfreunde. Perfekt eingespielt aber absolut nicht steril passt hier einfach alles. Ich bin begeistert! Das folgende Video zeigt den ruhigen Song "Shine", der auch auf dem Album enthalten ist.

Transatlantic - "Shine" Official Music Video


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Foto: Eagle Rock Entertainment

The Rolling Stones ‘Sweet Summer Sun – Hyde Park Live’

Im Sommer haben die Rolling Stones ihren 50. Geburtstag zusammen mit mehr als 100.000 Fans im Londoner Hyde Park gefeiert. An zwei Abenden gab es die großen Hits vor beeindruckender Kulisse. Und damit auch alle Stones Fans daran teilhaben können, erscheint die Show am 8. November auf DVD, Blu-ray sowie in verschiedenen Editionen auf CD und Vinyl.

The Rolling Stones - Sweet Summer Sun - Hyde Park Live
Bereits vor 44 Jahren, am 5. Juli 1969 spielten die Rolling Stones ein Konzert in der Londoner Grünanlage. Das war seinerzeit das erste Konzert für Mick Taylor bei der britischen Rockband, der 1974 allerdings wieder ausstieg. Zum Jubiläum im Sommer kam er jedoch für zwei Titel zurück auf die große Bühne seiner ehemaligen Kollegen, was auf dem Mittschnitt natürlich festgehalten ist.

Die Show begann bei Tageslicht an einem perfekten Sommertag. Die Bühne wurde speziell mit massiven Eichen flankiert. Woher die Bäume kamen und was anschließend damit passierte, will ich lieber nicht hinterfragen. Die Kulisse sollte damit an den früheren Auftritt der Rolling Stones an gleicher Stelle erinnern. Ansonsten bestand der komplette Bühnenhintergrund fast vollständig aus Videowänden, was diverse Effekte zuließ, aber vor allem auch den Besuchern, die weiter hinten standen, etwas mehr optische Eindrücke ermöglichen sollte. Background-Sängerin Lisa Fischer hatte bei "Gimme Shelter" ihren großen Einsatz. Zusammen mit Mick Jagger schritt sie den langen Laufsteg entlang ins Publikum und sang zusammen im Duett mit dem Frontmann. Ihre Stimme hatte eine Power, die selbst eine Aretha Franklin erblassen lassen würde. Ganz große Klasse!

Mit Einsetzen der Dämmerung und dem ins Violette neigende Abendrot kamen die Showelemente deutlicher in den Mittelpunkt. Bei "Sympathy For The Devil" stiegen die Fans mit den ersten Tönen sofort ins obligatorische "Ooo-whoo" ein, während die Bühne sich optisch zu einem Entree in die Hölle verwandelte. Tiefes rot, Flammen und mittendrin Mick Jagger. Ja, das hat schon was. Und wer je ein Konzert der Stones erlebt hat, weiß über die Magie solcher Inszenierungen. Bei "You Can’t Always Get What You Want" intonierten der Voce Choir und Mitglieder des London Youth Choir den Anfang des Songs sowie die Refrains. Ansonsten waren die großen Hits von "Start Me Up" über "Honky Tonk Women" bis "Jumpin’ Jack Flash" und viele andere dabei. Es macht einfach Spaß die Rolling Stones, die alle schon um die 70 Jahre alt sind, live zu sehen. Mick Jagger hat immer noch eine Beweglichkeit, die beeindruckend ist und seine Stimme ist so markant wie genial. Auch wenn Keith Richards und Ronnie Wood aussehen, als ob sie jeden Abend am Tresen einer nikotingeschwängerten Kneipe abhängen und mächtig was kippen, liefern sie ebenfalls eine perfekte Show ab. Charlie Watts trommelt gewohnt schlicht, aber am Ende steht das musikalische Gesamtbild, der einzigartige Sound, der die Rolling Stones auszeichnet und dafür verantwortlich ist, dass sie eine der dienstältesten und erfolgreichsten Rockbands der Musikgeschichte sind.

Ich konnte die Rolling Stones im Mai 1990 auf der Urban Jungle Tour in Hannover live erleben. Obwohl ich nie ein großer Stones-Fan war, faszinierten mich die Herren damals derart, dass die Begeisterung bis heute anhält. Ich war seinerzeit dort, weil es ja mal wieder die letzte Tour der Stones sein sollte 🙂 Gut, dass es anders kam und die Briten bis heute geniale Konzerte spielen. Ein bisschen von diesem Zauber kommt auch auf der DVD ‘Sweet Summer Sun – Hyde Park Live’ rüber. Was soll ich sagen: "It’s Only Rock ‘n’ Roll, but I like it…"

The Rolling Stones: Sweet Summer Sun - Hyde Park Live ~ Trailer


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Foto: Samantha Rozon

Brooke Miller – Familiar

Manche CD-Veröffentlichungen würde man als "Normalbürger" glatt übersehen. Zum Glück halten mich diverse Platten- und Promotionfirmen hinsichtlich ihrer Neuerscheinungen auf dem Laufenden, so dass ich auf diesen musikalischen Leckerbissen aufmerksam wurde. Veröffentlicht wird Familiar von Brooke Miller am 15. Juni 2012. Die Plattenfirma Stockfisch Records hat mir freundlicherweise auf Anfrage ein Rezensionsexemplar zukommen lassen (Danke!). Und das ist auch gut so. Das Album, das sowohl als SACD (läuft problemlos im normalen CD-Player), als auch gebacken in 180g Vinyl erscheinen wird, ist nämlich höchst beeindruckend!

Brooke Miller - Familiar
Bei Brooke Miller werden nicht unzählige Instrumente und Effekte eingesetzt, um eine bombastische Stimmung zu konstruieren. Nein, die Kanadierin erzeugt ihr ganz besonderes, einfühlsames Feeling allein mit ihrer Stimme und einer Akustik-Gitarre. Das ist Stimmungsmusik der anderen Art mit Einflüssen aus Folk, Country und Pop. Reduziert, intim und apodiktisch. Bei einigen Stücken kommt Don Ross am Bass, Piano oder einem Fender Rhodes E-Piano zum Einsatz. Der Rest ist Brooke Miller pur. Sie erzeugt mit der Minimalbesetzung eine unglaublich persönliche Atmosphäre. Ein Großteil der Stücke ist mit Open Tunings eingespielt. Das bedeutet, dass die Gitarre nicht normal gestimmt ist, sondern die Saiten individuelle Stimmungen erhalten. Dadurch entstehen teils wunderbare Harmonien, die abseits vom Mainstream eine willkommene Abwechslung bieten. Für die Gitarristen werden die Open Tunings der Songs auch im Booklet genannt. Das erspart einen Teil der aufwendigen Transkription. Doch bevor man die Stücke nachspielt, sollte man sich erst mal Zeit nehmen und dieses Album ausgiebig genießen. Im Pressematerial wird Brooke Miller mit ihren kanadischen Landsleuten Bruce Cockburn und Joni Mitchell verglichen. Ich bin mir sicher, dass deren Fans auch Gefallen an Familiar finden werden. Hinsichtlich der Stimmfarbe würde ich noch Sarah McLachlan und Dido, als Vergleich heranziehen, wobei Brooke Miller weniger poppig klingt und die Töne am Schluss nicht so hochzieht. Der herausragend gute, audiophile Klang des Albums, tut sein übriges zum redlichen Musikgenuss der Sonderklasse! Aufgenommen wurde der Longplayer übrigens Im Gewölbe von Stockfisch Records im beschaulichen Northeim (Niedersachsen). In Zeiten oftmals übertechnisierter Produktionen und maschinell erstellter Musik, ist Familiar von Brooke Miller eine akustische Perle mit erfrischendem Charakter. Grandios!

Das folgende Video zeigt eine Aufnahme aus der Gitarrenwerkstatt von Greenfield Guitars. Der Song "You Can See Everything" ist vom Album Familiar.

Brooke Miller - You can see everything


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