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Tag: Ultravox

Foto: Andy Siddens

Midge Ure – ´fragile´ – Das erste Studio-Soloalbum nach über 10 Jahren

Als Mastermind von Ultravox, Initiator von Band Aid und Live Aid sowie als Solo-Künstler hat es Midge Ure in den Achtzigern ohne Zweifel zu einer der musikalischen Ikonen des Jahrzehnts gebracht. Ebenfalls war Midge Ure Mitgründer der New-Romantic-Band Visage, die mit "Fade To Grey" einen Megahit hatte. Am 4 Juli erscheint nach über 10 Jahren ein neues Solo-Album des Briten, welches mir seit kurzem als Rezensionsexemplar vorliegt.

Midge Ure - Fragile
Vor gut zwei Jahren kam bereits ein neues Ultravox-Album mit dem Namen Brilliant auf den Markt, das mich positiv überrascht hat. Die Erwartungen waren somit auch für das neue Solowerk von Midge Ure entsprechend hoch. Als ich die CD das erste Mal anhörte, war ich allerdings etwas enttäuscht. Es waren zwar gleich wieder typische Anleihen zu den Achtzigern zu erkennen, aber der Funken wollte nicht so recht überspringen. Inzwischen habe ich dem Longplayer jedoch einige Male angehört und bekomme mit jedem Durchlauf einen besseren Zugang zur Musik. Somit kann ich für mich resümieren, dass die Ultravox-Songs hinsichtlich der Hooklines grundsätzlich eingängiger sind. Die Titel auf dem aktuellen Soloalbum brauchen demnach etwas länger um zu zünden, können dann aber durchaus begeistern. Fragile ist eine CD, für die man sich Zeit nehmen muss. Man sollte sie nicht nebenbei hören, sondern ganz bewusst. Die Grundstimmung des Albums ist eher ruhig, selbst der Gesang klingt dem Namen entsprechend zerbrechlich. Die Stücke "Wire And Wood" sowie "Bridges" sind instrumental und gefallen mir sehr gut, weil sie angenehme Stimmungen erzeugen. "Wire And Wood" hat mich in Ansätzen an Mike Oldfield´s "The Songs Of Distant Earth" erinnert und "Bridges" weckt bei mir Assoziationen zum Twin Peaks Thema. Als Gast wirkt Moby mit, der den Song "Dark, Dark Night" mitgeschrieben hat und bei selbigen für das Programming und die Keyboards zuständig war, was nochmal eine andere, modernere Facette zeigt. Die anfängliche Enttäuschung ist gewichen und inzwischen gefällt mir das Album mehr und mehr. Vielleicht muss es beim Zuhörer erst reifen, um sein volles Potential offenzulegen. Als Multiinstrumentalist verbindet Midge Ure seine Fähigkeiten an der Gitarre mit den Finessen der Synthie-Musik und spannt problemlos Bögen zwischen Pop und Prog-Rock bis hin zu cineastischen Klangkulissen. Midge Ure hat die Songs geschrieben, arrangiert und fast alles selbst eingespielt. Beim Song "Let It Rise" war Christopher von Deylen (Schiller) als Co-Autor beteiligt. Fragile macht deutlich, dass man sich manchmal erst auf ein Album einhören muss, um den Wert zu erkennen und Gefallen daran zu finden. Dann kann es aber auch zu den Werken im CD-Regal avancieren, auf die man immer wieder gerne zugreift und über Jahre Freude daran hat.

Midge Ure – Become


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Foto: Keith Martin

Ultravox – Brilliant – Das erste Studioalbum seit 26 Jahren

In den Achtzigern gehörten Ultravox zu den stilprägenden Bands der damaligen Zeit. Sie waren u.a. mit Hits wie "Hymn", "Dancing With Tears In My Eyes" oder "Vienna" sehr erfolgreich. Ferner sind sie maßgeblich an der New-Wave sowie New-Romantic-Bewegung beteiligt gewesen und somit ein Stück Musikgeschichte. Am 25. Mai wurde nun nach 26 Jahren das erste Studioalbum der Band mit dem Namen "Brilliant" veröffentlicht.

Ultravox - Brilliant Cover
Die Musik von Ultravox hat auch heute noch jede Menge 80er-Kolorit, das gleich für eine wohlige Atmosphäre sorgt, nachdem der CD-Player in die Pflicht genommen wurde. Ich war in den Achtzigern ein Teenager und bin in dieser besonderen Klangwelt aufgewachsen. Das geht nicht spurlos an einem vorüber. "Brilliant" klingt für jemanden, der die moderne Musik seinerzeit erlebt hat, sehr vertraut. Schon der erste Titel "Live" erzeugt mit einer eingängigen Hookline dieses spezielle Gefühl. Trotz des "Retro-Sounds" klingt das Album durch aktuelle Technik frisch und modern. Ultravox kombinierten immer schon geschickt die typischen Synthie-Pop-Elemente mit anderen Instrumenten, wie E-Gitarre, Streicher, Schlagzeug,… Dabei kommt der ureigene Ultravox-Sound heraus, der mit dem neuen Album nahtlos an frühere Werke anschließt. Midge Ure, Billy Currie, Chris Cross und Warren Cann mussten hierfür das Rad nicht neu erfinden. Sie haben ihre Musik überzeugend ins 21. Jahrhundert mitgenommen sowie in ein frisches Gewand gepackt. Und es wirkt immer noch. Als Anspieltipp empfehle ich "Hello", ein Song, der anfangs ein wenig wie das Akte-X- Thema klingt, im Refrain von der Melodie an "That Was Yesterday" von Foreigner aus dem Jahr 1984 erinnert und auch noch mehr, bereits bekannte Fragmente früherer Songs durchschimmern lässt. Ein weiteres Highlight ist "Lie", ein perfekter Pop-Song, dessen Refrain bereits nach dem ersten Durchlauf sitzt und mitgesungen werden kann, ohne dabei banal zu wirken. Beide Songs könnten nach dem Titeltrack "Brillant" für meinen Geschmack als zweite Single herhalten. Man muss nicht gleich die Bundfaltenhosen reaktivieren, aber Ultravox machen auch 2012 mit dem gekonnt aufpolierten 80er-Sound gute Laune. Man hört, dass diese Band zu den Pionieren des Synthie-Pops gehört und die damals neumodischen Instrumente eigenständig und perfekt in ihre Musik einbauten und immer noch einbauen. Dies zeigt sich in ausdrucksstarken Songs die heute, wie früher funktionieren. Ich denke, dass auch jüngere Zuhörer den Reiz dieser Musik erkennen werden. Bei mir funktioniert es auf jeden Fall!

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Ultravox - Deutschland-Tour 2012
Im Herbst 2012 sind die Herren von Ultravox auch auf Tour durch Deutschland unterwegs. Derzeit sind acht Termine bestätigt.

Datum Ort Location
14.10.2012 Hamburg Docks
25.10.2012 Berlin Columbiahalle
26.10.2012 Mainz Phönixhalle
27.10.2012 Leipzig Haus Auensee
29.10.2012 München Kesselhaus
03.11.2012 Memmingen Stadthalle
07.11.2012 Köln E-Werk
08.11.2012 Bielefeld Ringlokschuppen
    
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