Ringo Starr – Ringo 2012

Als Beatles-Fan habe ich mich heute über ein Promo-Exemplar der neuen Ringo Starr CD in meinem Postkasten gefreut! Bei den Beatles war er der lustige Typ am Schlagzeug, der jedoch zum Gesamtwerk der Fab Four vergleichsweise wenige Songs beigesteuert hat. Gesanglich war er bei den Beatles u.a. für Lieder wie "Yellow Submarine", "Honey Don´t", "With A Little Help From My Friends" oder auch "Octopus’s Garden" verantwortlich. Letzterer stammt auch aus seiner Feder. Dass Richard Henry Parkin Starkey Jr. – so sein bürgerlicher Name – durchaus gute Songs schreiben kann, hat er in der Vergangenheit u.a. mit seinen Solo-Hits "Photograph" oder "I Don´t Come Easy" bewiesen.

Ringo - 2012 Cover
Am 10. Februar kommt nun das neue Album "Ringo 2012" in den Handel. Ringo selbst spricht bei seinen Werken von Audio-Biografien! Beim aktuellen "Longplayer" überzeugt die Qualität des Materials, sowohl hinsichtlich des Songwritings, als auch bezüglich der Klangqualität. Unterstützt wurde Ringo Starr von namhaften Gästen wie seinem Schwager Joe Walsh (Eagles), Bluesgitarrist Kenny Wayne Shepherd, Jazz-Kontrabassist Charlie Haden, Edgar Winter (Bruder von Johnny Winter), Dave Stewart (Eurythmics), u.v.a. Das Ergebnis kann sich sehen bzw. hören lassen. Die Songs haben einen 60er/70er Charme, mit zeitgemäßem Sound und dokumentieren eine hervorragende Studioarbeit. Ringos leicht monotoner Gesang passt sehr gut zu den Stücken. Die Titel "Step Lightly" sowie "Wings" sind Neuaufnahmen älterer Stücke von Ringo Starr. "Wings" hat in der aktuellen Version einen deutlichen Reggae-Touch bekommen. Sehr gefallen hat mir der erste Track des Albums "Anthem". Hier wird im Gitarrensolo ganz leicht mit Beatles-Songs kokettiert. So hört man kurz die ersten Töne des Intros aus "Day Tripper" oder die verzerrte Gitarre aus "Revolution". Ich bekam also schnell etwas Vertrautes geliefert. Eine weitere sehr schöne Nummer ist "Wonderful", ein Song, den Ringo seiner Frau Barbara gewidmet hat und der für meinen Geschmack auch absolut radiotauglich wäre. Das Album ist also solide produziert, enthält tolle Songs und macht wirklich Spaß.

Einen "Wermutstropfen" gibt es dennoch! Mir wäre es lieber gewesen, wenn das Album "Ringo 2013" hieße und auch erst in einem Jahr herauskommen würde. Dann wäre nämlich noch genug Zeit, weitere Titel zu produzieren und eine echte Langspielplatte abzuliefern. Jetzt enthält die Scheibe nämlich nur eine bescheidene Spielzeit von 28 Minuten und 56 Sekunden. Das ist für meinen Geschmack definitiv zu knapp und nicht in Ordnung. Auf ein CD-Album muss mehr Material, oder es sollte spürbar günstiger angeboten werden!

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