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Tag: Remastered

Foto: © Apple Corps LTD

The Beatles - On Air - Live At The BBC Volume 2 + The Collection

Dass die Beatles auch über 40 Jahre nach ihrer Trennung immer noch faszinieren, wird durch erfolgreiche neue Veröffentlichungen der Fab Four belegt. 1994 kam die Doppel-CD Live At The BBC auf den Markt, die in Großbritannien die Chartspitze und in den USA Platz 3 eroberte. Innerhalb von sechs Wochen wurden weltweit über fünf Millionen Exemplare verkauft. Am 8. November 2013 kommt mit On Air - Live At The BBC Volume 2 der Nachfolger des Bestsellers auf den Markt.

The Beatles - Live At The BBC - The Collection
Das erste BBC Album wurde zur Veröffentlichung von Teil zwei auch nochmal überarbeitet und es gibt ferner beide Alben zusammen als The Collection. Letztere liegt mir als Rezensionsexemplar vor. Beide Alben sind in hochwertigen Digisleeves, im Stil von aufklappbaren Vinylplattenhüllen. Jedem liegt ein 48-seitiges Hochglanzbüchlein bei, in denen penibel für jeden Song dokumentiert wird, wann dieser aufgenommen und gesendet wurde. Zudem gibt es für alle Titel eine kurze Anmerkung, das Studio, in dem diese aufgenommen wurden und den Namen der Sendung, in der die Aufnahme zu hören war. Am Beginn des Booklets in Vol. 1 gibt es einleitende Worte vom ehemaligen Beatles-Pressesprecher Derek Taylor. In Vol. 2 übernimmt Paul McCartney den Prolog. In beiden Booklets gibt es ferner ergänzende Worte über die BBC-Sessions der Beatles vom Autoren und Beatles-Experten Kevin Howlett (The Beatles: The BBC Archives: 1962-1970). Die CDs selbst sind stilecht mit den typischen Äpfeln dekoriert. Beide Alben stecken in der Collection zusätzlich in einem Pappschuber. Die Haptik und die optische Aufmachung sind natürlich gerade für Beatles Fans und Sammler ein wichtiges Kriterium, das hier auf jeden Fall schon mal volle Punktzahl erhält.

The Beatles (Foto: © Apple Corps Ltd)

In den Sechzigern und Siebzigern hat die British Broadcasting Corporation (BBC) viele Künstler zu Aufnahmesessions in ihre Studios eingeladen. Die Beatles haben zwischen 1962 und 1965 allein 275 (in Worten: Zweihundertfünfundsiebzig) musikalische Performances bei dem Sender eingespielt. Die Menge an Darbietungen, lässt erahnen, welche Wichtigkeit für Künstler damals in diesen Auftritten lag. Heute biete das Internet z.B. über Facebook und YouTube viele Möglichkeiten bekannt zu werden. Früher mussten die Musiker immer wieder persönlich ihren Erfolg befeuern. Das waren richtige Ochsentouren, die aber auch den Vorteil hatten, dass die Künstler viel Spielpraxis bekamen. Und gerade bei den Beatles, die in den Shows auch sehr viele Fremdkompositionen spielten, hört man, wie sicher sie schon in ihren frühen Jahren waren. Paul McCartney intoniert "Lucille" ebenbürtig wie Little Richard, was mir schon beim Zuhören einen Hustenreiz beschert. Beide Alben enthalten viele Songs aus der Rock-'n'-Roll Ära sowie weitere Hits anderer Künstler. Damals gab es einige hochkarätige Songwriter, die für Interpreten komponierten und texteten. Dazu zählten z.B. Phil Spector, Jerry Leiber und Mike Stoller, Gerry Goffin und Carole King sowie andere. Das war damals der Normalfall. Eher unüblich war es, dass Interpreten selbst komponierten. Und so haben die Beatles ebenfalls viele dieser Fremdkompositionen auf ihren frühen Konzerten gespielt, von denen Songs wie "Twist And Shout", "Please Mister Postman" oder "Honey Don´t" in den Fab Four Versionen durchaus zu Klassikern wurden. Aber natürlich sind ebenfalls jede Menge echte Beatles-Titel wie "Please Please Me", "If I Fell", "I´m A Loser", "And I Love Her", etc. dabei.

Bei den BBC-Sessions der Beatles spürt man zum einen den Spaß und einige alberne Momente, aber eben auch die Professionalität, mit der die vier ihre Musik aufnahmen. Zwischen den Titeln gibt es immer mal wieder kurze Sprachmitschnitte aus den Sendungen, die einen sympathischen Eindruck hinterlassen. Die Klangqualität ist natürlich trotz aktueller Überarbeitung nicht zeitgemäß. Dennoch ist erkennbar, dass die BBC als öffentlich rechtlicher Sender ganz passabel ausgestattet war. So fehlt den Aufnahmen zwar Fülle und Dynamik, aber das meiste ist doch relativ luftig und klar, so dass es hier aufgrund des Alters wenig zu meckern gibt. Es geht meiner Meinung auch eher um die Originalität und den individuellen Wert solcher Aufnahmen. Die Alben sind in erster Linie etwas für eingefleischte Beatles Fans, von denen es nach wie vor eine Menge gibt. Und eben diese dürfen sich nun über neues / altes Material freuen.

Die Beatles - Live At The BBC Veröffentlichungen
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THE BEATLES – “Red” und “Blue” Collections – Remaster

Wer zu den besten Zeiten des Vinyls eine ansatzweise aussagekräftige Plattensammlung hatte, besaß meistens auch im Minimum eine dieser Zusammenstellungen der großen Beatles Hits, die erstmals 1973, also einiges nach Auflösung der “Fab Four” veröffentlicht wurden. Das rote Album war eine Sammlung aus Singles und Album Tracks von 1962 – 1966, das blaue Album enthielt die großen Songs von 1967 – 1970. Beide Standardwerke wurden 2009 remastert und 2010 neu veröffentlich! Der eine oder andere mag nun stöhnend bemerken, dass schon wieder alte Alben recycelt wurden, die die meisten sowieso schon im Schrank haben. Diese beiden Doppel-CD´s sind jedoch echter Kult und dokumentieren eine gute Auswahl über die Songs und die Entwicklung der Beatles während ihrer nur 7-jährigen Schaffensphase!

Beatles Red Box
Die Platten bekamen durch das Remastern eine wirklich tolle Brillanz und Transparenz. Man hört alles viel differenzierter und klarer. Es gibt auch Werke in der Rockgeschichte, deren Remaster gehörig in die Hose gingen. Die “Red Box” und die “Blue Box” der Beatles hingegen sind in den frisch veröffentlichten Versionen jedoch wirklich gelungen. Es wurden nicht nur die Tonregler auf Rechtsanschlag gedreht, um alles fett und neu klingen zu lassen. Hier war das gleiche Team von Ingenieuren der EMI Music Abbey Road Studios am Werk, das bereits die Original-Alben der Beatles remastert hat. Alles hat seinen Charme behalten und klingt original nach Sixtys, jedoch scheint es, als ob nun die imaginäre Wolldecke vor den Boxen verschwunden ist. Bis auf “Love Me Do”, “Please Please Me”, “From Me To You” und “She Loves You” sind alle Songs in Stereo!

Beatles Blue Box
Die Alben kommen in liebevoll umgesetzten Digipaks mit hochwertig gedruckten und umfangreichen Booklets in die Läden. Die Booklets enthalten schöne, teils seltene Bilder, alle Songtexte sowie einen kurzen (englischen) Rückblick auf das Werk der Beatles von Bill Flanagan. Er schreibt: “Die Musik in dieser Sammlung hat alles verändert – das ist jedoch nur die halbe Geschichte. Diese Musik verändert alles von Generation zu Generation von Zuhörern.” Was Herr Flanagen sagen will ist: Die Musik der Pilzköpfe ist bis heute selbst bei jungen Leuten, die weit nach der Auflösung der Beatles geboren wurden, sehr beliebt und prägend. Und das scheint sich weiter zu vererben!

Die Musik ist wirklich phantastisch und bewirkt ein Déjà-vu nach dem anderen. Die Songs der Beatles sind einfach zeitlos und großartig. Das ist es, was diese Musik so genial und magisch macht. Wer meint, die Beatles hätten nur Lagerfeuermusik mit drei Akkorden gemacht, hat gar nichts verstanden. Kaum eine andere Band hat das Leben, die Geschichte und die Musik im Allgemeinen derart nachhaltig beeinflusst wie die Beatles. Nicht umsonst klingen auch heute noch aktuelle Produktionen immer wieder ein wenig nach den Herren aus Liverpool. Zuletzt erinnerte z.B. der Gitarrenpart in “Shame” von Robbie Williams und Gary Barlow sehr an “Blackbird” von den Beatles.

Beide Compilations gehören auch heute noch definitiv als Exponate der Musikgeschichte und als Minimalausstattung in jedes CD Regal, es sei denn, man hat bereits alle “normalen” Werke von John, Paul, George und Ringo dort archiviert. Über diese Alben habe ich die Beatles kennen und lieben gelernt. Deswegen sind bei mir auch beide Bewertungsdaumen nach oben gerichtet! Das Rote Album hätte zwar auch problemlos auf eine CD gepasst, aber hier wurde sich wohl streng an das Original gehalten, so dass es auch heute noch ein Doppelalbum ist. Für mich und vermutlich unzählige Beatles-Fans auf diesem Planeten sind diese beiden Alben in der aufpolierten Form auf jeden Fall ein Highlight. Danke an APPLE CORPS LTD., EMI MUSIC und natürlich die BEATLES! So, jetzt werde ich etwas Musik hören!

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Pink Floyd - Discovery Boxset

Pink Floyd zählt unbestritten zu den größten Rockbands der Geschichte. So ist es auch nicht verwunderlich, dass kürzlich alle 14 Studioalben der Band, verteilt auf 16 CD´s von James Guthrie remastered als Boxset neu veröffentlicht wurden. Das Ganze nennt sich "Discovery", was zu Deutsch so viel bedeutet wie Entdeckung oder Enthüllung. Nun ist ja grundsätzlich davon auszugehen, dass die Zielgruppe dieses Sets hinlänglich mit den Alben von Pink Floyd bestückt und vertraut sein sollte, zumal auch die meisten, oder alle Alben, soweit mir bekannt, bereits in remasterten Versionen erhältlich sind. Dennoch funktioniert diese Art der Wiederveröffentlichung recht gut, obwohl die Platten keine echten Entdeckungen im eigentlichen Sinne mehr sind.

Pink Floyd - Discovery

So ist dieses Boxset denn auch direkt nach der Veröffentlichung auf Platz 9 der deutschen Album-Charts eingestiegen. Das bedeutet wohl, dass eine Menge Leute sich diese Sammlung gekauft haben, obwohl sie vielleicht schon den einen oder anderen Pink Floyd Longplayer im Regal haben. Vermutlich sind das alles Fans, die bis dato die Scheiben stilecht in der Vinyl-Variante gehört haben und feststellen mussten, dass die Plattenspielernadel doch einen gewissen Abbau des Materials (Verschleiß) zu verantworten hat, infolgedessen ein störungsfreies Abspielen der Schallplatten nicht mehr möglich ist. Wenn das der Fall ist, gibt es viele, die noch mit Vinyl-Platten arbeiten! Und mit dem Gesamtwerk von Pink Floyd ist auf jeden Fall für diese Band einen lückenloser Wechsel zur CD möglich.

Diese Alben sind im Discovery Boxset enthalten:
  • The Piper At The Gates Of Dawn
  • A Saucerful Of Secrets
  • More
  • Ummagumma
  • Atom Heart Mother
  • Meddle
  • Obscured By Clouds
  • The Dark Side Of The Moon
  • Wish You Were Here
  • Animals
  • The Wall
  • The Final Cut
  • A Momentary Lapse Of Reason
  • The Division Bell


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