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Tag: Pop

Foto: Heart © Norman Seeff

The Art Of McCartney – Eine musikalische Hommage an Paul McCartney

Egal, ob bei den Beatles, mit den Wings oder auf seinen Solo-Platten – Paul McCartney ist ohne jeden Zweifel einer der grandiosesten Songwriter unserer Zeit. Unzählige Hits und Ohrwürmer stammen aus seiner Feder und beglücken das Publikum seit über 50 Jahren mit guter Musik. Am 14. November erscheint das Doppelalbum The Art Of McCartney auf dem viele ganz große Stars dieser Musik ihren Tribut zollen und einige der tollen Songs aus dem Repertoire des Briten neu aufgenommen haben.

The Art Of McCartney
Die Idee zu diesem Projekt hatte der Produzent Ralph Sall, der Paul McCartney 2003 traf, als die beiden einen Song aus den Ram Sessions für einen Soundtrack bearbeiteten. Ralph Sall fragte Paul McCartney und dessen Musikverlag, ob sie die Idee für ein Tributalbum unterstützen würden und Paul gab sein OK. Ralph rekrutierte dann für die instrumentalen Parts auf dem Album die Gitarristen Rusty Anderson und Brian Ray, den Keyboarder Paul "Wix" Wickens und den Schlagzeuger Abe Laboriel Jr. Sie alle haben schon mit Paul McCartney getourt und kennen das umfangreiche musikalische Werk. Im nächsten Step wurden diverse große Künstler gefragt, ob sie Lust hätten, an dem Projekt mitzuwirken. So finden wir auf dem Album wohlklingene Namen wie Barry Gibb (Bee Gees), Billy Joel, Heart, Alice Cooper, Steve Miller, Jamie Cullum, Jeff Lynne (ELO), Paul Rodgers (Free / Bad Company), Brian Wilson (Beach Boys), u.v.m.

Ein Großteil der Stars betonte, wie wichtig der Einfluss von Paul McCartney auf ihre eigene musikalische Entwicklung und das eigene Songwriting war, so dass sie gerne an diesem besonderen Liebhaberprojekt teilgenommen haben, auch um ihre Wertschätzung zum Ausdruck zu bringen. So entstand ein Doppel-Album mit über 2 Stunden Musik, das zum einen klanglich top ist und zum anderen auf erfrischende Art und Weise zeigt, wie gut die McCartney Songs auch zu anderen Interpreten passen. Einige bleiben zwar sehr nah am Original, geben den Songs aber dennoch eine eigene Note. Andere interpretieren auf ihre Weise. Willie Nelson gehört z.B. nicht zu meinen Lieblingssängern, weil er ein grauenhaftes Timing hat und undeutlich singt. Seine Version von "Yesterday", die auch etwas anders instrumentiert ist, bekommt durch seine Stimme jedoch einen ganz eigenen und authentischen Charakter. Jamie Cullum singt "Every Night" und kann genauso überzeugen, wie Paul Rogers bei "Let Me Roll It". Modernere Künstler wie Corinne Bailey Rae ("Bluebird") oder Owl City ("Listen To What The Man Said") finden sich ebenfalls auf dem Album. Richtig klasse sind zudem die Kiss Version von "Venus And Mars / Rock Show" sowie "Eleanor Rigby" von Alice Cooper. Nicht alle Interpretationen sagen mir vollkommen zu, aber das Gros ist wirklich klasse, macht Spaß und gehört in jede ordentliche Beatles bzw. McCartney Sammlung.

Alice Cooper - Eleanor Rigby


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Foto: Heather Pollock

Oh Susanna – Namedropper

Name-dropping bedeutet ins Deutsche übersetzt so viel wie "mit bekannten Namen angeben", oder "Wichtigtuerei". Namedropper, der Titel des neuen Albums von Oh Susanna, bezieht sich darauf, dass die Songs für diesen Longplayer alle von namhaften kanadischen Songwritern wie Ron Sexsmith, Jim Cuddy, Melissa McClelland, Joel Plaskett, u.a. geschrieben wurden. Das Album ist bereits Anfang Oktober in Deutschland erschienen und ich habe es erst kürzlich beim deutschen Vertriebspartner als Rezensionsexemplar angefragt, weil ich in einige Songs reinhören konnte, die mir sehr gut gefielen.

Oh Susanna – Namedropper
Wir befinden uns im Singer/Songwriter Segment und Namedropper enthält auf knapp 50 Minuten 14 Stücke, die ich größtenteils als musikalische Perlen bezeichnen möchte. Oh Susanna sind Sängerin Suzie Ungerleider sowie Multiinstrumentalist und Produzent Jim Bryson. Mit verschiedenen Gastmusikern wurde dieses schöne Album eingespielt, das eine tiefe Ehrlichkeit und Authentizität ausstrahlt. Die Songs sind auf das Maximum reduziert, teils filigran und dennoch - oder gerade deswegen - so vollkommen. Kein großes Tamtam und keine Effekthascherei, sondern nur gute Songs, die wunderbar interpretiert werden. Der Gesang von Suzie Ungerleider ist klar, unverfälscht und berührend. Das Gefühl wird verstärkt, wenn man im Booklet der CD liest, dass die Sängerin während der abschließenden Arbeiten zum Album die Diagnose Brustkrebs bekam und als erstes eine Schuld fühlte, dass sie nun dadurch die Freude rund um die CD-Veröffentlichung kaputt machen würde. Als sie ihr Umfeld über die Erkrankung informiert hat, kam eine Welle von Liebe zurück, die die anfänglich empfundene Schuld in Dankbarkeit umwandelte. Seither segelt sie auf dieser Welle der Liebe. Suzie schreibt, dass der Krebs sie verändert hat, sie aber dennoch weiterhin sie selbst ist. Und sie ist bereit, ihre Musik mit uns Zuhörern zu teilen. Diese rührsamen Worte lassen das Album noch ein Stück wertvoller erscheinen. Oh Susanna verstehen es, feine Musik ohne Kitsch und Schmalz so zu inszenieren, dass man sich wohlig darin verlieren kann. Ein tolles und zu tiefst glaubwürdiges Album und die perfekte Musik für einen kalten Herbsttag.

Das Video zeigt den Song "Goodnight" im Duett mit Suzie Ungerleider und Royal Wood, dem Autoren des Liedes. Auf der CD singt Suzie bei diesem Titel die erste und Royal Wood die zweite Stimme, natürlich ebenso schön, wie es die beiden im Clip machen…

Goodnight – Oh Susanna featuring Royal Wood


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Foto: Evolution Music Group

Julienne Taylor – A Time For Love

Dieses Album ist schon Ende September erschienen. Ich habe aber erst kürzlich ein Rezensionsexemplar bekommen, so dass mein Artikel auch erst jetzt erscheint. A Time For Love von Julienne Taylor ist eine Sammlung verschiedener, meist bekannter Lovesongs in neuen Interpretationen. Ursprünglich ist die CD sogar bereits 2008 erschienen, wurde aber erst jetzt in Deutschland von in-akustik neu herausgebracht.

Julienne Taylor - A Time For Love
Coverbands, die auf Stadtfesten oder Scheunenpartys auftreten, haben zuweilen die unrühmliche Gabe, bekanntes Liedgut derart zu entweihen, dass einem teilweise selbst die Originale nicht mehr gefallen. Ein Paradebeispiel dafür ist "Take Me Home, Country Roads" von John Denver. Während die Urform dieses Songs mit einer tollen Picking-Gitarre gespielt und mit fester Stimme gesungen wird, verhunzen Coverbands den Titel meistens mit Lagerfeuergeschrabbel und blutleerem Gesang. Was ich zum Ausdruck bringen möchte, ist folgendes: Wenn man Songs covert, sollten sie richtig gut gecovert werden, ansonsten geht das Vorhaben gepflegt in die Hose.

Bei der schottischen Singer / Songwriterin Julienne Taylor, deren musikalische Wurzeln in der traditionellen, keltischen Musik liegen, geht das Covern fremder Songs nicht in die Hose. Sie gilt als beste schottische Sängerin seit Annie Lennox und wird auch gerne mit Norah Jones oder Eva Cassidy verglichen. Und in der Tat hat sie eine zarte, aber schöne Stimme, mit der sie gekonnt und glaubhaft Klassiker wie "I Don´t Want To Talk About It" (Rod Stewart), "All Out Of Love" (Air Supply), "Here There And Everywhere" (Beatles) oder "Your Song" (Elton John) dahinhaucht. Die ansprechende, orchestrale Instrumentierung sorgt ebenfalls für eine angenehme Atmosphäre. Teilweise kratzt der eine oder andere Song etwas an der Kitsch-Zone, insgesamt hört man jedoch über eine Stunde wunderbar interpretierte Songs, von denen die meisten wohl vertraut sind. Somit gelingt es Julienne Taylor unterm Strich definitiv, die Klassiker würdig zu covern. Gerade jetzt, wo es draußen kühler wird und man es sich drinnen gemütlich macht, sorgt so eine Platte für eine angenehme Wohlfühlstimmung. Ihre aktuelle Plattenfirma ist übrigens Evosound aus Hong Kong und gerade in Süd-Ost-Asien kommt die Musik von Julienne Taylor auch sehr gut an. Da verwundert es nicht, dass dieses Album nun auch in Deutschland publiziert wird.

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You+Me – rose ave. – Ein neues Projekt von Alecia Moore und Dallas Green

Wenn es beim Namen Alecia Moore nicht sofort klingelt, ist das völlig normal. Alecia Moore arbeitet nämlich normal unter ihrem Künstlernamen P!nk. Jetzt, wo der Groschen gefallen ist, muss aber auch gleich die Erwartung in die richtige Richtung gelenkt werden. Denn You+Me ist keine Popmusik, wie man sie sonst von der US-amerikanischen Sängerin kennt.

You+Me – rose ave.
In der offiziellen Presseankündigung von Sony Music fällt der Name P!nk auch kein einziges Mal. Das deutet darauf hin, dass die Zielgruppe der Popsängerin nicht unbedingt für dieses Album ihre Gültigkeit behält. Oder umgekehrt sollen vielleicht die Leute erreicht werden, die normal nicht auf die teils extrovertierte Popmusik stehen. Dass Alecia Moore eine sehr gute Sängerin ist, konnte sie schon unter ihrem Pseudonym P!nk mehrfach klar belegen. Nun singt sie jedoch zusammen mit dem kanadischen Gitarristen und Sänger Dallas Green, der bereits mit seinem Akustik-Solo-Projekt City and Colour vier Alben veröffentlicht hat und beachtliche Erfolge feiern konnte. Weltweit loben Kritiker den Kanadier, der schon dreimal mit dem Juno Award (eine Art kanadischer Grammy) ausgezeichnet wurde, davon zweimal als bester Songwriter des Jahres (2009, 2012). Akustisch geht es somit auch bei You+Me zu. Neben dem Gesang dominiert die akustische Gitarre das musikalische Geschehen. Und der Gesang erklingt oft wohlklingend zweistimmig. Die Lieder haben von den Harmonien schon einen leicht populären Charakter. Die meist reduzierten Arrangements, die man eher aus Genres wie Folk, Americana oder Western kennt, zaubern aber eine schöne, intime Stimmung. Wer z.B. "Dear Mr. President" von P!nk mochte, ist mit You+Me ebenfalls bestens beraten. Wer eher die schrillen und bunten Songs von P!nk bevorzugt, könnte ggf. etwas enttäuscht werden. Alecia Moore und Dallas Green lernten sich durch Alecias Ehemann Carey Hart kennen, spürten sofort eine musikalische Verbindung und entschieden, zusammen Musik zu machen. Alecia lud Dallas nach Los Angeles ein, um ein oder zwei Songs zu schreiben. Schließlich entstanden acht Titel innerhalb einer Woche. Die beiden beschlossen deshalb, ein Album zu machen, welches in Deutschland am 10. Oktober veröffentlicht wird. Ich denke, dass P!nk Fans definitiv Gefallen an rose ave. finden werden, aber auch eine erweiterte Zielgruppe den ruhigeren Songs zugetan sein wird. Leider ist die Platte bereits nach gut 37 Minuten am Ende. Da hätte also problemlos noch der eine oder andere Song Platz gehabt.

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Foto: Sony Music

Pentatonix – PTX – Die A-Capella-Sensation aus den USA

Die Musik, die es heute in die Hitparaden schafft, ist häufig nicht wirklich nach meinem Geschmack. Da merkt man doch langsam das fortschreitende Alter, mit dem man sich mehr und mehr vom musikalischen Zeitgeschmack entfernt. Nun hatte ich heute jedoch mal wieder eine Blindbemusterung im Postkasten, auf der solch moderne Musik enthalten ist – jedoch in spezieller Form. Normal frage ich neue Veröffentlichungen an, wenn ich sie gerne rezensieren möchte. Bei Pentatonix, die mit A-Capella-Versionen verschiedener Chart-Hits und ihrem Album PTX in den Startlöchern stehen, war ich mir unsicher. Nun kam die CD, die am 19. September erscheint, ohne mein Dazutun und mir wurde die Entscheidung abgenommen.

Pentatonix – PTX
In der Pressemitteilung steht, dass ich mal fragen sollte, wer schon alles von Pentatonix gehört hat…? Die Band ist nämlich ein YouTube-Hit mit vielen Millionen Klicks. Als Sony Music kürzlich die Publikation angekündigt hat, habe ich natürlich auch mal reingeschaut. Ehe ich mich versah, hatte ich nahezu alle Clips der fünf US-Vocalisten angesehen, weil es mich fasziniert hat. Bei einigen Songs fragte ich mich jedoch, ob die Beatbox von Kevin James Olusola wirklich immer ohne Hilfsmittel intoniert wird. Ansonsten sind die mehrstimmigen Gesänge absolut erstklassig und beeindruckend. Wenn das live annähernd so vorgetragen wird, wie auf der CD oder in den Videos, kann man nur seinen Hut ziehen. Das ist harmonisch und vom Timing so exakt auf dem Punkt, dass einem die Luft wegbleibt. Auf dem Album-Track "Papaoutai" spielt Lindsay Stirling als Gast im übertragenen Sinne nicht die erste Geige, denn der Gesang ist hier immer vorrangig. Pentatonix besteht aus Mitch Grassi (Countertenor), Scott Hoying (Bariton), Avriel Kaplan (Bass), Kirstie Maldonado (Mezzosopran) und Kevin "K.O." James Olusola (Beatboxing). Optisch sind alle komplett unterschiedliche Typen – wie eben auch bei den Gesangsstimmen. Teilweise sind die Outfits schräg, aber das gehört bestimmt zum Gesamtkonzept – und das geht absolut auf! Allein das Video zum Opener der CD, ein Daft Punk Medley steuert bei YouTube auf 92 Millionen Klicks zu! Andere Videos sind bei den Klickzahlen ebenfalls im zweistelligen Millionenbereich. Auf diesem ersten Longplayer für Deutschland sind Interpretationen von "Royals" (Lorde), "Can’t Hold Us" (Macklemore), "Say Something" (A Great Big World & Christina Aguilera), u.a. sowie vier eigene Songs enthalten. Es bleiben moderne Popsongs, von denen mich im Fall der Cover-Versionen die meisten im Original nicht wirklich berühren. Wenn sie von Pentatonix vorgetragen werden, finde ich sie schon teilweise sehr hörenswert. Die Zahlen bei YouTube bedürfen grundsätzlich keiner weiteren Erklärung. Nun kann man Pentatonix eben auch im heimischen CD-Player abspielen. Eine Option, von der viele Fans sicher erheblichen Gebrauch machen werden.

[Official Video] Say Something - Pentatonix (A Great Big World & Christina Aguilera Cover)


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Foto: Isabel Watson

Marion Raven – Songs From A Blackbird

Wie kann eine Frau, die 30 Jahre alt ist, bereits über 20 Jahre Erfahrungen im Musikbusiness haben? Ganz einfach! Marion Raven hat bereits mit neun Jahren den ersten Plattenvertrag bekommen. Damals war sie zusammen mit ihrer Freundin Marit Larsen ("If a Song Could Get Me You") als "M2M" u.a. in den USA, Asien und Skandinavien erfolgreich. Die beiden wurden sogar für einen Grammy nominiert. Am 8. August erscheint in Deutschland das neue Solo-Album Songs From A Blackbird.

Marion Raven - Songs From A Blackbird
Blackbird ist Marion Ravens selbst designte Gitarre, die zusammen mit ihr das Cover des neuen Tonträgers ziert. Somit deutet der Name dieses Albums auch schon in Richtung handgemachter Musik. Waren die Werke der Norwegerin früher noch deutlich poppiger, zeigt sich Songs From A Blackbird reifer und tiefgründiger. Dabei fallen das hochwertige Songwriting und die professionelle Produktion positiv auf. Die Songs variieren und erinnern hier und da durchaus an große Kompositionen aus Zeiten, in denen noch nicht mit ein paar Mausklicks am PC ein Charterfolg zusammengebaut werden konnte. Damals gab es einige hochkarätige Songwriter wie z.B. Burt Bacharach oder Carole King & Gerry Goffin, die für viele Stars große Hits geschrieben haben. Und Ähnlichkeiten zu den Songwritern jener Zeit sind in einigen Tracks erkennbar. Aber nicht nur das Material ist gut, sondern auch die Interpretationen. Marion Raven hat eine wohlklingende, eingängige Stimme, mit der sie äußerst gekonnt umgehen kann. Das hat sie u.a. auch 2006 als Duett-Partnerin von Meat Loaf bei seiner Single "It´s All Comming Back To Me Now" eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Sie beherrscht erste und zweite Stimme mit überzeugender Sicherheit und stets mit dem nötigen Feeling.

Meat Loaf & Marion Raven - It´s All Comming Back To Me Now


Also, die Songs stimmen, die Umsetzung ist erstklassig und dann sieht die Frau auch noch ziemlich gut aus. Das sollte in dieser Kombination eigentlich schon ein Erfolgsgarant sein! Wenn es doch nur so einfach wäre… Die Musikredakteure im Radio scheinen leider immer ängstlicher zu werden, unbekanntes Material zu spielen, obwohl in den Radio-Jingles oft mit der größten Vielfalt kokettiert wird. Einige Titel auf dem Album hätten durchaus Potential als Radiohit zu zünden. Das Material geht von klassischen Nummern im 60er / 70er Stil über Folkpop bis zu modernen Pop-Songs ohne auf den kommerziellen Großerfolg zu schielen. Die erste Single "The Minute" ist kürzlich erschienen. Mal sehen, ob Marion Raven damit in Deutschland punkten kann. Ich hebe definitiv die Daumen für dieses Album und würde mich freuen, wenn diese tolle Künstlerin auch in unseren Breitengraden die verdiente Anerkennung bekommen würde.

Marion Raven - The Minute (Live)


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Midge Ure – ´fragile´ – Das erste Studio-Soloalbum nach über 10 Jahren

Als Mastermind von Ultravox, Initiator von Band Aid und Live Aid sowie als Solo-Künstler hat es Midge Ure in den Achtzigern ohne Zweifel zu einer der musikalischen Ikonen des Jahrzehnts gebracht. Ebenfalls war Midge Ure Mitgründer der New-Romantic-Band Visage, die mit "Fade To Grey" einen Megahit hatte. Am 4 Juli erscheint nach über 10 Jahren ein neues Solo-Album des Briten, welches mir seit kurzem als Rezensionsexemplar vorliegt.

Midge Ure - Fragile
Vor gut zwei Jahren kam bereits ein neues Ultravox-Album mit dem Namen Brilliant auf den Markt, das mich positiv überrascht hat. Die Erwartungen waren somit auch für das neue Solowerk von Midge Ure entsprechend hoch. Als ich die CD das erste Mal anhörte, war ich allerdings etwas enttäuscht. Es waren zwar gleich wieder typische Anleihen zu den Achtzigern zu erkennen, aber der Funken wollte nicht so recht überspringen. Inzwischen habe ich dem Longplayer jedoch einige Male angehört und bekomme mit jedem Durchlauf einen besseren Zugang zur Musik. Somit kann ich für mich resümieren, dass die Ultravox-Songs hinsichtlich der Hooklines grundsätzlich eingängiger sind. Die Titel auf dem aktuellen Soloalbum brauchen demnach etwas länger um zu zünden, können dann aber durchaus begeistern. Fragile ist eine CD, für die man sich Zeit nehmen muss. Man sollte sie nicht nebenbei hören, sondern ganz bewusst. Die Grundstimmung des Albums ist eher ruhig, selbst der Gesang klingt dem Namen entsprechend zerbrechlich. Die Stücke "Wire And Wood" sowie "Bridges" sind instrumental und gefallen mir sehr gut, weil sie angenehme Stimmungen erzeugen. "Wire And Wood" hat mich in Ansätzen an Mike Oldfield´s "The Songs Of Distant Earth" erinnert und "Bridges" weckt bei mir Assoziationen zum Twin Peaks Thema. Als Gast wirkt Moby mit, der den Song "Dark, Dark Night" mitgeschrieben hat und bei selbigen für das Programming und die Keyboards zuständig war, was nochmal eine andere, modernere Facette zeigt. Die anfängliche Enttäuschung ist gewichen und inzwischen gefällt mir das Album mehr und mehr. Vielleicht muss es beim Zuhörer erst reifen, um sein volles Potential offenzulegen. Als Multiinstrumentalist verbindet Midge Ure seine Fähigkeiten an der Gitarre mit den Finessen der Synthie-Musik und spannt problemlos Bögen zwischen Pop und Prog-Rock bis hin zu cineastischen Klangkulissen. Midge Ure hat die Songs geschrieben, arrangiert und fast alles selbst eingespielt. Beim Song "Let It Rise" war Christopher von Deylen (Schiller) als Co-Autor beteiligt. Fragile macht deutlich, dass man sich manchmal erst auf ein Album einhören muss, um den Wert zu erkennen und Gefallen daran zu finden. Dann kann es aber auch zu den Werken im CD-Regal avancieren, auf die man immer wieder gerne zugreift und über Jahre Freude daran hat.

Midge Ure – Become


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TOTO - 35TH ANNIVERSARY TOUR - LIVE IN POLAND

Als junger Bursche war ich gerne und viel auf Konzerten. Toto habe ich dreimal live erlebt – jedes Mal mit einem anderen Drummer. Das erste Konzert war 1991 auf dem Midtfyns Festival im dänischen Ringe, damals noch mit Jeff Porcaro. Das zweite Konzert war auf der Kingdom Of Desire-Tour 1992 in Hamburg. Auf dieser Gastspielreise war Simon Phillips erstmals als Schlagzeuger dabei und wurde später auch festes Mitglied der Band. Und last but not least konnte ich Toto mit Gregg Bissonette an den Trommeln 1995 ebenfalls in Hamburg sehen. Bissonette sprang für den damals verletzten Simon Phillips ein. Eines haben grundsätzlich alle Toto Konzerte gemeinsam: Es sind Live-Erlebnisse der Spitzenklasse.

TOTO - 35TH ANNIVERSARY TOUR – LIVE IN POLAND
So freut es mich auch riesig, einen recht frischen Konzertmittschnitt der Band auf DVD in mein musikalisches Testlabor bekommen zu haben. TOTO - 35TH ANNIVERSARY TOUR - LIVE IN POLAND heißt das Werk, wurde letztes Jahr am 25. Juni im polnischen Łódź aufgenommen und erscheint am 25. April als DVD, Blu-ray , Doppel-CD und in einer besonders hochwertigen Deluxe-Buch-Edition. Auf der Tour zum 35. Jubiläum der Band standen dann auch mit Steve Lukather, David Paich und Steve Porcaro drei Gründungsmitglieder von Toto auf der Bühne. Ebenfalls kein unbekannter war Sänger Joseph Williams, der bereits von 1986 – 1989 Frontmann der Band war und seit 2010 wieder mit an Bord ist. Mit Nathan East und Simon Phillips war das Line Up komplett.

Schon der Opener verursachte bei mir eine Gänsehaut. Ich mag einfach die professionellen Inszenierungen der Band. Die Herren wissen längst, wie sie ihr Publikum von der ersten Sekunde in den Bann ziehen. Musikalisch ist Toto sowieso über jeden Zweifel erhaben. Das ist Mainstream-Rock auf höchsten technischem Niveau. Die Klasse jedes einzelnen Musikers ist herausragen und in der Kombination ist es eine Superband die mit Africa, Rosanna, Hold The Line oder Stop Loving You diverse Welthits hatte. Und auch wenn die großen Charterfolge schon etwas zurückliegen, bleiben die Spielfreude und die Qualität ungetrübt. Das ist erste Liga! Ein Live Konzert von Toto ist einfach ein großes Vergnügen und somit fällt mein Urteil erwartungsgemäß auch für diese Veröffentlich positiv aus. Ein wenig stört mich mal wieder der Schnitt. Nur weil moderne Videobearbeitung tolle Effekte enthält, sollte das keinen Zwang darstellen, immer alles zu nutzen. Glücklicherweise halten sich die optischen Ausraster in Grenzen. Aber warum der Song It´s A Feeling komplett mit einem horizontalen Splitscreen dargestellt wird, erschließt sich mir nicht. Mich lenken solche Effekte nur ab. Der Großteil des Bildmaterials ist jedoch okay, so dass der musikalische Genuss meist ungetrübt bleibt. Insgesamt enthält die DVD 150 Minuten Material, was für einen gepflegten Toto-Konzert-Abend reichen sollte. Leider ist Simon Phillips letztes Jahr nach über 20 Jahren bei Toto ausgestiegen. Seinen Job übernimmt seit diesem Jahr Keith Carlock, der einzige Drummer, mit dem ich Toto noch nicht live gesehen habe. Vielleicht wäre das ja mal wieder ein Grund für einen Konzertbesuch, sofern sich noch mal die Möglichkeit bietet...

Toto - Hold the Line (35th Anniversary Tour - Live In Poland)


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ABBA - Gold - 40th Anniversary Edition - 3CD-Box

Wenn am 10. Mai das Finale des 59. Eurovision Song Contest in Kopenhagen über die Bühne geht, wird der Name ABBA garantiert nicht unerwähnt bleiben. Denn vor inzwischen 40 Jahren, am 6. April 1974 fuhr ABBA im englischen Brighton mit ihrer Single Waterloo den Grand-Prix-Sieg ein und zündete damit eine grandiose Erfolgsgesichte.

ABBA - Gold 40th Anniversary Edition
Ich assoziiere mit der Musik von ABBA tolle Erinnerungen an meiner Kindheit. Wir hatten damals einen Wohnwagen und waren fest auf einem Campingplatz an der Ostsee. Dort lief den ganzen Tag das Radio und wenn ich z.B. morgens im Bett lag, oder nachmittags vom Baden zurückkam, waren es die typischen Lieder der Siebziger, die unentwegt liefen. Die vielen schönen Songs von ABBA waren oft dabei. Die eingängigen Melodien mit dem tollen, oft mehrstimmigen Gesang haben mich nachhaltig geprägt, so dass ich beim Hören vieler Lieder der vier Schweden bis heute ein Wohlgefühl empfinde. Titel wie Fernando, Dancing Queen, Gimme! Gimme! Gimme!, Summer Night City sowie viele mehr müssen nur angespielt werden und schon bin ich gedanklich auf Reisen in meine Erinnerungen. ABBA hat Lieder für die Ewigkeit produziert!

Aufgrund des 40. Jahrestages des Grand-Prix-Sieges erscheint am 4. April die ABBA - Gold - 40th Anniversary Edition als 3er CD-Set. Bereits 1992 erschien der erste Greatest Hits Sampler unter dem Namen ABBA Gold und wurde zum Verkaufsschlager. 1993 folgte More ABBA Gold mit weiteren tollen Hits der Band. Zwischendurch gab es immer Neuauflagen und Special Editionen. Nun kommt die 40th Anniversary Edition, die neben den beiden ersten o.g. Kompilationen eine weitere CD mit B-Seiten der Hitsingles enthält. Diese Box kostet kaum mehr als eine einfache CD und dürfte somit vermutlich wieder viele Käufer finden. Denn auch wenn ABBA nur ca. 10 Jahre als Band aktiv war und sich bereits 1982 aufgelöst hat, bleibt die Musik bis heute einzigartig und unvergänglich. Nur wenige Bands konnten bei einem breiten Publikum so viel Faszination hervorrufen und mit ihren zahlreichen Hits so lange im Gehör der Menschen bleiben. Hier fallen mir z.B. die Beatles oder die Bee Gees ein. Der Zauber von ABBA wird natürlich auch durch das Musical sowie den Kinofilm "Mamma Mia" gut in die heutige Zeit getragen. Und dass diese Produktionen im Hier und Jetzt funktionieren, ist ein klarer Beleg für die Zeitlosigkeit der Songs. Bis heute wurden über 400 Millionen Tonträger von ABBA verkauft und es werden wohl noch einige hinzukommen. Neben der Gold - 40th Anniversary Edition mit knapp 232 Minuten Spielzeit und quasi allen Hits der Band erscheint ebenfalls am 4. April das Album Waterloo in einer Limited Deluxe Edition mit CD und DVD. Bei so vielen tollen Songs von ABBA darf man ruhig mal danke für die Musik sagen bzw. schreiben: Thank You For The Music!

ABBA - Fernando


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Brian May & Kerry Ellis – The Candlelight Concerts – Live At Montreux 2013

Brian May ist als Queen-Gitarrist und Urheber vieler Queen-Hits längst eine lebende Legende. Kerry Ellis ist eine etablierte Musical-Darstellerin und -Sängerin, die insbesondere auch durch das Queen-Musical We Will Rock You bekannt wurde, wo sie in der Originalbesetzung von 2002 bis 2004 als "Meat" im Londoner Dominion Theatre zu sehen und zu hören war. Brian May und Kerry Ellis geben seit einigen Jahren zusammen Konzerte und haben auch schon gemeinsam Platten produziert. Am 28. März kommt das Montreux-Konzert der beiden aus dem letzten Jahr als DVD bzw. Blu-ray auf den Markt. Zudem ist eine Live-CD, aufgenommen auf der Born Free Tour 2012 mit enthalten.

Brian May & Kerry Ellis – The Candlelight Concerts – Live At Montreux 2013
Als alter Queen-Fan freue ich mich stets über Veröffentlichungen rund um die Band. Dass Brian May seit einiger Zeit gemeinsame Sache mit Kerry Ellis macht, habe ich zwar wahrgenommen, aber irgendwie ging das immer an mir vorbei. Vielleicht wurde ich mal mit einer schlechteren Aufnahme konfrontiert, oder ich konnte mir die Kombination eines meiner musikalischen Helden mit einer Musicalsängerin nicht so recht vorstellen. Kürzlich sah ich dann bei YouTube einen Clip, bei dem die beiden zusammen den Queen-Song Save Me spielten. Ich war schwer begeistert, obwohl es zum Ende bei Kerry Ellis ein wenig so klang, als ob sie "Shave Me" sang… 😉

Kaum, dass mein Interesse an dieser Kollaboration stieg, bekam ich die Info, dass Eagle Vision das Montreux-Konzert aus dem Jahr 2013 auf DVD und Blu-ray veröffentlicht. Selbiges liegt mir nun als Rezensionsexemplar vor. Bereits die DVD-Version ist in der Bildqualität brillant. Die Klangqualität ist ebenfalls makellos. Wie der Name dieser Publikation bereits erahnen lässt, sind es keine Rock-Konzerte, die die beiden geben. Es sind eher die ruhigen Töne, die angeschlagen werden. Aber die Kombination aus einem der markantesten Gitarristen der Rockgeschichte und einer hochgradig guten Sängerin funktioniert super. Und weil Brian May auf einen tollen Fundus großartiger Songs aus seiner Queen-Zeit zurückgreifen kann, gibt es natürlich auch entsprechendes Liedgut in speziellen Versionen zu hören. Dabei sind u.a. Love Of My Life, Sombody To Love, ´39 und selbst Titel wie Tie Your Mother Down und We Will Rock You fanden Einzug in die Setlist. Aber auch Something von den Beatles oder Dust In The Wind von Kansas und viele weitere Songs tragen die beiden in ihren speziellen Fassungen vor. Besonders schön finde ich ferner den Titel Born Free, der mir auf Anhieb bekannt vorkam. Nach kurzem Überlegen erinnerte ich mich an die Fernsehserie "Frei Geboren" aus den Siebzigern, wo dieser Song lief. Wahnsinn, wie stark eine Melodie über Jahrzehnte im Gedächtnis bleibt und auch die dazugehörigen Emotionen mitkonserviert. Brian May und Kerry Ellis unterstützen mit dem Song die Born Free Foundation von Virginia McKenna und weisen auch auf ihren Konzerten auf die Rechte von Tieren hin.

Brian May & Kerry Ellis - The Way We Were (The Candlelight Concerts - Live At Montreux 2013)


Begleitet werden Brian May und Kerry Ellis bei den Konzerten von Jeff Leach an den Keyboards. Die Spielzeit der DVD liegt bei gut 1,5 Stunden, die CD hat knapp 65 Minuten Material. Brian May – inzwischen doch ziemlich stark ergraut – und Kerry Ellis geben vor den Songs immer eine kurze Einleitung. Alles ist sehr intim, entspannt und durchweg sympathisch. Ich mag die bescheidene Art von Brian May, die nicht im Ansatz erahnen lässt, was er mit Queen alles erreicht hat. Und auch wenn die meisten Songs unplugged vorgetragen werden, lässt er es sich nicht nehmen, auch noch mal hier und da zur Red Special – seiner E-Gitarre – zu greifen und den einen oder anderen Titel elektrisch zu spielen, was vom Publikum durch rasch einsetzendes Mitklatschen dankend quittiert wird. Sowohl hier, als auch bei den Songs, wo zum Mitsingen animiert wird, erkannt man schnell, dass die Dichte der Queen-Fans nicht gerade gering ist. Von Love Of My Life erklingen nur die ersten Töne und schön gibt es begeisterte Zustimmung aus dem Stravinski Auditorium. Auch dort wird natürlich mitgesungen – nicht so druckstark wie zu Queen-Zeiten, aber das Publikum in Montreux ist zum einen quantitativ etwas überschaubarer und inzwischen im Durchschnitt wohl ebenfalls etwas älter geworden (hüstel). Das Package aus dem Montreux Konzert auf DVD bzw. Blu-ray und der CD dürfte sowohl Queen-Fans, aber auch Musical-Freunde beglücken. Die ganz großen Gänsehautmomente fehlen zwar, aber insgesamt ist diese Veröffentlichung eine runde Sache und gehört in jede Queen-Sammlung.

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