Nerina Pallot – Year Of The Wolf

Bei dem CD-Titel kommen einem doch gleich Assoziationen zu Al Stewarts Album "Year Of The Cat" in den Sinn. Herr Stewart hat sein Erfolgsalbum aus dem Jahr 1976 mit dem bekannten Produzenten Alan Parsons aufgenommen. Und auch Nerina Pallot greift mit Bernard Butler auf einen Produzenten zurück, der als Britpop- und Studiolegende gilt sowie zum einen Gitarrist bei der Band Suede war und zum anderen bei Alben von Heather Nova, Duffy, Sophie Ellis-Bextor u.v.a. maßgeblich mitgewirkt hat. Und wenn man Werke der genannten Künstlerinnen vor seinen geistigen Ohren abspielt, erkennt man hier und da auch Ähnlichkeiten.

Nerina Pallot - Year Of The Wolf
Beim Hören von "Year Of The Wolf" hatte ich immer mal wieder leichte Ähnlichkeiten zu Heather Nova vernommen. Die meisten Songs von Frau Nova sind aus meiner Sicht jedoch schwermütiger, als die von Nerina Pallot. "Year Of The Wolf" ist bereits das vierte Album der gebürtigen Engländerin. Ihre Geburtsstadt ist London. Und man kann sagen was man will; ich bilde mir irgendwie ein, dass man so einen "londonartigen" Sound hört. Nerina Pallot hat z.B. auch schon Hits für Kylie Minogue geschrieben und ist derzeit bei "The Voice of Germany" als Co-Coach für die Kandidaten im Team von Rea Garvey tätig. Fassen wir mal zusammen: Nerina Pallot kann Songs schreiben, singt so gut, dass sie als Coach für eine Fernsehsendung arbeitet und hat diese beiden Gaben nun in einem neuen Album kombiniert. Das Ergebnis kann sich wirklich hören lassen. In 40 Minuten serviert uns die hübsche Britin Songs, die zwar poppig, aber keinesfalls banal sind. Die Stimme von Nerina Pallot klingt zart und ist dennoch durchsetzungsstark. Die Instrumentierung mit speziellen E-Gitarren und Streichern lässt die britische Herkunft erahnen, ohne sie offenzulegen. Und auch die Art und Weise, wie sich die Songs aufbauen, ist zum Teil ungewöhnlich. Die Single "Puts You Hands Up" bekommt nach dem ersten Refrain einen Dynamikschub und der Song "All Bets Are Off" bekommt nach der Ausblendung noch ein schönes Outro auf der Harfe. Sehr gut hat mir auch die sehr ruhige Ballade "Grace" gefallen.



Seitens der Plattenfirma (Polydor/Universal) heißt es bereits in der Ankündigung zur CD, dass sich diese Musik vom Einheitsbrei der Popwelt abhebt. Ein mutiges Statement, das jedoch zutrifft! "Year Of The Wolf" ist eine gelungene und gut produzierte Popscheibe, die man sich auch als anspruchsvoller Hörer gerne in den Player legt. Übrigens haben scheinbar weder "Year Of The Cat" von Al Stewart noch "Year Of The Wolf" von Nerina Pallot etwas mit dem chinesischen Kalender zu tun, beide Tiere gibt es in selbigen nämlich nicht! Das Album erscheint in Deutschland am 10. Februar 2012.

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