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Tag: Musik

Foto: Jessica Lausen

Transatlantic – Kaleidoscope – Ein Prog-Rock Highlight!

Diese anspruchsvolle Kapelle besteht aus bekannten Namen des Progressive Rocks. Man könnte fast schon von den üblichen Verdächtigen reden. Neal Morse (Ex-Spock's Beard, Flying Colors), Mike Portnoy (The Winery Dogs, Ex-Dream-Theater, Flying Colors, …), Roine Stolt (The Flower Kings) und Pete Trewavas (Marillion) haben alle ihre musikalischen Projekte. Dennoch finden sich gerade in diesem bombastischen Genre immer wieder solche elitäre Koryphäen zusammen und machen – so hat es fast den Eindruck – schnell mal ein Album.

Transatlantic – Kaleidoscope
Transatlantic ist ein Nebenprojekt von Neal Morse. Der Terminus Nebenprojekt erweckt dabei möglicherweise den Eindruck von Halbherzigkeit. Dem ist jedoch nicht so. Kaleidoscope kommt in verschiedenen Versionen am 24. Januar 2014 auf den Markt. Die Standard-Version ist ein Doppelalbum, wobei die erste Scheibe 5 grandiose Song-Perlen auf über 75 Minuten Spielzeit verteilt, in die ich bereits intensiv reinlauschen konnte. CD zwei enthält Coverversionen von The Moody Blues, King Crimson, Elton John, ELO u.a. Leider wurde die Cover-CD nicht mit bemustert, so dass ich hierüber nur mutmaßen kann, dass diese ebenfalls hochkarätig sein wird. CD eins beglückt jedoch auch schon massiv und rechtfertigt definitiv allein den Kauf dieses Albums. Mal ruhig mal rockig sorgen die vier Herren für musikalische Glückmomente, die an Bands wie Yes, Emerson, Lake and Palmer und andere Größen früher Zeiten erinnern. Wer die richtig gute Musik der Siebziger auch so sehr vermisst wie ich, sollte Transatlantic mal in den CD-Player oder besser noch als Vinyl auf den Plattenteller legen. Ich hatte diverse Assoziationen beim Hören des Albums, ohne dass hier irgendwie abgekupfert wurde. Die erste CD hat ihren ganz eigenen Stil und transportiert einfach eine Musikalität, die man kaum noch findet. Dabei sind die Songs "Into The Blue" sowie der Titeltrack "Kaleidoscope" mit 25 bzw. knapp 32 Minuten Spielzeit epische Meisterwerke, die die wahre Größe der Musiker aufzeigen. Komplexität und Musikgenuss stehen sich hier jedoch nicht im Weg, sondern ergänzen sich perfekt zu einem Stil, von dem ich persönlich nicht genug bekommen kann. Und wenn das Ganze dann noch mit moderner Technik aufgenommen wird, kommt ein erstklassiges Album wie Kaleidoscope heraus. Ein wahrer Paukenschlag zu Beginn des Jahres und eine unbedingte Kaufempfehlung für wahre Musikfreunde. Perfekt eingespielt aber absolut nicht steril passt hier einfach alles. Ich bin begeistert! Das folgende Video zeigt den ruhigen Song "Shine", der auch auf dem Album enthalten ist.

Transatlantic - "Shine" Official Music Video


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Transatlantic Homepage
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Meine Top 10 Weihnachts-CD´s

Dass Lebkuchen und Dominosteine bereits ab Spätsommer in den Läden liegen, ist eine Zumutung. Jetzt kommen wir jedoch langsam aber sicher in die heiße Vorweihnachtsphase! Die ersten Radiosender kramen schon in ihren Musikarchiven, um uns die altbekannten und oftmals leidgehörten Weihnachtslieder wie alle Jahre wieder aufzulegen. Fairerweise machte NDR2 letztes Jahr eine Umfrage, ob sie überhaupt noch "Last Christmas" von Wham! spielen sollen 🙂 Es gibt aber auch durchaus angenehme Weihnachtsmusik, die nicht unbedingt immer dem Mainstream entspricht. Und genau in diesem Genre habe ich meine persönlichen und wie immer subjektiven Top 10 Weihnachtsalben zusammengestellt. Damit schmecken dann auch die Lebkuchen, Dominosteine und Zimtsterne und die Weihnachtszeit kann getrost kommen!





RAY CHARLES – THE SPIRIT OF CHRISTMAS

Herrn Charles muss man nicht weiter vorstellen. Er ist eine Soul-Legende und hat trotz seiner Blindheit ein beeindruckendes musikalisches Werk abgeliefert. Sein Beitrag zur gehobenen Feiertagsmusik kam 1985 unter dem Namen "The Spirit of Christmas" erstmals in die Plattenläden und bot eine Auswahl souliger Weihnachtslieder mit Gospeleinflüssen. Das Highlight dieser Platte ist der Titelsong "The Spirit Of Christmas", der auch im Film "Schöne Bescherung" mit Chevy Chase zum Einsatz kommt. Ansonsten gibt es einige Klassiker, die toll interpretiert wurden. Eine klasse Platte, die den weihnachtlichen Soul in die Wohnzimmer bringt.

DAVID BENOIT – REMEMBERING CHRISTMAS

David Benoit ist ein US-amerikanischer Jazz-Pianist, der bereits mit ganz vielen großen Musikern zusammen gespielt hat und selbst zu den Top-Stars zählt. Er arrangierte auch diverse Alben mit einem kompletten Sinfonieorchester, geht aber bei "Remembering Christmas" auf klassische Jazz-Ensembles zurück. So finden sich auf diesem Album Kollegen wie Earl Klugh, John Patitucci oder Dave Brubeck, um nur einige zu nennen. Und obwohl er hauptsächlich die amerikanischen Klassiker interpretiert, klingt es nicht klischeehaft weihnachtlich, denn Schlittenglocken und  hintergründige "Ho Ho Ho-Rufe" gibt es hier nicht. Die CD bietet eleganten Piano-Jazz, den man fast das ganze Jahr hören könnte.

CHRISTINA AGUILERA – MY KIND OF CHRISTMAS

Als die Pop-Sirene Christina Aguilera noch ein braves Mädchen war, hat sie natürlich auch eine Weihnachts-CD aufgenommen. Und herausgekommen ist eine wirklich gut hörbare Platte. Das liegt zum einen an der hochwertigen Produktion und den professionellen Arrangements, aber vor allem an der Hammerstimme von Christina Aguilera. Sie kann von zart und weich bis rotzig und frech ihrer Stimme genau den Ausdruck geben, den das Lied braucht. Die Popmusik, die Christina Aguilera im normalen Leben zelebriert  liegt mir nicht so, das weihnachtliche Liedgut bringt sie aber absolut überzeugend rüber. Selbst Dr. John ließ sich zu einem Duett breitschlagen.

STEVE LUKATHER – SANTA MENTAL

Jetzt wird’s rockig. Als Gitarrist, Sänger und Songschreiber bei Toto hat Steve Lukather sich längst einen Namen gemacht. Aus seiner Feder stammen Hits wie "Rosanna" und "Hold The Line". Während es bei Toto tendenziell immer den Versuch gab, charttauglich zu sein, geht Herr Lukather mit seinen Solo-Projekten auch mal unpopulärere Wege. Sein Beitrag zur besinnlichen Weihnachtszeit ist ein Album namens "Santa Mental", das einige sehr interessante Interpretationen bekannter Weihnachtslieder bereithält. Diese Platte eignet sich weniger, wenn Oma und Opa zu Besuch kommen, macht aber musikalisch richtig Spaß. Und dass es am Ende doch auch mit ganz viel Gefühl geht, zeigt Steve Lukather mit seiner Version von "The Christmas Song" – Grandios! Unterstützt wird er auf dem Album u.a. von Slash, Steve Vai, Eddie Van Halen und Edgar Winter. Ein Album für rockige Festtage!

SILJE NERGAARD – IF I COULD WRAP A KISS (SILJE´S CHRISTMAS)

Zart und engelsgleich haucht Silje Nergaard den Zuhörern ihren musikalischen Beitrag zur Weihnachtszeit in die Ohren. Die norwegische Sängerin habe ich im TEA & TEA Blog schon mal mit ihrem Album "At First Light" vorgestellt. Sie singt mit ihrer sehr angenehmen Stimme zu stimmungvoll arrangierter Orchestermusik in ganz persönlicher Atomsphäre ihre Lieder. Vier Songs stammen von ihr selbst, ansonsten gibt es natürlich einige Klassiker sowie den Joni Mitchell-Song "River". Den Titelsong singt Silje Nergaard übrigens im Duett mit unserem heimatlichen Swingstar Roger Cicero. Ein wunderbares Album, dem man aufmerksam zuhören sollte.

AL DI MEOLA – WINTER NIGHTS

Er spielt die Gitarre – wenn es sein soll – ziemlich flink und zählt zweifellos zu den Top-Gitarristen auf dem Globus. In den Siebzigern galt er mal als "schnellster Gitarrist der Welt". Entdeckt wurde Al Di Meola 1974 von Chick Corea und berühmt wurde er nicht zuletzt auch durch das Live Album "Friday Night In San Francisco", das er zusammen mit  John McLaughlin und Paco de Lucía aufnahm. Auf "Winter Nights" lässt er es etwas gemächlicher angehen. Im Trio mit Percussions und Bandura hat er einige winterliche bis weihnachtliche Songs eingespielt, die dann doch eher besinnlich sind. Dennoch zeigt sich auch auf diesem Longplayer die Klasse des Saitenzauberers. Die Platte ist jedoch nicht übermäßig weihnachtlich, sondern eher ein winterliches Jazz-Album. Aber das sagt ja eigentlich auch schon der Titel.

BUGGE WESSELTOFT – IT´S SNOWING ON MY PIANO

Jens Christian Bugge Wesseltoft, wie er mit vollem Namen heißt, ist ein norwegischer Pianist, der 1997 mit "It´s Snowing On My Piano" eine ganz besondere Zusammenstellung weihnachtlicher Lieder veröffentlicht hat. Die Musik ist ziemlich reduziert. Bugge Wesseltoft füllt mit dem Solo-Piano jedoch den Raum und verleiht auch manch bekanntem Weihnachtslied ein ganz neues Gesicht. So zeigt sich z.B. "Es ist ein Ros entsprungen", das man eher gesungen von sakralen Kinderchören im Ohr hat, in der Piano-Version als echtes Highlight. Da die norwegischen Weihnachtslieder in Deutschland nicht so bekannt sind und Herr Wesseltoft auch zwei eigene Kompositionen beigesteuert hat, ist dieses Werk eine willkommene Abwechslung in der Adventszeit. Eine besinnliche Platte, die meisterlich eingespielt wurde.

CARNIE & WENDY WILSON – HEY SANTA!

Okay, okay dieses Album fällt ganz klar in die Kategorie "Pop". Was die beiden Beach Boy Töchter Carnie und Wendy Wilson jedoch deutlich besser gemacht haben, als andere Pendants dieses Genres: Super Produktion, phantastische Stimmen mit einem lupenreinen Satzgesang und ich nehme ihnen diese Lieder ab. Es scheint, als ob die beiden Wilson Schwestern dafür auf die Welt gekommen sind, stimmungsvolle Weihnachtslieder zu singen und allen Menschen den Soundtrack für ein harmonisches Fest zu bereiten. Gut, das klingt gerade etwas kitschig, aber das sind solche Pop-Weihnachtsplatten ja schließlich auch – mit voller Absicht. Der Titelsong "Hey Santa", der auch gerne mal im deutschen Rundfunk läuft, ist für mich bereits ein Klassiker und Evergreen, den ich zugegebener Maßen immer wieder gerne höre. Diese Platte kann man auch auflegen, wenn die Verwandtschaft zu Besuch kommt.

BRIAN SETZER ORCHESTRA – BOOGIE WOOGIE CHRISTMAS

Sie kennen Brian Setzer nicht? Das ist der Mann, der früher mit einer alten Gretsch-Gitarre um den Hals der Frontmann der Stray Cats war. Als Solo-Künstler ist er der Rockabilly-Musik und seinen Gretsch Gitarren treu geblieben und konzertiert auch gerne mal mit seiner Bigband, dem Brian Setzer Orchestra. Mit eben einem solchen 16-köpfigen Power-Ensemble brachte er 2002 sein erstes Weihnachtsalbum "Boogie Woogie Christmas" auf den Markt. Der Name lässt zu Recht erahnen, dass hier nicht die Kölner Domspatzen Weihnachts-Chorale zwitschern! Bei Brian Setzer geht in der Regel die Post richtig ab. Der wummernde Standbass mit einem knackigen Blässer-Ensemble, der treibende Rhythmus sowie die richtig gut gespielte Halbresonanzgitarre und der rotzige Gesang von Herrn Setzer sorgen für Weihnachtsmusik der besonderen Art. Das muss man mögen, aber dann macht es auch richtig Spaß! Natürlich gibt es aber auch etwas Besinnliches auf der Platte. Sehr schön ist die Nummer: "So They Say It's Christmas".  2005 kam mit "Dig That Crazy Christmas" ein weiteres Weihnachtsalbum des Brian Setzer Orchestras in den Handel!

SARAH McLACHLAN – WINTERSONG

Auch die kanadische Singer/Songwriterin Sarah McLachlan hat 2006 ein für etablierte Künstler fast schon obligatorisches Weihnachtsalbum veröffentlicht. Aber "Wintersong" ist denn doch nicht so gewöhnlich, wie die Werke vieler anderer Künstler. Neben dem selbst geschriebenen Titelsong findet man einige Klassiker und schöne Interpretationen von John Lennons "Happy Xmas (War is Over)", das mir fast besser gefällt als das Original sowie weitere Coverversionen von Joni Mitchells "River" und Gordon Lighfoots "Song For A Winter’s Night". Die klare Stimme von Sarah McLachlan und die von ihr bekannt hochwertige Umsetzung sorgen für ein überzeugendes Feiertagsalbum, das sowohl Mutti und Vati, als auch Freund und Freundin einen Ausdruck der Zufriedenheit ins Gesicht zaubern kann und für harmonische Momente sorgen wird. Schön!

So, mit dieser Musikauswahl kann das Christkind kommen. Es muss ja schließlich nicht immer banale Weihnachtsmusik sein!

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