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Tag: Mike Oldfield

Foto: Ian Witlen

Mike Oldfield – Man On The Rocks

Es war Ende 2013, als ich erfuhr, dass Mike Oldfield, seit meiner Jugend einer meiner musikalischen Helden, ein neues Album für das Frühjahr 2014 angekündigt hat. Seit 2008 gab es kein neues Material vom Meister und meine Vorfreude war groß. Als ich dann kürzlich erfuhr, dass die Online-Promotion für Man On The Rocks durch eine Firma übernommen wird, die mir wohlgesonnen ist, stieg mein Glücksgefühl weiter. Ich fragte die CD an und bekam eine Bestätigung, dass mir diese – sobald verfügbar – zugehen würde… Yeah! Am 7. März erscheint der Longplayer und ich hatte gestern mein Rezensionsexemplar im Postkasten.

Mike Oldfield - Man On The Rocks
Ich war im besten Teenie-Alter, als ich das erste Mal mit der Musik von Mike Oldfield konfrontiert wurde. Über Hits wie "Moonlight Shadow", "Shadow On The Wall", oder "To France" kam ich ganz schnell auch zu den frühen Werken, allen voran natürlich Tubular Bells. Die Arbeit des Briten hat mein Leben musikalisch maßgeblich beeinflusst. In den späteren Jahren gab es aber auch immer mal Alben, die man getrost vergessen konnte. Die Ankündigung einer neuen CD für 2014 hat mich entzückt, denn wer sich rund sechs Jahre Zeit lässt und ein Genie ist, muss etwas großartiges abliefern – dachte ich zumindest…

Ich bereitete die Hörprobe gebührend vor. Behagliche Atmosphäre, gedämpftes Licht, ein guter Tee sowie eine gemütliche Sitzposition sollten den Audiogenuss so optimal machen, wie nur möglich. Die Spielzeitanzeige versprach knapp 1 Stunde Musik. Alles war perfekt, bis ich den Startknopf betätigte. Bereits der erste Song war eine triviale Nummer, die eine beliebige Top-40-Band auf jedem Dorffest hätte spielen können. Es klang ein wenig wie Chris de Burgh... An dieser Stelle sei erwähnt, dass alle Songs auf dem Album mit Gesang sind. Früher gab es zumindest auch immer die tollen Instrumentalstücke wie "Taurus I – III" oder "The Lake". Zudem hatten auch die Gesangsstücke eine unverkennbare Oldfield-Note. Auf Man On The Rocks klingt alles beliebig und austauschbar. Den Gesang übernimmt Luke Spiller von den Struts, ein relativ junger Sänger. Grundsätzlich ist alles gut und sauber produziert und klingt auch größtenteils ganz ordentlich. Aber die Stücke sind gähnend langweilig. Ich habe mich jedoch gezwungen alles komplett durchzuhören, damit ich mir ein vollständiges Bild machen kann. Und nachdem es lahm losging, musste ich die Erfahrung machen, dass ich mich Song für Song von einem Tiefpunkt zum nächsten hangelte. Nur in den Solo-Passagen erkennt man mal ein wenig den Gitarrensound von Herrn Oldfield. Ansonsten hat das neue Material in etwa noch so viel mit Songs á la Tubular Bells zu tun, wie Angeliter Sattelschweine mit Ballettanz. Für mich ist dieses Album eine Mogelpackung. Draußen steht zwar Mike Oldfield drauf, drinnen findet sich jedoch nur banales Liedgut mit dem jeder unbekannte Künstler durch das geschlossene Fenster der A&R-Manger (das sind die wichtigen Leute in den Plattenfirmen) fliegen würde. Wenn das das Ergebnis von sechs Jahren Pause ist, dürfte es wohl die letzte Darreichung von Mike Oldfield vor seiner Rente sein. Oder er hat das Material versehentlich aus der untersten Schublade seiner Kommode genommen? Ich war froh, als die Stunde endlich um war. Fortan wird Man On The Rocks sein Dasein als Staubfänger in meinem CD-Regal fristen. Das Album ist eine Beleidigung für alle Fans. Ich bin zutiefst enttäuscht und muss kopfschüttelnd feststellen, dass bei Oldfield die Luft sowas von raus ist und er sich mit dieser CD selbst demontiert. Die einstige musikalische Lichtgestalt knipst das Licht aus und bekennt mit dieser Publikation öffentlich, dass ihm das Geniale abhanden gekommen ist und bei ihm die Kreativität "On The Rocks" (auf Eis) liegt. Schade um das verschwendete Polycarbonat für die CD!

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Mike Oldfield - © Universal Music
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Mike Oldfield – Tubular Bells

Auch knapp 40 Jahre nach der Veröffentlichung ist "Tubular Bells" von Mike Oldfield ein Hochgenuss. Dieser Meilenstein der Musikgeschichte ist das meistverkaufte Instrumentalalbum eines Solokünstlers weltweit und gehört quasi zum Pflichtbestand eines jeden Plattenregals. 2009 wurde eine remasterte Version von "Tubular Bells" auf CD veröffentlicht, die ausgezeichnet klingt.

Mike Oldfield - Tubular Bells
Mike Oldfield hat dieses Album als 19-jähriger fast ganz allein eingespielt, in dem er hintereinander alle einzelnen Instrumente auf einer Mehrspur-Bandmaschine aufnahm. Das Ergebnis ist ein legendäres Meisterwerk. Das Grundthema von "Tubluar Bells" setzt sich sofort im Kopf fest und spielt da notfalls auch alleine weiter. Das Werk besteht aus zwei Teilen, die 1973 je eine Seite einer Langspielplatte belegten. Es war auch das erste Album, das bei Virgin Records erschien und ist somit ganz wesentlich am Erfolg von Richard Branson und dessen damaliger Plattenfirma beteiligt. Die Musik dieser Platte, mit schönen Folk-Elementen ist definitiv zeitlos und immer wieder fesselnd. "Tubular Bells" hielt sich über 5 Jahre in den britischen Album-Charts, wurde weltweit über 17 Millionen Mal verkauft und ist eine der erfolgreichsten Debüt-Alben überhaupt.

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