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Tag: Lovesongs

Foto: Neal Preston © Queen Productions Ltd

Queen – Forever – Unveröffentlichtes Material und altbekanntes

Es ist schon erstaunlich, dass selbst 23 Jahre nach dem Tod von Freddie Mercury immer wieder neue Veröffentlichungen von Queen auf den Markt kommen. Diesmal ist es das Album Forever, das drei neue Songs und bekanntes Material in überarbeiteter Form enthält. Queen - Forever kommt am 7. November in den Handel.

Queen – Forever
Als ich vor einiger Zeit auf der Facebook-Seite von Brian May las, dass unveröffentlichte Songs von Queen aus einer extrem spannenden Zeit der Band zur Veröffentlichung anstehen, war ich als Fan natürlich erst mal hocherfreut. Schnell wurde jedoch klar, dass es sich nur um drei neue Titel handelt, die auf einem Album mit bekanntem Material unter dem Oberbegriff Lovesongs angeboten werden. Die Kommentare auf der Brian May-Seite gingen dann auch eindeutig in die Richtung Missstimmung. Wenn aus drei unveröffentlichten Titeln ein ganzes Album gemacht wird, hat das offensichtlich für den einen oder anderen Fan ein Geschmäckle.

Gestern hatte ich Queen – Forever als Rezensionsexemplar in der Post. Es gibt die einfache Version als Einzel-CD mit 20 Titeln sowie die Deluxe Version mit 2 CDs und insgesamt 36 Titeln. Ich habe die Doppel-CD bekommen. Zu den drei neuen Titeln zählt "Let Me In Your Heart Again", der während der Aufnahmen zu The Works entstand, eine Balladenversion des ersten Mercury-Solohits "Love Kills", aus einer Zusammenarbeit mit Giorgo Moroder und last but not least die musikalische Kooperation zwischen Queen und Michael Jackson, die den Titel "There Must Be More To Life Then This" trägt. Ganz streng betrachtet sind es also nur zwei neue Songs. Diese gefallen mir persönlich jedoch ausgesprochen gut, weil sie einen sehr typischen Queen-Sound haben und natürlich tolle musikalische Tondokumente sind. Zudem ist das gesangliche Duett zwischen Freddie Mercury und Michael Jackson sehr hörenswert. Die restlichen Songs sind eine Zusammenstellung toller Queen-Titel aus dem kompletten Katalog der Band. Aus nahezu jedem Album von Begin bis zum Ende wurden die Stücke von Brian May und Roger Taylor zu einer sehr gelungenen Mischung bekannter, aber auch teils unbekannterer Songs vereint; einige meiner absoluten Favoriten, wie "Spread Your Wings", "Nevermore", "´39" oder "Sail Away Sweet Sister" sind auch dabei. Ein paar Titel sind teilweise marginal bearbeitet. Klanglich ist das Album top!

Ob es nun geschäftstüchtig ist, für die drei neuen Songs ein komplettes Album aufzulegen, muss jeder für sich entscheiden. Die Greatest Hits Alben von Queen wurden sicherlich auch von vielen Fans gekauft, obwohl sie das darauf enthaltene Material bereits komplett hatten. Insofern sehe ich Forever als gelungene Ergänzung zu den Greatest Hits Alben, obwohl es da dann auch wieder einige Überschneidungen gibt. Wenn jedoch zum Weihnachtsgeschäft 2015 erneut drei unveröffentlichte Songs mit bekanntem Material zu einem Album zusammengeklöppelt werden, wäre die Missstimmung einiger Fans durchaus berechtigt. Als echter Fan freut man sich aber dennoch und kommt sowieso nicht drum herum, sich dieses neue Werk zuzulegen. Und für alle, die nicht im Besitz der kompletten Diskographie von Queen sind, hält Forever bestimmt noch ein paar weitere Perlen bereit. Meine Queen-Sammlung wurde definitiv bereichert!

Queen - Forever - Album Trailer


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Foto: Evolution Music Group

Julienne Taylor – A Time For Love

Dieses Album ist schon Ende September erschienen. Ich habe aber erst kürzlich ein Rezensionsexemplar bekommen, so dass mein Artikel auch erst jetzt erscheint. A Time For Love von Julienne Taylor ist eine Sammlung verschiedener, meist bekannter Lovesongs in neuen Interpretationen. Ursprünglich ist die CD sogar bereits 2008 erschienen, wurde aber erst jetzt in Deutschland von in-akustik neu herausgebracht.

Julienne Taylor - A Time For Love
Coverbands, die auf Stadtfesten oder Scheunenpartys auftreten, haben zuweilen die unrühmliche Gabe, bekanntes Liedgut derart zu entweihen, dass einem teilweise selbst die Originale nicht mehr gefallen. Ein Paradebeispiel dafür ist "Take Me Home, Country Roads" von John Denver. Während die Urform dieses Songs mit einer tollen Picking-Gitarre gespielt und mit fester Stimme gesungen wird, verhunzen Coverbands den Titel meistens mit Lagerfeuergeschrabbel und blutleerem Gesang. Was ich zum Ausdruck bringen möchte, ist folgendes: Wenn man Songs covert, sollten sie richtig gut gecovert werden, ansonsten geht das Vorhaben gepflegt in die Hose.

Bei der schottischen Singer / Songwriterin Julienne Taylor, deren musikalische Wurzeln in der traditionellen, keltischen Musik liegen, geht das Covern fremder Songs nicht in die Hose. Sie gilt als beste schottische Sängerin seit Annie Lennox und wird auch gerne mit Norah Jones oder Eva Cassidy verglichen. Und in der Tat hat sie eine zarte, aber schöne Stimme, mit der sie gekonnt und glaubhaft Klassiker wie "I Don´t Want To Talk About It" (Rod Stewart), "All Out Of Love" (Air Supply), "Here There And Everywhere" (Beatles) oder "Your Song" (Elton John) dahinhaucht. Die ansprechende, orchestrale Instrumentierung sorgt ebenfalls für eine angenehme Atmosphäre. Teilweise kratzt der eine oder andere Song etwas an der Kitsch-Zone, insgesamt hört man jedoch über eine Stunde wunderbar interpretierte Songs, von denen die meisten wohl vertraut sind. Somit gelingt es Julienne Taylor unterm Strich definitiv, die Klassiker würdig zu covern. Gerade jetzt, wo es draußen kühler wird und man es sich drinnen gemütlich macht, sorgt so eine Platte für eine angenehme Wohlfühlstimmung. Ihre aktuelle Plattenfirma ist übrigens Evosound aus Hong Kong und gerade in Süd-Ost-Asien kommt die Musik von Julienne Taylor auch sehr gut an. Da verwundert es nicht, dass dieses Album nun auch in Deutschland publiziert wird.

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