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Tag: Live

Foto: A&M Records / Universal Music

Supertramp – Crime Of The Century – 40th Anniversary Edition

Es gibt nur wenige Bands die einen so unverkennbaren Sound haben, wie Supertramp. Zum 40. Jahrestag von Crime Of The Century kommt am 05. Dezember eine überarbeitete Version des Albums auf den Markt. Die Deluxe-Version erhält eine weitere CD mit dem Mittschnitt eines Konzerts vom 9. März 1975 aus dem Londoner Hammersmith Odeon, bei dem bereits erste Live-Versionen einiger Songs vom Nachfolgealbum Crisis? What Crisis? gespielt wurden.

Supertramp – Crime Of The Century – 40th Anniversary Edition
Crime Of The Century ist das Album, welches Supertramp 1974/1975 den Durchbruch brachte. Sie kamen damit bis auf Platz 4 der britischen Albumcharts und schafften es ebenfalls in die US-Top 40. Mit ihrer hochkarätigen Musik und der herausragenden Klangqualität setzte die Band, bestehend aus Rick Davies, Roger Hodgson, John Anthony Helliwell, Bob Siebenberg und Dougie Thomson Maßstäbe. Das Album wurde übrigens neben Dark Side Of The Moon von Pink Floyd gerne zur Demonstrationen von HiFi-Anlagen aufgelegt. Für die Neuauflage wurde Crime Of The Century vom Tontechniker-Legende Ray Staff, der auch schon für Led Zeppelin, The Rolling Stones, Muse u.v.m. tätig war, in den Londoner AIR-Studios digital überarbeitet. Und es klingt wirklich schön luftig, dynamisch und räumlich. Bereits 1987 kam das Album als hochwertige Gold-Disk sowie 1997 und 2002 in überarbeiteten Neuauflagen auf den Markt. Ob sich das neue Re-Release klanglich von seinen Vorgängern unterscheidet, entzieht sich meiner Kenntnis. Interessant wird es jedoch bei der aktuellen Neuveröffentlichung durch die beigefügte Live-CD in der Deluxe-Version, die sämtliche Songs des Studioalbums von Crime Of The Century wie "School", "Bloody Well Right", "Asylum" oder "Rudy" sowie ein paar weitere Titel enthält. Allein diese CD ist den Kauf des Albums schon wert. Denn neben den eindrucksvollen Qualitäten im Songwriting überzeugten die Herren von Supertramp auch stets als Top-Liveband und belegen, dass sie zur 1. Liga in den Siebzigern zählten. In dieser Zeit war es auch noch ein Ritual, Musik zu hören. Man nahm vorsichtig die Vinyl-Schallplatte aus dem Cover, legte sie behutsam auf den Plattenspieler, entstaubte die LP und die Nadel und setzte letztere vorsichtig auf den Tonträger. Dann machte man es sich gemütlich und lauschte der Musik seiner Helden, möglichst laut und intensiv. Und so sollte man es mit Crime Of The Century auch weiter machen. Dieses Album ist ein Meisterwerk, ein Meilenstein und ohne jeden Zweifel eines der besten Alben der Musikgeschichte. Es erscheint nun in diversen Formaten, u.a. auch wieder in zwei verschiedenen Vinyl-Versionen und sollte in keiner ernsthaft geführten Musiksammlung fehlen.

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Deep Purple with Orchestra – Live In Verona [DVD & Blu-ray]

Bereits länger auf dem Markt ist der Konzertmitschnitt Deep Purple - Live At Montreux 2011, den es als DVD, Blu-ray sowie auf CD gibt. Der Montreux-Auftritt wurde am 16. Juli 2011 aufgenommen. Zwei Tage später, am 18. Juli 2011 wurde in der Arena in Verona ein weiteres Konzert der englischen Rockband in Bild und Ton festgehalten, welches am 17. Oktober als DVD und Blu-ray veröffentlicht wird.

Deep Purple with Orchestra – Live In Verona
Bei beiden Konzerten wurden exakt die gleichen Songs gespielt. Auch die Reihenfolge ist identisch. Somit kann man durchaus die Frage stellen, ob es sinnvoll ist, zwei so kurz aufeinanderfolgende Gigs als DVD / Blu-ray zu veröffentlichen bzw. zu erwerben? Ich kenne die Montreux-Fassung nicht, hinsichtlich der Kulisse wird aber wohl das Verona-Konzert die Nase vorn haben. Das römische Amphitheater aus dem Jahre 30 n. Chr. ist optisch schon ein Hingucker und sorgt alleine dadurch für eine Gänsehautatmosphäre. Die farbigen Lichter auf den Torbögen sehen einfach klasse aus. Und wenn dort, wo normalerweise Nabucco, Aida oder Don Giovanni vorgetragen werden, eine britische Hardrock-Band ihr Liedgut zum Besten gibt, hat das definitiv was. Die Ergänzung mit dem Orchester Neue Philharmonie Frankfurt unter der Leitung von Stephen 'BK' Bentley-Klein setzt dem Ganzen das i-Tüpfelchen auf.

Das Konzert beginnt mit einem klassischen Intro namens Overture, in dem zum Ende das Gitarren-Riff aus "Smoke On The Water" orchestral angespielt wird. Danach geht es Deep Purple-typisch mit dem bekannten Opener "Highway Star" und der gewohnten Instrumentierung los. Es folgt eine bunte Mischung der großen Hits von "Strange Kind Of Woman" über "Woman From Tokyo" und "Lazy" bis zu "Smoke On The Water". Zwischendurch werden auch neuere Stücke wie "Rapture Of The Deep" und "When A Blind Man Cries" gespielt. Mein Highlight ist – ein wenig atypisch – "Contact Lost", eine Instrumentalnummer vom 2003er Album Bananas, geschrieben von Steve Morse. Eine ganz typische Nummer für Steve Morse, mit einer grandiosen Melodie als perfektes Schaustück für den besonderen Stil des Amerikaners. Anders, als bei der Album-Version von "Contact Lost" folgt noch ein klasse Solo-Part auf der Gitarre, den ich wirklich herausragend finde und bei dem Steve Morse seine Fähigkeiten beim Volume-Bending vorzüglich unter Beweis stellt! Der Gitarrensound von Ritchie Blackmore war definitiv schärfer und aus meiner Sicht auch rockiger. Steve Morse gibt der Band durch seine Spielart seit nunmehr 20 Jahren einen etwas weicheren und melodiöseren Charakter. Für mich ist er aber, trotz einiger kleiner Fehler der beste Musiker bei Deep Purple. Er ist jedoch auch der Jüngste in der Kapelle und vielleicht einfach noch etwas vitaler? Alle anderen haben inzwischen nämlich das Rentenalter geknackt. Und das zeichnet sich hier und da auch mal ein wenig ab. Die ganz bissige Hardrock-Power früher Jahre ist einfach nicht mehr da. Dennoch liefern die Herren einen guten Job ab und wählten vielleicht auch als Tribut an ihr Alter eine traditionelle Spielstätte wie die Arena in Verona. Wer Live At Montreux 2011 bereits im Archiv hat, wird vermutlich wenig Neues finden. Ob dann die schöne Kulisse allein den Kauf rechtfertigt, muss jeder für sich entscheiden.

Deep Purple & Orchestra - Space Truckin (Live in Verona)


Dass die Herren aber auch in absehbarer Zeit nicht in den Ruhestand eintreten wollen, belegt die gerade verkündete Tour für November 2015:

Datum Ort Location
13.11.2015 Oberhausen König-Pilsener-ARENA
14.11.2015 Magdeburg GETEC Arena
16.11.2015 Rostock Stadthalle
15.11.2015 Leipzig Arena
18.11.2015 Hannover Swiss Life Hall
20.11.2015 Trier Arena
21.11.2015 Nürnberg Arena
23.11.2015 Hamburg O2 World
24.11.2015 Berlin Max-Schmeling-Halle
26.11.2015 München Olympiahalle
27.11.2015 Frankfurt Festhalle
28.11.2015 Stuttgart Hanns-Martin-Schleyer-Halle
    

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Queen – Live At The Rainbow '74

Wer meinen Blog zuweilen liest, hat sicher schon mitbekommen, dass ich ein Anhänger von Queen bin. Da freute es mich doch sehr, als ich vor einiger Zeit die Ankündigung zur Veröffentlichung eines alten Konzertes aus dem Jahr 1974 bekam. Es ist schon erstaunlich, wie viel Material es bei Künstlern von den Beatles über Elvis bis hin zu Queen immer noch zu veröffentlichen gibt. Live At The Rainbow '74 erscheint als CD, Doppel-CD, auf Vinyl, sowie als DVD und SD-Blu-Ray am 5. September.

Queen – Live At The Rainbow '74
Ich habe die Doppel-CD (Deluxe Edition) bemustert bekommen. Darauf sind zwei Konzerte von Queen verewigt. Das erste fand am 31. März 1974 im Rainbow Theatre im Norden Londons statt und enthält hauptsächlich Material der ersten beiden Studioalben. Das zweite Konzert ging am 19. November 1974 über die gleiche Bühne und gehörte bereits zu Sheer Heart Attack Tour, bei der selbstverständlich auch Stücke des dritten Albums dargeboten wurden.

Man muss bedenken, dass diese Konzerte noch vor den ganz großen Hits wie "Bohemian Rhapsody", "We Will Rock You" oder "We Are The Champions" aufgenommen wurden. Queen war zwar schon im Begriff zum großen Durchbruch, allerdings aufgrund eines geldgierigen Managements selbst monetär eher schlecht ausgestattet. Man hört jedoch den unnachgiebigen Willen der Band, grandiose Shows anzuliefern. Und es gelang den vier Briten. Der typische Queen-Sound ist schon eindeutig zu identifizieren. Und es gibt bereits diverse musikalische Erkennungsmerkmale, die auch später immer wieder in die Live-Shows fanden. So wurde z.B. in der November-Show "God Save The Queen" als Outro gespielt und Brian May intonierte damals schon bei beiden Konzerten Gitarrensoli mit Delay, welche Vorläufer das späteren Solos bei "Brighton Rock" auf der Live Killers waren. Im Gegensatz zur Live Killers scheinen diese beiden alten/neuen Konzerte jedoch ohne nachbearbeitete Spuren auf die Platte gekommen zu sein. Der Klang ist für das Alter der Aufnahmen allerdings erstaunlich gut. Die Musik hat eine gute Dynamik, ist brillant und Nebengeräusche, wie Rauschen sind mir nicht aufgefallen. Da wurde beim Mastern also richtig gute Arbeit geleistet! Somit dürften die Queen-Fans, die das alte Material schätzen, absolut auf ihre Kosten kommen. Ich bin z.B. seit ich Queen kenne und die Queen II Teil meiner Plattensammlung ist, großer Fan dieses Albums. Da ist es eine große Freude, einige der Stücke in Konzerten aus der Zeit in dieser Qualität live zu hören. Live At The Rainbow '74 ist ein grandioses Tondokument, das mit über 140 Minuten Spielzeit (CD Deluxe Edition) restlos überzeugen kann und eine echte Bereicherung für jede Queen-Sammlung ist. Wenn die DVD / Blu-ray-Versionen im Bild die Qualität erreichen, wie der Ton auf den CDs, dann sind auch diese ein "Must Have" für den ambitionierten Fan. Ich werde mir die DVD wohl auch noch besorgen, um das Feeling einer auf aufstrebenden Rockband - meiner Lieblingsband - auch visuell genießen zu können.

Queen - Stone Cold Crazy (Live at the Rainbow ‘74)


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Gary Moore – Live At Bush Hall 2007

Der 2011 leider viel zu früh verstorbene Gary Moore begann seine musikalische Karriere ja eher im Hardrock-Genre. So war er mehrfach als Gitarrist bei Thin Lizzy dabei, gründete u.a. die Jazzrock-Band Colloseum II und war auch als Solokünstler im Hard & Heavy Bereich bekannt. 1990 wechselte er zum Blues und verblüffte damit zwar einige, war aber auch extrem erfolgreich. Live At Bush Hall ist die Aufnahme eines Radiokonzertes aus dem Jahr 2007, bei dem der Blues die Hauptrolle spielt und die als CD am 19. September in den Handel kommt.

Gary Moore - Live At Bush Hall 2007
Der Gig diente seinerzeit der Promotion für sein gerade veröffentlichtes Album "Close At You Get", aus dem er natürlich einige Songs spielte. Selbstverständlich war ebenfalls bekanntes Material wie "Still Got The Blues", "Walking By Myself" oder "To Tired" dabei. Ein kleines Highlight ist auch eine Interpretation des Thin Lizzy Klassikers "Don´t Believe A Word". Bereits vor ca. zwei Jahren kam "Blues For Jimi", ein Live-Konzert bei dem Gary Moore Stücke von Jimi Hendrix spielte, als CD und DVD auf den Markt. Für mich war jedoch der Stil des Iren mit den Hendrix-Stücken nicht wirklich kompatibel. Bei der aktuellen Scheibe stand Gary Moore wieder zu 100% für seine Art, den Blues zu spielen. Er war ein brillanter Techniker, der extrem flotte Soli abgekurbelt hat; aber er konnte eben auch genauso gut richtig viel Gefühl in sein Gitarrenspiel legen und mit langen, singenden Tönen überzeugen. Genau diese Kombination war vermutlich auch für den riesen Erfolg seiner Blues-Alben Anfang der Neunziger verantwortlich. Auf Live At Bush Hall zeigte er wieder beide Seiten; den flotten Gitarrero und den Bluesmann mit ganz viel Feeling. Nebenbei war Gary Moore ebenfalls ein hervorragender Sänger, der eine gute Stimmfarbe hatte und sauber bis in hohe Lagen intonieren konnte – auch live. Klanglich liefert die CD nicht das Optimum, aber insgesamt bekommt der Fan einen ansprechenden Mitschnitt aus der späten Phase des Iren, die durchaus einen Platz im CD-Regal der Gary Moore Anhänger verdient hat.

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Foto: Wendy Wilson

The Australian Pink Floyd Show – Eclipsed By The Moon

Cover-Bands gibt es wie Sand am Meer. Viele sind grauenvoll, andere ganz okay und einige wenige richtig gut. Zu letzteren zählt The Australian Pink Floyd Show, die weltweit tourt und bereits über 3 Millionen Tickets in 35 Ländern verkauft hat. Es muss also etwas dran sein, an dieser Cover-Band.

The Australian Pink Floyd Show - Eclipsed By The Moon
Und weil so viele Zuschauer und Zuhörer nicht irren können, wird am 22. August ein Mitschnitt der Damen und Herren aus Down Under als Doppel-CD, Vinyl, 2-DVD sowie auf 2 Blu-ray Disks unter dem Namen Eclipsed By The Moon veröffentlicht. Das Material stammt aus dem April 2013 und wurde in Trier und Oberhausen aufgenommen. Mir liegt die DVD-Version vor. Die erste Scheibe enthält die Live-Darbietung des kompletten 73er Albums Dark Side Of The Moon. Disk Nr. 2 hält eine schöne Auswahl weiterer Pink Floyd Songs wie "In The Flesh?", "Shine On You Crazy Diamond", "Wish You Were Here", ... bereit. Insgesamt beträgt die Spielzeit der Doppel-DVD 190 Minuten.

Wie gut ist das Ganze denn nun wirklich? Die Band besteht seit 1988 und hat in der Zeit immer wieder diverse Umbesetzungen erlebt. Dennoch ist die Professionalität aller Bandmitglieder deutlich erkennbar. Die Songs werden extrem authentisch wiedergegeben und sorgen für eine nahezu perfekte Kopie des Originals. Es sind nur Details an denen man Unterschiede hört. Manchmal ist der Gitarrensound eben nicht so brillant wie bei David Gilmour, dann erkennt man mal wieder, dass die Stimmfarbe beim Gesang leicht abweicht. Der Gesang der drei Background-Sängerinnen ist super! In der Summe liefern die Australier definitiv eine beeindruckende Show ab, die auch optisch mit Lasereffekten, runder Videoleinwand und Figuren à la The Wall an die Pink Floyd Bühnenshows angelehnt ist. Da die Herren Waters, Gilmour, Mason selbst nicht mehr als Band auf Tournee gehen, ist es gut, dass es eine Kapelle gibt, die dem Original ziemlich nah kommt und die tollen Songs live auf die Bühne und nun auch auf verschiede Ton- und Bildträger bringt. Eclipsed By The Moon ist ein kurzweiliges Vergnügen, das auch hartgesottenen Pink Floyd Fans gefallen dürfte.

Another Brick in the Wall Pt 2 performed by The Australian Pink Floyd Show in 2013


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Foto: Paul Haverkort

Vandenberg's MoonKings – Die neue Band von Ex-Whitesnake Gitarrist Adrian Vandenberg

Vandenberg war auch der Name der Band, die Anfang der Achtziger gegründet wurde und bei der Adrian Vandenberg Namensgeber und Gitarrist war. Erfolg hatte die Band in den USA, wo sie im Vorprogramm von Ozzy Osburne und Kiss tourten sowie in Japan. 1987 stieg Adrian Vandenberg bei Whitesnake ein und blieb 10 Jahre. In dieser Zeit wurde er auch als Gitarrengröße in Europa bekannter. Nun steht der Niederländer mit seiner neuen Band MoonKinks und einem frischen Album in den Startlöchern. Erscheinen wird der Longplayer am 21. Februar 2014.

Vandenberg's Moonkings Cover
Die Band besteht neben Herrn Vandenberg aus Sänger Jan Hoving und den jungen Mitstreitern Mart 'Martman' Nijen-Es am Schlagzeug sowie Sem 'The Sham' Christoffel am Bass. Beim Start der CD wird man sogleich in die Zeit des Glam-Metals gebeemt. Das bedeutet es gibt eingängige Songs, die vor 25-30 Jahren durchaus Potential für eine höhere Chartposition gehabt hätten. Heute dürfte das durch den veränderten Zeitgeschmack jedoch deutlich schwerer werden. Dennoch besticht die Scheibe durch ein gutes Songwriting und sehr gute Instrumentalisten. Die Gitarrenparts von Adrian Vandenberg stehen hierbei oft im Vordergrund, ohne jedoch aufdringlich zu wirken. Die Soli zeigen, dass der Mann auch heute noch mit 50 Jahren den Ansprüchen eines herausragenden Gitarristen gerecht wird. Coole Riffs sind Ehrensache. Während früher viele Glam-Metal Bands recht sauber und glatt klangen, findet man bei den MoonKings durchaus den nötigen "Dreck", der die Musik wieder etwas authentischer macht. Die Stimme von Jan Hoving klingt auch irgendwie vertraut. Es ist eine Mischung aus Klaus Meine (Scorpions), Robert Plant (Led Zeppelin) sowie Ronnie James Dio und passt perfekt in das Genre. Wie es sich für guten Glam-Metal gehört, finden sich ebenfalls einige ruhigere Stücke auf dem Album. Gerade diesen Bands wurde damals immer nachgesagt, dass sie die besten Lovesongs haben. Eine wirklich herausragende Power-Ballade ist jedoch nicht dabei. Mit dem Song "Breathing" (siehe und höre Video) scheinen die Herren sogar noch ein wenig auf eine jüngere Zuhörerschaft zu schielen. Die Nummer hätte auch von Miley Cyrus sein können – jedoch zu Zeiten, als sie ihre Zunge noch unter Kontrolle hatte. Zum Schluss der CD gibt es ein Wiederhören mit David Coverdale, der sich beim Whitesnake-Song "Sailing Ships" die Ehre gibt. Wer die späten Whitesnake-Werke mag, oder an Bands wie Bon Jovi, Cinderella und ähnlichen Gefallen findet, wird auch mit Vandenberg´s MoonKings ein passendes Werk für die Plattensammlung finden. Im April sind die MoonKings für fünf Konzerte in Deutschland.

Vandenberg's MoonKings - Breathing (Official Video)


Vandenberg's MoonKings Tour
Datum Ort Location
10.04.2014 Hamburg Markthalle
12.04.2014 Essen Turock
13.04.2014 Nürnberg Hirsch
21.04.2014 Freiburg Jazzhaus
15.04.2014 Aschaffenburg Colos-Saal
16.04.2014 München Backstage Halle
    
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Facebook Seite von Vandenberg's MoonKings

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Foto: Martin Huch

Heinz Rudolf Kunze - Stein vom Herzen - Live

Bezeichnet wird er als Liedermacher, Rockmusiker, Schriftsteller oder Rock-Poet. Das alles trifft auf Heinz Rudolf Kunze zu und umschreibt einen Mann, der mit Wort und Musik seit über drei Jahrzehnten sein Publikum begeistert. Seine Texte sind bis ins Mark intelligent, gewitzt und zuweilen auch provokant. Dass Heinz Rudolf Kunze die deutsche Sprache beherrscht, ist Teil seines Erfolges. Dabei bleiben jedoch einige Personengruppen des Mainstreams auf der Strecke.

Heinz Rudolf Kunze - Stein Vom Herzen - Live
Heute kommt das neue Album "Stein vom Herzen – Live" von Heinz Rudolf Kunze in die Läden. Es ist mal wieder eine Live-Platte, die mir gerade bei HRK immer gut gefallen. Die Zwischentöne, die Betonungen und insbesondere die legendären Sprechtexte sind u.a. ein Garant für anspruchsvolle Unterhaltung. Aufgenommen wurde das Konzert am 21. November 2013 bei radioBERLIN 88,8. Ein Radio-Konzert in kleiner Runde. Kunze spielte größtenteils Songs aus dem Studioalbum "Stein vom Herzen" und einige ältere Titel wie "Dein Ist Mein Ganzes Herz", "Mit Leib Und Seele" oder "Vertriebener" sowie drei gesprochene Texte. Letztere beziehen sich auf aktuelle Ereignisse, legen den Finger tief in die Wunden der Systeme und regen zum Nachdenken an. Dank der "Verstärkung" mit Jens Carstens am Schlagzeug, Zoran Grujovski an der Gitarre, Leo Schmidthals am Bass sowie Matthias Ulmer an den Tasten bestanden die Songs des kurz zuvor veröffentlichten Studioalbums die Feuerprobe und überzeugten durch ein großartiges Live-Feeling. Mir gefällt die Kombination aus eingängiger Musik, scharfsinnigen Texten und dem einzigartigen Timbre von Kunzes Stimme. Sowohl der Gesang, als auch die gesprochenen Passagen klingen immer ein wenig schelmisch und bilden die Basis für die Charakteristik von Heinz Rudolf Kunze. Als besonderer Bonus erscheinen auf dem Album drei Demo-Versionen der neuen Songs "Der Clown schreit Feuer", "Wahrheit eines Sieges" und "Küsse unterm Kleid", die Kunze zusammen mit Peter Pichl produzierte.

Ich finde, es gibt wenige Musiker, die so markant klingen und bei denen trotzdem jedes Wort glasklar zu verstehen ist. Bei Grönemeyer oder Niedecken braucht man das Booklet für die Texte. Bei Kunze langt es, aufmerksam zuzuhören. Und genau das sollte man tun. Denn HRK ist auch ohne die ganz großen Gassenhauer, etwas abseits vom Mainstream einer der besten deutschen Rockmusiker, die wir haben. Multimassenkompatibel wird er jedoch nie sein – zum Glück!

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Foto: Eagle Vision

Deep Purple – Perfect Strangers Live [DVD]

Die Promotion-Ankündigung zu diesem Deep Purple Livemitschnitt klingt mehr als vielversprechend. Dort heißt es, dies sei ohne Zweifel eines der stärksten Deep Purple Konzerte, das jemals gefilmt wurde. Die Aufnahme ist aus der Tour zum Album Perfect Strangers. Damals hat die Plattenfirma PolyGram die Band bekniet und es geschafft, dass die Herren in der erfolgreichen Mk. II – Besetzung mit Ritchie Blackmore, Ian Gillan, Roger Glover, Jon Lord und Ian Paice wieder ein Album aufnehmen. Als dieses schließlich auf den Markt kam, waren Deep Purple jedoch gerade auf der anderen Seite der Erde und spielten in Australien die ersten Konzerte ihrer Tour.

Deep Purple Perfect Strangers Live
Perfect Strangers Live ist die einzige vollständige Konzertaufnahme der Band aus dieser Epoche. Entstanden ist der Mitschnitt im australischen Melbourne. Nach guter alter Manier beginnt das Konzert mit dem Titel "Highway Star". Es folgen diverse weitere große Hits wie "Strange Kind Of Women", "Child In Time" und natürlich "Smoke On The Water". Die Setlist enthält darüber hinaus eine Auswahl der Songs des seinerzeit frischen Albums Perfect Strangers. Beim Betrachten fällt schnell auf, dass Ritchie Blackmore auch 11 Jahre nach der Mk. II Trennung ein neurothischer Typ ist. Er wirkt angestrengt und genervt. Immerhin zeigt er dann und wann auch mal ein Lächeln. Ob das jedoch aufrichtig ist, oder aufgesetzt, lässt sich schwer sagen. Während alle anderen sauber zusammenspielen, wirkt Blackmore häufig, wie ein Fremdkörper. Auch seine Soli zünden wiederholt nicht wirklich. Richtig anstrengend wird es beim Solo zu "Space Truckin`", welches nur noch eine Lärmerzeugung war, aber mit virtuosem Gitarrenspiel gar nichts mehr zu tun hatte. Möglicherweise verstehe ich auch diese Art der Kunst einfach nicht. Die restlichen vier Bandmitglieder haben gute Miene zum bösen Spiel gemacht und konnten zumindest musikalisch überzeugen. Nur Ian Gillan wirkte zeitweise etwas überdreht. Bei der Bild- und Klangqualität darf man keine Wunder erwarten. Mitte der Achtziger wurde noch brav im 4:3 Format aufgenommen. Das ist aber absolut in Ordnung. Wenn das jedoch, wie anfangs erwähnt, eines der stärksten Deep Purple Livemittschnitte sein soll, möchte ich die schwachen lieber nicht sehen. Ich habe die Herren in der gleichen Besetzung am 2. Oktober 1993 in der Kieler Ostseehalle gesehen. Musikalisch war das seinerzeit okay, aber die Spannungen in der Band waren bis in den letzten Winkel der Halle spürbar. 1½ Monate später hat Ritchie Blackmore erneut hingeschmissen. Damals spielte Joe Satriani die Tour zu Ende. Er hätte als neuer Gitarrist einsteigen sollen, was jedoch aufgrund seines Plattenvertrages nicht möglich war. So kam dann etwas später Steve Morse zur Band, der bis heute zur Stammbesetzung von Deep Purple gehört.

Perfect Strangers Live ist neben der DVD auch als DVD+2CD-Set sowie als DVD+2CD+2LP-Set erschienen. Für Deep Purple Fans ist das sicher ein Puzzleteil in der Sammlung, musikalisch jedoch konnte das Konzert mich nicht wirklich überzeugen. Ritchie Blackmore ist zwar ein begnadeter Gitarrist, aber er ist auch ein Exzentriker, der im Gefüge einer Band irgendwie nie seinen Platz gefunden hat. Vermutlich ist er mit dem Renaissance-Rock bei Blackmore’s Night mehr in seinem Element, als er es je bei Deep Purple oder Rainbow war.

Deep Purple - Perfect Strangers


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Foto: Bert Treep

Flying Colors – Live In Europe [verschiedene Formate]

In meinen persönlichen Top 10 Veröffentlichungen aus dem Jahr 2012 waren die Flying Colors mit ihrem gleichnamigen Debütalbum vertreten. Die Superband aus den fünf Top-Musikern Steve Morse, Neal Morse, Casey McPherson, Mike Portnoy und Dave LaRue haben begleitend zum ersten Longplayer eine Tour gemacht, in deren Rahmen ein Konzert in Ton und Bild festgehalten wurde, welches am 11. Oktober 2013 als DVD, Blu-ray, 2CD, Limited Edition 3 LP Vinyl Set und als Download in die Läden kommt.

Flying Colors - Live In Europe
Am 20. September 2012 gastierten die Flying Colors im niederländischen Tilburg, wo diese Konzertaufnahme entstand. Musikalisch haben alle eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie das, was im Studio für das Album aufgenommen wurde, auch live wiedergeben können. Casey McPherson intoniert seine Gesangsparts überzeugend und bringt die Songs stimmlich mit seinem angenehmen Timbre rüber, ohne auch nur in die Nähe seines Limits zu kommen. Allerdings ist McPherson nicht der geborene Entertainer. Das mag daran liegen, dass er der jüngste im Konglomerat der musikalischen Kapazitäten ist und eine gewisse Ehrfurcht vor den Kollegen allgegenwärtig ist. Oder ihm liegt die Position "Stimmungskanone" einfach nicht so sehr. Somit springt Trommelkoryphäe Mike Portnoy bei einigen Moderationsparts ein, was ihm sichtlich Freude bereitet. Auch seine Live-Qualitäten an den Drums sind über jeden Zweifel erhaben und singen kann er ebenfalls. Hinsichtlich der Fähigkeiten am Instrument gilt für Steve Morse das gleiche. Mit seinem ganz speziellen Stil und der genialen Spieltechnik punktet er sowohl bei den Gitarrenspezis als auch bei Freunden guter Harmonien. Neal Morse liefert neben einer fachgerechten Bedienung der Keyboards diverse Gesangsparts, die ebenfalls super ins Gesamtbild passen. Und last but not Least konnte Dave LaRue am Bass ebenso beweisen, dass er eine richtige Keule ist. Hinsichtlich der Musik zeigt der Daumen für dieses Konzert also steil nach oben. Neben den Album-Titeln gibt es von allen Bandmitgliedern noch jeweils eine Nummer aus deren anderen Projekten. Die Konzertspielzeit liegt bei ca. 110 Minuten, hinzu kommt eine Doku "First Flight" mit 45 Minuten Spielzeit, in der weitere Konzertausschnitte und Interviews der Musiker zu sehen sind. Die letzte Zugabe des Konzertteils steht sogar nicht mal im Titelverzeichnis. Denn nachdem das komplette Repertoire abgeliefert wurde, fordert das begeisterte Publikum einen weiteren Nachschlag. So kommt man am Ende noch in den Genuss von Deep Purple´s Klassiker "Space Truckin'", das normal nur während der Soundchecks angestimmt wird.

Neben dem musikalischen Genuss will man bei einem Konzertvideo aber auch optisch etwas geboten bekommen. Ich habe als Promoexemplar eine DVD bekommen. Während des Schauens fiel mir recht schnell auf, dass die Kameras teilweise Probleme mit dem Licht haben. Wenn die Grundstimmung dunkel ist und einer der Musiker mit einem hellen Spot angeleuchtet wird, sorgt das im Bild für ausgefressene Lichter bzw. Überstrahlungen. Das lässt vermuten, dass die eingesetzte Kameratechnik nicht die beste war. Weitere Auffälligkeiten waren unruhige Schwenks und als Krönung eine Kamera die mit einem Ministativ auf einem Flightcase (?) inkl. Rollen im Fotograben vor der Bühne hin- und hergeschoben wurde. Das ist unprofessionell! Beim Song "All Falls Down", eine schnellere Nummer, scheint die Videotechnik sogar mit den Stroboskoplichtern Probleme zu haben, so dass es zu leichten Aussetzern kommt… Also bei der Videoqualität wurde ganz offensichtlich gespart. Schade! Da bekommt so ein Konzertvideo leicht den Eindruck, dass mit einem billig produzierten Mitschnitt nochmal schnell ein bisschen Kasse gemacht werden soll. Ein paar Euros mehr bei der Produktion hätten den Gesamteindruck deutlich verbessern können. Dennoch bereitet die Show große Freude und die fünf Herren kann man auch genießen, wenn das Bild mal nicht so optimal ist. Für Freunde herausragender Musik wird hier auf jeden Fall eine Menge geboten und die Flying Colors haben ihre Live-Qualitäten eindrucksvoll belegt.

Flying Colors - The Storm

Flying Colors - The Storm (Live Music Video) on MUZU.TV.

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Rory Gallagher – Live In Cork auf DVD

Der irische Bluesrock-Gitarrist Rory Gallagher war zwar nie ein Megastar, seine Qualitäten als Musiker, insbesondere Live waren aber stets geschätzt. 1977 konnte er sein Können auch in der ersten Rockpalast Nacht vom WDR einem breiten Publikum in Deutschland vorstellen. Die Show wurde damals europaweit live im Radio und im Fernsehen ausgestrahlt. Im Gepäck hatte er seinerzeit sein Album "Calling Card". Fortan war Gallagher in unserer Nation ein gern gesehener Gast auf vielen Konzertbühnen.

Rory Gallagher - Live in Cork
1987 kam der Mann mit der verschrabbelten Fender Stratocaster nach einigen Jahren der Abwesenheit auch mal wieder in seinen Geburtsort Cork, um ein Konzert im Opernhaus der Stadt zu spielen. Das irische Fernsehen RTE rückte zu diesem Ereignis mit einigen Kameras an und konservierte den Auftritt akustisch und visuell. Das Konzert wurde schon mal unter dem Namen "Messin’ With The Kid – Live At The Cork Opera House" auf VHS Kassette veröffentlicht und kam am 30.08.2013 erneut mit verbesserter Ton- und Bildqualität als DVD in den Handel. Ein paar Störstreifen laufen dennoch hier und da mal durchs Bild im 4:3 Format. Das Menü der DVD ist zwar nett gestaltet, allerdings etwas gewöhnungsbedürftig.

Die Show zeigt Gallagher in bester Spielfreude, der im typischen Jeans-Outfit ohne Schnörkel und durchchoreografiertes Bühnengehüpfe seine Songs darbietet. Damals ging es noch um die Musik und nicht um bunte Hochglanzevents. Und musikalisch lieferte Rory Gallagher mit seinem zünftigen Bluesrock genau das ab, was sein Publikum erwartete. Gekonnt intoniertes Liedgut, den ureigenen, drahtigen Strat-Sound und einen Frontmann der durch sein Können und seine Authentizität überzeugt. Begleitet wurde er fachgerecht von Mark Feltham (Mundharmonika), Brendan O´Neill (Drums) und Gerry McAvoy (Bass). Gallagher wirkte auf mich immer wie ein ganz normaler Typ von nebenan, ohne Starallüren oder sonstige Marotten. Er war dazu aber auch ein genialer Musiker, mit eigenem Stil und guten Songs. Und exakt das zeigt er auf der DVD Live In Cork. Wer eine Multimediashow sehen will, sollte sich etwas von Take That kaufen, wer jedoch gebührlichen Bluesrock zu schätzen weiß, möge seine Aufmerksamkeit ruhig mal auf diese Konzertaufnahme von Rory Gallagher richten.

Rory Gallagher - Tattoo'd Lady - Cork 1987


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