Neues Spiel, neues Glück! Diese Woche erstelle ich zum vorerst letzten Mal meine Liste mit Tipps aus den Neuerscheinungen des Plattenmarktes. Die Resonanz auf diese Rubrik ist zu gering und die Arbeit dafür zu aufwendig. Ich werde jedoch weiter in loser Folge interessante Einzeltitel auf CD und DVD / Blu-ray rezensieren.
Meine Auswahl enthält diesmal wieder in erster Linie eher unbekannte Namen. Da wäre z.B. die belgische Elektronik-Pop-Band Amatorski, die bereits reichlich Lob aus dem Feuilleton bekommen hat, oder Chris Stamey, dessen Albumtitel zwar Blues vermuten lässt; zum Vorschein kommt jedoch ein Singer-Songwriter mit ansprechendem Retro-Sound. Die Band Carver steht für zeitgemäßen Rock mit Punk und Heavy Einflüssen und Lakeside Inn bieten einen spannender Genre-Mix zwischen Rock und Pop mit Anleihen britischer Künstler der 80er. Ebenfalls eher unbekannt ist die Band Delta Spirit, die auf ihrem dritten Album vom Americana/Folk zum Rock/Pop wechselt. Bekannte Namen habe ich aber auch dabei: Da wären z.B. die UK SUBS mit ihrem 24. Album. Die erste Pressung der neuen CD von den Punk-Urgesteinen erscheint als Deluxe Hard Back Sleeve komplett mit einem 20-seitigen Booklet in einer Auflage von 2.000 Stück. Die Bluesrocker Robin Trower und Dr. Feelgood tummeln sich auch in meinen Tipps. Letztere bringen ein Re-Release des 90er Albums "Live In London", remastered und mit bisher unveröffentlichten Tracks. Jazzig wird es mit ECM Künstler Charles Lloyd & Jason Moran und die Singer-Songwriterin Lisa Loeb, die mit dem Song "Stay (I Missed You)" bekannt wurde, steht auch mit einem neuen Longplayer in den Startlöchern. Beim Klick auf die Cover-Fotos öffnet sich die entsprechende Produktseite von Amazon.de. Bei den meisten Alben kann man die Songs anspielen.
Hier kommt die makellose Übersicht meiner Tipps aus den Neuerscheinungen vom 8. Februar 2013:
Auch diese Woche sind keine Mega-Kracher unter den neuen Releases der Plattenfirmen. Dennoch sind nach einiger Suche in den Veröffentlichungen des 1. Februars 2013 ein paar Perlen aufgetaucht, die ich als Empfehlungen in meine Auswahl genommen habe. Wer mit Walliserdeutsch etwas anfangen kann, sollte sich mal die frische CD der Schweizer Mundartsängerin Sina mit schönen Popsongs in unterschiedlichen Duetten, u.a. mit Stefanie Heinzmann antun. Der Bluesrocker Mitch Ryder veröffentlicht einen Konzertmittschnitt, genau wie die Average White Band, die mit Soul, Funk und R&B sowie dem Hit "Pick Up The Pieces" in den Siebzigern bekannt wurde. Ebenfalls live, aber schon etwas älter, ist das Album der UK-Tour 75 von Thin Lizzy. Die Niederländer von Golden Earring (Radar Love) bringen ein neues Studioalbum und von Blind Guardian kommt ein fettes Box-Set, das auf 8.000 Exemplare limitiert ist. Hochwertiger Jazz kommt diese Woche von Cloning Americana (Modern Jazz), dem deutschen Jazz-Gitarristen Helmut Kagerer sowie vom Lora Kostina Trio, einer Gruppe um die namensgebende Pianisten aus Sankt-Petersburg. Zu guter Letzt beglückt uns Altpunk Billy Idol mit einem DVD-Live-Konzert aus dem Jahr 1993, das jedoch mit 50 Minuten Spielzeit recht knapp ausfällt. Somit sind doch auch diese Woche wieder ein paar Schmankerl dabei. Geht doch!
Die Liste meiner Auswahl in tabellarischer Übersicht:
Wirklich neue Alben der bekannten, großen Namen sind diese Woche zwar nicht dabei, ich habe aber dennoch eine ganz spannende Auswahl der Neuerscheinungen des Plattenmarktes vom 25. Januar 2013 zusammengestellt. Meine Liste beginnt mit der Neuauflage des legendären Fleetwood Mac Albums "Rumors", das zum 35. Geburtstag in verschiedenen Ausführungen erscheinen wird. Die deutschen Elektromusik-Pioniere von Qluster (vormals Kluster bzw. Cluster) erfreuen die Fans mit frischem Material. Eine fluffige Scheibe bringt auch die Singer-Songwriterin Betty Steeles und ein Comeback feiert die britische Metal-Institution Chrome Molly nach 22 Jahren. Die Sparte "Blues" wird diese Woche mit den Alben von Erja Lyytinen und Bart Walker anspruchsvoll besetzt. Und jazzig wird es mit dem Yaron Herman Trio sowie der CD von Jill Barber, die den 50er Style mit Orchester aufleben lässt und dabei mit ihrer Stimme zeitweise an Katie Melua erinnert. Die Hard 'n' Heavy Fraktion wird weiter beglückt mit dem neuen Werk von Pink Cream 69 sowie einer tollen Platte von Dante, die irgendwo zwischen Progressive Metal und Progressive Rock ihr Genre gefunden haben.
Hier ist die strukturierte Auflistung meiner Empfehlungen für diese Woche:
So liebe Leute, langsam kommen mal wieder ein paar Neuerscheinungen um die Ecke, die es vorzustellen lohnt. Wir beginnen mit dem Soundtrack zum neuen Quentin Tarantino Film "Django Unchained". Neues gibt es auch von Halloween, einer der erfolgreichsten deutschen Heavy Metal Bands sowie von den Punk-Rockern Bad Religion. Die italienische Rockröhre Gianna Nannini wirft ebenfalls ein frisches Werk auf den Plattenmarkt. Besonders spannend find ich diese Woche die Werke von der britischen Singer-/Songwriterin Kyla La Grange, der brasilianischen Metalband Vandroya und von dem US-Pianisten Ben Sidran. Letzterer spielte früher für die Steve Miller Band und war z.B. auch als Studio- bzw. Sessionmusiker für die Rolling Stones, Peter Frampton, oder Eric Clapton tätig. Sein Album ist jedoch ganz ruhiger Jazz vom Feinsten. Interessant ist zudem die Auswahl aus dem Benefiz-Livekonzert 12-12-12 für die Opfer des Wirbelsturms "Sandy", bei dem u.a. Bruce Springsteen, Roger Waters (Pink Floyd), Paul McCartney und Billy Joel mitwirkten. Die kompletten Erlöse aus den Eintrittskarten, den Downloads und den CD-Verkäufen gehen an den "Robin Hood Relief Fund", der vor Ort an der Ostküste der USA mit den Geldmitteln, Know-How und Material hilft. Bereits ausführlich hatte ich kürzlich das neue Album von Toto Gitarrist Steve Lukather sowie die DVD / Blu-ray von Lady Antebellum vorgestellt. Mal schauen, was die nächsten Wochen so bringen!
Hier ist die tabellarische Übersicht meiner Auswahl:
So langsam füllen sich die Regale der Plattenhändler mal wieder mit Weihnachts-CDs aller möglichen und unmöglichen Künstler. Eine Liste entsprechender Werke, die sich lohnen, habe ich letztes Jahr schon mal hier zusammengestellt. Diese Woche begnüge ich mich jedoch (noch) ohne festtagsmusikalische Werke. Meine Liste enthält dafür Metal von Doro und Mob Rules, Jazz vom Trommelvirtuosen Manu Katché, Tony Bennett sowie dem Bobo Stenson Trio und z.B. eine neue Soloscheibe von Journey Gitarrist Neil Schon. Mein ganz besonderer Tipp in dieser Liste ist das neue Album von Steve Hackett mit dem Namen "Genesis Revisited II". Hier interpretiert der frühere Gitarrist von Genesis (1970 – 1977) einige frühe Werke der Band. Ein wirklich spannendes Album! Das neue Live-Album von Milow habe ich kürzlich schon hier rezensiert, daher ist es nicht in der Liste, aber dennoch sehr empfehlenswert!
Hier sind meine Tipps für Freitag, den 19. Oktober 2012
Sowas passiert nicht alle Tage! Als Tour-Drummer von Neal Morse fragen Fans den Niederländer Collin Leijenaar öfter nach seiner Meinung zu deren Musik. Dass da nicht immer was bei rauskommt, ist nachvollziehbar. Beim deutschen Gitarristen Daniel Fries war das jedoch anders. Seine Musik hatte so viel Power, dass bei einem ersten Aufeinandertreffen mit Leijenaar 2006 die Idee entstand, musikalisch etwas gemeinsam zu machen. Bis es soweit war, verging dann doch noch etwas Zeit. Nun steht die Veröffentlichung des Konzeptalbums "Harmagedon" der Band AFFECTOR jedoch unmittelbar bevor!
Verstärkt werden die beiden von Mike LePond am Bass und Ted Leonard am Gesang. Somit stand die Basis der Truppe fest. Für die Aufnahmen hatten Leijenaar und Fries eine Wunschliste mit Keyboardern formuliert, die wie folgt aussah: Neal Morse, Alex Argento, Derek Sherinian (Black Country Communion, Planet X, Ex-Dream Theater) und Jordan Rudess (Dream Theater). Letztlich konnten sie tatsächlich alle vier Keyboarder für das Projekt begeistern. Das Album kommt am 18. Mai in die Läden und erfüllt absolut die Erwartungen, die die vorangehenden Zeilen möglicherweise geweckt haben. Prog-Rock mit deutlichen Heavy-Metal Elementen – und das alles vom Feinsten. Leijenaar klärt auf: „Wir haben das Album nicht für das Publikum geschrieben, sondern für uns selbst. Als Komponist ist es wichtig, sich selbst treu zu bleiben und etwas zu komponieren, das einen bewegt; ein Künstler sollte für sich selbst schreiben anstatt darüber nachzudenken, was kommerziell das Richtige wäre und was die Leute sofort mögen. So sehe ich das jedenfalls. Ich selbst höre lieber Musik, die aus persönlicher Inspiration geboren wurde, als solche, die nach dem Handbuch 'Wie schreibe ich einen Hitsong?' entstanden ist. Wir drücken uns selbst mit all den unterschiedlichen Musikstilen aus, die wir mögen. Es ist Metal, aber auch Rock, es ist leicht, symphonisch und voller Seele, manchmal sogar ein bisschen Queen-mäßig. Das Album ist ein Schmelztiegel der Musik, die wir lieben.“ In den Leistungen steckt auch keiner der Musiker zurück. Alle zeigen, was sie können – und das macht ziemlich Spaß. Auch wenn das Album nicht für das Publikum geschrieben wurde, wird selbiges dennoch davon begeistert sein. Solche Debüts lasse ich mir gefallen. AFFECTOR wurden durch Bands wie Dream Theater, Spock’s Beard, Genesis und viele andere Prog-Rock- und Metal-Größen beeinflusst, was unüberhörbar ist. Ein mächtiges Werk und eine Band, die sich hinter ihren Vorbildern nicht verstecken braucht. AFFECTOR spielt definitiv in der gleichen Liga!
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Als ich 1992 als junger Pressefotograf mit eigener Bildagentur an einem Brückenpfeiler in Schleswig ein Plakat mit der Aufschrift Wacken Open Air sah, hatte ich keine Ahnung wo Wacken überhaupt ist. Als Headliner für das Festival war Saxon riesig groß auf dem Plakat zu lesen. Über eine Konzertagentur habe ich Kontakt zu den Festivalmachern bekommen und wurde auch prompt als Fotograf akkreditiert. Mein Ansprechpartner war Holger Hübner, der sich in einer Art um die Journalisten gekümmert hat, wie ich es von anderen Festivals nicht kannte. Es gab einen gemeinsamen Backstage-Bereich mit den Künstlern und auch das Catering stand den Presseleuten kostenlos zur Verfügung. Dort konnte man sich also richtig wohlfühlen! Damals waren neben Saxon auch noch andere tolle Bands wie z.B. Blind Guardian, Paradise, Highlander oder Mama´s Boys dabei. Highlight war jedoch der Auftritt von Saxon am Samstagabend. Die Wacken-Leute und Saxon waren wohl beide voneinander beeindruckt, so dass daraus über die Jahre eine geschäftliche Beziehung und Freundschaft wurde. Thomas Jensen, zweiter Hauptverantwortlicher für das Festival, macht heute auch das Management für die Band. Vielleicht waren es Saxon, die mit ihrem großen Bekanntheitsgrad 1992 den Stein für das Wacken Open Air (W:O:A) ins Rollen brachten und die Initialzündung dafür gaben, dass heute alljährlich ca. 80.000 Metalheads in einem beschaulichen Dorf in Schleswig Holstein das größte Heavy Metal-Festival der Welt feiern.
Am 20. April kommen diverse Saxon-Produkte als CD, DVD und auf Vinyl unter dem Namen "Heavy Metal Thunder-Live" in den Handel. Ich habe Rezensionsexemplare der DVD und der Doppel-Live-CD "Heavy Metal Thunder-Live-Eagles Over Wacken" bekommen. Es gibt die DVD jedoch auch in einem Digipac zusammen mit einer CD eines Konzertes der Band vom letzten Jahr in Glasgow. Insgesamt gibt es diese Veröffentlichung inkl. der digitalen Downloads in 6 unterschiedlichen Varianten. Da kann man als Fan schon mal leicht durcheinander kommen. Die Saxon Fans sind wohl auch die angestrebte Zielgruppe für diese Artikel. Auf der DVD sind Highlights der Wacken-Konzerte aus den Jahren 2004, 2007 und 2009 zusammengestellt. Zu sehen und zu hören gibt es die großen Hits der Band wie "Denim & Leather", "Metalhead", "Heavy Metal Thunder", "Princess Of The Night" oder "Crusader". Insgesamt sind 30(!) Songs zu bestaunen. Die Doppel-CD mit dem kompletten Wacken-Konzert von 2009 trägt den Untertitel "Fan´s Choice Setlist". Saxon war für das Wacken Open Air extrem wichtig! Aber auch die Auftritte der Band in Wacken sorgten dafür, dass die Saxon-Popularität in Deutschland auf einem hohen Level blieb. Die Verbindung zwischen Saxon und Wacken ist also eine Win-Win-Situation. Und nun können sich auch alle Fans die Früchte dieser Kooperation nach Hause holen. Ein tolles Fanpackage!
Weil ich 1992 beim ersten Gig von Saxon in Wacken dabei war, will ich Euch auch gerne ein paar Bilder der damaligen Show zeigen. Diese sind von alten KB-Dias eingescannt, ergo qualitativ nicht 100%ig! Schon damals war Frontmann Biff Byford (Peter Rodney Byford) mit 41 Jahren kein junger Spund mehr. Und auch dieses Jahr werden Saxon wieder in Wacken spielen; dann ist Herr Byford 61 Jahre alt! Andere Leute dieses Alters liegen abends mit einer Gicht-Attacke vorm Fernseher und nicken beim Musikantenstadl friedlich ein. Biff Byford entert weiter mit seinen Jungs die großen Bühnen, um den Fans ordentlich was auf die Ohren zu geben! Hier sind einige Bilder von sowie der Presse-Pass von damals aus Wacken:
Der frühere Steeler Gitarrist Axel Rudi Pell ist seit 1989 mit der Band aktiv, die unter seinem Namen erfolgreich "firmiert". Neben den Live-Shows produzieren die Heavy Metal Urgesteine auch zahlreiche Alben. Und es folgen munter weitere Werke. Kenner der Branche sind mit den deutschen Metallern natürlich bestens vertraut. Nicht umsonst schafften es die die beiden Vorgängeralben "The Crest" auf Platz 23 und "The Ballads IV" auf Platz 29 der Charts. Das sind für dieses Genre sehr respektable Platzierungen. Die Fangemeinde von Axel Rudi Pell dürfte also quantitativ stattliche Ausmaße haben.
Der Erfolg der Band liegt vielleicht an der Geradlinigkeit. Schaut man sich alle Alben-Cover seit 1989 an, fällt auf, dass diese fast ausnahmslos die gleiche Linie verfolgen. Oben, meist mittig, das Band-Logo immer im gleichen Schrifttyp, unten in der Regel der Name der Platte. Als Coverabbildung gibt es größtenteils Airbrush-Gemälde mit metallkompatiblen Fantasy-Motiven. Bei Firmen nennt man so etwas Corporate Idendity bzw. Corporate Design. Eine durchgängige Linie schafft Vertrauen und baut eine Bindung auf. Was für einige vielleicht einfallslos aussieht, ist unter Gesichtspunkten des Marketings vielleicht sogar genial. Diese Linie verfolgt Axel Rudi Pell auch bei der Musik. Keine Experimente, keine neuen Sounds. Man verlässt sich auf das was man kann und optimiert das. Die E-Gitarren ertönen nach wie vor singend aus den Röhrenbefeuerten Full Stacks, der Gesang von Johnny Gioeli klingt so wie man sich das bei einer erdigen Metall-Kapelle vorstellt. Alles erinnert an die Hairy-Metal-Bands der Achtziger und Neunziger, wobei der Terminus "Hairy" eigentlich nur noch auf Mastermind Axel Rudi Pell zutrifft. Der Rest der Band trägt das Haupthaar eher kurz. Auch bei der Besetzung greift die Konstanz. Die Band spielt in der aktuellen Formation bereits seit 1998 zusammen. Circle Of The Oath – das 23. Album von Axel Rudi Pell, das am 23. März das Licht der Welt erblicken wird – ist eine Solide Metal-Platte und wird die treuen Fans selbstverständlich wieder begeistern. Und selbige dürfen sich ab 20. April ebenfalls auf eine Tour und Festivalshows u.a. beim Wacken Open Air freuen. Tickets für die Circle Of The Oath - Tour von Axel Rudi Pell gibt es hier.
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Als RTL noch RTL plus hieß, gab es auf dem Sender eine Musiksendung namens "Mosh", die sich nur dem Genre Metal gewidmet hat. Das war Ende der Achtziger Jahre. In den Sendungen – moderiert von Sabina Classen – liefen damals viele Stücke von Bands, die stilistisch in die Kategorie Glam-Metal fielen. Es waren meist schick gemachte Musiker mit langen, aufwendig toupierten Haaren und einem gepflegten Äußeren. Gruppen wie Europe, Poison, Mötley Crüe, Cinderella aber auch die frühen Bon Jovi gehörten dazu.
Sie unterschieden sich optisch von den echten, harten Jungs und brachten zum Teil ein wenig Glamour aber immer viel Haarspray mit. Die Herren waren Sexsymbole, die den in Tücher drapierten Mikro-Ständer akrobatisch umtanzten, während sich leichtbekleidete Frauen dazu gerne erotisierend räkelten, so dass man sich zwischendurch fragen musste, ob man noch bei "Mosh" war, oder bereits "M – Das Männermagazin" begonnen hatte. Musikalisch waren die Hairy-Rock-Bands durchaus interessant, brachten sie doch harte Klänge an eine breitere Zielgruppe. Dies gelang z.B. durch die Kombination poppiger Synthesizer-Flächen, knackiger Gitarrenriffs und empathischer, aber dennoch powervoller Gesänge. Gerne wurde mehrstimmig gearbeitet, um die Harmonien noch eingängiger zu machen. Die Hooks blieben hängen und weil die Herren so dufte aussahen, strömten auch viele wildlederbestiefelte Frauen aller Couleur mit kurzen Röcken zu Konzerten der o.g. Protagonisten. Warum erzähle ich das alles? Weil die Musik damals schon recht anspruchsvoll war und ziemlich Spaß gemacht hat, gibt es auch heute noch, bzw. wieder Künstler, die diesen Stil bedienen. Die schwedische Band Heat – korrekte Schreibweise H.E.A.T – greift den Retro-Sound von damals auf und sorgt damit zum einen für eine gewisse Verblüffung, weil das verdammt vertraut klingt und zum anderen für Begeisterung, weil es wirklich gut gemacht ist. Neben der musikalischen Qualität an den Instrumenten überzeugt bei Heat vor allem der Frontmann Eric Grönwall, der mal ein wenig wie Glenn Hughes (Deep Purple, Black Sabbath, Black Country Communion,…) und dann wieder wie Sammy Hagar (Van Halen, Chickenfoot,…) klingt, aber noch viele weitere Facetten parat hat. Ein phantastischer Sänger! Heat reproduziert den Sound der Glam-Metal Zeit nahezu perfekt, ohne dabei wie eine Kopie zu klingen. Das mir vorliegende Bildmaterial offenbart, dass die Herren auch optisch ein wenig in die alte Kerbe schlagen und wohl etwas mehr Zeit zum Föhnen brauchen. Nur Sänger Eric Grönwall trägt die Haare (noch) etwas kürzer. Die Musik hat auf jeden Fall Ohrwurm-Charakter und findet vermutlich nicht nur bei mir Zustimmung. Der Klang ist zudem auch ziemlich gut, so dass sich bei englischer Einstellung des heimischen Verstärkers auch Eure Nachbarn auf pompöses Liedgut mit Wiedererkennungswert freuen dürften!
Das Album erscheint am 23.03.2012!
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Die Heavy Metal- und Hard-Rocker Judas Priest zählen sicher zu den größten Bands dieses Genres. In Birmingham in England (eine Region, die vielen als Geburtsstätte des Heavy Metal gilt) wurde Judas Priest in den frühen 70ern gegründet. Vorläufer war bereits eine Blues-Band, die den gleichen Namen trug, sich aber immer mehr zum Rock bis Hardrock orientierte. 1977 kam das Album "Sin After Sin" auf den Markt, womit die Band zum Heavy Metal überging. Ihre Härte drückten sie auch als erste Band durch viel Leder und Nieten aus. Auf der Bühne gab es immer große Shows. Ohne Motorrad ging schon mal gar nichts. Nach vielen erfolgreichen Jahren mit 16 Alben und unzähligen Konzerten hat die Band nun beschlossen in "Rente" zu gehen. Bevor dies passiert gibt es aber noch eine Abschiedstournee.
Die EPITAPH Show wird Songs aus der gesamten Laufbahn von Judas Priest enthalten, darunter auch einige, die noch nie Live gespielt wurden. Und natürlich werden ebenfalls alle Klassiker dabei sein!
Die Metal-Götter gehen noch einmal auf Tour mit einem Album, das im nächsten Jahr veröffentlicht werden soll. Heavy Metal at it’s best mit allem was dazu gehört: Laser, Lightshow, Motorräder und das Höllenfeuer! Judas Priest scheint es zum Schluss noch mal richtig krachen lassen zu wollen!