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Tag: Glam

Foto: Paul Haverkort

Vandenberg's MoonKings – Die neue Band von Ex-Whitesnake Gitarrist Adrian Vandenberg

Vandenberg war auch der Name der Band, die Anfang der Achtziger gegründet wurde und bei der Adrian Vandenberg Namensgeber und Gitarrist war. Erfolg hatte die Band in den USA, wo sie im Vorprogramm von Ozzy Osburne und Kiss tourten sowie in Japan. 1987 stieg Adrian Vandenberg bei Whitesnake ein und blieb 10 Jahre. In dieser Zeit wurde er auch als Gitarrengröße in Europa bekannter. Nun steht der Niederländer mit seiner neuen Band MoonKinks und einem frischen Album in den Startlöchern. Erscheinen wird der Longplayer am 21. Februar 2014.

Vandenberg's Moonkings Cover
Die Band besteht neben Herrn Vandenberg aus Sänger Jan Hoving und den jungen Mitstreitern Mart 'Martman' Nijen-Es am Schlagzeug sowie Sem 'The Sham' Christoffel am Bass. Beim Start der CD wird man sogleich in die Zeit des Glam-Metals gebeemt. Das bedeutet es gibt eingängige Songs, die vor 25-30 Jahren durchaus Potential für eine höhere Chartposition gehabt hätten. Heute dürfte das durch den veränderten Zeitgeschmack jedoch deutlich schwerer werden. Dennoch besticht die Scheibe durch ein gutes Songwriting und sehr gute Instrumentalisten. Die Gitarrenparts von Adrian Vandenberg stehen hierbei oft im Vordergrund, ohne jedoch aufdringlich zu wirken. Die Soli zeigen, dass der Mann auch heute noch mit 50 Jahren den Ansprüchen eines herausragenden Gitarristen gerecht wird. Coole Riffs sind Ehrensache. Während früher viele Glam-Metal Bands recht sauber und glatt klangen, findet man bei den MoonKings durchaus den nötigen "Dreck", der die Musik wieder etwas authentischer macht. Die Stimme von Jan Hoving klingt auch irgendwie vertraut. Es ist eine Mischung aus Klaus Meine (Scorpions), Robert Plant (Led Zeppelin) sowie Ronnie James Dio und passt perfekt in das Genre. Wie es sich für guten Glam-Metal gehört, finden sich ebenfalls einige ruhigere Stücke auf dem Album. Gerade diesen Bands wurde damals immer nachgesagt, dass sie die besten Lovesongs haben. Eine wirklich herausragende Power-Ballade ist jedoch nicht dabei. Mit dem Song "Breathing" (siehe und höre Video) scheinen die Herren sogar noch ein wenig auf eine jüngere Zuhörerschaft zu schielen. Die Nummer hätte auch von Miley Cyrus sein können – jedoch zu Zeiten, als sie ihre Zunge noch unter Kontrolle hatte. Zum Schluss der CD gibt es ein Wiederhören mit David Coverdale, der sich beim Whitesnake-Song "Sailing Ships" die Ehre gibt. Wer die späten Whitesnake-Werke mag, oder an Bands wie Bon Jovi, Cinderella und ähnlichen Gefallen findet, wird auch mit Vandenberg´s MoonKings ein passendes Werk für die Plattensammlung finden. Im April sind die MoonKings für fünf Konzerte in Deutschland.

Vandenberg's MoonKings - Breathing (Official Video)


Vandenberg's MoonKings Tour
Datum Ort Location
10.04.2014 Hamburg Markthalle
12.04.2014 Essen Turock
13.04.2014 Nürnberg Hirsch
21.04.2014 Freiburg Jazzhaus
15.04.2014 Aschaffenburg Colos-Saal
16.04.2014 München Backstage Halle
    
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Links
Vandenberg's MoonKings Homepage
Facebook Seite von Vandenberg's MoonKings

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Foto: Johan Carlen

Heat – Address The Nation

Als RTL noch RTL plus hieß, gab es auf dem Sender eine Musiksendung namens "Mosh", die sich nur dem Genre Metal gewidmet hat. Das war Ende der Achtziger Jahre. In den Sendungen – moderiert von Sabina Classen – liefen damals viele Stücke von Bands, die stilistisch in die Kategorie Glam-Metal fielen. Es waren meist schick gemachte Musiker mit langen, aufwendig toupierten Haaren und einem gepflegten Äußeren. Gruppen wie Europe, Poison, Mötley Crüe, Cinderella aber auch die frühen Bon Jovi gehörten dazu.

HEAT - Address The Nation - Cover
Sie unterschieden sich optisch von den echten, harten Jungs und brachten zum Teil ein wenig Glamour aber immer viel Haarspray mit. Die Herren waren Sexsymbole, die den in Tücher drapierten Mikro-Ständer akrobatisch umtanzten, während sich leichtbekleidete Frauen dazu gerne erotisierend räkelten, so dass man sich zwischendurch fragen musste, ob man noch bei "Mosh" war, oder bereits "M – Das Männermagazin" begonnen hatte. Musikalisch waren die Hairy-Rock-Bands durchaus interessant, brachten sie doch harte Klänge an eine breitere Zielgruppe. Dies gelang z.B. durch die Kombination poppiger Synthesizer-Flächen, knackiger Gitarrenriffs und empathischer, aber dennoch powervoller Gesänge. Gerne wurde mehrstimmig gearbeitet, um die Harmonien noch eingängiger zu machen. Die Hooks blieben hängen und weil die Herren so dufte aussahen, strömten auch viele wildlederbestiefelte Frauen aller Couleur mit kurzen Röcken zu Konzerten der o.g. Protagonisten. Warum erzähle ich das alles? Weil die Musik damals schon recht anspruchsvoll war und ziemlich Spaß gemacht hat, gibt es auch heute noch, bzw. wieder Künstler, die diesen Stil bedienen. Die schwedische Band Heat – korrekte Schreibweise H.E.A.T – greift den Retro-Sound von damals auf und sorgt damit zum einen für eine gewisse Verblüffung, weil das verdammt vertraut klingt und zum anderen für Begeisterung, weil es wirklich gut gemacht ist. Neben der musikalischen Qualität an den Instrumenten überzeugt bei Heat vor allem der Frontmann Eric Grönwall, der mal ein wenig wie Glenn Hughes (Deep Purple, Black Sabbath, Black Country Communion,…) und dann wieder wie Sammy Hagar (Van Halen, Chickenfoot,…) klingt, aber noch viele weitere Facetten parat hat. Ein phantastischer Sänger! Heat reproduziert den Sound der Glam-Metal Zeit nahezu perfekt, ohne dabei wie eine Kopie zu klingen. Das mir vorliegende Bildmaterial offenbart, dass die Herren auch optisch ein wenig in die alte Kerbe schlagen und wohl etwas mehr Zeit zum Föhnen brauchen. Nur Sänger Eric Grönwall trägt die Haare (noch) etwas kürzer. Die Musik hat auf jeden Fall Ohrwurm-Charakter und findet vermutlich nicht nur bei mir Zustimmung. Der Klang ist zudem auch ziemlich gut, so dass sich bei englischer Einstellung des heimischen Verstärkers auch Eure Nachbarn auf pompöses Liedgut mit Wiedererkennungswert freuen dürften!

Das Album erscheint am 23.03.2012!

In das Album "Address The Nation" reinhören und/oder als MP3 bei Amazon.de kaufen:



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Steel Panther – Balls Out

Die cmm GmbH, eine Promotion-Agentur aus Hannover hat kürzlich auf Facebook ihren 500sten Fan bekommen und zur Feier des Tages eine Aktion ausgelobt, bei der alle, die an dem Tag eine E-Mail an das Team schreiben ein CD-cmm-Metal-Party-Package, oder so bekommen sollten. Gesagt getan! Ich schrieb eine E-Mail und habe für den Fall, dass etwas Aktuelles dabei ist, angeboten hier auf Rock-Jazz-Pop ein paar warme Worte zu verfassen. Zwei Tage nach meiner Mail (also heute) hatte ich 2 Briefumschläge mit CD´s im Postkasten! DANKESCHÖÖÖN!!! Eine CD war das kürzlich erschienene Album "Balls Out" von Steel Panther.

Steel Panther – Balls Out
Bis hierhin durften noch alle mitlesen, aber nun möchte ich die Frauenrechtlerinnen und Gleichstellungsbeauftragte bitten, das Lesen einzustellen. Alle anderen seien gewarnt. Das Album ist eindeutig chauvinistisch! Bereits das Cover, mit einer vermutlich nicht vollkommen natürlich gewachsenen Brünetten, lässt eine gewisse Grundrichtung vermuten. Bevor ich zur Musik komme, schaut Euch dieses Video an:



Was ist das denn??? Da stehen 4 Herren mit auftoupierten Haaren, mehr Schminke im Gesicht als Daniela Katzenberger, zerschnittenen Hosen und Shirts sowie einem Styling, das seit mindestens 2,5 Jahrzehnten eher dem Adjektiv „geschmacklos“ zugeordnet wird und kloppen einen Chauvi-Spruch nach dem anderen raus. Bassmann Lexxi Foxx (2. von links) richtet sich bei ca. 0:50 das erstmals die Haare, um dann ab ca. 1:26 fast feminin verschämt an seiner Haarpracht herumzuspielen. So ein Stirnband will ich übrigens auch… Ehrlich, als ich das Video das erste Mal gesehen habe, wurde mir ganz deutlich klar, was mit dem Wort "fremdschämen" gemeint ist. Und als das Video weiterlief, wurde es im Gesamtzusammenhang doch irgendwie amüsant. Das was Steel Panther da abzieht, ist eine Show, die leicht überspitzt den Glam-Metal der Achtziger und frühen Neunziger inszeniert. Und Übertreibung macht bekanntlich anschaulich. Die Herren posen und prollen was das Zeug hält und haben mit Ihrem Styling fast einen weiblichen Touch. Da kann ich mir an dieser Stelle auch nicht verkneifen, dass die eingangs erwähnten "warmen Worte" auf einmal in einem ganz neuen Kontext stehen. Ich behielt dennoch ein befremdliches Gefühl.

Heute nun kam die CD von Steel Panther, die ich aufgrund meiner leicht traumatisierenden Vorbelastung auch gleich als erstes in den Player schmiss. Auch hier möchte ich nochmal meine Warnung auffrischen, dass die Texte eher chauvinistischer Art sind. Songs wie "Supersonic Sex Machine", "17 Girls In A Row" oder "That´s What Girls Are For" sprechen eine deutliche Sprache. Hier geht es nicht um verschämtes Händchenhalten, sondern um deutlich mehr. Musikalisch bewegen sich die US-Amerikaner im Bereich melodischer Hardrock. Die Texte dürften allerdings nicht Alice-Schwarzer-kompatibel sein. Da aber auch bekannte Künstler wie Chad Kroeger (Nickelback) oder Nuno Bettencourt (Extreme) etwas zum Album beigetragen haben und Rockgrößen wie Tom Morello (Rage Against The Machine), Steven Tyler (Aerosmith), Paul Stanley (KISS), Corey Taylor (Slipknot), Chester Bennington (Linkin Park) oder Green Day sowie Stars wie Jessica Simpson oder Vince Vaughn bekennende Fans sind, erkennt der aufmerksame Beobachter, dass der Trash gar nicht so trashig ist! Und wenn selbst Rüppel-Rapper, die mit extrem frauenfeindlichen Texten bekannt geworden sind, den Bambi bekommen, kann ich auch diese CD hier als neutrales Presseorgan besten Gewissens empfehlen! Halleluja!!! Nicht nur die Schminke ist bei Steel Panther dick aufgetragen, auch die Mucke drückt mit ordentlichen Gitarrenbrettern auf die Membranen und erinnert an Bands wie Poison, Mötley Crüe, Twisted Sister,… Macht die Scheibe schön laut, damit Ihr das Klopfen der Nachbarn nicht hört! Wenn man das Ganze mit der nötigen Ironie betrachtet, macht das Album nämlich einfach Spaß. Falls ich die Ironie jedoch nur hineininterpretiere, würde ich sagen: Hut ab zum Gebet! Im Frühjahr 2012 sind Steel Panther übrigens auf Tour durch Deutschland!

Und wo bekomme ich denn jetzt nur so ein schickes Stirnband her…?

Vermutlich waren die Texte doch zu weit unter der Gürtellinie, so dass das Album "Balls Out" inzwischen indiziert wurde und offiziell nicht mehr angeboten und beworben werden darf... Sachen gibt´s!

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