Username:

Password:

Fargot Password? / Help

Tag: Funk

Foto: Sam Hare

Matt Schofield – Far As I Can See – Ein grandioses Album

Wenn ich nach meinem Glauben gefragt werde, tendiere ich am ehesten zum Taoismus oder zum Buddhismus, grundsätzlich bin ich aber atheistisch eingestellt. Zumindest in der Musik habe ich allerdings nun mal wieder etwas wirklich Göttliches entdeckt, woran man nicht nur glauben kann. Denn Far As I Can See, die neue Scheibe von Matt Schofield ist real und ab 14. Februar für jedermann zu haben.

Matt Schofield - Far As I Can See
Normalerweise geize ich mit Superlativen. Zu schnell werden diese sonst inflationär eingesetzt und verlieren an Glaubwürdigkeit. Bei Matt Schofield muss ich jedoch eine Ausnahme machen – nicht zur Bestätigung der Regel, sondern weil es angebracht ist. Dieser Mann ist genial und in der Tat mit Abstand das Beste, was ich seit langem in diesem Genre gehört habe! Der 36-jährige wird von der Fachpresse derzeit in den höchsten Tönen gelobt. Das Guitarist Magazine hält ihn gegenwärtig für den besten Bluesgitarristen Großbritanniens und das Vintage Guitar Magazine schreibt: "Der beste europäische Bluesmusiker seiner Generation. Sein musikalisches Gespür ist unglaublich, sein Spiel so interessant, dass jeder Gitarrist, der sich an ihm orientiert, dafür belohnt werden wird." 2010, 2011 und 2012 hat er den British Blues Award dreimal in Folge als bester Gitarrist gewonnen. Im "Penguin Book Of Blues Recordings" wird er als einer von nur zwei lebenden britischen Künstlern mit einem Vier-Sterne-Rating geführt. Mit anderen Worten: Der Mann ist eine Keule!

Das fünfte Studioalbum des Gitarristen, Sängers, Songwriters und Produzenten Matt Schofield hat mich schlichtweg umgehauen. Far As I Can See zeigt diverse Facetten zeitgemäßer Bluesmusik, von ruhigen, klassisch angehauchten Songs über die funky Hammernummer "Hindsight", die dermaßen groovt, dass es unmöglich ist, still sitzen zu bleiben bis hin zu "Red Dragon", einem Bluesrocktitel, der an Joe Bonamassa erinnert und ein Evergreen werden könnte. Neun der 11 Songs stammen aus der Feder des Meisters, zwei Songs sind Coverversionen seiner musikalischen Helden wie "Yellow Moon" von den Neville Brothers. Matt Schofield hat für jede Stimmung den richtigen Ton und beherrscht seine Gitarre perfekt. Aber nicht nur er überzeugt bis in die Haarspitzen. Die Kollegen, die ihn auf dem Album begleiten sind ebenfalls durchweg Meister ihres Faches. Man hört wunderbare Passagen von Jonny Henderson auf der Hammond-Orgel in verschiedensten Klangvariationen, einen knurrigen Bass von Carl Stanbridge, der teilweise herrlich synkopiert gespielt wird und Multiinstrumentalist Jordan John am Schlagzeug, der höchste Erwartungen stillt und jedem Song den richtigen Rhythmus verpasst. Alles ist extrem lebendig, perfekt aufeinander eingespielt und restlos überzeugend. Wer mal wieder eine richtig geile Platte sucht, hat beste Chancen bei Matt Schofield fündig zu werden. Ich verneige mich vor dieser Leistung, die mir sehr großen Hörgenuss bereitet. Für mich ist Far As I Can See bereits jetzt eines der besten Alben 2014!

Matt Schofield - Far As I Can See – EPK


Matt Schofield – Far As I Can See bestellen bei:
Diesen Artikel bei Amazon.de bestellen
Diesen Artikel bei JPC bestellen
Album als MP3 bei Musicload kaufen

Links
Matt Schofield Homepage
Facebook Seite von Matt Schofield

Das angezeigte Video wird von YouTube bereitgestellt!

6.0/62votes
Voting statistics:
RatePercentageVotes
6100%2
50%0
40%0
30%0
20%0
10%0
Foto: Marco van Rooijen

Ana Popovic – Can You Stand The Heat

Boah, das groovt aber mal so richtig. Während die letzte Scheibe (Unconditional) von Ana Popovic eher back to the roots ging und ruhigerer Natur war, geht auf der neuen CD "Can You Stand The Heat" mit knackigen Funk-Elementen meist die Post so richtig ab.

Ana Popovic - Can You Stand The Heat
Bei der optischen Darstellung von Frau Popovic mögen der eine oder andere Herr und bestimmt auch ein paar Damen von der Musik abgelenkt sein. Die serbische Gitarristin und Sängerin geizt nicht mit ihren Reizen und zeigt offensichtlich gerne ihre weibliche Seite. Nun mag der unkundige Leser meinen, dass man mit hohen Schuhen und langen Beinen nicht unbedingt für den Blues prädestiniert ist. Die oftmals reizvolle Darstellung ist auch nicht jedermanns Sache, aber ein unverkennbares Statement der Künstlerin. Ich kann jedoch die frohe Botschaft verkünden, dass bei Ana Popovic die Musik erster Güte ist. Bereits die ersten Töne der neuen Platte geben die Richtung vor. Sehr funky fühlt man sich sofort in Zeiten zurückversetzt, in denen handgemachte Musik mit synkopierten Bassläufen, groovigen Drums und kernigen Bläsersätzen noch massentauglicher war. Ana Popovic nimmt diesen Faden auf und zeigt wieder mal mit ihrem beeindruckenden Gitarrenspiel und dem gefühlvollen Gesang, dass sie in einer Männerdomäne durchaus ihren Platz gefunden hat. Mit "Can You Stand The Heat" demonstriert sie zudem die Wandelbarkeit des Blues, der nicht nur die Form eines 08/15 12-Takte-Schemas haben muss, sondern so viele weitere interessante Facetten hat. Und interessant ist das Album von Ana Popovic allemal. Es erinnert zeitweise an die Musik von Albert Collins. Als Anpieltipp sei hier mal "Ana´s Shuffle" genannt. Mit einer knappen Stunde Spielzeit beweist die Serbin, dass Blues weder schwarz noch männlich, oder gar traurig ist und auch nicht aus dem Mississippi Delta oder Chicago kommen muss. Ana Popovic zeigt, dass sie mit anständiger Qualität auch ohne Frauenquote begeistert und legt erneut eine Platte vor, die positiv überrascht und zudem auch noch sehr gut klingt. Ich bin von dieser CD sehr angetan und kann sie nur wärmstens empfehlen. Erschienen ist "Can You Stand The Heat" am 19. April 2013 und im Sommer und Herbst gibt es Livetermine: Karten bestellen!

In das Album "Can You Stand The Heat" reinhören und/oder als MP3 bei Amazon.de kaufen:




Ana Popovic – Can You Stand The Heat als CD oder MP3 jetzt bestellen bei:
Diesen Artikel bei Amazon.de bestellen
Diesen Artikel bei JPC bestellen

6.0/62votes
Voting statistics:
RatePercentageVotes
6100%2
50%0
40%0
30%0
20%0
10%0
Foto: Torsten Sukrow

Neues vom Plattenmarkt am 01. Februar 2013

Auch diese Woche sind keine Mega-Kracher unter den neuen Releases der Plattenfirmen. Dennoch sind nach einiger Suche in den Veröffentlichungen des 1. Februars 2013 ein paar Perlen aufgetaucht, die ich als Empfehlungen in meine Auswahl genommen habe. Wer mit Walliserdeutsch etwas anfangen kann, sollte sich mal die frische CD der Schweizer Mundartsängerin Sina mit schönen Popsongs in unterschiedlichen Duetten, u.a. mit Stefanie Heinzmann antun. Der Bluesrocker Mitch Ryder veröffentlicht einen Konzertmittschnitt, genau wie die Average White Band, die mit Soul, Funk und R&B sowie dem Hit "Pick Up The Pieces" in den Siebzigern bekannt wurde. Ebenfalls live, aber schon etwas älter, ist das Album der UK-Tour 75 von Thin Lizzy. Die Niederländer von Golden Earring (Radar Love) bringen ein neues Studioalbum und von Blind Guardian kommt ein fettes Box-Set, das auf 8.000 Exemplare limitiert ist. Hochwertiger Jazz kommt diese Woche von Cloning Americana (Modern Jazz), dem deutschen Jazz-Gitarristen Helmut Kagerer sowie vom Lora Kostina Trio, einer Gruppe um die namensgebende Pianisten aus Sankt-Petersburg. Zu guter Letzt beglückt uns Altpunk Billy Idol mit einem DVD-Live-Konzert aus dem Jahr 1993, das jedoch mit 50 Minuten Spielzeit recht knapp ausfällt.
Somit sind doch auch diese Woche wieder ein paar Schmankerl dabei. Geht doch!

Die Liste meiner Auswahl in tabellarischer Übersicht:

Cover
Titel
Bestellen bei
Sina - Duette
Sina - Duette
Diesen Artikel bei Amazon.de bestellen
Album als MP3 bei Musicload kaufen
Blind Guardian - A Traveler's Guide to Space and Time
Blind Guardian - A Traveler's Guide to Space and Time
Diesen Artikel bei Amazon.de bestellen
Diesen Artikel bei JPC bestellen
Golden Earring - Tits 'n Ass
Golden Earring - Tits 'n Ass
Diesen Artikel bei Amazon.de bestellen
Cloning Americana - For Which It Stands
Cloning Americana - For Which It Stands
Diesen Artikel bei Amazon.de bestellen
Diesen Artikel bei JPC bestellen
Average White Band - Times Squared
Average White Band - Times Squared
Diesen Artikel bei Amazon.de bestellen
Helmut Kagerer - About Birds and Bees
Helmut Kagerer - About Birds and Bees
Diesen Artikel bei Amazon.de bestellen
Thin Lizzy - UK Tour '75
Thin Lizzy - UK Tour '75
Diesen Artikel bei Amazon.de bestellen
Diesen Artikel bei JPC bestellen
Lora Kostina Trio – Vorahnung
Lora Kostina Trio – Vorahnung
Diesen Artikel bei Amazon.de bestellen
Mitch Ryder - It's Killing Me
Mitch Ryder - It's Killing Me
Diesen Artikel bei Amazon.de bestellen
Diesen Artikel bei JPC bestellen
Billy Idol - Live From London
Billy Idol - Live From London
Diesen Artikel bei Amazon.de bestellen
Diesen Artikel bei JPC bestellen
    
6.0/62votes
Voting statistics:
RatePercentageVotes
6100%2
50%0
40%0
30%0
20%0
10%0
Foto: PR

Dani Wilde – Juice Me Up

Gerade befindet sich Dani Wilde zusammen mit Cassie Taylor und Samantha Fish als "Girls With Guitars" auf der Blues Caravan Tour 2012 durch die deutschsprachigen Länder. Gestern wurde ihr drittes Solo-Album "Juice Me Up" veröffentlicht. Dass auch Frauen mit Bluesmusik überzeugen können, weiß der Freund des Genres nicht zuletzt durch Künstlerinnen wie Ana Popovic oder Joanne Shaw Taylor.

Dani Wilde - Juice Me Up
Dani Wilde variiert dies jedoch auf ihrem neuen Album und präsentiert in gut 50 Minuten Spielzeit Soul, Funk und Southern-Songs, ohne auf die Blues-Elemente zu verzichten. Da wird bei einigen Nummern auch auf eine Bläsersektion zurückgegriffen, die sich sehr gut ins Gesamtbild einfügt. Dani´s jüngerer Bruder Will Wilde hat ebenfalls einen Einsatz und spielt eine amtliche Bluesharp in "Mississippi Kisses". Die meisten Songs hat Dani Wilde selbst geschrieben und zeigt damit, neben ihren Qualitäten als Gitarristin und Sängerin erneut ihr Talent beim Songwriting. Dabei greift sie auch mal politische Themen auf und singt in "Crazy World" über Kindersoldaten afrikanischer Rebellengruppen oder in "The Burning Truth" von den Krawallen, die im Sommer 2011 in englischen Großstädten für Ausnahmezustände sorgten. Sehr schön ist auch die Version von Smokey Robinson´s Ballade "Who´s Loving You", die einen wunderbaren Motown-Sound hat und super auf die CD passt. Die Stimme von Dani Wilde klingt eigentlich eher zart. Dennoch drückt sie wichtige Töne gut raus, arbeitet mit Vibrato, Kopfstimme sowie mit etwas Dreck im Gesang und gibt den Songs eine emotionale Tiefe. Sie hat auf jeden Fall Soul! Im Titelsong "Juice Me Up" erinnert sie mich stimmlich sogar mal leicht an Alannah Myles. Es bedarf also nicht unbedingt einer schwarzen Stimme, um diese Musik wirklich überzeugend rüberzubringen. Im Gegenteil: Dani Wilde liefert mit ihren Songs und ihrer Stimme ein uneingeschränkt authentisches Album ab und gilt zu Recht als eine der bedeutendsten Bluesmusikerinnen Großbritanniens. Die Platte im Vinyl-Look macht richtig Spaß!

In das Album "Juice Me Up" reinhören und/oder als MP3 bei Amazon.de kaufen:



Dani Wilde – Juice Me Up jetzt als CD/MP3 kaufen bei:
Diesen Artikel bei Amazon.de bestellen
Diesen Artikel bei JPC bestellen
Album als MP3 bei Musicload kaufen
0.0/60votes
Voting statistics:
RatePercentageVotes
60%0
50%0
40%0
30%0
20%0
10%0
0
30.11.2011 Veröffentlicht von Torsten in Song der Woche, Tonträger

Extreme – Hole Hearted

Extreme war vermutlich eine der besten Rockbands in den frühen Neunzigern. Genauer müsste man ihre Musik wohl als Funk-Metal oder Hardrock bezeichnen. Wirklich bekannt wurden sie jedoch mit der Ballade "More Than Words". Frontman Gary Cherone war bei den Live-Shows extrovertiert, wie sonst kaum einer. Gitarrist Nuno Bettencourt gilt bis heute als Ausnahmetalent. Und auch die Rhythmussektion, damals bestehend aus Pat Badger (Bass) und Paul Geary (Drums) konnte überzeugen. Legendär war der Auftritt beim "Freddie Mercury Tribute Concert" am 20. April 1992 im Londoner Wembley Stadium. Dort spielten sie ein beeindruckendes Medley aus 11 Queen-Songs und begeisterten die Massen.

Extreme - Gary Cherone © SULUPRESS.DE / Torsten Sukrow
1995 war Extreme u.a. auf dem "Rock Over Germany Open Air" in Lüneburg, wo ich live und Backstage ein paar Fotos machen konnte. Im gleichen Jahr löste sich die Band jedoch noch auf. Von 1996 bis 1999 war Gary Cherone Sänger bei Van Halen. 2008 kamen Extreme wieder zusammen, konnten aber bis heute nicht mehr an die früheren Erfolge anknüpfen. Eine weitere Auskopplung aus dem 1990er Album "Pornograffitti" war die Single "Hole Hearted" die es in den deutschen Charts jedoch nur bis auf Platz 48 schaffte, aber wohl dennoch der zweiterfolgreichste Hit der Band war. Der Song ist ebenfalls wieder eine ruhigere Nummer aber dennoch klasse und deswegen der Song der Woche. Ich habe erst vor kurzem herausgefunden, wie der Titel korrekt auf der Gitarre gespielt wird. Jetzt kann ich es (theoretisch)…

Song als MP3 bei Amazon.de kaufen:



Extreme bei Amazon.de suchen

Fotos: © SULUPRESS.DE / Torsten Sukrow

6.0/61vote
Voting statistics:
RatePercentageVotes
6100%1
50%0
40%0
30%0
20%0
10%0

Dave Weckl Band – Perpetual Motion

Bei Platten, die Drummer machen, auch wenn diese klangvolle Namen haben, ist das Ergebnis häufig ernüchternd. Solche Scheiben bedienen in der Regel weder die Freunde üppiger Trommelexzesse, noch die, anspruchsvoller Musikhörer. Dave Weckl ist auch ein Schlagzeuger, der sowohl unter eigenen Namen, als auch unter der Bezeichnung Dave Weckl Band CD´s herausbringt. Im Katalog von in-akustik gab es im November ein paar Re-Releases von interessanten Jazzplatten, die jetzt zum Sonderpreis in die Läden kommen.

Dave Weckl - Perpetual Motion
In dieser Reihe ist auch die CD "Perpetual Motion" von der Dave Weckl Band zu finden, die erstmals 2002 veröffentlicht wurde. Und wer nun meint, dass die eingangs erwähnte Ernüchterung auch mit diesem Longplayer zu erwarten ist, muss sich eines Besseren belehren lassen. Die Scheibe ist wunderbar groovig. Stillsitzen unmöglich! Der Stil von Dave Weckl geht schon ziemlich nach vorne. Er treibt seine ebenfalls hervorragenden Kollegen Tom Kennedy (Bass), Brandon Fields (Saxophone), Steve Weingart (Keyboards) sowie eine klasse Bläsersektion mächtig an. Weckl bearbeitet sein Schlagzeug in einer verspielten Art, was alles sehr lebendig macht. Seine Technik ist ausgezeichnet und man hört einfach, dass hier nicht nur ein Rhythmus getrommelt wird, sondern dass das Schlagzeug in dieser Musik eine tragende Rolle spielt, ohne sich jedoch zu sehr in den Vordergrund zu drängen. Das Album passt wohl am besten irgendwo zwischen die Genres Jazz, Latin, Funk und Fusion und ist neben der hochkarätigen Musik auch im Klang schön offen, differenziert und direkt. Letztlich wird "Perpetual Motion" somit sowohl den Fans gepflegten Trommelns, als auch denen hochwertiger Musik gerecht. Und wenn man dann noch den aktuell günstigen Sonderpreis bei einer Spielzeit von über 1 Stunde berücksichtigt, zeigen bei dieser CD definitiv alle Daumen nach oben!

Album als MP3 bei Amazon.de kaufen:



Dave Weckl Band - Perpetual Motion als CD bei Amazon.de bestellen
Dave Weckl bei Amazon.de suchen

0.0/60votes
Voting statistics:
RatePercentageVotes
60%0
50%0
40%0
30%0
20%0
10%0