Joe Bonamassa – Different Shades Of Blue

Zeitweise hatte ich das Gefühl, dass Joe Bonamassa alle drei bis vier Monate etwas Neues veröffentlicht: Ein Studioalbum, ein Livealbum, die Konzert-DVD, etwas Akustisches,… Ganz so häufig war es dann wohl doch nicht, aber irgendwann trat bei mir so eine Art Langeweile ein. Am 19. September erscheint nun das 11. Studioalbum des US-amerikanischen Blues- und Bluesrock – Gitarristen mit dem Titel Different Shades Of Blue. Und bei der Ankündigung hat es mich dann doch so gereizt, dass ich ein Rezensionsexemplar angefragt habe – und das ist auch gut so!

Joe Bonamassa - Different Shades Of Blue
In der Presseankündigung steht, dass dies sein erstes Soloprojekt seit über zwei Jahren ist, was mich nach meinem oben beschriebenen Gefühl leicht verwundert hat. Es spielt aber auch keine Rolle. Sobald der Silberling sich nämlich im Abspieler dreht, ist es ziemlich egal, wann die letzte Platte publiziert wurde. Denn das, was aus den Lautsprechern kommt klingt gut. Der Opener ist ein Instrumentalstück, das gleich mal eine Duftmarke im Bereich Classic-Rock setzt. Titel Nr. 2 ("Oh Beautiful") schließt dort an und erlaubt Vergleiche zu Led Zeppelin. Der Gesang ist natürlich nicht vergleichbar, aber der Aufbau und der Sound gehen schon in die Richtung. Stimmlich hat mir Bonamassa noch nie so gut gefallen, wie auf diesem Album. Da zahlen sich das häufige Touren und die vielfache Nutzung der Stimme dann doch in einem – nenne wir es mal – "gereiften Klang" aus. Es folgen Stücke, die mit knackigen Bläsersätzen richtig funky sind, ohne jemals die Schiene des Rocks zu verlassen. Der Rock zieht sich durch das ganze Album, von richtig fetzigen Nummern bis zu ruhigeren Stücken. Es ist von allem etwas dabei. Alle Titel wurden von Joe Bonamassa geschrieben. Und auch hier möchte ich anerkennungsvoll meine Hochachtung zum Ausdruck bringen. Das Songwriting ist durchgängig erstklassig und stellt für meinen Geschmack alles Bisherige von Bonamassa in den Schatten. Die CD ist astrein produziert, bietet Abwechslung, reichlich Gitarrenarbeit des Meisters und in der Summe jede Menge Spaß für den Hörer. Ich bin wirklich von der Scheibe beeindruckt und hätte diese Qualität nicht erwartet. Das zeigt, dass Joe Bonamassa vermutlich noch nicht mal seinen Zenit erreicht hat und wir uns möglicherweise noch auf weitere Qualitätssteigerungen einstellen müssen. Ich könnte damit leben… 😉 Mit Different Shades Of Blue beweist der US-Gitarrist, dass er zu Recht zur derzeitigen Top-Elite der gepflegten Blues- und Rockmusik zählt. Für mich ist das bis jetzt ganz klar das beste Bonamassa Album, das mir zu Ohren gekommen ist. Den, an der Aufnahme beteiligten Musikern, wie Carmine Rojas (Bass), Reese Wynans (Orgel, Klavier), Lenny Castro (Percussion) u.a. gebührt ebenfalls höchste Anerkennung. Very good job!

Joe Bonamassa - Different Shades Of Blue - Official Video


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