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Tag: Depeche Mode

Foto: ZDF / GF-Design

3sat Thementag – Pop Around The Clock – Das Programm für Silvester 2014

Erneut neigt sich ein Jahr dem Ende zu und steuert zumindest aus Sicht der Musikfans auf ein TV-Highlight erster Kajüte hin. Zu Silvester heißt es bei 3sat wieder Pop Around The Clock. Mir liegen die Details für diesen Thementag mit vielen interessanten Konzerten vor. Ich bin entzückt und möchte Euch hiermit am Programm für den 31. Dezember 2014 teilhaben lassen. Es handelt sich komplett um TV-Erstausstrahlungen und es finden sich erneut eine Menge wohlklingender Namen wie Queen, Deep Purple, The Rolling Stones, Genesis, Billy Joel, Coldplay, Muse, Depeche Mode, Bryan Adams, Moby u.v.m. im Line-Up. Insgesamt stehen 25 Stunden Live-Musik auf dem Zettel!

Einige Konzerte sind Klassiker, wie z.B. "Three Sides Live" von Genesis, "Live At The Rainbow" von Queen, oder "From The Vault – Live in 1981" von den Rolling Stones. Andere Aufzeichnungen sind so frisch, dass sie noch dampfen. Da wäre z.B. Jeff Beck - "Live in Tokyo" (2014), Max Herre mit seinem MTV Unplugged (2013), Depeche Mode – "Live in Berlin" (2013) oder Bryan Adams - "Live in Toronto" (2014). Die meisten Konzerte sind – wie immer – Auszüge aus kompletten Shows, die größtenteils in voller Länge auf DVD bzw. Blu-ray erhältlich sind. Wenn Ihr auf die Titel in der Übersicht klickt, könnt Ihr diese Konzerte - sofern verfügbar - in der kompletten Version bestellen. Die neueren Aufnahmen sendet 3sat übrigens alle in HD-Qualität.

Ich finde es überaus beeindruckend, was 3sat alljährlich bei diesem speziellen Thementag auf die Beine stellt. So sind einige Konzerte gerade als DVD bzw. Blu-ray in den Handel gekommen und schon laufen die meist recht ansprechenden Auszüge im Free-TV. Da sehe ich die Rundfunkgebühr ausnahmsweise mal als richtig gutes Investment.

Also, Schampus kühlen, Knabberzeug parat legen und die Party kann beginnen!

Queen - Foto: Universal Music

Die Liste der Pop Around The Clock Konzerte für Silvester 2014
Uhrzeit Sendung Aufnahmejahr
6.00
The Dukes Of September - Live At Lincoln Center
2012
6.45
Beth Hart & Joe Bonamassa - Live At Amsterdam
2013
7.45
Jeff Beck - Live In Tokyo
2014
8.45
Queen - Live At The Rainbow
1974
9.30
Deep Purple - Perfect Stranger
1984
10.30
The Rolling Stones - From The Vault - Live in 1981
1981
11.30
Genesis - Three Sides Live
1981
12.15
Phil Collins - No Ticket Required *
1985
13.15
Billy Joel - A Matter Of Trust - The Bridge To Russia
1987
14.00
Dire Straits - On The Night
1992
15.00
Ed Sheeran - Live In Dublin *
2014
15.45
Max Herre - MTV Unplugged - Kahedi Radio Show
2013
17.00
Sting - The Last Ship Sails
2013
18.15
Peter Gabriel - Back To Front
2013
19.20
Coldplay - Ghost Stories
2014
20.15
Céline Dion - Une Seule Fois
2013
21.00
Elton John - The Million Dollar Piano
2012
22.15
Jessie J - Alive At The O2 *
2013
23.00
Muse - Live At Rome
2013
0.00
Depeche Mode - Live In Berlin
2013
1.15
Bryan Adams - Live In Toronto *
2014
2.15
ZZ Top - Live At Montreux
2013
3.00
Roxette - Travelling The World - Roxette Live
2012
3.45
Simple Minds - Celebrate
2013
4.30
Zucchero - La Sesión Cubana *
2012
5.15
Hall & Oates - Live In Dublin *
2014
6.00
Moby - Almost Home - Live At The Fonda
2012
    
* Von diesen Konzerten gibt es (derzeit) keine DVD/Blu-ray zu kaufen.

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Foto: Anton Corbijn

Depeche Mode – Live In Berlin – Ein Konzertfilm von Anton Corbijn

Letztes Jahr im November waren Depeche Mode u.a. für zwei Konzerte in Berlin. Bei diesen beiden Shows hat Starfotograf und Regisseur Anton Corbijn den Konzertfilm Live In Berlin aufgenommen, der seit dem 14. November im deutschen Handel erhältlich ist. Ich habe das DVD-Boxset bemustert bekommen, das auf der ersten DVD den kompletten Konzertfilm mit Interview-Sequenzen und dem Bonus-Material (zwei Songs aus der Bordello Acoustic Session) enthält. Eine weitere DVD enthält die reine Live-Show, die auch auf den zwei Audio-CDs zu hören ist. Last but not least gibt es eine Audio-Blu-ray-Disk mit der 5.1 Version des Albums Delta Machine. Das Ganze kommt in einer wertige Pappschachtel mit Stülpdeckel daher und dürfte den Fan schon mal vom Umfang entzücken.

Depeche Mode – Live In Berlin
Ich selbst hatte meine heiße Depeche Mode Phase vor ca. 30 Jahren, als "People Are People" und "Master And Servant" in den Charts waren. Damals habe ich auch verschiedene Tonträger der Briten erworben und diese gerne gehört. Gerade aus dem seinerzeit aktuellen Album Some Great Reward hat es aber leider kein Song in die Show geschafft. Dennoch sind neben einigen Titeln aus Delta Machine diverse Welthits von Depeche Mode zu hören und zu sehen. Wer nur hören will, bekommt vermutlich, was er erwartet: Jede Menge typischen Depeche Mode Sound, eine tolle Stimmung in der Halle sowie ein stimmiges Gesamtpaket. Wer sich die Show anschaut, sieht drei Bandmitglieder, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Andrew Fletcher steht, ohne eine Miene zu verziehen, mit schwarzer Hose, schwarzem T-Shirt, Bauchansatz und Sonnenbrille hinter seinen Keyboards und spielt. Der totale Gegenpart ist Dave Gahan, der extrovertiert tanzt, die Hüften kreisen lässt, mit dem Hintern wackelt und derart charismatisch und energiegeladen die Show rockt, dass man nur staunen kann. Zum Zeitpunkt des Konzerts, war Gahan 51 Jahre alt und hinsichtlich seiner Biographie inkl. Suizid-Versuch, einem fast-Drogentod und einer früheren Krebserkrankung beneidenswert gut in Form. Er kokettiert mit dem Publikum, ist Diva, Sex-Symbol und beindruckender Frontmann. Daneben wirkt Martin Gore blass und fast eingeschüchtert. Ich habe das Gefühl, dass er Dave Gahan gerne nacheifern würde, aber einfach nicht das Handwerkszeug dafür hat. Da helfen dann auch keine glitzernden Karo-Hosen. Es wirkt, als verstecke er sich hinter den Gitarren, obwohl er, so ist mein Eindruck, auch gerne mehr im Mittelpunkt stehen würde. Ich habe teilweise auch den Verdacht, dass er zumindest die Gitarre(n) gar nicht live spielt. Der Schnitt des Bildmaterials macht es extrem schwer, das genau zu beurteilen. Bei den drei Solo-Stücken, wo Martin Gore alleine mit Keyboarder Peter Gordeno auf der Bühne stehend singt, wirkt er ohne Gitarre hinterm Mikroständer fast ein wenig zerbrechlich, weiß nicht so Recht, wohin mit den Händen. Er scheint hin und her gerissen zwischen Unwohlsein und der zuträglichen Anerkennung des Publikums. Viele Fans mögen gerade diese Parts der Show, vielleicht weil sie eine gewisse Intimität und Verletzbarkeit zeigen. Ein grandioser Live-Musiker ist Gore auf jeden Fall nicht! Dafür ist er jedoch hinsichtlich der Kreativität das Maß der Dinge in der Band und hat es über Jahrzehnte geschafft, einen eigenen, speziellen Sound zu entwickeln und zu erhalten, der unverwechselbar ist.

Die Interviews einiger Konzertbesucher vor der Halle zeigen, dass Depeche Mode extrem treue Fans hat, die der Band auf Tour sogar nachreisen und möglichst viele Konzerte mitnehmen wollen. Eine Frau sagte sogar auf die Frage, was die Band für sie bedeutet: Depeche Mode sei ihre Religion. Und diesen Status muss man erst mal erreichen. Depeche Mode hat ihn seit vielen Jahren. Und somit sind es vermutlich genau die ungleichen Charaktere der Bandmitglieder sowie der unverwechselbare Sound, die das Gesamtwerk so hell leuchten lassen. Die eigenständigen Songs, zum Großteil von Mastermind Martin Gore geschrieben und authentisch vorgetragen vom energiestrotzenden Entertainer Dave Gahan. So wird ein Schuh draus. Der eine könnte ohne den anderen nicht und das macht am Ende vielleicht die Magie dieser Band aus. Die Fans danken es mit bedingungsloser Treue und geben dem Gesamtkonzept der Band somit auch im vierten Jahrzehnt ihres Bestehens Recht. Live In Berlin ist ein ansprechendes Set, Anton Corbijns Videoschnitt ist eher Old-School und verzichtet zum Glück auf überzuckerte Videoeffekte wie Splittscreens, Zoom-Fahrten im Rhythmus der Musik oder nervige Überblend-Animationen. Die Klangqualität ist gut, das Bild so lala… Zur Audio-Blu-ray mit 5.1 Sound kann ich nichts schreiben, da ich weder einen BR-Player, noch eine Surround-Anlage habe. Insgesamt schneidet das Boxset mit fünf Scheiben gerade noch gut ab, weil es inhaltlich viel bietet, einen restlos überzeugenden Dave Gahan in Top-Form zeigt und somit in jede ordnungsgemäß geführte Depeche Mode Sammlung gehört.

Depeche Mode - Live in Berlin - Trailer


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Foto: Steve Gullick

Soulsavers – The Light The Dead See – mit Depeche Mode Frontmann Dave Gahan am Gesang

Dieses Album habe ich mit großer Spannung erwartet. Soulsavers ist ein musikalisches Projekt von Rich Machin und Ian Glover. Mit "The Light The Dead See" kommt am 18. Mai 2012 bereits das vierte Album der Band heraus. Das Highlight der aktuellen Veröffentlichung ist Depeche Mode - Frontmann Dave Gahan, der alle Texte geschrieben und den Gesang übernommen hat. Als Journalist konnte ich das Album bereits vorab anhören und meine hohen Erwartungen wurden absolut erfüllt.

SOULSAVERS - The Light The Dead See
Kennengelernt haben sich Rich und Dave auf der 2009/2010er Europa-Tour von Depeche Mode bei der die Soulsavers als Support eingeladen waren. Die Kollaboration auf dem neuen Album ermöglicht eine perfekte Melange aus den eher schweren Downtempo-Melodien der Soulsavers sowie dem charismatisch sonoren Gesang von Dave Gahan. Beides ergänzt sich hervorragend und Dave erfüllt die Musik mit seiner Stimme nahezu perfekt. In den Texten verarbeitet er die Höhen und Tiefen seines Lebens und macht sich somit jeden Song zu Eigen. Und sein Leben lief alles andere als glatt. Er hatte eine schwierige Kindheit, wurde als Jugendlicher kriminell und landete sogar im Gefängnis. Danach traf er Vince Clarke und Martin Gore, die gerade eine Band namens "French Look" gegründet hatten. Damals war Dave dort am Mischpult bzw. als Roadie tätig. Später nannte sich die Band um und Dave wurde der Sänger. Dann kam die letzte Umbenennung und die Gruppe nannte sich fortan Depeche Mode. Die Band gilt inzwischen weltweit als eine der einflussreichsten Pop-Gruppen und feiert bis heute grandiose Erfolge. Doch zwischendurch war Dave heroin- und kokainabhängig und versuchte sich 1995 sogar das Leben zu nehmen. 1996 spritze er sich einen Speedball – eine Mischung aus Heroin und Kokain – und kollabierte. Er soll damals bereits zwei Minuten lang klinisch tot gewesen sein, bevor er von Notärzten reanimiert werden konnte. Nach diesem Vorfall machte er einen Entzug – nicht seinen ersten – und ist seit dem nach eigenen Angaben clean. 2009 kam mit der Diagnose Blasenkrebs der nächste Tiefschlag. Der bösartige Tumor wurde operativ entfernt. Alles in allem hat Dave Gahan bis jetzt eine recht heftige Biographie mit reichlich Ecken und Kanten. Und dies alles scheint in seiner Stimme mitzuschwingen, ohne dass es sich negativ niederschlägt. Deswegen ist er auch die perfekte Besetzung für diese melancholische Musik. Ich kann mir keinen besseren Sänger dafür vorstellen. Für Dave Gahan ist es das erste Projekt nach seiner Krankheit. Da bei den Soulsavers hauptsächlich mit akustischen Instrumenten gearbeitet wird, wirkt alles extrem authentisch und geht direkt in die Seele. Dadurch bekommt das Album für mich eine ganz besondere Güte. Die CD enthält 12 Songs mit viel Kraft und Tiefe! Mir gefällt "The Light The Dead See" außerordentlich gut und es wird garantiert auch Fans und Nicht-Fans von Depeche Mode begeistern – die der Soulsavers sowieso!

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