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Tag: David Gilmour

Foto: Harry Borden

Pink Floyd – The Endless River – Das letzte Kapitel der britischen Rockband

Sie sind für viele Fans die Gottkaiser der Musik. Das letzte Studioalbum von Pink Floyd war The Division Bell, das bereits über 20 Jahre auf dem Buckel hat. Und genau aus dieser Zeit stammen auch die Aufnahmen für das neue Werk The Endless River, das seit 7. November 2014 im deutschen Schallplattenhandel erworben werden kann.

Pink Floyd – The Endless River
Also wirklich neu ist das Material somit nicht. Es wurde seinerzeit während der Division Bell Sessions eingespielt. Aus insgesamt ca. 20 Stunden Musik haben David Gilmour und Nick Mason das Beste rausgesucht, einiges überarbeitet, einiges komplett neu eingespielt und laut Aussage von David Gilmour mit der heutigen Technik zu einem Pink Floyd-Album gemacht, das mit beiden Beinen im 21. Jahrhundert steht. Das ist doch mal eine Aussage! Mir gefielen die beiden Alben, die nach dem Ausstieg von Roger Waters aufgenommen wurden sehr gut, so dass ich auf The Endless River extrem gespannt war. Heute hatte ich das Rezensionsexemplar im Postkasten, habe es ohne Verzögerung in den CD Player gelegt und sofort gestartet… Ich habe die CD + DVD Deluxe Version bekommen, die zur normalen Audio-CD noch eine DVD mit Bonus-Video-Material und einem 5.1 Sound-Mix des Albums, ein Hardcover-Buch sowie zwei Fotos und ein Hologramm enthält. Dieses Set hat eine sehr hochwertige Haptik und eine elegante Anmutung! Gleiches gilt übrigens auch für die Blu-ray Variante. Und der Vollständigkeit halber gibt es das Album natürlich auch digital sowie auf Doppel-Vinyl.

Pink Floyd - The Endless River - Deluxe Set / Packshot

Normal lebe ich nach dem Grundsatz, die Erwartungen möglichst gering zu halten, um nicht enttäuscht zu werden. Nach 20 Jahren Wartezeit fällt diese Prämisse jedoch äußerst schwer, ja sie ist quasi unmöglich. Dass unter dem Namen Pink Floyd nochmal "neues" Studiomaterial veröffentlicht wird, war eigentlich fast undenkbar, obwohl sich die Band offiziell nie aufgelöst hat. Aber insbesondere nach dem Tod von Keyboarder Richard Wright 2008 schien die Wahrscheinlichkeit gen Null zu tendieren. Jetzt haben David Gilmour und Nick Mason eben bestehendes Material genommen und dieses zeitgemäß verpackt. Das Album ist ein Tribut an Rick Wright. Bereits 1975 haben Pink Floyd auf Wish You Were Here mit dem Song "Shine On You Crazy Diamond" eine musikalische Hommage an das frühere Bandmitglied Syd Barrett verfasst. Diese Tiefe und Klasse wird auf The Endless River nicht ganz erreicht. Für viele Fans waren aber auch bereits die beiden letzten Langspielplatten aus der sog. Gilmour Ära nicht mehr unbedingt typische Pink Floyd Alben. Der fehlende Einfluss von Roger Waters war deutlich erkennbar. Dennoch waren A Momentary Lapse Of Reason und The Divison Bell geniale Alben, aber eben in einem anderen Kapitel der Band. Somit reiht sich auch The Endless River in dieses quasi letzte Kapitel der Pink Floyd Geschichte ein. Es ist größtenteils instrumental und erstreckt sich über vier Sätze. Dabei flammen immer mal wieder musikalische Erinnerungen aus der Band-Geschichte auf, die fast ein wenig wie der letzte Rückblick eines Sterbenden auf das zu Ende gehende Leben wirken. David Gilmour hat wohl auch bereits verlauten lassen, dass dies definitiv das letzte Pink Floyd Album sei.

In Rezensionen anderer Kollegen und in den Bewertungen von Online-Shops wurde The Endless River zum Teil ziemlich verrissen, weil es keine Durchgängigkeit habe und nur aus Song-Fragmenten bestehe. Nach Lektüre derartiger Abwertungen waren meine eingangs erwähnten Erwartungen also wieder deutlich reduziert und ich überlegte, wie ich eine blutleere Resteverwertung galant umschreiben kann. Jetzt höre ich das Album allerdings und muss erstaunt feststellen: Das ist Pink Floyd! Jawohl, die Sounds, die Stimmung, die Atmosphäre – alles passt und klingt super. Es sind teilweise kurze Song-Fragmente, die jedoch ineinander überfließen. Hätte man jedem der vier Sätze jeweils nur einen Gesamttitel gegeben, wäre das vermutlich niemanden aufgefallen. Zuweilen wurde auch der fehlende Gesang beklagt. Das ist aber nun wirklich Geschmacksache. Es gab in der Vergangenheit reichlich Pink Floyd Songs, die zumindest über weite Strecken überzeugen konnten, weil eben nicht gesungen wurde. Ich habe das Album jetzt einmal durchgehört und kann nur mein Lob aussprechen. Gut, diese Musik sollte man öfter hören, um sie wirklich in ihrem vollen Umfang erkennen und bewerten zu können. Pink Floyd sind schließlich nicht Status Quo… Aber ich vermute, dass dieses Album durch mehrmaliges Hören eher noch mehr Zustimmung finden wird, als nach dem ersten Durchgang. Die, denen eine harsche Kritik zu schnell über die sprichwörtlichen Lippen ging, könnten ggf. feststellen, dass sie geirrt haben. Bei mir zeigt der Daumen nach oben und ich freue mich auf den nächsten Hördurchgang bei einem guten Tee!

The Endless River - Short EPK


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Pink Floyd – The Story Of Wish You Were Here

Nach dem großen Erfolg von "The Dark Side Of The Moon" standen Pink Floyd für das nächste Album extrem unter Druck. Bis heute rangiert "The Dark Side Of The Moon" auf Platz zwei der meistverkauften Alben aller Zeiten. Mit der Platte gelang Pink Floyd der große, weltweite Durchbruch. Es hat die Messlatte jedoch auch sehr hoch gelegt.

Pink Floyd - Wish You Were Here -DVD Cover
Mit der DVD bzw. Blu-ray "The Story Of Wish You Were Here" kommt am 22. Juni eine Dokumentation in den Handel, die über die Entstehung des Nachfolgealbums zu "The Dark Side Of The Moon" erzählt. Sowohl von Fans, als auch von den Bandmitgliedern David Gilmour und Richard Wright wurde und wird "Wish You Were Here" als liebstes Pink Floyd-Album bezeichnet. In England und Amerika stieg die Platte sofort nach Erscheinen auf Platz 1 der Charts ein und rangierte auch in vielen anderen Ländern der Erde auf absoluten Spitzenpositionen. Die Entstehung dieses Meisterwerks war jedoch alles andere, als einfach. Gewidmet wurde es dem ehemaligen Pink Floyd Mitglied Syd Barrett, der die Band bereits 1968 aufgrund schwerer Drogenprobleme verließ. Die beiden Songs "Wish You Were Here" und "Shine On You Crazy Diamond" beziehen sich auf den früheren Frontmann.

Während der Aufnahmen zur Platte kam es immer wieder zu Spannungen zwischen Roger Waters und David Gilmour. Zudem war die kreative Ausbeute bei den Arbeiten in den Abbey Road Studios zeitweise alles andere, als gut. Auf der DVD erzählen die damaligen Pink Floyd Mitglieder Roger Waters, David Gilmour und Nick Mason, wie das Album entstand. Archivaufnahmen des 2008 verstorbenen Keyboarders Richard Wright fließen ebenfalls mit ein. Auch der Cover-Künstler Storm Thorgerson, der Gastsänger Roy Harper, Ronnie Rondell, der brennende Mann vom Cover und andere, an der Entstehung des Albums beteiligte Personen kommen zu Wort. Der damalige Toningenieur Brian Humphries verdeutlicht anhand der Original Masterbänder die Konstruktion der Songs.

Ich finde derartige Dokumentationen extrem spannend, weil sie hinter die glänzende Fassade schauen. Dabei kommen Details zum Vorschein, die so ein Album noch mal wieder in einem anderen Licht erscheinen lassen. Auch andere Platten der Musikgeschichte sind unter teilweise unglaublichen Bedingungen entstanden. Und dennoch, oder gerade deswegen wurden diese zu Meisterwerken. Die Mitglieder von Fleetwood Mac waren z.B. bei den Aufnahmen zu "Rumours" in zerrütteten Beziehungen zueinander und Drogen waren wohl auch im Spiel. Die Aufnahmen von Queen für "A Night At The Opera" waren seinerzeit ein letztes Aufgebaren vor dem finanziellen Ruin. Denn an den Vorgängeralben haben Queen fast nichts verdient! Vielleicht braucht es eine außergewöhnliche Situation, um außergewöhnliche Alben aufzunehmen? Bei "Wish You Were Here" war das wohl auch der Fall. Die Story zum Album gibt es in Kürze auf DVD / Blu-ray. Die Doku ist im Originalton, bietet jedoch auch verschiedene Untertitel inkl. Deutsch. Letztlich ist "The Story Of Wish You Were Here" aber wohl nur etwas für eingefleischte Pink Floyd Fans. Als Schmankerl füge ich noch ein Video mit bei, das den einmalig wiedervereinten Auftritt von Pink Floyd mit Roger Waters beim Live 8 Konzert aus dem Jahr 2005 zeigt.

Pink Floyd - Wish You were here Live 8 Concert


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Pete Townshend – Give Blood

Als Songwriter und Gitarrist von The Who hat Pete Townshend Musikgeschichte geschrieben. Zusammen mit dem The Who Schlagzeuger Keith Moon hat er früher nach den Konzerten für ordentlich Schrott gesorgt, indem beide die Instrumente kurz und klein geschlagen haben. Damals war das wohl so… Die ersten Anfänge von The Who wurden bereits 1959 von Roger Daltrey gelegt. Anfang der Sechziger stießen Bassist John Entwistle und Pete Townshend zur Band. Die Gruppe spielte in Woodstock, ist für die Rock-Opern Tommy und Quadrophenia verantwortlich und hat z.B. mit dem Album "Live At Leeds" (1970) laut Aussage vieler Kritiker eines der besten Live-Platten der Musikgeschichte abgeliefert. Vermutlich ist The Who auch eine der einflussreichsten Bands der Rock-Musik.

Pete Townshend – White City
Pete Townshend hat ebenfalls diverse Solo-Alben veröffentlicht. Kommerziell am erfolgreichsten war vermutlich die 85er-Scheibe "White City" von der auch die Singles "Face The Face" und "Give Blood" ausgekoppelt wurden. Von "Give Blood" liefen seinerzeit – wenn ich mich recht erinnere – öfter verschiedene Live-Videos im Fernsehen. Der Titel ist für mich bis heute einer der besten Rocksongs überhaupt. Angetrieben durch die Delay-Gitarre von David Gilmour (Pink Floyd) und durch das grandiose Schlagzeugspiel von Simon Phillips, der ganz klar der Motor dieses Liedes ist. Vom Einstieg über den Mittelteil bis zum Ende ist Phillips der Sauerstoff, der die Glut des Songs in lodernde Flammen verwandelt. Hinzu kommen eine amtliche Bläser-Sektion, ein passender Backgroundgesang und knackige Percussions. "Give Blood" ist definitiv üppig instrumentiert - und der Song kann es vertragen! Das Video ist optisch etwas antiquiert, klanglich aber ganz ok. Da es eine authentische Aufnahme ist und die Damen und Herren wirklich live spielen, kann man über die kleinen Einbußen beim Bild hinwegsehen. Dem Spaß tut dies keinen Abbruch. Ein exzellenter Titel und somit der Song der Woche!

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