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Tag: CrossCut Records

Foto: Mitch Lenet - Spyglass Photo

JW Jones – Seventh Hour

Ein weiteres Blues-Album eines Künstlers aus Kanada. JW Jones kommt optisch leicht snobistisch rüber, inszeniert aber eine tolle musikalische Melange und spielt mit verschiedenen bekannten Elementen des Blues. Dabei hat er auch rockige Anleihen, ist aber mehr in den klassischen Bereichen des Genres unterwegs. Die Unterschiedlichkeit der Songs ist auch nur durch ein ausgefeiltes Gitarrenspiel möglich. Denn jede Facette braucht ihren eigenen Sound. Und den liefert JW Jones in überzeugender Qualität ab. Andere Gitarristen wären schon froh, wenn sie einen Duktus ordentlich beherrschen würden. JW Jones bedient gleich mehrere Stile. Gesanglich überzeugt der erst 31-jährige ebenfalls.

JW-Jones - Seventh Hour
Die Band um den Kanadier besteht aus Jesse Whiteley an den Tasten, Jeff Asselin am Schlagzeug und Marc Decho am Bass. Geisterjäger und Blues Brother Dan Aykroyd (Elwood Blues) sagt: "Das ist eine fantastische Blues Band". Charlie Musselwhite fabuliert: "JW Jones ist einer der besten Gitarristen, die ich seit langer Zeit gehört habe. Er und seine Band schreiben tolle Songs mit coolen Arrangements und ich liebe es, ihnen zuzuhören. Sie spielen gleichzeitig mit Gefühl und Biss." Als einer der meisttourenden Bluesmusiker Kanadas hat sich JW Jones auch als Livekünstler internationale Reputation erarbeitet. "Seventh Hour" ist bereits das siebte Album, das wie alle Vorgänger in Europa von CrossCut Records rausgebracht wird. CrossCut ist seit über 30 Jahren eine Institution für Bluesfreunde und veröffentlicht immer wieder Highlights dieser Musik. Die aktuelle CD von JW Jones gehört definitiv dazu. Einige Songs könnten vom Sound und der Stimmung durchaus in einem Quentin Tarantino Film passen. Bei einer Spielzeit von knapp 37 Minuten hätte ich mir noch 1-2 weitere Songs gewünscht. Dennoch ist das Album vielfältig und macht mit seinem guten Klang richtig Spaß. Zum Einstimmen füge ich ein Video an, dass einen Auftritt vom Sierre Blues Festival 2011 zeigt, bei dem JW Jones den Titel "Kissin' In Memphis" vom letzten Album "Midnight Memphis Sun" spielt.

JW-Jones - Kissin' In Memphis - Sierre Blues Festival


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Foto: PR

Colin Linden – Still Live

Ein alter Röhrenverstärker mit stark verschlissenem Tweedbezug ziert das Cover des aktuellen Albums von Colin Linden. Es gibt Musiker, bei denen so ein Bild klischeehaft wirkt. Bei Colin Linden ist es schlicht die Abbildung seines "Werkzeugs", das seine mechanische Beanspruchung erkennen lässt. Denn dieser Amp ist für den Kanadier im Einsatz und vermutlich für den ganz speziellen Sound mitverantwortlich. Auf der CD "Still Live", einer Liveaufnahme, die zum großen Teil im Douglas Corner Cáfe in Linden´s Wahlheimat Nashville aufgenommen wurde, gibt es knapp eine Stunde ehrliche Roots-Songs und jede Menge Blues-Feeling.

Colin Linden - Still Live
Bei dem Album fällt sofort der herausragend gute Sound auf. Die Aufnahme ist extrem präsent, so dass man das Gefühl hat, die Band steht direkt vor einem. Wer glaubt, dass man aufgrund der klassischen Ausrichtung Standard-Blues im 08/15 12-Takt-Schema serviert bekommt, wird sich wundern. Die Scheibe enthält tolle Kompositionen, die u.a. durch die hervorragende Slide-Gitarre von Colin Linden ein ganz besonderes Feeling vermitteln. Dass diese Musikform bereits über 100 Jahre alt ist und immer noch so aktuell klingen kann, ist beeindruckend. Das hängt aber auch ganz wesentlich mit der Qualität der Musiker zusammen. Und vermutlich hat auch der Verstärker auf dem Cover seinen Anteil. Wenn der Kleine leicht übersteuert mit einem weiten Hall das Slidespiel der Resonatorgitarre in Schallwellen umwandelt, wird die Bedeutung des Equipments deutlich. Ein Song wie "Sugar Mine" geht deswegen ziemlich unter die Haut. Tolle Harmonien, exzellente Spielweise und authentische Instrumente bilden hier eine Eintracht. Colin Linden ist übrigens kein unbeschriebenes Blatt. Als angesehener Produzent war er z.B. für Künstler wie Bruce Cockburn, The Band, Colin James oder Janiva Magness tätig. Zudem ist er als Slidegitarrist sehr gefragt und wirkte auf über 300 Produktionen u.a. von Cassandra Wilson, Emmylou Harris, Greg Allman, Allison Kraus & Robert Plant oder Keb Mo mit. Das Artwork der CD überzeugt mich ebenfalls. Ein schön gestaltetes Digipac mit zusätzlichem Booklet machen optisch was her. Für Colin Linden ist "Still Live" das zwölfte Solo-Album und nach 30 Jahren das zweite Live-Album! Die fast intime Clubatmosphäre überträgt sich 1:1 ins Wohnzimmer. Mit dem eingangs erwähnten Top-Klang der Scheibe ist diese CD aus dem Hause CrossCut Records eine echte Empfehlung für Bluesfans!

Kürzlich war Colin Linden auch beim ersten Crossroads Festival im Jahr 2012 in Bonn dabei, das vom WDR Rockpalast aufgezeichnet wurde. In der Nacht vom 22. Auf den 23. April werden von 0.15 bis 2.15 Uhr die Highlights des Festivals im dritten Programm des WDR ausgestrahlt.

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