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Tag: Coversongs

Foto: Evolution Music Group

Julienne Taylor – A Time For Love

Dieses Album ist schon Ende September erschienen. Ich habe aber erst kürzlich ein Rezensionsexemplar bekommen, so dass mein Artikel auch erst jetzt erscheint. A Time For Love von Julienne Taylor ist eine Sammlung verschiedener, meist bekannter Lovesongs in neuen Interpretationen. Ursprünglich ist die CD sogar bereits 2008 erschienen, wurde aber erst jetzt in Deutschland von in-akustik neu herausgebracht.

Julienne Taylor - A Time For Love
Coverbands, die auf Stadtfesten oder Scheunenpartys auftreten, haben zuweilen die unrühmliche Gabe, bekanntes Liedgut derart zu entweihen, dass einem teilweise selbst die Originale nicht mehr gefallen. Ein Paradebeispiel dafür ist "Take Me Home, Country Roads" von John Denver. Während die Urform dieses Songs mit einer tollen Picking-Gitarre gespielt und mit fester Stimme gesungen wird, verhunzen Coverbands den Titel meistens mit Lagerfeuergeschrabbel und blutleerem Gesang. Was ich zum Ausdruck bringen möchte, ist folgendes: Wenn man Songs covert, sollten sie richtig gut gecovert werden, ansonsten geht das Vorhaben gepflegt in die Hose.

Bei der schottischen Singer / Songwriterin Julienne Taylor, deren musikalische Wurzeln in der traditionellen, keltischen Musik liegen, geht das Covern fremder Songs nicht in die Hose. Sie gilt als beste schottische Sängerin seit Annie Lennox und wird auch gerne mit Norah Jones oder Eva Cassidy verglichen. Und in der Tat hat sie eine zarte, aber schöne Stimme, mit der sie gekonnt und glaubhaft Klassiker wie "I Don´t Want To Talk About It" (Rod Stewart), "All Out Of Love" (Air Supply), "Here There And Everywhere" (Beatles) oder "Your Song" (Elton John) dahinhaucht. Die ansprechende, orchestrale Instrumentierung sorgt ebenfalls für eine angenehme Atmosphäre. Teilweise kratzt der eine oder andere Song etwas an der Kitsch-Zone, insgesamt hört man jedoch über eine Stunde wunderbar interpretierte Songs, von denen die meisten wohl vertraut sind. Somit gelingt es Julienne Taylor unterm Strich definitiv, die Klassiker würdig zu covern. Gerade jetzt, wo es draußen kühler wird und man es sich drinnen gemütlich macht, sorgt so eine Platte für eine angenehme Wohlfühlstimmung. Ihre aktuelle Plattenfirma ist übrigens Evosound aus Hong Kong und gerade in Süd-Ost-Asien kommt die Musik von Julienne Taylor auch sehr gut an. Da verwundert es nicht, dass dieses Album nun auch in Deutschland publiziert wird.

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Foto: Svenja von Schultzendorff

THE STEWARDESSES - Pussy Empire hebt ab

Für alle Websuchenden, die beim Keyword "Pussy Empire" einen anderen Content erwartet haben, möchte ich mich aufrichtig entschuldigen! Pussy Empire ist ein Hamburger Plattenlabel, das bereits seinen 10. Geburtstag feiert und – der Name lässt es erahnen – nur Frauen im Repertoire hat. Zur Feier des Tages haben sich die beiden Chefin Catharina Boutari und Chantal de Freitas überlegt, einen Sampler mit den Künstlerinnen des Labels herauszubringen. Dieser sollte jedoch nicht nur eine Sammlung bestehender Werke enthalten, sonder Interpretationen von Songs anderer Künstler. Die CD ist inzwischen fertig und sollte seit heute (17.02.2012) beim gut sortierten Plattenhändler im Regal stehen.

THE STEWARDESSES - Pussy Empire Hebt Ab
Nun kommen wir mal zur Musik: Es sind alles Coversongs deutscher Interpreten, die größtenteils auch einem breiten Publikum bekannt sein sollten und in ein zartes Akustik-Pop Gewand gehüllt wurden. Die Interpretationen sind sparsam und hauptsächlich auditiv instrumentiert, was bei den meisten Liedern sehr charmant rüberkommt. Besonders gefallen haben mir die Titel "Allein, Allein" (Polarkreis 18) von Birgit Fischer, "Türlich, Türlich" (Das Bo) von Catharina Boutari und mein absoluter Spitzenreiter "Major Tom" (Peter Schilling) von Illute. Illute ist auch die einzige, die eigentlich gar nicht zum Label gehört, aber als österreichische Gastinterpretin eingeladen wurde. Ihre Interpretation von "Major Tom" ist total minimalistisch, aber ganz wunderbar. Zu Beginn leichte Streicher, Piano und der nackte Gesang. Keine Effekte, kein Tamtam! Und im Refrain dann das Harmonium (?) und der Chor, der total nach Neuer Deutscher Welle klingt. Ich fühle mich leicht an die Marinas von Andreas Dorau aus "Fred von Jupiter" erinnert. Zum anfixen bekommt Ihr hier noch mal die ganze Songliste des Albums:

  • Katrina "Mensch" (Herbert Grönemeyer)
  • Catharina Boutari "Türlich, Türlich" (Das Bo)
  • Birgit Fischer "Allein, Allein" (Polarkreis 18)
  • Chantal De Freitas "Is it 'cos I'm cool" (Mousse T)
  • Katrina "Weißes Papier" (Element Of Crime)
  • Illute "Major Tom" (Peter Schilling)
  • Birgit Fischer "Vom selben Stern" (Ich & Ich)
  • Chantal De Freitas "Amerika" (Rammstein)
  • Catharina Boutari "Durch den Monsun" (Tokyo Hotel)
  • Katrina "Geile Zeit" (Juli)
  • Birgit Fischer "Sonne" (Rammstein)
  • Chantal De Freitas "Jetzt erst recht" (LaFee)
  • Illute "Jungen, Mädchen" (Hund Am Strand)


  • Wem die Songliste noch nicht reicht, kann sich das Video zu "Türlich, Türlich" von Catharina Boutari ansehen…



    So die Damen, bevor wir abheben und der Musik weiter lauschen, würde ich noch gerne die Sicherheitsbelehrung erhalten einen Tomatensaft bestellen!

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    Das angezeigte Video wird von YouTube bereitgestellt!

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