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Tag: Countryrock

Foto: Warner Music

Sheryl Crow – Feels Like Home – Die neue CD mit leichtem Country-Touch

Bereits bei der ersten Single von Sheryl Crow, die sie 1993 veröffentlichte, bekam ich große Ohren. Nein, das war nicht "All I Wanna Do!" Ich meine die Single davor. "Run, Baby, Run" hieß die und hat bei mir schon beim ersten Hören funktioniert. Nun kommt mit "Feels Like Home" am 24. Januar ein neues Studioalbum der 9-fachen Grammy-Gewinnerin in die Läden, das einige deutliche Country-Wurzeln erkennen lässt.

Sheryl Crow - Feels Like Home
In meiner Plattensammlung befinden sich diverse CDs von Sheryl Crow, obwohl mir immer wieder aufgefallen ist, dass jedes Album zwar echte Hammersongs, aber eben auch einige Titel enthält, die ich schwächer finde. Der einzige Longplayer, der mir fast von vorne bis hinten gefiel, war "Wildflower". Vielleicht liegt das daran, dass das Album durchgängig eine sehr schöne Stimmung hält und wie aus einem Guss wirkt. Die Chartpositionen waren jedoch gerade bei "Wildflower" nicht so hoch, wie bei den Vorgängern. Den roten Faden der Durchgängigkeit erkenne ich auf "Feels Like Home" nun auch wieder. Der oben erwähnte Country-Einfluss kommt bei einigen Stücken deutlicher durch, z.B. wenn Sheryl Crow zweistimmig singt, und man fast ein wenig an Dolly Parton erinnert wird. Gerade die Stimme ist es aber auch, die mich immer wieder begeistert. Klar und frisch, aber irgendwie auch verletzlich trifft sie bei mir einen Nerv. In der Kombination mit echten Gitarren, realen Drums,… und ohne technische Spielereien, bleibt sich Sheryl Crow seit über 20 Jahren treu und ist dabei vollkommen authentisch. Auch wenn sich die Grundstimmungen der Alben immer etwas unterscheiden, bleibt die Basis gleich. Bodenständige Songs, die vielfach durch ihr gutes Songwriting, eine hochwertige Produktion, der nötigen Menge Feeling und nicht zuletzt durch ihren Gesang überzeugen. Die Songs sind gitarrenlastig, was ich als Pluspunkt werte, da auf den Sheryl Crow Alben offensichtlich mit erdigem Equipment gearbeitet wird. Wenig moderne Effekte, dafür mehr drahtige Gitarrensounds aus alten Röhrenverstärkern. Es klingt halt sehr amerikanisch.

Man merkt, wenn Künstler Musik machen, die ehrlich gemeint ist und nicht nur auf hohe Chartpositionen zielen. Bei Sheryl Crow zeigt sich das ganz deutlich. Sie hat es auch gar nicht nötig sich zu verbiegen, um in paar mehr CDs zu verkaufen. Die leichte Country-Note mag den einen oder anderen möglicherweise abschrecken, dafür bekommt man ein Album das echt und ehrlich ist. Und nur so kann Musik richtig transportiert werden. In den Staaten dürfte die Country-Färbung durchaus angesagt sein. Selbst hierzulande konnten Künstler wie Shania Twain, Faith Hill oder Garth Brooks, die alle viel mehr aus der Country-Ecke kommen, beachtliche Erfolge feiern. Bei Sheryl Crow dominiert der Rock und somit dürften die Fans mit dem neuen Album wieder perfekt bedient werden. "Feels Like Home" vermittelt fast so etwas wie Leichtigkeit, was an der Art liegen mag, wie es aufgenommen wurde. Sheryl Crow ist nämlich täglich von Zuhause ins Studio gefahren und war abends wieder daheim. So konnte sie ihre Kinder jeden Tag zu Schule bringen und hatte einen ganz normalen und geregelten Tagesablauf. Aus diesem Blickwinkel macht der CD-Titel dann auch durchaus Sinn. Ein schönes Album mit knapp 45 Minuten Spielzeit von einer Frau, die angekommen wirkt.

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The Doobie Brothers – Live At Wolf Trap [DVD]

In der über 40-jährigen Geschichte der Doobie Brothers ist eine Menge passiert. Es gab diverse Umbesetzungen, die Band löste sich 1982 auf, kam aber 1986 wieder zusammen,… Der Musikstil wird bei Wikipedia als Countryrock oder Boogie Rock bezeichnet. Das Konzert vom 25. Juli 2004 im Wolf Trap Nationalpark in Virginia kommt nun erstmals als Blu-ray in den Handel. Zeitgleich werden auch die DVD sowie die CD (mit einer gekürzten Trackinglist) neu aufgelegt.

The Doobie Brothers - Live At Wolf Trap
Zur Zeit des Konzerts, aber auch heute noch sind die Hauptakteure der Doobie Brothers Tom Johnston, Pat Simmons und John McFee. Alle spielen Gitarre und singen, letzteres auch gerne mehrstimmig. John McFee greift zudem auch zu Geige und spielt Pedal Steel- sowie Slide Gitarre. Ich habe die DVD als Rezensionsexemplar bekommen. Leider hatte der Promoter neben den Cover-Fotos kein weiteres Bildmaterial, so dass ich direkt in den USA über eine E-Mail Adresse, die explizit für Pressebildanfragen auf der Webseite der Band eingerichtet ist, nach entsprechendem Material gefragt. Bei einem anderen Künstler aus den Staaten hatte ich es schon mal. Dort scheint man kein Interesse an einer guten Pressearbeit für Deutschland zu haben. Denn eine Antwort geschweige denn Bilder habe ich nicht bekommen. Schade! Also habe ich das Bild aus dem Cover genommen. Das geht auch, entspricht jedoch eigentlich nicht meinem Anspruch.

Zum Konzert: Die Doobie Brothers sind musikalisch durchaus eine hochwertige Band. Die Bühne ist aber auch voll mit Musikern. Neben den drei oben erwähnten, gibt es zwei Schlagzeuger, einen Percussionisten, einen Bassisten, einen Keyboarder, sowie eine dreiköpfige Bläsertruppe, dessen Kopf Marc Russo (Saxophone) auch mit tollen Solo-Einlagen glänzt. Die Darbietung enthält die großen Hits der Doobie Brothers inkl. "Rockin´ Down The Highway", "Listen To The Music" oder "Long Train Running", aber auch einige seltener gespielte Nummern. Die großen Zeiten der Doobie Brothers waren jedoch in den Siebzigern und Achtzigern. Damals war das Live-Feeling einfach besser und auch die Spielfreude wirkte authentischer. Der Gitarrensound von Jon McFee ist zudem bei dieser Aufnahme tendenziell gewöhnungsbedürftig. Der wird vermutlich durch irgendeinen Modelling-Amp geschickt, der zeitweise etwas Top-40-Band Stimmung aufkommen lässt. Als Ergänzung für die Sammlung ist "Live At Wolf Trap" okay, im Vergleich zur Live Aufnahme "Live At The Greek Theatre" aus dem Jahr 1982 lässt es jedoch ein wenig den Spaß an der Musik vermissen.


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