Username:

Password:

Fargot Password? / Help

Tag: Country

Foto: PR

Johnny Cash – Out Among The Stars – Eine neue CD mit kürzlich entdeckten Studio-Aufnahmen

Fans des Country-Urgesteins Johnny Cash können sich eigentlich nicht darüber beschweren, dass der Sänger zu wenig Platten aufgenommen hat. Und trotz der umfangreichen musikalischen Hinterlassenschaften des 2003 gestorbenen Cash´s, kommt am 21. März ein gänzlich neues Album, mit kürzlich (wieder)-entdeckten Songs unter dem Namen Out Among The Stars in den Handel.

Johnny Cash - Out Among The Stars
Wenn ich ehrlich bin, ist Country nicht unbedingt mein favorisiertes Genre. Es gibt verschiedene Zweige in der Country-Musik, wobei ich mit Bluegrass, den Western-Arten sowie Honky Tonk quasi gar nichts anfangen kann. Die Ecke, in der sich Johnny Cash bewegte, nennt sich Outlaw, was jedoch über die langen Jahre seines Schaffens etwas variierte. Bei dieser Country-Musik finde ich durchaus einen Zugang. Gerade die ruhigere Art, die nicht ins Kitschige abgleitet, hat Tiefe und Anspruch. Und wenn Johnny Cash die Lieder mit seiner charismatischen Bassbariton-Stimme intoniert, nehme ich ihm jedes Wort ab. Der Mann war bis ins Mark authentisch und konnte mit der Musik aus einfachen Geschichten große Songs machen. Die Aufnahmen auf Out Among The Stars wurden bis jetzt in keiner Art veröffentlicht. Es handelt sich dabei auch nicht um zweitklassige Demos, Bootlegs, oder anderweitig minderwertige Aufnahmen. Auf dem Album sind knapp 40 Minuten bis dato nicht publiziertes, quasi neues Material, das 1981 in den Columbia Studios in Nashville, Tennessee und 1984 in den 1111 Sound Studios aufgenommen wurde. Die Songs klingen erstaunlich frisch und gegenwärtig. Dass diese bereits 30 Jahre und älter sind, hört man ihnen absolut nicht an. Besonders schön ist der Retro-Look des Albums mit einer sehr genialen schwarz/weiß Aufnahme von Cash. Mein Anspieltipp ist "She Used To Love Me A Lot", das bereits 1984 von David Allan Coe aufgenommen sowie veröffentlicht wurde und besonders in der Cash-Version (siehe und höre das Video) im Gedächtnis hängen bleibt. Ferner gibt es zwei Duette mit seiner Frau June Carter Cash und ein Duett mit Waylon Jennings. Insgesamt ein gelungenes Album, das die Fans garantiert begeistern wird und ein weiteres überzeugendes Werk in Cash´s Diskographie ist.

Johnny Cash - She Used To Love Me A Lot
Hier war das Video zu "She Used To Love Me A Lot" über YouTube eingebunden, welches jedoch nicht mehr verfügbar ist... (Schade!)

Johnny Cash – Out Among The Stars bestellen bei:
Diesen Artikel bei Amazon.de bestellen
Diesen Artikel bei JPC bestellen

Links
Johnny Cash Homepage
Johnny Cash bei Facebook

6.0/62votes
Voting statistics:
RatePercentageVotes
6100%2
50%0
40%0
30%0
20%0
10%0
Foto: Warner Music

Sheryl Crow – Feels Like Home – Die neue CD mit leichtem Country-Touch

Bereits bei der ersten Single von Sheryl Crow, die sie 1993 veröffentlichte, bekam ich große Ohren. Nein, das war nicht "All I Wanna Do!" Ich meine die Single davor. "Run, Baby, Run" hieß die und hat bei mir schon beim ersten Hören funktioniert. Nun kommt mit "Feels Like Home" am 24. Januar ein neues Studioalbum der 9-fachen Grammy-Gewinnerin in die Läden, das einige deutliche Country-Wurzeln erkennen lässt.

Sheryl Crow - Feels Like Home
In meiner Plattensammlung befinden sich diverse CDs von Sheryl Crow, obwohl mir immer wieder aufgefallen ist, dass jedes Album zwar echte Hammersongs, aber eben auch einige Titel enthält, die ich schwächer finde. Der einzige Longplayer, der mir fast von vorne bis hinten gefiel, war "Wildflower". Vielleicht liegt das daran, dass das Album durchgängig eine sehr schöne Stimmung hält und wie aus einem Guss wirkt. Die Chartpositionen waren jedoch gerade bei "Wildflower" nicht so hoch, wie bei den Vorgängern. Den roten Faden der Durchgängigkeit erkenne ich auf "Feels Like Home" nun auch wieder. Der oben erwähnte Country-Einfluss kommt bei einigen Stücken deutlicher durch, z.B. wenn Sheryl Crow zweistimmig singt, und man fast ein wenig an Dolly Parton erinnert wird. Gerade die Stimme ist es aber auch, die mich immer wieder begeistert. Klar und frisch, aber irgendwie auch verletzlich trifft sie bei mir einen Nerv. In der Kombination mit echten Gitarren, realen Drums,… und ohne technische Spielereien, bleibt sich Sheryl Crow seit über 20 Jahren treu und ist dabei vollkommen authentisch. Auch wenn sich die Grundstimmungen der Alben immer etwas unterscheiden, bleibt die Basis gleich. Bodenständige Songs, die vielfach durch ihr gutes Songwriting, eine hochwertige Produktion, der nötigen Menge Feeling und nicht zuletzt durch ihren Gesang überzeugen. Die Songs sind gitarrenlastig, was ich als Pluspunkt werte, da auf den Sheryl Crow Alben offensichtlich mit erdigem Equipment gearbeitet wird. Wenig moderne Effekte, dafür mehr drahtige Gitarrensounds aus alten Röhrenverstärkern. Es klingt halt sehr amerikanisch.

Man merkt, wenn Künstler Musik machen, die ehrlich gemeint ist und nicht nur auf hohe Chartpositionen zielen. Bei Sheryl Crow zeigt sich das ganz deutlich. Sie hat es auch gar nicht nötig sich zu verbiegen, um in paar mehr CDs zu verkaufen. Die leichte Country-Note mag den einen oder anderen möglicherweise abschrecken, dafür bekommt man ein Album das echt und ehrlich ist. Und nur so kann Musik richtig transportiert werden. In den Staaten dürfte die Country-Färbung durchaus angesagt sein. Selbst hierzulande konnten Künstler wie Shania Twain, Faith Hill oder Garth Brooks, die alle viel mehr aus der Country-Ecke kommen, beachtliche Erfolge feiern. Bei Sheryl Crow dominiert der Rock und somit dürften die Fans mit dem neuen Album wieder perfekt bedient werden. "Feels Like Home" vermittelt fast so etwas wie Leichtigkeit, was an der Art liegen mag, wie es aufgenommen wurde. Sheryl Crow ist nämlich täglich von Zuhause ins Studio gefahren und war abends wieder daheim. So konnte sie ihre Kinder jeden Tag zu Schule bringen und hatte einen ganz normalen und geregelten Tagesablauf. Aus diesem Blickwinkel macht der CD-Titel dann auch durchaus Sinn. Ein schönes Album mit knapp 45 Minuten Spielzeit von einer Frau, die angekommen wirkt.

Sheryl Crow – Feels Like Home bestellen bei:
Diesen Artikel bei Amazon.de bestellen
Diesen Artikel bei JPC bestellen
Album als MP3 bei Musicload kaufen

6.0/62votes
Voting statistics:
RatePercentageVotes
6100%2
50%0
40%0
30%0
20%0
10%0
Foto: PR

Lady Antebellum – Own The Night - World Tour [DVD & Blu-ray]

Die Wochen von Ende Dezember bis Mitte Januar sind für Tonträger Rezensenten eine Saure-Gurken-Zeit. In diesem Zeitraum kommen nämlich kaum nennenswerte Veröffentlichungen auf den Markt, was somit auch mir eine Zwangspause aufgenötigt hat. Kurz vor Weihnachten bekam ich jedoch noch die neue DVD "Own The Night - World Tour" von Lady Antebellum, die am 18. Januar 2013 erscheinen wird.

Lady Antebellum - Own The Night - World Tour
Die mehrfachen Grammy-Gewinner Lady Antebellum starteten 2012 ihre erste Headliner-Welttournee, auf der auch das Material der DVD aufgenommen wurde. Es handelt sich im Übrigen um die erste Videoveröffentlichung der Band aus Nashville, was Fans sicher begeistern wird! In Amerika füllen die drei problemlos die größten Hallen, aber auch im Rest der Welt findet die Musik von Lady Antebellum ihre Fans. Charles Kelley, Dave Haywood und Hillary Scott wurden auf der Tour durch eine hervorragende Band begleitet. Besonders gefallen hat mir der Drummer Chris Tyrrell, der übrigens heute auf den Tag genau 1 Jahr mit Hillary Scott verheiratet ist. Der Erfolg in Amerika ist sicherlich durch den deutlichen Country-Einschlag zu erklären. Und weil auch anderswo in der Welt countrygeprägte Künstler wie Faith Hill, Shania Twain oder Garth Brooks ankommen, ist es nicht verwunderlich, dass Lady Antebellum international ebenfalls erfolgreich sind. Ihr größter Hit bisher war "Need You Now", der selbstverständlich auch auf der DVD dargeboten wird. Zu sehen ist ferner diverses Doku-Material der Band aus Ihrer Karriere sowie von Spielorten der Welttour. Diese Parts werden immer zwischendurch eingespielt, was ich persönlich etwas suboptimal finde. Dennoch sind die musikalische Qualität und die Produktion auf sehr hohem Niveau. Hierdurch wirkt das Ganze dann aber auch zeitweise etwas glatt und inszeniert. Ich denke, dass es hier zwischen den amerikanischen und zumindest den deutschen Fans leichte Unterschiede gibt. Die Amis mögen die perfekte Show, anderswo sind durchaus auch mal ein paar Ecken und Kanten wünschenswert. Für Freunde des gepflegten Country-Pops sind Lady Antebellum aber auf jeden Fall empfehlenswert! Das Bonusmaterial enthält u.a. die Songs "Good Life", "Love´s Lookin´Good On You", "Love This Pain", "Sweet Emotion" und "Black Water" (feat. Darius Rucker & Thompson Square). Die Spielzeit beträgt ca. 124 Minuten.

Lady Antebellum – Own The Night - World Tour jetzt bestellen bei:
Diesen Artikel bei Amazon.de bestellen
Diesen Artikel bei JPC bestellen

6.0/64votes
Voting statistics:
RatePercentageVotes
6100%4
50%0
40%0
30%0
20%0
10%0
Foto: Samantha Rozon

Brooke Miller – Familiar

Manche CD-Veröffentlichungen würde man als "Normalbürger" glatt übersehen. Zum Glück halten mich diverse Platten- und Promotionfirmen hinsichtlich ihrer Neuerscheinungen auf dem Laufenden, so dass ich auf diesen musikalischen Leckerbissen aufmerksam wurde. Veröffentlicht wird Familiar von Brooke Miller am 15. Juni 2012. Die Plattenfirma Stockfisch Records hat mir freundlicherweise auf Anfrage ein Rezensionsexemplar zukommen lassen (Danke!). Und das ist auch gut so. Das Album, das sowohl als SACD (läuft problemlos im normalen CD-Player), als auch gebacken in 180g Vinyl erscheinen wird, ist nämlich höchst beeindruckend!

Brooke Miller - Familiar
Bei Brooke Miller werden nicht unzählige Instrumente und Effekte eingesetzt, um eine bombastische Stimmung zu konstruieren. Nein, die Kanadierin erzeugt ihr ganz besonderes, einfühlsames Feeling allein mit ihrer Stimme und einer Akustik-Gitarre. Das ist Stimmungsmusik der anderen Art mit Einflüssen aus Folk, Country und Pop. Reduziert, intim und apodiktisch. Bei einigen Stücken kommt Don Ross am Bass, Piano oder einem Fender Rhodes E-Piano zum Einsatz. Der Rest ist Brooke Miller pur. Sie erzeugt mit der Minimalbesetzung eine unglaublich persönliche Atmosphäre. Ein Großteil der Stücke ist mit Open Tunings eingespielt. Das bedeutet, dass die Gitarre nicht normal gestimmt ist, sondern die Saiten individuelle Stimmungen erhalten. Dadurch entstehen teils wunderbare Harmonien, die abseits vom Mainstream eine willkommene Abwechslung bieten. Für die Gitarristen werden die Open Tunings der Songs auch im Booklet genannt. Das erspart einen Teil der aufwendigen Transkription. Doch bevor man die Stücke nachspielt, sollte man sich erst mal Zeit nehmen und dieses Album ausgiebig genießen. Im Pressematerial wird Brooke Miller mit ihren kanadischen Landsleuten Bruce Cockburn und Joni Mitchell verglichen. Ich bin mir sicher, dass deren Fans auch Gefallen an Familiar finden werden. Hinsichtlich der Stimmfarbe würde ich noch Sarah McLachlan und Dido, als Vergleich heranziehen, wobei Brooke Miller weniger poppig klingt und die Töne am Schluss nicht so hochzieht. Der herausragend gute, audiophile Klang des Albums, tut sein übriges zum redlichen Musikgenuss der Sonderklasse! Aufgenommen wurde der Longplayer übrigens Im Gewölbe von Stockfisch Records im beschaulichen Northeim (Niedersachsen). In Zeiten oftmals übertechnisierter Produktionen und maschinell erstellter Musik, ist Familiar von Brooke Miller eine akustische Perle mit erfrischendem Charakter. Grandios!

Das folgende Video zeigt eine Aufnahme aus der Gitarrenwerkstatt von Greenfield Guitars. Der Song "You Can See Everything" ist vom Album Familiar.

Brooke Miller - You can see everything


Brooke Miller – Familiar jetzt als SHCD oder Vinyl-LP bestellen bei:
Diesen Artikel bei Amazon.de bestellen
Diesen Artikel bei JPC bestellen
Brooke Miller bei Amazon.de suchen

Das angezeigte Video wird von YouTube bereitgestellt!

6.0/62votes
Voting statistics:
RatePercentageVotes
6100%2
50%0
40%0
30%0
20%0
10%0
Tracy Grammer - Foto: Ben Barnhart

Dave Carter & Tracy Grammer – Little Blue Egg

Dave Carter & Tracy Grammer waren ein amerikanisches Folk-Duo, das zwischen 1998 und 2001 drei Alben veröffentlicht hat. Am 19. Juli 2002 starb Dave Carter jedoch während einer laufenden Tour im Alter von 50 Jahren an einem schweren Herzinfarkt. Die Musik der beiden mit Elementen aus Blues, Country und Bluegrass ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Wer jedoch wunderbare Melodien, tiefgründige Texte und musikalisch gutes Handwerk mag, sollte unbedingt mal in die Arbeiten reinhören.

Dave Carter & Tracy Grammer - Little Blue Egg
Das Album "Little Blue Egg" enthält 11 Songs, die Carter & Grammer zwischen 1997 und 2002 in ihrem Heimstudio in Portland aufgenommen haben und die einen groben Einblick in den musikalischen Prozess des Duos gewähren. Alle Titel sind sparsam instrumentiert, aber sehr schön interpretiert. Insbesondere der zweistimmige Gesang berührt einen ganz tief. In der Jahresauswertung für "Top-Stars" der amerikanischen Folk Music Radio Airplay Charts waren Dave Carter & Tracy Grammer 2001 und 2002 auf Platz 1. Das Duo war zu der Zeit extrem angesagt. Selbst in den Folgejahren nach dem Tod von Dave Carter blieb die Popularität auf sehr hohem Niveau. Joan Baez, die 2002 mit den beiden auf Tour war, sprach über die Songs von Dave Carter, wie sie es einst schon beim jungen Bob Dylan tat: „Es ist eine große Gabe, Songs zu schreiben, mit denen sich andere Menschen identifizieren können, und mit Dave's Songs kann ich mich sehr gut identifizieren.“ Die Texte von Dave Carter bezeichnete die Folklegende als „ziemlich genial“. Seine Songs handeln oft von poetischer Symbolik, Spiritualität sowie Erzählungen. Diese Themen kombiniert er mit der Country Musik, welche ihn während seiner ländlich geprägten Kindheit und Jugend in den Südstaaten begleitet hat. Die buddhistische Philosophie, die Artussage, andere mystische Themen und der amerikanische Westen konnten schon mal in einem einzigen Song thematisiert werden.

Dave Carter & Tracy Grammer
Dave Carter - Tracy Grammer - © Red House Records
Dave Carter's Betrachtungen bleiben durch seine vielen Fans lebendig, besonders aber durch seine ehemalige Duo Partnerin. Tracy Grammer erhält bis heute den Spirit des Duos und hat nach dem Tod ihres musikalischen Partners bereits Alben mit Songs aus der gemeinsamen Zeit veröffentlicht. Dabei kamen bis dahin nicht aufgenommene Titel sowie bestehendes Material zur Publikation. "Little Blue Egg" ist das jüngst veröffentlichte Album, dessen Songs das Duo gemeinsam eingespielt hat. Als Gastmusiker wirkten Claire Bard (Gesang), Jonathan Mann (Bass) sowie Eric Park (Gesang, Harmonika, Akkordeon) mit. Es gibt kein Schlagzeug auf der CD. Alles ist sehr ruhig und harmonisch gehalten. Man spürt förmlich die private und häusliche Atmosphäre. Und obwohl das Album nicht in einem Hightech-Studio aufgenommen wurde, ist die Klangqualität wirklich gut. Bis auf "Way Over Yonder In The Minor Key" von Woody Guthrie stammen alle Songs aus der Feder von Dave Carter. Wenn man den Longplayer durchhört, kann man die Begeisterung von Joan Baez absolut teilen. Große Musik braucht kein Tamtam, Effekte oder opulente Studiotechnik. Dave Carter & Tracy Grammer konnten das in heimischen Räumen einfangen, was anderen selbst mit teuerstem Equipment versagt bleibt. Die Musik ist wunderschön. Ein stilles Meisterwerk!

In das Album "Little Blue Egg" reinhören und/oder als MP3 bei Amazon.de kaufen:



Dave Carter & Tracy Grammer – Little Blue Egg jetzt als CD kaufen bei:
Diesen Artikel bei Amazon.de bestellen
Diesen Artikel bei JPC bestellen
Foto mitte: Red House Records

6.0/61vote
Voting statistics:
RatePercentageVotes
6100%1
50%0
40%0
30%0
20%0
10%0