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Tag: Blues

Foto: ZDF / GF-Design

3sat - Pop Around The Clock - Silvester 2015 - Das Programm

Alle Jahre wieder erfreut uns 3sat bei Pop Around The Clock mit einem bunten Strauß an Konzerten aller Couleur und sendet einen ganzen Tag lang Live-Mitschnitte, die teils erst ganz frisch auf DVD bzw. BluRay oder auch auf CD veröffentlicht wurden. So dürfen wir uns auch dieses Jahr wieder auf ein hochkarätiges, musikalisches Programm freuen, bei dem für jeden etwas dabei sein dürfte.

Den Anfang macht Joe Bonamassa mit seinem Konzert am leganderen Red Rocks Amphitheatre in Morrison, Colorado. Das Konzert vor beeindruckender Kulisse stand im Zeichen von Muddy Waters und Howlin´ Wolf. Ebenfalls dabei und für mich sehr erfreulich, ist der kürzlich veröffentlichte Mitschnitt eines Queen Konzertes, das am 24.12.1975 im Hammersmith Odeon in London im Rahmen der A Night At The Opera Tour aufgenommen wurde und den Beginn ihrer Weltkarriere markiert. Tina Turner ist gleich mit zwei Konzerten dabei und auch Ex-Beatle Ringo Starr zeigt mit illustren Gästen wie Steve Lukather (Toto), Todd Rundgren, Gregg Bissonette oder Mr. Mister-Sänger Richard Page eine sicher spannende Show.

Das komplette Programm mit den Sendezeiten findet ihr unten in der Tabelle. Dort sind auch wieder – sofern vorhanden – die Links, um die Konzerte in voller Länge auf DVD, BluRay und/oder CD zu ordern, da 3sat meist nur Highlights aus den Shows zeigt. Einfach auf den Titel klicken...

Die Silvester-Party 2015 findet also wieder gemütlich auf dem Sofa bei guter Musik statt.

Queen - Foto: Universal Music

Die Liste aller Pop Around The Clock Konzerte für Silvester 2015
Uhrzeit Sendung Aufnahmejahr
6.20
Joe Bonamassa: A Tribute to Muddy Waters & Howlin' Wolf
2014
7.05
In memoriam B.B. King: Live at Montreux 1993
1993
7.35
Annie Lennox: Nostalgia
2015
8.20
100 Jahre Frank Sinatra: The Main Event *
1974
9.10
Queen: A Night at the Odeon
1975
9.55
Tina Turner: Nice 'n' Rough *
1982
10.25
The Rolling Stones: From the Vault - Marquee 1971
1971
11.00
Dire Straits: Alchemy Live
1983
12.15
Deep Purple & Friends: Celebrating Jon Lord
2014
13.15
Ringo Starr & Friends: At the Ryman
2012
14.00
Shania Twain: Still the One - Live in Las Vegas
2014
14.45
Lynyrd Skynyrd: Pronounced Leh-nerd Skin-nerd - Live
2015
15.45
Bruce Springsteen & Friends: A MusiCares Tribute
2013
16.45
Peter Maffay & Band: Niemals war es besser
2015
18.00
Eric Clapton: Slowhand at 70
2015
19.15
Jeff Lynne's ELO: Hyde Park 2014
2014
20.15
Tina Turner: One Last Time
2000
21.15
Aerosmith: Rocks Donington
2014
22.15
Katy Perry: The Prismatic World Tour 2015
2015
23.15
Kylie Minogue: Kiss Me Once
2014
0.00
Miley Cyrus: Bangerz Tour
2014
0.45
One Direction: Where We Are
2014
1.30
Die Fantastischen Vier: Rekord
2015
2.30
Revolverheld: MTV Unplugged
2015
3.30
Andreas Bourani: Hey - Live
2015
4.15
Lenny Kravitz: Just Let Go - Live
2014
5.15
The Who: Live at Hyde Park 2015
2015
6.15
Status Quo: The Frantic Four Final Fling
2014
7.00
Roxy Music aus der 3sat-Reihe "In concert" *
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* Von diesen Konzerten gibt es (derzeit) keine DVD/Blu-ray zu kaufen.

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Foto: Rick Gould

Joe Bonamassa – Different Shades Of Blue

Zeitweise hatte ich das Gefühl, dass Joe Bonamassa alle drei bis vier Monate etwas Neues veröffentlicht: Ein Studioalbum, ein Livealbum, die Konzert-DVD, etwas Akustisches,… Ganz so häufig war es dann wohl doch nicht, aber irgendwann trat bei mir so eine Art Langeweile ein. Am 19. September erscheint nun das 11. Studioalbum des US-amerikanischen Blues- und Bluesrock – Gitarristen mit dem Titel Different Shades Of Blue. Und bei der Ankündigung hat es mich dann doch so gereizt, dass ich ein Rezensionsexemplar angefragt habe – und das ist auch gut so!

Joe Bonamassa - Different Shades Of Blue
In der Presseankündigung steht, dass dies sein erstes Soloprojekt seit über zwei Jahren ist, was mich nach meinem oben beschriebenen Gefühl leicht verwundert hat. Es spielt aber auch keine Rolle. Sobald der Silberling sich nämlich im Abspieler dreht, ist es ziemlich egal, wann die letzte Platte publiziert wurde. Denn das, was aus den Lautsprechern kommt klingt gut. Der Opener ist ein Instrumentalstück, das gleich mal eine Duftmarke im Bereich Classic-Rock setzt. Titel Nr. 2 ("Oh Beautiful") schließt dort an und erlaubt Vergleiche zu Led Zeppelin. Der Gesang ist natürlich nicht vergleichbar, aber der Aufbau und der Sound gehen schon in die Richtung. Stimmlich hat mir Bonamassa noch nie so gut gefallen, wie auf diesem Album. Da zahlen sich das häufige Touren und die vielfache Nutzung der Stimme dann doch in einem – nenne wir es mal – "gereiften Klang" aus. Es folgen Stücke, die mit knackigen Bläsersätzen richtig funky sind, ohne jemals die Schiene des Rocks zu verlassen. Der Rock zieht sich durch das ganze Album, von richtig fetzigen Nummern bis zu ruhigeren Stücken. Es ist von allem etwas dabei. Alle Titel wurden von Joe Bonamassa geschrieben. Und auch hier möchte ich anerkennungsvoll meine Hochachtung zum Ausdruck bringen. Das Songwriting ist durchgängig erstklassig und stellt für meinen Geschmack alles Bisherige von Bonamassa in den Schatten. Die CD ist astrein produziert, bietet Abwechslung, reichlich Gitarrenarbeit des Meisters und in der Summe jede Menge Spaß für den Hörer. Ich bin wirklich von der Scheibe beeindruckt und hätte diese Qualität nicht erwartet. Das zeigt, dass Joe Bonamassa vermutlich noch nicht mal seinen Zenit erreicht hat und wir uns möglicherweise noch auf weitere Qualitätssteigerungen einstellen müssen. Ich könnte damit leben… 😉 Mit Different Shades Of Blue beweist der US-Gitarrist, dass er zu Recht zur derzeitigen Top-Elite der gepflegten Blues- und Rockmusik zählt. Für mich ist das bis jetzt ganz klar das beste Bonamassa Album, das mir zu Ohren gekommen ist. Den, an der Aufnahme beteiligten Musikern, wie Carmine Rojas (Bass), Reese Wynans (Orgel, Klavier), Lenny Castro (Percussion) u.a. gebührt ebenfalls höchste Anerkennung. Very good job!

Joe Bonamassa - Different Shades Of Blue - Official Video


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Foto: Eagle Vision / Edel

Gary Moore – Live At Bush Hall 2007

Der 2011 leider viel zu früh verstorbene Gary Moore begann seine musikalische Karriere ja eher im Hardrock-Genre. So war er mehrfach als Gitarrist bei Thin Lizzy dabei, gründete u.a. die Jazzrock-Band Colloseum II und war auch als Solokünstler im Hard & Heavy Bereich bekannt. 1990 wechselte er zum Blues und verblüffte damit zwar einige, war aber auch extrem erfolgreich. Live At Bush Hall ist die Aufnahme eines Radiokonzertes aus dem Jahr 2007, bei dem der Blues die Hauptrolle spielt und die als CD am 19. September in den Handel kommt.

Gary Moore - Live At Bush Hall 2007
Der Gig diente seinerzeit der Promotion für sein gerade veröffentlichtes Album "Close At You Get", aus dem er natürlich einige Songs spielte. Selbstverständlich war ebenfalls bekanntes Material wie "Still Got The Blues", "Walking By Myself" oder "To Tired" dabei. Ein kleines Highlight ist auch eine Interpretation des Thin Lizzy Klassikers "Don´t Believe A Word". Bereits vor ca. zwei Jahren kam "Blues For Jimi", ein Live-Konzert bei dem Gary Moore Stücke von Jimi Hendrix spielte, als CD und DVD auf den Markt. Für mich war jedoch der Stil des Iren mit den Hendrix-Stücken nicht wirklich kompatibel. Bei der aktuellen Scheibe stand Gary Moore wieder zu 100% für seine Art, den Blues zu spielen. Er war ein brillanter Techniker, der extrem flotte Soli abgekurbelt hat; aber er konnte eben auch genauso gut richtig viel Gefühl in sein Gitarrenspiel legen und mit langen, singenden Tönen überzeugen. Genau diese Kombination war vermutlich auch für den riesen Erfolg seiner Blues-Alben Anfang der Neunziger verantwortlich. Auf Live At Bush Hall zeigte er wieder beide Seiten; den flotten Gitarrero und den Bluesmann mit ganz viel Feeling. Nebenbei war Gary Moore ebenfalls ein hervorragender Sänger, der eine gute Stimmfarbe hatte und sauber bis in hohe Lagen intonieren konnte – auch live. Klanglich liefert die CD nicht das Optimum, aber insgesamt bekommt der Fan einen ansprechenden Mitschnitt aus der späten Phase des Iren, die durchaus einen Platz im CD-Regal der Gary Moore Anhänger verdient hat.

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Foto: Jeff Katz

The Robert Cray Band – In My Soul

Seit bald vier Jahrzehnten ist Robert Cray im Musikbusiness aktiv und zählt längst zu den wichtigsten Bluesgitarristen dieses Planeten. Seit 2011 ist er in der Blues Hall Of Fame der Blues Foundation, in die er als einer der jüngsten, lebenden Musiker aufgenommen wurde. Am 28. März erscheint das 17. Studio-Album der Robert Cray Band mit dem Titel In My Soul. Und der Name ist Programm.

Robert Cray Band - In My Soul - Cover
Ich habe die Limited Edition CD als Rezensionsexemplar bekommen. Diese ist in einem liebevoll gestalteten Papp-Klappcover. In der linken Tasche ist das Booklet, in der rechten die CD mit einer weiteren Innenhülle. Hier wurde sich hinsichtlich der Aufmachung sehr deutlich an Covern für Vinylscheiben orientiert. Die Gestaltung trägt diesem Retro-Gedanken von den Schrifttypen bis zur Fotografie ebenfalls Rechnung. Der rote Faden zieht sich weiter bis in die Musik. Das ist perfekter Soul, wie er in den Sechzigern oder Siebzigern nicht besser hätte entstehen können. Von peppigen Titeln wie dem Opener You Move Me, mit schöner Hammond-Orgel, einen trockenem Schlagzeug und phantastisch klingenden Gitarrenparts bis zu sehr typischen Sixties-Balladen wie Fine Yesterday oder Hold On bietet dieses Album eine tolle Atmosphäre. Die Instrumentierung entspricht dem Zeitgeist vergangener Jahrzehnte, die Hallräume sind teilweise sehr weit und das Feeling ist absolut authentisch. Klanglich ist In My Soul jedoch auffällig luftig, differenziert und zeitgemäß. Alles ist stimmig und passt optimal zusammen. Hier und da kommen einige Bläser zum Einsatz, die ebenfalls die Stimmung früherer Dekaden unterstreichen. Neben dem gewohnt hochkarätigen und sauberen Gitarrenspiel von Robert Cray überzeugt der Amerikaner auch erneut durch seinen souligen und gefühlvollen Gesang. Produziert wurde der Longplayer von Steve Jordan. Zur Robert Cray Band gehören derzeit neben dem Meister selbst, Richard Cousins am Bass, Les Falconer an den Drums sowie Dover Weinberg an den Keyboards. Cray drängt sich als Namensgeber niemals in den Vordergrund, sondern findet stets das richtige Maß, um der Musik genau den Input zu geben, den sie braucht, um so echt zu klingen. Man merkt dem Album an, dass es mit sehr viel Liebe zum Detail entstanden ist. Von den Songs bis zur Gestaltung ist die Zielvorgabe klar erkennbar. Alles ist in Sechziger- und Siebziger-Kolorit getränkt und wird Freunde dieser Ära garantiert begeistern. Die Herren haben jede Menge Herzblut in die Aufnahmen gelegt und liefern ein restlos überzeugendes Album ab. So macht Retro Spaß und das Ziel ist für meinen Geschmack zu 100% erreicht!

The Robert Cray Band - In My Soul - Album Trailer


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Foto: PR

Beth Hart & Joe Bonamassa - Live In Amsterdam

Letztes Jahr im Mai veröffentlichten Beth Hart und Joe Bonamassa ihr zweites gemeinsames Studioalbum Seesaw. Wie es sich gehört, haben die beiden auch eine Tournee gespielt und die Scheibe live vorgestellt. Am 21. März kommt der Mitschnitt des Konzertes aus Amsterdam als Doppel-DVD, Blu-ray, Doppel-CD und 3 LP Set in den Handel.

Beth Hart & Joe Bonamassa - Live In Amsterdam
Von Joe Bonamassa kommt ja in den letzten Jahren viel Material auf den Markt. Studio-Alben, Live-Mitschnitte in aller Form und auch Kollaborationen mit anderen Musikern, wie Black Country Communion, die sich inzwischen wieder aufgelöst haben, oder eben Beth Hart. Die Menge der Bonamassa-Publikationen hat gefühlt schon fast etwas Inflationäres…

Beth Hart ist eine US-Sängerin mit einer Powerstimme, wie man sie selten hört. Dass dieses Organ auch live bestens funktioniert, wird auf dem neuen Tonträger Live In Amsterdam eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Für Bonamasssa Fans sei vorab erwähnt, dass Beth Hart bei dieser Zusammenarbeit in der ersten Reihe steht. Joe Bonamassa spielt zwar unter den Musiker die erste Geige – pardon – die erste Gitarre, aber er tritt spürbar etwas zurück und überlässt die Bühne seiner musikalischen Partnerin, die mit rauer Stimme und gekonnt eingesetztem Vibrato überzeugt. Natürlich werden Songs aus den gemeinsamen Alben vorgetragen, welches größtenteils Soul- und Jazzcover z.B. von Etta James, Melody Gardot, Aretha Franklin, Billie Holiday oder Ray Charles sind. Für meinen Geschmack stechen "Someday After Awhile (You´ll Be Sorry)" von Freddie King, "Nutbush City Limits" von Tina Turner und "I´d Rather Go Blind" von Billy Foster & Ellington Jordan am meisten hervor. Und obwohl auch die Band auf sehr hohem Niveau unterwegs ist, will der Funken nicht so ganz überspringen. Sowohl beim holländischen Publikum, als auch bei mir auf der Couch zündet die Show nicht vollständig. Das mag an den Songs liegen, die grundsätzlich weniger gitarrensololastig sind, wie auf anderen Bonamassa-Produktionen. Musikalisch gibt es jedoch nichts zu meckern. Das überragende Können von Joe Bonamassa an der Gitarre und die Hammerstimme von Beth Hart ergänzen sich eigentlich optimal. Ich würde mir mal eine echte Bluesrockscheibe mit mehr Drive von den beiden wünschen, denn die Gesangsstimme von Bonamassa mag ich persönlich nicht so gerne. Er erinnert mich übrigens optisch mit Designeranzug, nerdiger Brille und Zuhälter-Uhr immer wieder ein wenig an den US-Schauspieler Woody Harrelson.
Wer die Studioalben von Beth Hart und Joe Bonamassa mag, wird auch hier bedenkenlos zugreifen können und seine Freude an der Musik haben. Die Bonamassa-Fans, die seinen typischen Bluesrock erwarten, sollten vielleicht vorab mal reinhören…

Beth Hart & Joe Bonamassa - Live From Amsterdam - EPK


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Foto: Sam Hare

Matt Schofield – Far As I Can See – Ein grandioses Album

Wenn ich nach meinem Glauben gefragt werde, tendiere ich am ehesten zum Taoismus oder zum Buddhismus, grundsätzlich bin ich aber atheistisch eingestellt. Zumindest in der Musik habe ich allerdings nun mal wieder etwas wirklich Göttliches entdeckt, woran man nicht nur glauben kann. Denn Far As I Can See, die neue Scheibe von Matt Schofield ist real und ab 14. Februar für jedermann zu haben.

Matt Schofield - Far As I Can See
Normalerweise geize ich mit Superlativen. Zu schnell werden diese sonst inflationär eingesetzt und verlieren an Glaubwürdigkeit. Bei Matt Schofield muss ich jedoch eine Ausnahme machen – nicht zur Bestätigung der Regel, sondern weil es angebracht ist. Dieser Mann ist genial und in der Tat mit Abstand das Beste, was ich seit langem in diesem Genre gehört habe! Der 36-jährige wird von der Fachpresse derzeit in den höchsten Tönen gelobt. Das Guitarist Magazine hält ihn gegenwärtig für den besten Bluesgitarristen Großbritanniens und das Vintage Guitar Magazine schreibt: "Der beste europäische Bluesmusiker seiner Generation. Sein musikalisches Gespür ist unglaublich, sein Spiel so interessant, dass jeder Gitarrist, der sich an ihm orientiert, dafür belohnt werden wird." 2010, 2011 und 2012 hat er den British Blues Award dreimal in Folge als bester Gitarrist gewonnen. Im "Penguin Book Of Blues Recordings" wird er als einer von nur zwei lebenden britischen Künstlern mit einem Vier-Sterne-Rating geführt. Mit anderen Worten: Der Mann ist eine Keule!

Das fünfte Studioalbum des Gitarristen, Sängers, Songwriters und Produzenten Matt Schofield hat mich schlichtweg umgehauen. Far As I Can See zeigt diverse Facetten zeitgemäßer Bluesmusik, von ruhigen, klassisch angehauchten Songs über die funky Hammernummer "Hindsight", die dermaßen groovt, dass es unmöglich ist, still sitzen zu bleiben bis hin zu "Red Dragon", einem Bluesrocktitel, der an Joe Bonamassa erinnert und ein Evergreen werden könnte. Neun der 11 Songs stammen aus der Feder des Meisters, zwei Songs sind Coverversionen seiner musikalischen Helden wie "Yellow Moon" von den Neville Brothers. Matt Schofield hat für jede Stimmung den richtigen Ton und beherrscht seine Gitarre perfekt. Aber nicht nur er überzeugt bis in die Haarspitzen. Die Kollegen, die ihn auf dem Album begleiten sind ebenfalls durchweg Meister ihres Faches. Man hört wunderbare Passagen von Jonny Henderson auf der Hammond-Orgel in verschiedensten Klangvariationen, einen knurrigen Bass von Carl Stanbridge, der teilweise herrlich synkopiert gespielt wird und Multiinstrumentalist Jordan John am Schlagzeug, der höchste Erwartungen stillt und jedem Song den richtigen Rhythmus verpasst. Alles ist extrem lebendig, perfekt aufeinander eingespielt und restlos überzeugend. Wer mal wieder eine richtig geile Platte sucht, hat beste Chancen bei Matt Schofield fündig zu werden. Ich verneige mich vor dieser Leistung, die mir sehr großen Hörgenuss bereitet. Für mich ist Far As I Can See bereits jetzt eines der besten Alben 2014!

Matt Schofield - Far As I Can See – EPK


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Foto: Mascha Muenzesheimer

Robben Ford – A Day In Nashville – Die neue CD des Ausnahmegitarristen

Im weitesten Sinne würde ich Robben Ford als Bluesgitarristen bezeichnen. Er spielt jedoch ebenso Jazz, Fusion und singt auf seinen Platten – und das seit über 40 Jahren. Eine neue CD des Südkaliforniers kommt am kommenden Freitag (31.01.2014) in den Handel und hört auf den Namen A Day In Nashville. Der Name ist Programm, weil das Album tatsächlich an nur einem Tag im legendären Studio "Sound Kitchen" in Nashville aufgenommen wurde. Normal dauert so eine Produktion mehrere Wochen.

Robben Ford - A Day In Nashville Cover
Robben Ford hatte die Stücke selbstverständlich alle gut vorbereitet und die Musiker mit Demos versorgt, so dass die Songs in der kurzen Zeit eingespielt werden konnten. Es ist aber auch ein Beleg für die technische Qualität des Gitarristen, der definitiv zu den ganz großen des Genres zählt. Denn A Day In Nashville klingt in keinster Weise wie ein Schnellschuss. Im Gegenteil. Es gibt rund 45 Minuten hochkarätige musikalische Unterhaltung. Dabei bilden Fords charakteristisches Gitarrenspiel sowie sein Gesang eine bekannte Basis. Ich kenne nicht die komplette Diskographie von Robben Ford, Posaune habe ich jedoch bis dato noch nicht so prägnant gehört. Das ist auf diesem Album anders. Barry Green, der auch für Tony Bennett ins Horn bläst, gibt dem Album eine ungewöhnliche aber interessante Komponente. Bläsersätze hört man ja häufiger auf derartigen Platten, aber markante Posaunensolos sind schon etwas seltener. Die Gitarre kommt aber zum Glück auch nicht zu kurz, so dass wir auch da schöne Soli in bekannter Manier dargeboten bekommen. Wir haben es auch nicht mit einem reinen Bluesalbum zu tun, sondern hören ebenfalls etwas Jazz und ein wenig R’n’B. Diese Genre-Mischungen sind Robben Ford Fans vertraut. Die Songs wirken grundsätzlich ein wenig ruhiger und werden somit ebenfalls dem Albumnamen gerecht. Im Pressetext ist von "Old School" die Rede, was also nicht nur auf die schnelle Aufnahme, sondern auch auf die Songs zutrifft. Das bedeutet jedoch nicht, dass einfache 12-Takt-Themen heruntergeschrabbelt werden. Der besondere Ton von Robben Ford macht schon eine ganze Menge mehr her und demonstriert die Klasse. Die Posaune bringt aber doch zuweilen etwas tradiertes Südstaaten-Flair ins Spiel. Mir sind die früheren Alben als Robben Ford mit The Blue Line als Trio aktiv war etwas lieber, weil es dort mehr flottere Stücke gab. Das ist aber reine Geschmackssache. Qualitativ lässt sich an A Day In Nashville nichts aussetzen. Gute Songs und solides musikalisches Handwerk mit virtuosen Soloparts können eben auch etwas ruhiger sein. Robben Ford ist immerhin schon 62 Jahre alt, so dass er durchaus mal etwas gemächlicher zu Werke gehen kann. Er ist und bleibt ohne jeden Zweifel ein genialer sowie herausragender Musiker.

Robben Ford - A Day In Nashville - EPK


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Foto: © Torsten Sukrow

Rory Gallagher – Kickback City – Ein einzigartiges Album-Projekt

Erst kürzlich hatte ich die DVD "Live In Cork" von Rory Gallagher hier im Blog vorgestellt. Nun kommt schon wieder ein neues Werk vom irischen Bluesrocker postum auf den Markt. Diesmal handelt es sich um ein Album-Projekt namens Kickback City, das verschiedene Genres verbinden soll. Die Grundidee dreht sich um hard-boiled-Krimis, also solche, die von abgebrühten Privatschnüfflern handeln. Rory Gallagher mochte diese Art Krimis so sehr, dass diese ihn zu verschiedenen Songs inspirierten.

Rory Gallagher - Kickback City Cover
Das Package besteht aus drei CDs. Die erste Scheibe enthält bekannte, jedoch remasterte Studioaufnahmen von Gallagher, die eben genau durch die o.g. Inspirationen entstanden sind. CD zwei ist die Audio-Version der eingangs erwähnten Live DVD, die nun erstmals auf CD erscheint. Und last but not least ist auf dem dritten Silberling das Hörbuch "The Lie Factory", geschrieben von Ian Rankin und gesprochen von Hollywood-Star Aidan Quinn. Verpackt ist alles in einem ansprechenden Hardcover-Buch, das auch die Druckversion des Krimis – natürlich alles in englischer Sprache – sowie Illustrationen von Timothy Truman enthält. Als Zugabe gibt es dann auch noch 4 Postkarten mit Motiven aus dem Buch. Alles im allen bekommt der Fan hier schon ein besonderes Werk, das in seiner Art außergewöhnlich und speziell ist.

Rory Gallagher - Kickback City Pack Shot
Rory Gallagher - Kickback City Pack Shot
Als ich dieses Package von der Promotion-Firma angeboten bekommen habe, hatte ich Probleme die Verbindung zwischen der Musik, dem Hörbuch und dem illustriertem Hardcover-Buch zu sehen. Natürlich geht es bei allem um diese spezielle Art der Krimis. Aber irgendwie stehen die verschiedenen Parts dieser CD-Veröffentlichung alle für sich allein. Die Musik von Rory Gallagher, die den Soundtrack zum Buch darstellen soll, gefällt mir gut. Gallagher war einfach ein toller Bluesrock-Künstler, was auch auf den beiden ersten CDs klar erkennbar ist. Aber ein Soundtrack ist für mich die zeitgleiche Untermalung einer Geschichte. Bei diesem Werk ist das jedoch nur ansatzweise möglich, wenn ich die Printversion lese und dazu die Musik laufen lasse. Ob die jeweilige Textpassagen und die Musik dann zueinanderpassen, bleibt dem Zufall überlassen. Allein betrachtet, sind die, in diesem Genre-Mix vereinten Bestandteile durchaus reizvoll, die konzeptionelle Kombination macht für mich jedoch auch weiterhin nur bedingt Sinn. Da das Ganze preislich nur geringfügig mehr als eine normale CD kostet, mag die Rechnung dennoch aufgehen. Zumindest ist es eine schöne Hommage an den 1995 verstorbenen Rory Gallagher. Und wer weiß, vielleicht wird dieses CD-Buch-Hörbuch-Projekt in einigen Jahren ein begehrtes Sammlerstück – nicht nur bei Gallagher Fans.

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Foto: Eagle Vision

Rory Gallagher – Live In Cork auf DVD

Der irische Bluesrock-Gitarrist Rory Gallagher war zwar nie ein Megastar, seine Qualitäten als Musiker, insbesondere Live waren aber stets geschätzt. 1977 konnte er sein Können auch in der ersten Rockpalast Nacht vom WDR einem breiten Publikum in Deutschland vorstellen. Die Show wurde damals europaweit live im Radio und im Fernsehen ausgestrahlt. Im Gepäck hatte er seinerzeit sein Album "Calling Card". Fortan war Gallagher in unserer Nation ein gern gesehener Gast auf vielen Konzertbühnen.

Rory Gallagher - Live in Cork
1987 kam der Mann mit der verschrabbelten Fender Stratocaster nach einigen Jahren der Abwesenheit auch mal wieder in seinen Geburtsort Cork, um ein Konzert im Opernhaus der Stadt zu spielen. Das irische Fernsehen RTE rückte zu diesem Ereignis mit einigen Kameras an und konservierte den Auftritt akustisch und visuell. Das Konzert wurde schon mal unter dem Namen "Messin’ With The Kid – Live At The Cork Opera House" auf VHS Kassette veröffentlicht und kam am 30.08.2013 erneut mit verbesserter Ton- und Bildqualität als DVD in den Handel. Ein paar Störstreifen laufen dennoch hier und da mal durchs Bild im 4:3 Format. Das Menü der DVD ist zwar nett gestaltet, allerdings etwas gewöhnungsbedürftig.

Die Show zeigt Gallagher in bester Spielfreude, der im typischen Jeans-Outfit ohne Schnörkel und durchchoreografiertes Bühnengehüpfe seine Songs darbietet. Damals ging es noch um die Musik und nicht um bunte Hochglanzevents. Und musikalisch lieferte Rory Gallagher mit seinem zünftigen Bluesrock genau das ab, was sein Publikum erwartete. Gekonnt intoniertes Liedgut, den ureigenen, drahtigen Strat-Sound und einen Frontmann der durch sein Können und seine Authentizität überzeugt. Begleitet wurde er fachgerecht von Mark Feltham (Mundharmonika), Brendan O´Neill (Drums) und Gerry McAvoy (Bass). Gallagher wirkte auf mich immer wie ein ganz normaler Typ von nebenan, ohne Starallüren oder sonstige Marotten. Er war dazu aber auch ein genialer Musiker, mit eigenem Stil und guten Songs. Und exakt das zeigt er auf der DVD Live In Cork. Wer eine Multimediashow sehen will, sollte sich etwas von Take That kaufen, wer jedoch gebührlichen Bluesrock zu schätzen weiß, möge seine Aufmerksamkeit ruhig mal auf diese Konzertaufnahme von Rory Gallagher richten.

Rory Gallagher - Tattoo'd Lady - Cork 1987


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Foto: Jeff Katz

Beth Hart & Joe Bonamassa – Seesaw

Joe Bonamassa beherrscht nicht nur diverse Genres wie Blues, Rock oder Funk, er tobt sich auch gerne mal in weiteren Musikstilen aus und hat diverse Nebenprojekte. So kamen zuletzt in recht kurzen Abständen diverse Tonträger von und mit ihm auf den Markt, die von Classic-Rock (Black Country Communion) bis Akustik-Blues (An Acoustic Evening at the Vienna Opera) gingen. Der neueste Coup ist eine weitere CD zusammen mit US-Rockröhre Beth Hart. Das zweite Album der beiden hört auf den Namen Seesaw und enthält 11 Soulklassiker im neuen Gewand.

Beth Hart & Joe Bonamassa - Seesaw
Der erste Track ist eine uralte Nummer aus der Feder von Maceo Pinkard, Doris Tauber und William Tracey. "Them There Eyes" wurde erstmalig 1930 veröffentlicht und u.a. von Weltstars wie Louis Armstrong, Duke Ellington oder Diana Ross interpretiert. Richtig bekannt wurde der Song, als Billie Holiday ihn 1939 sang. Ein absolut zeitloser Titel, der aber auch schon gleich zu Anfang klarmacht, dass überall da, wo Joe Bonamassa draufsteht, nicht nur zünftiger Bluesrock drin sein muss. Dennoch gibt es flotte Stücke und bluesig ist es zum Teil natürlich auch. Irgendwie sind die Musikstile am Ende ja doch alle miteinander verwandt. An der Gitarre ist Bonamassa eine Koryphäe, nimmt sich aber auf Seesaw durchaus zurück. Gesanglich kann Beth Hart mich persönlich sowieso deutlich mehr überzeugen. Mir gefällt die Stimme von Joe Bonamassa nämlich nicht so gut, so dass eine verruchte, dreckige Frauenstimme entschieden mehr gefällt. Deutlich wird dies z.B. bei der Coverversion von "Nutbush City Limits". Beth Hart hat jede Menge Rotz im Gesang, was absolut positiv ist. Auch die ruhigeren Nummern singt sie ausnahmslos überzeugend. Die großen Gitarrenkurbelexzesse gibt es auf diesem Album nicht und dennoch vermag Bonamassa wieder seine Güte unter Beweis zu stellen und mit tollen Solo-Einlagen zu überzeugen. Der Soul liegt ihm wohl ebenfalls. Und weil zu diesem Musikstil knackige Bläsersätze gehören, kommt zuweilen ein angenehmes Bigband-Feeling auf. Mit "If I Tell You I Love You" von Melody Gardot kommt sogar eine Prise Chanson mit Akkordeon ins Spiel. Abwechslungsreich ist das Album also schon und Spaß macht es ebenfalls. Und da Soul und Blues durchaus fließende Übergänge haben, dürfte auch der eingefleischte Bonamassa-Fan seine Freude an Seesaw haben. Die CD mit knapp 50 Minuten Spielzeit wird am 17. Mai 2013 als Limited Edition (inkl. DVD) in den Handel kommen, kann aber bereits jetzt vorbestellt werden.

Beth & Joe - Seesaw WEBISODE 1



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