California Breed – Das neue Projekt von Glenn Hughes, Jason Bonham und Andrew Watt

Nachdem Joe Bonamassa bei Black Country Communion ausgestiegen ist, hat es auch Keyboarder Derek Sherinian aus dem Line-Up der Band gekegelt. Übrig blieben Glenn Hughes und Jason Bonham (der Sohn von John Bonham / Led Zeppelin), die den jungen Gitarristen Andrew Watt (23) an Bord geholt haben und jetzt unter dem Namen California Breed firmieren. Das Debüt-Album des Rock-Trios erscheint am 16. Mai bei Frontiers Records und dürfte Freunden ansprechenden Classic-Rocks durchaus munden.

CALIFORNIA BREED cover
Bereits der Opener "The Way" geht geradlinig ins Ohr und macht es unmöglich, still sitzen zu bleiben. Ein rotziges Gitarrenriff unterstützt vom treibenden Schlagzeug und komplettiert durch den markanten Gesang von Glenn Hughes bringen einen sofort auf Kurs. Ja, hier gibt es gleich mal richtig was auf die Ohren und man fühlt sich schnurstracks in die Siebziger zurückversetzt. Titel Nr. 2 "Sweat Tea" (siehe Video) steht dem in nichts nach. Purer Rock, wie ihn der Kenner gerne hat! Dass Glenn Hughes beim dem Gesangsstil überhaupt noch eine Stimme hat, grenzt an ein Wunder. Er scheint irgendwie von einem anderen Stern zu sein. Auch optisch ist Hughes alles andere als normal. Er ist ein wahrer Freak und den braucht es im Musikbusiness. Gerade bei dieser Musikrichtung nehme ich ihm sein Stil zu 100% ab – er wirkt absolut authentisch. Im weiteren Verlauf des Albums gibt es auch ruhiger Stücke. Der Titel "Midnight Oil" hat Kultcharakter und dürfte auf Konzerten ein Song werden, bei dem das Publikum gut mitsingen kann und wird. California Breed ist echter Rock ohne Schnickschnack, aber mit viel Herzblut und Power sowie tollen Songs. Das Album ist super produziert und sollte für den vollen Spaßfaktor laut gehört werden. Da müssen die Nachbarn durch. Wenn selbige nicht Helene Fischer Fans sind, kommen sie möglicherweise sogar rüber und rocken mit. Man hört in den Stücken teilweise die Verwandtschaft zu Deep Purple und Led Zeppelin an, aber es gibt auch reichlich eigene Stilistik, so dass hier eine autonome Rock-Platte eingespielt wurde, zu der es für meinen Geschmack gerne noch reichlich Nachfolger geben darf. Hoffen wir, dass California Breed länger besteht, als Black Country Communion. Live dürfte die Band ebenfalls ein Highlight werden! Das Album überzeugt mich schon mal restlos.

California Breed - Sweet Tea


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