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Tag: Americana

Foto: Continental Record Services

Clarence Bucaro – Walls Of The World

Als Musik-Journalist habe ich häufiger die Möglichkeit, CDs von Künstlern zu bekommen, die einem vorher gänzlich unbekannt waren. Teilweise sind diese Interpreten zu Recht unbekannt und einen Artikel nicht wert. Manchmal sind aber auch echte Entdeckungen dabei. Zu eben diesen gehört z.B. Clarence Bucaro mit seinem neuen Album "Walls Of The World".

Clarence Bucaro - Walls Of The World
Bucaro verarbeitet auf der CD Eindrücke aus einer Reise in den mittleren Osten, die er 2009 unternommen hat. Musikalisch bleibt jedoch alles sehr amerikanisch. Und der US-Sound ist es auch, was diesem Album den Charme gibt. Politisch mag man von den Amis denken, was man will, musikalisch liegen sie für meinen Geschmack oft ganz weit vorne. Clarence Bucaro zeigt mit seinem Album jedoch auch inhaltlich Format. So erinnert er z.B. im ersten Titel "Two Men Down" an die beiden Fotografen Chris Hondros und Tim Hetherington, die im April 2011 in Libyen ermordet wurden, als diese über die Gaddafi-Gegner berichten wollten. Bucaros Gesang erinnert mich zum Teil an Al Stewart – musikalisch, eher weich, aber klangvoll. Auf seiner Homepage heißt es, er sei ein "honey-voiced singer-songwriter". Zudem kann man Clarence Bucaro von der Optik wohl als Frauentyp bezeichnen. Die Songs auf "Walls Of The World" werden von verschiedenen, hervorragenden Gitarrensounds und häufig von einer singenden Hammond-Orgel aus einem langsam drehenden Leslie-Kabinett getragen. Einige Titel erinnern von den Harmonien und der Instrumentierung an Jackson Browne. Die CD bietet 11 Songs in wohltemperierter Atmosphäre, die den Genres Americana, Rock, Roots und Soul zugeordnet werden können. Produziert wurde "Walls Of The World" von Hector Castillo (David Bowie, Björk, Lou Reed) und Chocolate Genius, den Mix hat der legendären Tchad Blake (Peter Gabriel, Sheryl Crow, Pearl Jam, Suzanne Vega, u.v.m.) gemacht. Das Album hat einen angenehmen und warmen Klang. Massentauglich ist die Musik, die Clarence Bucaro macht eigentlich nicht, dennoch würde ein Großteil der Lieder auch im deutschen Radio wunderbar funktionieren; dort beschränkt man sich jedoch lieber auf die altbewerte Dauerschleife größtenteils totgespielter Songs. So ist es mir auch persönlich immer wieder eine Freude, CDs von Künstlern vorzustellen, die eine breitere Aufmerksamkeit verdient haben, von vielen Medien jedoch offensichtlich gar nicht wahrgenommen werden. "Walls Of The World" von Clarence Bucaro zählt ohne Zweifel dazu!

Clarence Bucaro - "Child of War" Official Music Video


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Foto: Rodney Bursiel

Drew Nelson – Tilt A Whirl

Laut Pressemappe der amerikanischen Plattenfirma Red House Records ist die Musik von Drew Nelson eine Mischung aus Bruce Springsteen´s Roots-Rock Sound und der folktypischen, geschichtenerzählenden Sensibilität von Nanci Griffith. Ich habe Ähnlichkeiten zu John Hiatt, Eddie Vedder oder John Mellencamp gehört. Vermutlich ist es von allen ein bisschen. Der Sound hat auf jeden Fall eine sehr amerikanische Note. Somit trifft die Bezeichnung "Americana" hinsichtlch des Musikstils wohl am ehesten zu.

Drew Nelson - Tilt A Whirl
Drew Nelson, der aus Michigan stammt, spielt seine Folkrock Kompositionen mit Einflüssen aus Blues, Country und Pop. Dabei kommen dann Stücke raus, die neben den normalen Instrumenten mit einer singenden B3-Orgel, Pedal-Steel- oder Dobro-Gitarre einen tendenziell schwermütigen US-Sound erzeugen, der mir persönlich sehr gut gefällt. Die Songs sind ruhig und handeln von vielfältigen Situationen aus dem Alltag. Es geht um getrennte Liebespaare, Wanderarbeiter und andere verlorene Seelen. Und wenn man genau hinhört, erkennt man auch, dass Drew Nelson einige der besungenen Charaktere selbst verkörpert. Drew Nelson erzählt Geschichten und verpackt diese in traurige, musikalische Gewänder. Die Songs werden von einer spürbaren Authentizität und Melancholie getragen. Alles harmoniert und die schönen Melodien nehmen einen mit. In Deutschland wird die CD von Drew Nelson über in-akustik vertrieben. Sowohl Red House Records, als auch in-akustik stehen grundsätzlich für hochwertigen Klang. Das bestätigt sich auch wieder bei "Tilt A Whirl". Somit ist das Album neben den tiefgründigen und melodischen Songs auch klanglich ein absoluter Volltreffer. Wer den Americana-Sound mag, ist mit Drew Nelson optimal beraten. Laut Pressemappe sind im Rahmen der CD-Veröffentlichung auch Konzerttermine in Europa geplant. Mal sehen, ob wir Herrn Nelson dann auch in Deutschland live erleben dürfen.

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