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Tag: Album

Foto: Martin Huch

Heinz Rudolf Kunze - Stein vom Herzen - Live

Bezeichnet wird er als Liedermacher, Rockmusiker, Schriftsteller oder Rock-Poet. Das alles trifft auf Heinz Rudolf Kunze zu und umschreibt einen Mann, der mit Wort und Musik seit über drei Jahrzehnten sein Publikum begeistert. Seine Texte sind bis ins Mark intelligent, gewitzt und zuweilen auch provokant. Dass Heinz Rudolf Kunze die deutsche Sprache beherrscht, ist Teil seines Erfolges. Dabei bleiben jedoch einige Personengruppen des Mainstreams auf der Strecke.

Heinz Rudolf Kunze - Stein Vom Herzen - Live
Heute kommt das neue Album "Stein vom Herzen – Live" von Heinz Rudolf Kunze in die Läden. Es ist mal wieder eine Live-Platte, die mir gerade bei HRK immer gut gefallen. Die Zwischentöne, die Betonungen und insbesondere die legendären Sprechtexte sind u.a. ein Garant für anspruchsvolle Unterhaltung. Aufgenommen wurde das Konzert am 21. November 2013 bei radioBERLIN 88,8. Ein Radio-Konzert in kleiner Runde. Kunze spielte größtenteils Songs aus dem Studioalbum "Stein vom Herzen" und einige ältere Titel wie "Dein Ist Mein Ganzes Herz", "Mit Leib Und Seele" oder "Vertriebener" sowie drei gesprochene Texte. Letztere beziehen sich auf aktuelle Ereignisse, legen den Finger tief in die Wunden der Systeme und regen zum Nachdenken an. Dank der "Verstärkung" mit Jens Carstens am Schlagzeug, Zoran Grujovski an der Gitarre, Leo Schmidthals am Bass sowie Matthias Ulmer an den Tasten bestanden die Songs des kurz zuvor veröffentlichten Studioalbums die Feuerprobe und überzeugten durch ein großartiges Live-Feeling. Mir gefällt die Kombination aus eingängiger Musik, scharfsinnigen Texten und dem einzigartigen Timbre von Kunzes Stimme. Sowohl der Gesang, als auch die gesprochenen Passagen klingen immer ein wenig schelmisch und bilden die Basis für die Charakteristik von Heinz Rudolf Kunze. Als besonderer Bonus erscheinen auf dem Album drei Demo-Versionen der neuen Songs "Der Clown schreit Feuer", "Wahrheit eines Sieges" und "Küsse unterm Kleid", die Kunze zusammen mit Peter Pichl produzierte.

Ich finde, es gibt wenige Musiker, die so markant klingen und bei denen trotzdem jedes Wort glasklar zu verstehen ist. Bei Grönemeyer oder Niedecken braucht man das Booklet für die Texte. Bei Kunze langt es, aufmerksam zuzuhören. Und genau das sollte man tun. Denn HRK ist auch ohne die ganz großen Gassenhauer, etwas abseits vom Mainstream einer der besten deutschen Rockmusiker, die wir haben. Multimassenkompatibel wird er jedoch nie sein – zum Glück!

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Foto: Warner Music

Sheryl Crow – Feels Like Home – Die neue CD mit leichtem Country-Touch

Bereits bei der ersten Single von Sheryl Crow, die sie 1993 veröffentlichte, bekam ich große Ohren. Nein, das war nicht "All I Wanna Do!" Ich meine die Single davor. "Run, Baby, Run" hieß die und hat bei mir schon beim ersten Hören funktioniert. Nun kommt mit "Feels Like Home" am 24. Januar ein neues Studioalbum der 9-fachen Grammy-Gewinnerin in die Läden, das einige deutliche Country-Wurzeln erkennen lässt.

Sheryl Crow - Feels Like Home
In meiner Plattensammlung befinden sich diverse CDs von Sheryl Crow, obwohl mir immer wieder aufgefallen ist, dass jedes Album zwar echte Hammersongs, aber eben auch einige Titel enthält, die ich schwächer finde. Der einzige Longplayer, der mir fast von vorne bis hinten gefiel, war "Wildflower". Vielleicht liegt das daran, dass das Album durchgängig eine sehr schöne Stimmung hält und wie aus einem Guss wirkt. Die Chartpositionen waren jedoch gerade bei "Wildflower" nicht so hoch, wie bei den Vorgängern. Den roten Faden der Durchgängigkeit erkenne ich auf "Feels Like Home" nun auch wieder. Der oben erwähnte Country-Einfluss kommt bei einigen Stücken deutlicher durch, z.B. wenn Sheryl Crow zweistimmig singt, und man fast ein wenig an Dolly Parton erinnert wird. Gerade die Stimme ist es aber auch, die mich immer wieder begeistert. Klar und frisch, aber irgendwie auch verletzlich trifft sie bei mir einen Nerv. In der Kombination mit echten Gitarren, realen Drums,… und ohne technische Spielereien, bleibt sich Sheryl Crow seit über 20 Jahren treu und ist dabei vollkommen authentisch. Auch wenn sich die Grundstimmungen der Alben immer etwas unterscheiden, bleibt die Basis gleich. Bodenständige Songs, die vielfach durch ihr gutes Songwriting, eine hochwertige Produktion, der nötigen Menge Feeling und nicht zuletzt durch ihren Gesang überzeugen. Die Songs sind gitarrenlastig, was ich als Pluspunkt werte, da auf den Sheryl Crow Alben offensichtlich mit erdigem Equipment gearbeitet wird. Wenig moderne Effekte, dafür mehr drahtige Gitarrensounds aus alten Röhrenverstärkern. Es klingt halt sehr amerikanisch.

Man merkt, wenn Künstler Musik machen, die ehrlich gemeint ist und nicht nur auf hohe Chartpositionen zielen. Bei Sheryl Crow zeigt sich das ganz deutlich. Sie hat es auch gar nicht nötig sich zu verbiegen, um in paar mehr CDs zu verkaufen. Die leichte Country-Note mag den einen oder anderen möglicherweise abschrecken, dafür bekommt man ein Album das echt und ehrlich ist. Und nur so kann Musik richtig transportiert werden. In den Staaten dürfte die Country-Färbung durchaus angesagt sein. Selbst hierzulande konnten Künstler wie Shania Twain, Faith Hill oder Garth Brooks, die alle viel mehr aus der Country-Ecke kommen, beachtliche Erfolge feiern. Bei Sheryl Crow dominiert der Rock und somit dürften die Fans mit dem neuen Album wieder perfekt bedient werden. "Feels Like Home" vermittelt fast so etwas wie Leichtigkeit, was an der Art liegen mag, wie es aufgenommen wurde. Sheryl Crow ist nämlich täglich von Zuhause ins Studio gefahren und war abends wieder daheim. So konnte sie ihre Kinder jeden Tag zu Schule bringen und hatte einen ganz normalen und geregelten Tagesablauf. Aus diesem Blickwinkel macht der CD-Titel dann auch durchaus Sinn. Ein schönes Album mit knapp 45 Minuten Spielzeit von einer Frau, die angekommen wirkt.

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Foto: Keith Martin

Ultravox – Brilliant – Das erste Studioalbum seit 26 Jahren

In den Achtzigern gehörten Ultravox zu den stilprägenden Bands der damaligen Zeit. Sie waren u.a. mit Hits wie "Hymn", "Dancing With Tears In My Eyes" oder "Vienna" sehr erfolgreich. Ferner sind sie maßgeblich an der New-Wave sowie New-Romantic-Bewegung beteiligt gewesen und somit ein Stück Musikgeschichte. Am 25. Mai wurde nun nach 26 Jahren das erste Studioalbum der Band mit dem Namen "Brilliant" veröffentlicht.

Ultravox - Brilliant Cover
Die Musik von Ultravox hat auch heute noch jede Menge 80er-Kolorit, das gleich für eine wohlige Atmosphäre sorgt, nachdem der CD-Player in die Pflicht genommen wurde. Ich war in den Achtzigern ein Teenager und bin in dieser besonderen Klangwelt aufgewachsen. Das geht nicht spurlos an einem vorüber. "Brilliant" klingt für jemanden, der die moderne Musik seinerzeit erlebt hat, sehr vertraut. Schon der erste Titel "Live" erzeugt mit einer eingängigen Hookline dieses spezielle Gefühl. Trotz des "Retro-Sounds" klingt das Album durch aktuelle Technik frisch und modern. Ultravox kombinierten immer schon geschickt die typischen Synthie-Pop-Elemente mit anderen Instrumenten, wie E-Gitarre, Streicher, Schlagzeug,… Dabei kommt der ureigene Ultravox-Sound heraus, der mit dem neuen Album nahtlos an frühere Werke anschließt. Midge Ure, Billy Currie, Chris Cross und Warren Cann mussten hierfür das Rad nicht neu erfinden. Sie haben ihre Musik überzeugend ins 21. Jahrhundert mitgenommen sowie in ein frisches Gewand gepackt. Und es wirkt immer noch. Als Anspieltipp empfehle ich "Hello", ein Song, der anfangs ein wenig wie das Akte-X- Thema klingt, im Refrain von der Melodie an "That Was Yesterday" von Foreigner aus dem Jahr 1984 erinnert und auch noch mehr, bereits bekannte Fragmente früherer Songs durchschimmern lässt. Ein weiteres Highlight ist "Lie", ein perfekter Pop-Song, dessen Refrain bereits nach dem ersten Durchlauf sitzt und mitgesungen werden kann, ohne dabei banal zu wirken. Beide Songs könnten nach dem Titeltrack "Brillant" für meinen Geschmack als zweite Single herhalten. Man muss nicht gleich die Bundfaltenhosen reaktivieren, aber Ultravox machen auch 2012 mit dem gekonnt aufpolierten 80er-Sound gute Laune. Man hört, dass diese Band zu den Pionieren des Synthie-Pops gehört und die damals neumodischen Instrumente eigenständig und perfekt in ihre Musik einbauten und immer noch einbauen. Dies zeigt sich in ausdrucksstarken Songs die heute, wie früher funktionieren. Ich denke, dass auch jüngere Zuhörer den Reiz dieser Musik erkennen werden. Bei mir funktioniert es auf jeden Fall!

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Ultravox - Deutschland-Tour 2012
Im Herbst 2012 sind die Herren von Ultravox auch auf Tour durch Deutschland unterwegs. Derzeit sind acht Termine bestätigt.

Datum Ort Location
14.10.2012 Hamburg Docks
25.10.2012 Berlin Columbiahalle
26.10.2012 Mainz Phönixhalle
27.10.2012 Leipzig Haus Auensee
29.10.2012 München Kesselhaus
03.11.2012 Memmingen Stadthalle
07.11.2012 Köln E-Werk
08.11.2012 Bielefeld Ringlokschuppen
    
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Amy Winehouse - LIONESS: HIDDEN TREASURES

Da ist es nun, das letzte Album von Amy Winehouse! Ich konnte es mir gerade online anhören. Da erscheint es mir recht fett abgemischt zu sein. Bereits die ersten Songs kommen wieder im typischen 60er-Jahre-Style rüber. Dazu passt auch die neue Aufnahme des Klassikers "Will You Still Love Me Tomorrow" geschrieben von Gerry Goffin und Carole King. Der Song wurde 1960 erstmals von "The Shirelles" aufgenommen, die damit 1961 auf Platz 1 der Billboard Hot 100 Charts landeten. Viele weitere Top-Stars haben den Song in den letzten 50 Jahren aufgenommen. Zuletzt sang Amy ihn 2004 für den Soundtrack von "Bridget Jones – Am Rande des Wahnsinns". Die aktuelle Version des Titels ist jedoch orchestraler instrumentiert.

Amy Winehouse - LIONESS: HIDDEN TREASURES
Der Titel "Like Smoke" enthält Rap-Parts von Nas, die für meinen Geschmack nicht so sehr zu den sonst eher melancholischen Songs passen. Von "Valerie", einer ihrer bekanntesten Nummern, gibt es eine neue Aufnahme, die beim Gesang rein auf die Stimme von Amy reduziert ist. Das ist eine sehr schöne Version. Eine weitere Fassung eines Sechziger-Originals ist "Girl From Ipanema", das 1962 von Antônio Carlos Jobim, geschrieben wurde. Die 1963 vom brasilianischen Sänger und Gitarristen João Gilberto veröffentlichte Version des Songs mit Stan Getz am Saxophon ist weltbekannt! Diese alten Kompositionen integrieren sich wie aus einem Guss in das Album. Mit Tony Bennett nahm sie als Duett dessen Klassiker "Body And Soul" auf. Tony Bennett sagte, „es war sehr aufregend, mit Amy Winehouse zu arbeiten. Wenn man sich die Aufnahme von "Body And Soul" anhört, dann ist es ein Zeugnis ihres künstlerischen Genies und ihrer Brillanz als eine der ehrlichsten Musikerinnen, die ich jemals gekannt habe.“ Mark Ronson und Salaam Remi, die bereits an den beiden ersten Alben von Amy mitwirkten, haben zusammen mit der Familie, dem Management und der Plattenfirma Island Records aus dem vorhandenen Material diese Kollektion zusammengestellt, die sich hören lassen kann. Im Vorwege wurde bereits angekündigt, dass das letzte Werk "LIONESS: HIDDEN TREASURES" an die beiden Vorgänger anknüpfen wird. Und das tut es auch. Ein angemessenes Album und ein schönes Vermächtnis der am 23. Juli verstorbenen Amy Winehouse!

Die CD wird am 02. Dezember 2011 veröffentlicht!

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Fotos: © Bryan Adams

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Nickelback – Here And Now

Eines muss man den Herren von Nickelback lassen: Sie können einen knackigen Hardrock so verpacken, dass es bei einem relativ großem Publikum ankommt. Mit Ihrem siebten Studio-Album "Here And Now" bleiben sie diesem Konzept treu. Beim Durchhören der CD empfand ich, dass Chad Kroeger teilweise eine leichte Country-Note im Gesang hat. Der letzte Song des Albums "Don´t Ever Let It End" geht sogar auch musikalisch leicht in die Country-Pop-Richtung. Aber nicht, dass mich die Nickelback-Anhänger nun nicht mehr lieb haben… Ansonsten wird "Here And Now" von fetten Gitarrenriffs, knurrigen Bässen und Musik der flotteren Art dominiert. Das wird den Fans bestimmt gefallen!

Nickelback – Here And Now
Schon die erste Nummer "This Means War" geht ordentlich zur Sache und lässt nicht nur die Füße mitwippen. Die Single "When We Stand Together" ist im Vergleich zu den meisten anderen Songs des Albums eher soft. Auch die voraussichtlich nächste Single "Lullaby" kommt eher ruhig daher und erinnert am Anfang leicht an "New Years Day" von U2. Der Song "Trying Not To Love You" klingt zu Beginn ein wenig nach Wishbone Ash. Am Ende sind dann aber doch alle Songs zu sehr Nickelback, um auch nur im Ansatz in eine andere Schublade gesteckt werden zu können. Und der eingangs erwähnte Gesang mit Country-Touch ist letztlich das, was der Band zusammen mit harten Riffs ein eigenes Profil gibt und sie unverkennbar macht. Das ist es, was Musik braucht, um erfolgreich zu sein. Wenn ein Album dann noch so sauber produziert wird wie "Here And Now", kann der Nickelback-Fan mal wieder über das ganze Gesicht strahlen. Das letzte Werk der Kanadier, "Dark Horse" erreichte in Deutschland Platinstatus. Die Vorbestellungen des aktuellen Longplayers lassen einen weiteren Erfolg in der Vita von Nickelback vorsichtig erahnen! Einen kleinen Wermutstropfen gibt es jedoch. Das Album ist mit knapp 40 Minuten ziemlich kurz geraten. 10 Minuten mehr hätten es ruhig sein können…

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Bryan Adams – Cuts Like A Knife

Der erste TV Auftritt von Bryan Adams in Europa war sein Konzert beim Rockpalast 1983. Diese Sendung habe ich damals gesehen und sofort erkannt, dass da einer musiziert, der den Rock wirklich überzeugend und aufrichtig rüberbringt. Als Konsequenz habe ich mir das seinerzeit aktuelle Album „Cuts Like A Knife“ von Bryan Adams gekauft und wurde nicht enttäuscht. Die Platte bietet genau das, was ich von einer guten Rockscheibe erwarte. Authentische Songs, Herzblut, eine hervorragende Rock-Stimme und eine klassische Rock-Instrumentierung, die durch die dezente Hammond-Orgel perfekt ergänzt wird. Die erste Single „Straight From The Heart“, eine Ballade wurde auch von Bonnie Tyler interpretiert, ist aber in der Version von Bryan Adams deutlich überzeugender. Auf diesem Album nehme ich Herrn Adams die Songs schlicht und einfach ab.

Bryan Adams – Cuts Like A Knife

Auch der folgende Longplayer „Reckless“, mit dem der erste große Durchbruch kam, hatte noch diese Aura. Nach einem kleinen Karriereknick wurde Adams in den Neunzigern zwar noch beliebter, aber auch immer seichter. Die Single „(Everything I Do) I Do It for You“, der Titelsong zum Kinofilm „Robin Hood – König der Diebe“ war im Sommer 1991 wochenlang auf Platz 1 der europäischen Charts, obwohl der Song recht einfach gestrickt ist. Bryan Adams ging fortan auch noch auf Kuschelkurs zu Modedesignern und verlor für mich immer mehr den Kontakt zur guten alten, handgemachten und ehrlichen Rockmusik. Stattdessen sah man ihn plötzlich mit Glencheck-Anzügen in schicken Videos posieren. Das hatte nichts mehr mit redlichem Rock zu tun. Die Single „When You´re Gone“, die er 1998 zusammen mit Melanie C. von den Spice Girls aufnahm, erinnerte mich dann sehr an die alten Songs. Hier war auch wieder die Hammond-Orgel zu hören und ich sah vor meinem geistigen Auge erneut den Musiker, der in Jeans und T-Shirt seine E-Gitarre mit dem alten Vox AC 30 (Gitarrenverstärker) verkabelte und einfach rockte. Aus meiner Sicht ist die „Cuts Like A Knife“ bis heute das beste und glaubwürdigste Album von Bryan Adams, da es mir den Eindruck vermittelt, in erster Linie für die Musik gemacht worden zu sein. Gute und ehrliche Rockmusik!

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