Sounds Of The 80s – Unique Covers Of Classic Hits


Eigentlich war ich geneigt, mich für diesen Artikel als Kind der Achtziger zu bezeichnen. Richtig ist jedoch, dass ich ein Teenager der Achtziger war. Diese jugendliche Lebensphase war extrem prägend und fiel bei mir eben rein zufällig zu fast 100% in das besagte Jahrzehnt, das musikalisch tatsächlich ganz besonders war. Sounds Of The 80s ist nicht nur die nächste Kompilation einiger Hits aus der Zeit, sondern enthält teils recht spezielle Cover-Versionen verschiedenster Songs meiner Jugend, interpretiert von namhaften Künstlern, sowohl von damals, als auch von heute. Das Album ist seit 21.11.2014 im Handel.

Sound Of The 80s - Unique Covers Of Classic Hits
Es handelt sich um eine Doppel-CD mit einer Gesamtspielzeit von rund 137 Minuten, verteilt auf 37 Songs. Viele der Titel sind im Original eigentlich kaum zu toppen, wobei das wohl auch nicht die Absicht war. Spannend wird es jedoch an den Stellen, wo die Hits von damals komplett neu interpretiert werden. Herausragend ist da z.B. "Man In The Mirror" der Country-Zwillinge Ward Thomas. Ja, da wird der Michael Jackson Klassiker kurz mal zur Country-Pop-Nummer umfunktioniert. Klasse! Ebenfalls super gefällt mir die Katie Melua Version von Black´s "Wonderful Life". Die samtige Stimme und eine akustische Gitarre mit einer, an "More Than Words" von Extreme erinnernden Anschlagtechnik geben dem Song eine ganz neue Stimmung. Gefallen haben mir ferner "Lucky Star" von Birdy, "Island In The Stream" von The Shires und "Head Over Heals" von Millers Daughter. Aber nicht alles begeistert! Einige Titel sind mir zu nah am Original oder können diesen, trotz eigener Interpretation, nicht ansatzweise das Wasser reichen. So finde ich z.B. "If I Could Turn Back Time" von Christina Perri stimmlich etwas schwach. Sich auf einen Vergleich mit Cher einzulassen, ist vielleicht auch nicht die beste Idee, wenn man nur ein relativ dünnes Stimmchen hat. Dido versucht sich an "Smalltown Boy" von Bronski Beat. Im ersten Moment eine tolle Alternativversion mit akustischer Gitarre, die dann aber für meinen Geschmack doch mit etwas zu wenig Feeling vorgetragen wird. Gut gemacht und besonders ist dann wieder "True Colors" von Shane Filan (Westlife). Fast etwas schräg wird es, wenn Dolly Parton und Richie Sambora den Bon Jovi Hit "Lay Your Hands On Me" zusammen intonieren.

Dass bei so einer speziellen Zusammenstellung nicht alles gefällt, ist klar. Aber neben einigen schwächeren Titeln sind durchaus Coverversionen dabei, die richtig gelungen sind. Interessanterweise sind es die (bei uns) eher unbekannteren Künstler, deren Versionen bei mir persönlich mehr Anklang finden. Die bekannteren Acts sind in der Summe etwas weniger überzeugend, Kylie Minogue schafft es aber dennoch "Betty Davis Eyes" zu einem Kylie-Song zu machen und Paul Heaton von den Housemartins covert gleich mal zusammen mit Jacqui Abbot den eigenen Hit "Caravan Of Love", obwohl der auch in den Achtzigern schon ein Cover war und im Original 1985 von Isley Jasper Isley kam, bevor die Housemartins damit zu Weihnachten 1986 in ihrer A-cappella Version einen Nr. 1 Hit in Großbritannien landeten.

Es gibt auf Sounds Of The 80s also einiges zu entdecken und so schwelgt man dann doch ganz schnell wieder in diesem abgefahrenen Jahrzehnt und erfreut sich an den meisten Songs, auch oder teilweise gerade wegen der ungewohnten Interpretationen.

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