Rufus Wainwright – Out Of The Game



Viele haben Rufus Wainwright vermutlich musikalisch erstmals im Film "Shrek" wahrgenommen, als er seine geniale Version des Leonard Cohen Songs "Hallelujah" gesungen hat. Das war richtig großes Kino. Entsprechend hoch war meine Erwartung für die neue CD "Out Of The Game" von Rufus Wainwright, die am 20.04.2012 in die Plattenläden kommt und mir bereits als Promo-Exemplar vorliegt.

Rufus Wainwright - Out Of The Game
Im Pressetext ist die Rede von "musikalischen Kronjuwelen" und einem "musikalischen Feuerwerk". Es werden ferner Einflüsse von Elton John, Freddie Mercury oder David Bowie geltend gemacht. Das schürt die Erwartungen noch um einiges mehr. Gut, Rufus Wainwright ist ohne Zweifel ein sehr guter Sänger, der einen gewissen Wiedererkennungswert hat, sehr sauber intonieren kann und dies natürlich auch auf dem aktuellen Longplayer zeigt. Zudem gilt er als einer der vielseitigsten Songwriter der Gegenwart. Die Musiker auf der CD spielen ihre Instrumente durch die Bank professionell, gekonnt und das Album ist uneingeschränkt hochwertig von Mark Ronson (Amy Winehouse, Lily Allen, Robbie Williams, ...) produziert, klingt also sehr gut. Das Songwriting auf "Out Of The Game" ist handwerklich ebenfalls anerkennenswert. Und dennoch will mich diese Musik so gar nicht erreichen. Für mich plätschern die Songs zum Teil zu stromlinienförmig und dann wieder zu verspielt dahin. Nachdem ich ein paar Titel hintereinander gehört habe, tauche ich fast in eine Art, ungewollt meditative Monotonie ab. Laut Rufus Wainwright ist dies das poppigste Album, das er je gemacht hat. Und die eine oder andere Nummer klingt in der Grundstruktur tatsächlich ein wenig wie ein, zu langsam abgespielter Song der Pet Shop Boys. Das Timbre der Stimme von Neil Tennant (Pet Shop Boys) hat eine gewisse Ähnlichkeit mit der Stimmfarbe von Rufus Wainwright. Die Tonhöhen unterscheiden sich allerdings. Ansonsten klingt es hier und da mal leicht nach einigen bekannten Beatles Sounds, oder in ganz zarten Ansätzen nach einigen früheren Harmonien aus den Queen Alben "A Night At The Opera" und "A Day At The Races". Das kommt jedoch nur in homöopathischen Dosen zum Tragen und wirkt sich auf den Gesamteindruck nicht positiv aus.

Rufus Wainwright - Out Of The Game (Teaser)


Wie soll ich nun aus dem vorangehenden Text ein versöhnliches Resümee erstellen? Aus meiner subjektiven Sicht zeigt die neue CD von Rufus Wainwright, dass selbst hohe Qualität beim Songwriting, beim Gesang, bei den Musikern sowie bei der Produktion nicht automatisch auch ein Album zur Folge haben, das (mich) berühren kann. Für meinen Geschmack liefert die Scheibe rund 50 Minuten pure Langeweile. Natürlich ist mir klar, dass ich mit dieser Meinung stark polarisieren werde. Aber ich schreibe bei Rock-Jazz-Pop halt authentisch! Das Bauchpinseln überlasse ich anderen! Es wird bestimmt auch Leute geben, die einen besseren Zugang zum Album finden.

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