MILOW – Silver Linings


Da ist er wieder, der Belgier mit der weichen Stimme. Dass MILOW deutlich mehr als ein One-Hit-Wonder ist, hat er bereits mit diversen Chartplatzierungen seiner Songs mehrfach unter Beweis gestellt. Am 28. März kommt sein 4. Studio-Album Silver Linings in die Läden.

MILOW - Silver Linings
Laut Pressetext soll diese CD besonders warm klingen. Und in der Tat kommt genau dieses Feeling sofort rüber. Es ist ruhig, samtig und angenehm. Dabei sind die Songs von einer breiten Melancholie durchzogen und sowohl bei den Texten als auch bei den Harmonien eher dunkler einzuordnen, als die Vorgänger. Aber keine Angst, es klingt eindeutig nach MILOW und kann als solches auch überzeugen. MILOW selbst sagt, dass er ein großer Fan trauriger Musik ist und er sich durch das Hören solcher Songs besser fühlt. Die Single "We Must Be Crazy" läuft schon reichlich im Radio und wird auch bei YouTube ordentlich beworben. Mir persönlich gefällt Song Nr. 2 "Echos In The Dark" insbesondere in Verbindung mit dem dazugehörigen Video (siehe unten), dass durch die Dunkelheit, die Zeitlupe sowie der leicht beklemmenden Unterwasserstimmung klasse wirkt! Den weiblichen Gesangspart übernimmt dabei Courtney Marie Andrews, die auch weitere Backing Vocals auf Silver Linings beigesteuert hat.

Das Album wurde bei Fairfax Recording in Los Angeles aufgenommen, wo bereist große Werke von Tom Petty, Fleetwood Mac oder Neil Young konserviert wurden. Am Mischpult fand sich Clif Norrell (Bruce Springsteen, Tom Petty, R.E.M., ...) ein. Am Keyboard saß Larry Goldings (James Taylor, Tracy Chapman, Norah Jones, ...) und am Schlagzeug nahm Matt Chamberlain (David Bowie, Fiona Apple,…) Platz. An den Gitarren haben Val McCullum (Jackson Browne, Willie Nelson, ...) sowie Tom Vanstiphout, der seit 2007 festes Bandmitglied bei MILOW ist, ihre Dienste verrichtet. Last but not least gibt es echte Streicher auf der Platte. Trotz der Dichte der US-Session-Musiker klingt das Album nicht unbedingt amerikanisch. Es gibt zwar einige Harmonien, die in diese Richtung tendieren, die Instrumentierung ist jedoch etwas populärer ausgelegt, was den eingangs erwähnten warmen Sound unterstreicht. Ferner konnte die besondere Stimmung dadurch eingefangen werden, dass die Musik live eingespielt wurde. Das macht es lebendig. Wir erleben also erneut ein durchweg angenehmes Album von MILOW, das sicher wieder in vielen CD-Regalen einen Platz finden wird. Ich empfehle jedoch unbedingt zur Deluxe-Variante (Doppel-CD) zu greifen, da die Standard-Version bereits nach 34 Minuten und 37 Sekunden am Ende ist.

Milow - Echoes in the Dark (Music Video)


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