Joe Bonamassa – Driving Towards The Daylight


Faulheit kann man Joe Bonamassa sicher nicht vorwerfen. Solo, mit Beth Hart sowie mit der Band Black Country Communion, bei der er festes Mitglied ist, hat er allein 2011 drei Studio-Alben veröffentlicht! Ende März erschien der Konzertmitschnitt "Beacon Theatre – Live From New York" auf DVD/Blu-ray und am Freitag (18. Mai 2012) folgt bereits sein nächstes Album, das 13. seiner Karriere. "Driving Towards The Daylight" heißt das Werk; und wieder lässt Herr Bonamassa sich nicht lumpen.

Joe Bonamassa - Driving Towards The Daylight
In rund 55 Minuten zeigt der US-Gitarrist, Sänger und Songwriter wieder mal seine herausragenden Qualitäten. Vier der 11 Songs stammen aus seiner Feder, die anderen Titel sind von Robert Johnson, Howlin´ Wolf, Willie Dixon, Bernie Marsden (Ex-Whitesnake), Bill Withers, Tom Waits und Jimmy Barnes. Letzterer hat es sich auch nicht nehmen lassen, seinen 87er Hit "Too Much Ain't Enough Love" selbst einzusingen. Mit dem "Fremdmaterial" verneigt sich Joe Bonamassa vor seinen Helden. Die Zusammenstellung der Songs enthält eine gute Mischung aus klassischen Bluesthemen und gradlinigem Rock. Dabei zeigt das Album, dass die Genres Blues und Rock sehr eng verbunden und die Grenzen fließend sind. Diese Musik ist durch eine gekonnte Spielweise auch im Jahr 2012 immer noch topaktuell! Während ich früher oft das Gefühl hatte, dass Joe Bonamassa sich gerne durch schnelle Soli profilieren wollte, hält er heute ein besseres Maß ein. Der Mann wird ja ebenfalls älter und reifer. Er hat es auch inzwischen gar nicht mehr nötig, sein Können permanent durch ausschweifende Kurbel-Exzesse auf dem Griffbrett unter Beweis zu stellen. Da wo es passt, gibt es natürlich dennoch flotte Soloparts. An anderen Stellen überzeugt er durch ruhiges und sehr gefühlvolles Spiel. Meine Anspieltipps sind "A Place In My Heart" und "New Coat Of Paint". Die Tendenz der Chartplatzierungen der letzten Bonamassa Alben zeigte eigentlich immer nach oben. Die Top-Positionen stiegen also sukzessive von CD zu CD. Sein letztes reines Solo-Album "Dust Bowl" schaffte es 2011 immerhin auf Platz 10 in Deutschland. Hier scheint Joe Bonamassa eine ganz respektable und stetig wachsende Fan-Gemeinde zu haben, die garantiert auch an "Driving Towards The Daylight" erneut ihre Freude haben wird.

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