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Archive for October 2014

Foto: Linda Åkerberg

Pain Of Salvation – Falling Home – Schwedische Genialität

Ich muss zugeben, dass ich den Namen Pain Of Salvation schon mal gehört habe. Was dahinter steckt, wusste ich jedoch nicht. Das hat sich heute geändert und ich habe eine Band entdeckt, die extrem kreativ und musikalisch ist. Falling Home heißt das neue Werk der Schweden, welches am 7. November in die Deutschen Läden kommt und ein Akustik-Album ist, auf dem u.a. einige Songs aus dem Pain Of Salvation-Repertoire neu interpretiert werden.

Pain Of Salvation – Falling Home
Den Bandnamen habe ich immer mit einer Form von Metal in Verbindung gebracht, die mir nicht liegt. Nun habe ich jedoch heute eine digitale Bemusterung des neuen Albums bekommen, in die ich einfach mal reingehört habe. Die Überraschung war groß! Laut Presseunterlagen ist das Progressive Rock, laut Wikipedia Progressive Metal. Dazu später mehr... Vorerst ein paar Worte zum Klang. Wenn ich am PC erste Höreindrücke bekommen möchte, passiert das derzeit über sehr kleine Lautsprecher, die in meinem Monitor sind und eigentlich ziemlich bescheiden klingen. Aber selbst über diese zierlichen Papp-Brüller kam bei Falling Home bereits eine Transparenz und Räumlichkeit rüber, die mich begeistert hat. Ergo habe ich mir die Musik mal richtig angehört! Der Eindruck hat sich bestätigt. Das Album klingt ein wenig ungewohnt, weil alles sehr offen und differenziert ist, was aber für musikalische Hörer den Spaßfaktor nur erhöhen kann.

Schon der erste Track "Stress", der im Original auf dem Album Entropia ziemlich hart und schräg daherkommt, macht auf Falling Home einen zahmeren aber nicht minder genialen Eindruck. Aus einer harten Metal-Nummer wird ein überaus anspruchsvolles Jazzstück. Oder nehmen wir "Holy Diver", im Original von Ronnie James Dio als klassischer Hardrock-Song bekannt. Dieser wird in den Fingern von Pain Of Salvation in ein jazziges Grundthema gepackt, dass dann mal in der Bridge locker zum Reggea wechselt und etwas vollkommen Eigenes wird. Also ich muss schon sagen, dass mich das sehr beeindruckt. Hier sind wirkliche Musiker am Werk, die ihr Handwerk nicht nur tadellos ausüben, sondern durch ihre unbändige Schöpferkraft Songs schaffen und/oder modifizieren, die man gehört haben muss. Ein weiterer Coversong ist "Perfect Day" von Lou Reed, der ausnahmsweise mal relativ nah an seinem Urbild ist und natürlich auch gefällt. Am Ende der CD kommt dann noch der Titel-Track "Falling Home", der einzige neue Song auf dem Longplayer, der am ehesten in die Singer/Songwriter Ecke passt und ebenfalls total überzeugt. Musikalisch ist das aller oberste Top-Liga. Wenn Progressive Rock all das, was auf dieser CD ist, umschreiben soll, muss ich den Begriff für mich neu definieren. Das ist so viel mehr und so genreübergreifend, dass ich das zumindest für dieses Album Progressive Crossover Fusion nennen möchte… Diese Platte zeigt, dass Musikstile wie z.B. Jazz und Metal gar nicht unbedingt so weit auseinanderliegen, wie es oftmals scheint.

Pain Of Salvation beherrschen die Instrumente, überzeugen oftmals mit mehrstimmigem Gesang und schaffen mit Falling Home ein ganz spezielles und ungewöhnliches Album, das mich restlos begeistert. Ich ziehe meinen Hut vor diesem großartigen Meisterwerk, das einige Überraschungen bereithält!

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Foto: Heather Pollock

Oh Susanna – Namedropper

Name-dropping bedeutet ins Deutsche übersetzt so viel wie "mit bekannten Namen angeben", oder "Wichtigtuerei". Namedropper, der Titel des neuen Albums von Oh Susanna, bezieht sich darauf, dass die Songs für diesen Longplayer alle von namhaften kanadischen Songwritern wie Ron Sexsmith, Jim Cuddy, Melissa McClelland, Joel Plaskett, u.a. geschrieben wurden. Das Album ist bereits Anfang Oktober in Deutschland erschienen und ich habe es erst kürzlich beim deutschen Vertriebspartner als Rezensionsexemplar angefragt, weil ich in einige Songs reinhören konnte, die mir sehr gut gefielen.

Oh Susanna – Namedropper
Wir befinden uns im Singer/Songwriter Segment und Namedropper enthält auf knapp 50 Minuten 14 Stücke, die ich größtenteils als musikalische Perlen bezeichnen möchte. Oh Susanna sind Sängerin Suzie Ungerleider sowie Multiinstrumentalist und Produzent Jim Bryson. Mit verschiedenen Gastmusikern wurde dieses schöne Album eingespielt, das eine tiefe Ehrlichkeit und Authentizität ausstrahlt. Die Songs sind auf das Maximum reduziert, teils filigran und dennoch - oder gerade deswegen - so vollkommen. Kein großes Tamtam und keine Effekthascherei, sondern nur gute Songs, die wunderbar interpretiert werden. Der Gesang von Suzie Ungerleider ist klar, unverfälscht und berührend. Das Gefühl wird verstärkt, wenn man im Booklet der CD liest, dass die Sängerin während der abschließenden Arbeiten zum Album die Diagnose Brustkrebs bekam und als erstes eine Schuld fühlte, dass sie nun dadurch die Freude rund um die CD-Veröffentlichung kaputt machen würde. Als sie ihr Umfeld über die Erkrankung informiert hat, kam eine Welle von Liebe zurück, die die anfänglich empfundene Schuld in Dankbarkeit umwandelte. Seither segelt sie auf dieser Welle der Liebe. Suzie schreibt, dass der Krebs sie verändert hat, sie aber dennoch weiterhin sie selbst ist. Und sie ist bereit, ihre Musik mit uns Zuhörern zu teilen. Diese rührsamen Worte lassen das Album noch ein Stück wertvoller erscheinen. Oh Susanna verstehen es, feine Musik ohne Kitsch und Schmalz so zu inszenieren, dass man sich wohlig darin verlieren kann. Ein tolles und zu tiefst glaubwürdiges Album und die perfekte Musik für einen kalten Herbsttag.

Das Video zeigt den Song "Goodnight" im Duett mit Suzie Ungerleider und Royal Wood, dem Autoren des Liedes. Auf der CD singt Suzie bei diesem Titel die erste und Royal Wood die zweite Stimme, natürlich ebenso schön, wie es die beiden im Clip machen…

Goodnight – Oh Susanna featuring Royal Wood


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Foto: PR

Divine Ascension – Liberator – Power Metal aus Down Under

Wenn es um Musik-Acts aus Australien geht, muss man erst ein wenig überlegen. Dann fallen einem aber doch eine ganze Menge Namen ein wie z.B. AC/DC, Men At Work, Rick Springfield, Kylie Minogue, INXS oder natürlich die Bee Gees. In diese Liste kann man auch Divine Ascension nehmen, die mit zielgerichtetem Power Metal und ihrem zweiten Album Liberator bei der Zuhörerschaft punkten wollen. Die CD erscheint in Deutschland am 21. November.

Divine Ascension - Liberator
Dass aus dem Land der Kängurus dicke Gitarrenbretter kommen können, wissen wir spätestens seit AC/DC. Mit Devine Ascension kommt nun eine weitere Kapelle um die Ecke, die das Hard 'n' Heavy Genre bedient. Genauer bewegen wir uns auf dem Terrain des Progressive- bzw. Power Metals. Besonders ist hier ferner, dass der Gesang aus femininer Kehle von Frontfrau Jennifer Borg ertönt, wobei die Stimme gerne mehrfach, teilweise mehrstimmig übereinandergelegt wird. Das klingt gut und erinnert mich teilweise ein wenig an Amy Lee von Evanescence, wobei es bei Divine Ascension in der Summe doch schon ein paar Spuren härter zur Sache geht. In den Single-Charts erwarte ich also keine nennenswerte Platzierung, denn das ist für den Mob vermutlich eine Stufe zu hart. Das macht aber auch gar nichts, denn die Zielgruppe dürfte mit Maintream-Hitparaden eher wenig am Hut haben. Trotz aller Härte geht es dennoch melodisch zu und ruhigere Momente gibt es ebenfalls. Das Album ist sehr gut produziert und wurde von Jens Bogren (Soilwork, Katatonia, Opeth, Devin Townsend) in den Fascination Street Studios in Schweden gemixt und gemastert. Die Band besteht neben Jennifer Borg aus Robb Inglis (Gitarre), Karl Szulik (Gitarre), Jason Meracis (Bass), David Van Pelt (Keyboards) und Luke Wenczel (Drums). Wenn die Dame und die Herren die Musik auch live in einer ähnlichen Güte, wie auf dem Tonträger rüberbringen, dürften Divine Ascension beim nächsten Wacken Open Air optimal ins Line-Up passen. Eine Europa-Tour soll in Planung sein. Die Platte macht auf jeden Fall ordentlich Druck nach vorne und bereitet richtig Spaß. Das ist gelungener melodischer Power Metal und definitiv State of the Art. Die Musik verleitet sehr dazu, das Lautstärke-Poti deutlich höher zu drehen… Gruß an die Nachbarn!

Divine Ascension - Stronger (Official Lyric Video)


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Foto: Evolution Music Group

Julienne Taylor – A Time For Love

Dieses Album ist schon Ende September erschienen. Ich habe aber erst kürzlich ein Rezensionsexemplar bekommen, so dass mein Artikel auch erst jetzt erscheint. A Time For Love von Julienne Taylor ist eine Sammlung verschiedener, meist bekannter Lovesongs in neuen Interpretationen. Ursprünglich ist die CD sogar bereits 2008 erschienen, wurde aber erst jetzt in Deutschland von in-akustik neu herausgebracht.

Julienne Taylor - A Time For Love
Coverbands, die auf Stadtfesten oder Scheunenpartys auftreten, haben zuweilen die unrühmliche Gabe, bekanntes Liedgut derart zu entweihen, dass einem teilweise selbst die Originale nicht mehr gefallen. Ein Paradebeispiel dafür ist "Take Me Home, Country Roads" von John Denver. Während die Urform dieses Songs mit einer tollen Picking-Gitarre gespielt und mit fester Stimme gesungen wird, verhunzen Coverbands den Titel meistens mit Lagerfeuergeschrabbel und blutleerem Gesang. Was ich zum Ausdruck bringen möchte, ist folgendes: Wenn man Songs covert, sollten sie richtig gut gecovert werden, ansonsten geht das Vorhaben gepflegt in die Hose.

Bei der schottischen Singer / Songwriterin Julienne Taylor, deren musikalische Wurzeln in der traditionellen, keltischen Musik liegen, geht das Covern fremder Songs nicht in die Hose. Sie gilt als beste schottische Sängerin seit Annie Lennox und wird auch gerne mit Norah Jones oder Eva Cassidy verglichen. Und in der Tat hat sie eine zarte, aber schöne Stimme, mit der sie gekonnt und glaubhaft Klassiker wie "I Don´t Want To Talk About It" (Rod Stewart), "All Out Of Love" (Air Supply), "Here There And Everywhere" (Beatles) oder "Your Song" (Elton John) dahinhaucht. Die ansprechende, orchestrale Instrumentierung sorgt ebenfalls für eine angenehme Atmosphäre. Teilweise kratzt der eine oder andere Song etwas an der Kitsch-Zone, insgesamt hört man jedoch über eine Stunde wunderbar interpretierte Songs, von denen die meisten wohl vertraut sind. Somit gelingt es Julienne Taylor unterm Strich definitiv, die Klassiker würdig zu covern. Gerade jetzt, wo es draußen kühler wird und man es sich drinnen gemütlich macht, sorgt so eine Platte für eine angenehme Wohlfühlstimmung. Ihre aktuelle Plattenfirma ist übrigens Evosound aus Hong Kong und gerade in Süd-Ost-Asien kommt die Musik von Julienne Taylor auch sehr gut an. Da verwundert es nicht, dass dieses Album nun auch in Deutschland publiziert wird.

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Foto: Sightsphere

Lunatic Soul – Walking On A Flashlight Beam – Das Solo-Projekt von Mariusz Duda

Ist das New Age, Progressive Rock, Weltmusik oder etwas ganz Neues? Auf jeden Fall ist dieses Album mal ziemlich abgefahren und bedient keine klassischen Klischees. Und in eine Schublade passt es schon mal gar nicht. Lunatic Soul ist das Solo-Projekt von Mariusz Duda, der ebenfalls bei der polnischen Prog-Rock/Metal-Band Riverside als Sänger und Bassist tätig ist. Walking On A Flashlight Beam ist bereits das vierte Album von Lunatic Soul und erscheint in Deutschland am 17. Oktober.

Lunatic Soul - Walking On A Flashlight Beam
"Shutting Out The Sun", der erste Song auf der CD, klingt anfangs ein wenig wie Tangerine Dream (als sie noch gut waren), wird dann aber später noch durch Gitarre, Bass, Schlagzeug und Gesang ergänzt. Und plötzlich hat man Assoziationen zu Pink Floyd, Anathema oder Steven Wilson. Das ist vom Songwriting richtig anspruchsvoll und interessant. Ganz nebenbei ist das Album super produziert, was sich in einem vollen, warmen aber nicht aufdringlichen Klang zeigt. Hinzu kommt eine tolle Räumlichkeit, die den Genuss für anspruchsvolle Hörer weiter steigert. Also das ist wirklich respektabel und auf höchstem Niveau. Mariusz Duda lebt in diesem Projekt seine Kreativität aus und realisiert Songs, die er mit Riverside nicht machen kann. Er hat auch eine sehr gute Gesangsstimme, die irgendwo zwischen Morten Harket von a-ha und Dave Gahan von Depeche Mode liegt. Und immer wieder hört man hier und da Einflüsse, die einerseits bekannt erscheinen und dennoch vollkommen neu sind. Es gibt schwere elektronische Kost, aber auch leichtere, modern klingende Songs. Zuweilen findet sich beides im gleichen Track. Walking On A Flashlight Beam ist keine Platte, die nebenbei laufen sollte. Hierfür muss man sich entspannt hinsetzen, das Volumen-Poti einer - im besten Fall - vernünftigen Anlage etwas höher drehen und aufmerksam zuhören. Dann erschließt sich die Güte und Tiefe dieses Werkes erst so richtig. Man hört einfach die ungebändigte Lust, der musikalischen Schöpferkraft und wird mit guten Songs, modernen Sounds und der hochkarätigen Produktion verwöhnt. Dabei ist die Grundstimmung der Platte zwar etwas düster, aber grandios. Hier wurde Musik unter rein musikalischen Maßstäben geschrieben und aufgenommen, die einen erfrischend großen Bogen um den Mainstream macht und eine Nische optimal und anspruchsvoll besetzt. Würde ich Musik machen, dürfte das gerne in die Richtung von Lunatic Soul gehen. Das ist zeitgemäß, erstklassig oder mit anderen Worten einfach geil!

Lunatic Soul - Album Teaser


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Foto: Sony Music

You+Me – rose ave. – Ein neues Projekt von Alecia Moore und Dallas Green

Wenn es beim Namen Alecia Moore nicht sofort klingelt, ist das völlig normal. Alecia Moore arbeitet nämlich normal unter ihrem Künstlernamen P!nk. Jetzt, wo der Groschen gefallen ist, muss aber auch gleich die Erwartung in die richtige Richtung gelenkt werden. Denn You+Me ist keine Popmusik, wie man sie sonst von der US-amerikanischen Sängerin kennt.

You+Me – rose ave.
In der offiziellen Presseankündigung von Sony Music fällt der Name P!nk auch kein einziges Mal. Das deutet darauf hin, dass die Zielgruppe der Popsängerin nicht unbedingt für dieses Album ihre Gültigkeit behält. Oder umgekehrt sollen vielleicht die Leute erreicht werden, die normal nicht auf die teils extrovertierte Popmusik stehen. Dass Alecia Moore eine sehr gute Sängerin ist, konnte sie schon unter ihrem Pseudonym P!nk mehrfach klar belegen. Nun singt sie jedoch zusammen mit dem kanadischen Gitarristen und Sänger Dallas Green, der bereits mit seinem Akustik-Solo-Projekt City and Colour vier Alben veröffentlicht hat und beachtliche Erfolge feiern konnte. Weltweit loben Kritiker den Kanadier, der schon dreimal mit dem Juno Award (eine Art kanadischer Grammy) ausgezeichnet wurde, davon zweimal als bester Songwriter des Jahres (2009, 2012). Akustisch geht es somit auch bei You+Me zu. Neben dem Gesang dominiert die akustische Gitarre das musikalische Geschehen. Und der Gesang erklingt oft wohlklingend zweistimmig. Die Lieder haben von den Harmonien schon einen leicht populären Charakter. Die meist reduzierten Arrangements, die man eher aus Genres wie Folk, Americana oder Western kennt, zaubern aber eine schöne, intime Stimmung. Wer z.B. "Dear Mr. President" von P!nk mochte, ist mit You+Me ebenfalls bestens beraten. Wer eher die schrillen und bunten Songs von P!nk bevorzugt, könnte ggf. etwas enttäuscht werden. Alecia Moore und Dallas Green lernten sich durch Alecias Ehemann Carey Hart kennen, spürten sofort eine musikalische Verbindung und entschieden, zusammen Musik zu machen. Alecia lud Dallas nach Los Angeles ein, um ein oder zwei Songs zu schreiben. Schließlich entstanden acht Titel innerhalb einer Woche. Die beiden beschlossen deshalb, ein Album zu machen, welches in Deutschland am 10. Oktober veröffentlicht wird. Ich denke, dass P!nk Fans definitiv Gefallen an rose ave. finden werden, aber auch eine erweiterte Zielgruppe den ruhigeren Songs zugetan sein wird. Leider ist die Platte bereits nach gut 37 Minuten am Ende. Da hätte also problemlos noch der eine oder andere Song Platz gehabt.

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Foto: Eagle Vision

Deep Purple with Orchestra – Live In Verona [DVD & Blu-ray]

Bereits länger auf dem Markt ist der Konzertmitschnitt Deep Purple - Live At Montreux 2011, den es als DVD, Blu-ray sowie auf CD gibt. Der Montreux-Auftritt wurde am 16. Juli 2011 aufgenommen. Zwei Tage später, am 18. Juli 2011 wurde in der Arena in Verona ein weiteres Konzert der englischen Rockband in Bild und Ton festgehalten, welches am 17. Oktober als DVD und Blu-ray veröffentlicht wird.

Deep Purple with Orchestra – Live In Verona
Bei beiden Konzerten wurden exakt die gleichen Songs gespielt. Auch die Reihenfolge ist identisch. Somit kann man durchaus die Frage stellen, ob es sinnvoll ist, zwei so kurz aufeinanderfolgende Gigs als DVD / Blu-ray zu veröffentlichen bzw. zu erwerben? Ich kenne die Montreux-Fassung nicht, hinsichtlich der Kulisse wird aber wohl das Verona-Konzert die Nase vorn haben. Das römische Amphitheater aus dem Jahre 30 n. Chr. ist optisch schon ein Hingucker und sorgt alleine dadurch für eine Gänsehautatmosphäre. Die farbigen Lichter auf den Torbögen sehen einfach klasse aus. Und wenn dort, wo normalerweise Nabucco, Aida oder Don Giovanni vorgetragen werden, eine britische Hardrock-Band ihr Liedgut zum Besten gibt, hat das definitiv was. Die Ergänzung mit dem Orchester Neue Philharmonie Frankfurt unter der Leitung von Stephen 'BK' Bentley-Klein setzt dem Ganzen das i-Tüpfelchen auf.

Das Konzert beginnt mit einem klassischen Intro namens Overture, in dem zum Ende das Gitarren-Riff aus "Smoke On The Water" orchestral angespielt wird. Danach geht es Deep Purple-typisch mit dem bekannten Opener "Highway Star" und der gewohnten Instrumentierung los. Es folgt eine bunte Mischung der großen Hits von "Strange Kind Of Woman" über "Woman From Tokyo" und "Lazy" bis zu "Smoke On The Water". Zwischendurch werden auch neuere Stücke wie "Rapture Of The Deep" und "When A Blind Man Cries" gespielt. Mein Highlight ist – ein wenig atypisch – "Contact Lost", eine Instrumentalnummer vom 2003er Album Bananas, geschrieben von Steve Morse. Eine ganz typische Nummer für Steve Morse, mit einer grandiosen Melodie als perfektes Schaustück für den besonderen Stil des Amerikaners. Anders, als bei der Album-Version von "Contact Lost" folgt noch ein klasse Solo-Part auf der Gitarre, den ich wirklich herausragend finde und bei dem Steve Morse seine Fähigkeiten beim Volume-Bending vorzüglich unter Beweis stellt! Der Gitarrensound von Ritchie Blackmore war definitiv schärfer und aus meiner Sicht auch rockiger. Steve Morse gibt der Band durch seine Spielart seit nunmehr 20 Jahren einen etwas weicheren und melodiöseren Charakter. Für mich ist er aber, trotz einiger kleiner Fehler der beste Musiker bei Deep Purple. Er ist jedoch auch der Jüngste in der Kapelle und vielleicht einfach noch etwas vitaler? Alle anderen haben inzwischen nämlich das Rentenalter geknackt. Und das zeichnet sich hier und da auch mal ein wenig ab. Die ganz bissige Hardrock-Power früher Jahre ist einfach nicht mehr da. Dennoch liefern die Herren einen guten Job ab und wählten vielleicht auch als Tribut an ihr Alter eine traditionelle Spielstätte wie die Arena in Verona. Wer Live At Montreux 2011 bereits im Archiv hat, wird vermutlich wenig Neues finden. Ob dann die schöne Kulisse allein den Kauf rechtfertigt, muss jeder für sich entscheiden.

Deep Purple & Orchestra - Space Truckin (Live in Verona)


Dass die Herren aber auch in absehbarer Zeit nicht in den Ruhestand eintreten wollen, belegt die gerade verkündete Tour für November 2015:

Datum Ort Location
13.11.2015 Oberhausen König-Pilsener-ARENA
14.11.2015 Magdeburg GETEC Arena
16.11.2015 Rostock Stadthalle
15.11.2015 Leipzig Arena
18.11.2015 Hannover Swiss Life Hall
20.11.2015 Trier Arena
21.11.2015 Nürnberg Arena
23.11.2015 Hamburg O2 World
24.11.2015 Berlin Max-Schmeling-Halle
26.11.2015 München Olympiahalle
27.11.2015 Frankfurt Festhalle
28.11.2015 Stuttgart Hanns-Martin-Schleyer-Halle
    

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