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Archive for October 2013

Foto: Darko Boehringer

Dream Theater – Live At Luna Park

Sie sind ohne Zweifel in der obersten Liga des musikalischen Könnens zuhause. Die progressiven Metaller von Dream Theater beherrschen ihr Handwerk fast perfekt. Das stellen sie nun auch wieder mit dem frischen Live-Mitschnitt "Live At Luna Park" unter Beweis. Das Konzert erscheint am 01. November 2013 als Blu-ray, Doppel-DVD und als Deluxe-Edition (Blu-ray + 2 DVDs + 3 CDs) . Ich hatte gestern ein Promoexemplar der DVD in der Post, womit die Abendbeschäftigung geklärt war.

Dream Theater - Live At Luna Park DVD
Vorweg sei erwähnt, dass ich mir den Großteil des Hauptkonzertes angesehen habe und den Rest in einem Schnelldurchgang. Die Gesamtspielzeit der enthaltenen Datenträger beträgt nämlich knapp fünf Stunden! Wer dem Progressive Metal zugetan ist, braucht hinsichtlich Dream Theater keine weitere Erklärung. Alle anderen sollten sich mit gebührlicher Vorsicht an das Werk machen. Die fünf Herren finden ihre Erfüllung nun mal nicht im trivialen 4/4 Takt und normalen Aufbau ihres Liedguts. Die Songs sind bis ins Mark komplex, mit schrägen Rhythmen, dicken Gitarrenriffs, Breaks und Soloeinlagen, die es in sich haben. Mir ist und bleibt es ein Rätsel, wie man sich derartige Songs überhaupt nur einprägen, geschweige dann in der Güte wiedergeben kann. Zugegeben, das ist nicht jedermanns Sache, aber so ist es ja auch nicht konzipiert. Hier geht es ganz klar um Grenzerfahrungen zwischen dem machbaren und dem nicht machbaren. Und an einigen Stellen fragt man sich schon, wie lange man wohl dafür üben müsste.

Das Konzert entstand auf der "A Dramatic Tour Of Events"-Welttournee in der Luna Park Arena in Buenos Aires. Die über ein Jahr dauernde Konzertreise war übrigens für den neuen Drummer Mike Mangini die Nagelprobe. Schließlich musste er die Trommel-Koryphäe Mike Portnoy ersetzen. Diese Prüfung hat er jedoch mit Bravur bestanden. Wenn man sein Drumset sieht, denkt man erst, da sitzt jemand mit einer übergroßen Hybris. Spätestens bei seinem sehr sehens- und hörenswerten Drumsolo zeigt sich jedoch, dass jedes Teil am Kit einen guten Grund hat. Auch die Stamm-Crew hat hervorragende Dienste geleistet. Das einzige was mir auffiel, war der Gesang bei den ruhigen Stücken. Balladen liegen James LaBrie einfach nicht. Er muss hoch und laut singen, damit es gut klingt. Ansonsten gibt es aber musikalisch überhaupt nichts zu meckern.

Die Videoaufnahmen geben jedoch sehr wohl Grund zur Kritik. Das Konzert wurde mit 16 Kameras aufgenommen. Es gab welche, die klassisch von Kameramännern (oder –frauen?) bedient wurden. Dann gab es fest montierte Kameras, z.B. über dem Schlagzeug oder rechts am Keyboard. Diese hatten leider die Qualität einer besseren Webcam. Das kann jedoch im Rahmen der künstlerischen Freiheit auch gewollt gewesen sein. Und dann gab es noch die MAT-Kamerakräne, die Bilder quasi im Fluge aufnehmen und dramatische Schwenks sowie spektakuläre Kamerafahrten ermöglichen, wovon auch über die Maßen Gebrauch gemacht wurde. Diese permanente Bewegung im Bild nervt jedoch und strengt ziemlich an. Hinzu kamen – besonders am Anfang – viele, schnelle Schnitte, was den nervösen Gesamteindruck weiter unterstreicht. Natürlich ist Film das Medium für bewegte Bilder, aber es langt meiner Meinung nach, wenn sich die Protagonisten bewegen. Nichts gegen dezente Kameraschwenks, aber hier wurde definitiv übertrieben. Es gab leider kaum stehende Bilder. Zum Teil waren die Kamerabewegungen sogar unrund und man hatte partiell das Gefühl besoffen vor einem Ego-Shooter zu sitzen. Hier wäre weniger eindeutig mehr gewesen. Bei der Musik zeigt der Daumen steil nach oben, aber beim Videomaterial waren wohl einige Verantwortliche deutlich überzuckert.

Dream Theater - Pull Me Under (Live At Luna Park)


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Foto: © Torsten Sukrow

Rory Gallagher – Kickback City – Ein einzigartiges Album-Projekt

Erst kürzlich hatte ich die DVD "Live In Cork" von Rory Gallagher hier im Blog vorgestellt. Nun kommt schon wieder ein neues Werk vom irischen Bluesrocker postum auf den Markt. Diesmal handelt es sich um ein Album-Projekt namens Kickback City, das verschiedene Genres verbinden soll. Die Grundidee dreht sich um hard-boiled-Krimis, also solche, die von abgebrühten Privatschnüfflern handeln. Rory Gallagher mochte diese Art Krimis so sehr, dass diese ihn zu verschiedenen Songs inspirierten.

Rory Gallagher - Kickback City Cover
Das Package besteht aus drei CDs. Die erste Scheibe enthält bekannte, jedoch remasterte Studioaufnahmen von Gallagher, die eben genau durch die o.g. Inspirationen entstanden sind. CD zwei ist die Audio-Version der eingangs erwähnten Live DVD, die nun erstmals auf CD erscheint. Und last but not least ist auf dem dritten Silberling das Hörbuch "The Lie Factory", geschrieben von Ian Rankin und gesprochen von Hollywood-Star Aidan Quinn. Verpackt ist alles in einem ansprechenden Hardcover-Buch, das auch die Druckversion des Krimis – natürlich alles in englischer Sprache – sowie Illustrationen von Timothy Truman enthält. Als Zugabe gibt es dann auch noch 4 Postkarten mit Motiven aus dem Buch. Alles im allen bekommt der Fan hier schon ein besonderes Werk, das in seiner Art außergewöhnlich und speziell ist.

Rory Gallagher - Kickback City Pack Shot
Rory Gallagher - Kickback City Pack Shot
Als ich dieses Package von der Promotion-Firma angeboten bekommen habe, hatte ich Probleme die Verbindung zwischen der Musik, dem Hörbuch und dem illustriertem Hardcover-Buch zu sehen. Natürlich geht es bei allem um diese spezielle Art der Krimis. Aber irgendwie stehen die verschiedenen Parts dieser CD-Veröffentlichung alle für sich allein. Die Musik von Rory Gallagher, die den Soundtrack zum Buch darstellen soll, gefällt mir gut. Gallagher war einfach ein toller Bluesrock-Künstler, was auch auf den beiden ersten CDs klar erkennbar ist. Aber ein Soundtrack ist für mich die zeitgleiche Untermalung einer Geschichte. Bei diesem Werk ist das jedoch nur ansatzweise möglich, wenn ich die Printversion lese und dazu die Musik laufen lasse. Ob die jeweilige Textpassagen und die Musik dann zueinanderpassen, bleibt dem Zufall überlassen. Allein betrachtet, sind die, in diesem Genre-Mix vereinten Bestandteile durchaus reizvoll, die konzeptionelle Kombination macht für mich jedoch auch weiterhin nur bedingt Sinn. Da das Ganze preislich nur geringfügig mehr als eine normale CD kostet, mag die Rechnung dennoch aufgehen. Zumindest ist es eine schöne Hommage an den 1995 verstorbenen Rory Gallagher. Und wer weiß, vielleicht wird dieses CD-Buch-Hörbuch-Projekt in einigen Jahren ein begehrtes Sammlerstück – nicht nur bei Gallagher Fans.

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Foto: © 2013 Mary McCartney

Paul McCartney – New

Andere Leute seines Alters legen ihre schweren Beine möglichst oft in die Horizontale, um dem wohlverdienten Ruhestand zu frönen. Paul McCartney ist schließlich 71 Jahre alt. Er begnügt sich jedoch nicht damit, sein Alter als Grund für Untätigkeit heranzuziehen. Wirklich arbeiten wird er wohl nicht mehr müssen. Ergo treibt ihn vermutlich die Freude an der Musik an, was dem Fan seit heute ein frisches Album mit dem schlichten Namen "New" im Plattenregal beschert.

Paul McCartney - New
Was erwartet man also musikalisch von einem Ex-Beatle im Rentenalter, der ein neues Album veröffentlicht? Tradiertes und Altbackenes sowie laue Aufgüsse alter Ideen? Zugegeben in einigen Songs sind durchaus auch mal Ähnlichkeiten zu den Beatles zu hören. Mag sein, dass Paul McCartney absichtlich mit solchen bekannten Klängen kokettiert, vielleicht ist das aber auch einfach sein charakteristischer Sound. Insbesondere die erste Single, die wie das Album auf den Namen "New" hört, hat schon entsprechende Anleihen, was aber auch dafür sorgt, dass der Song spätestens beim zweiten Hören im Ohrwurm-Gedächtnis sein Unwesen treibt. Ansonsten bietet das Album durchaus Kompositionen, die wirklich als modern bezeichnet werden können. Solange klassische Instrumente eingesetzt werden, ist die Beatles-Analogie immer mal wieder erkennbar. Wobei ein Song wie "Early Days" sogar leichte Anflüge von Country-Pop hat, was nun auch nicht unbedingt ein klassisches Merkmal von Herrn McCartney ist. Spannend wird es jedoch auf der zweiten Hälfte der CD. Der Song "Appreciate" hat z.B. einen zeitgemäßen Beat und absolut atypischen Gesang. So ein Titel könnte hinsichtlich des Songwritings und der Instrumentierung meiner Meinung nach auch zu Depeche Mode oder Justin Timberlake passen. Der moderne Ansatz zeigt sich auch im poppig gestalteten Cover. Aber keine Angst. Es ist und bleibt ein Paul McCartney Album mit deutlich erkennbarem Fab-Four-Kolorit!

Der Brückenschlag zwischen bekannten Klängen und modernem Liedgut funktioniert prächtig. Paul McCartney lässt sich dabei auch nicht lumpen und greift auf diverse renommierte Aufnahmestudios, Produzenten und Musiker zurück, was sicher in der Summe zum Gelingen beiträgt. Hier wurde nicht gekleckert, sonder geklotzt. Und das hört man auch. New ist ein sehr gut klingendes Album mit Arrangements, die man zum Teil so nicht unbedingt von Paul McCartney erwartet hätte, die aber dennoch perfekt in seine Diskographie passen. Denn Paulchen ist nun mal eine Legende und er weiß genau, wie man eine interessante Platte macht. Nach sechs Jahren liegt mit New endlich wieder ein Paul McCartney Album mit brandneuem Material vor, welches das belegt.

Paul McCartney 'New' (Lyric Video)


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Foto: Eagle Vision

Deep Purple – Perfect Strangers Live [DVD]

Die Promotion-Ankündigung zu diesem Deep Purple Livemitschnitt klingt mehr als vielversprechend. Dort heißt es, dies sei ohne Zweifel eines der stärksten Deep Purple Konzerte, das jemals gefilmt wurde. Die Aufnahme ist aus der Tour zum Album Perfect Strangers. Damals hat die Plattenfirma PolyGram die Band bekniet und es geschafft, dass die Herren in der erfolgreichen Mk. II – Besetzung mit Ritchie Blackmore, Ian Gillan, Roger Glover, Jon Lord und Ian Paice wieder ein Album aufnehmen. Als dieses schließlich auf den Markt kam, waren Deep Purple jedoch gerade auf der anderen Seite der Erde und spielten in Australien die ersten Konzerte ihrer Tour.

Deep Purple Perfect Strangers Live
Perfect Strangers Live ist die einzige vollständige Konzertaufnahme der Band aus dieser Epoche. Entstanden ist der Mitschnitt im australischen Melbourne. Nach guter alter Manier beginnt das Konzert mit dem Titel "Highway Star". Es folgen diverse weitere große Hits wie "Strange Kind Of Women", "Child In Time" und natürlich "Smoke On The Water". Die Setlist enthält darüber hinaus eine Auswahl der Songs des seinerzeit frischen Albums Perfect Strangers. Beim Betrachten fällt schnell auf, dass Ritchie Blackmore auch 11 Jahre nach der Mk. II Trennung ein neurothischer Typ ist. Er wirkt angestrengt und genervt. Immerhin zeigt er dann und wann auch mal ein Lächeln. Ob das jedoch aufrichtig ist, oder aufgesetzt, lässt sich schwer sagen. Während alle anderen sauber zusammenspielen, wirkt Blackmore häufig, wie ein Fremdkörper. Auch seine Soli zünden wiederholt nicht wirklich. Richtig anstrengend wird es beim Solo zu "Space Truckin`", welches nur noch eine Lärmerzeugung war, aber mit virtuosem Gitarrenspiel gar nichts mehr zu tun hatte. Möglicherweise verstehe ich auch diese Art der Kunst einfach nicht. Die restlichen vier Bandmitglieder haben gute Miene zum bösen Spiel gemacht und konnten zumindest musikalisch überzeugen. Nur Ian Gillan wirkte zeitweise etwas überdreht. Bei der Bild- und Klangqualität darf man keine Wunder erwarten. Mitte der Achtziger wurde noch brav im 4:3 Format aufgenommen. Das ist aber absolut in Ordnung. Wenn das jedoch, wie anfangs erwähnt, eines der stärksten Deep Purple Livemittschnitte sein soll, möchte ich die schwachen lieber nicht sehen. Ich habe die Herren in der gleichen Besetzung am 2. Oktober 1993 in der Kieler Ostseehalle gesehen. Musikalisch war das seinerzeit okay, aber die Spannungen in der Band waren bis in den letzten Winkel der Halle spürbar. 1½ Monate später hat Ritchie Blackmore erneut hingeschmissen. Damals spielte Joe Satriani die Tour zu Ende. Er hätte als neuer Gitarrist einsteigen sollen, was jedoch aufgrund seines Plattenvertrages nicht möglich war. So kam dann etwas später Steve Morse zur Band, der bis heute zur Stammbesetzung von Deep Purple gehört.

Perfect Strangers Live ist neben der DVD auch als DVD+2CD-Set sowie als DVD+2CD+2LP-Set erschienen. Für Deep Purple Fans ist das sicher ein Puzzleteil in der Sammlung, musikalisch jedoch konnte das Konzert mich nicht wirklich überzeugen. Ritchie Blackmore ist zwar ein begnadeter Gitarrist, aber er ist auch ein Exzentriker, der im Gefüge einer Band irgendwie nie seinen Platz gefunden hat. Vermutlich ist er mit dem Renaissance-Rock bei Blackmore’s Night mehr in seinem Element, als er es je bei Deep Purple oder Rainbow war.

Deep Purple - Perfect Strangers


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Foto: Bert Treep

Flying Colors – Live In Europe [verschiedene Formate]

In meinen persönlichen Top 10 Veröffentlichungen aus dem Jahr 2012 waren die Flying Colors mit ihrem gleichnamigen Debütalbum vertreten. Die Superband aus den fünf Top-Musikern Steve Morse, Neal Morse, Casey McPherson, Mike Portnoy und Dave LaRue haben begleitend zum ersten Longplayer eine Tour gemacht, in deren Rahmen ein Konzert in Ton und Bild festgehalten wurde, welches am 11. Oktober 2013 als DVD, Blu-ray, 2CD, Limited Edition 3 LP Vinyl Set und als Download in die Läden kommt.

Flying Colors - Live In Europe
Am 20. September 2012 gastierten die Flying Colors im niederländischen Tilburg, wo diese Konzertaufnahme entstand. Musikalisch haben alle eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie das, was im Studio für das Album aufgenommen wurde, auch live wiedergeben können. Casey McPherson intoniert seine Gesangsparts überzeugend und bringt die Songs stimmlich mit seinem angenehmen Timbre rüber, ohne auch nur in die Nähe seines Limits zu kommen. Allerdings ist McPherson nicht der geborene Entertainer. Das mag daran liegen, dass er der jüngste im Konglomerat der musikalischen Kapazitäten ist und eine gewisse Ehrfurcht vor den Kollegen allgegenwärtig ist. Oder ihm liegt die Position "Stimmungskanone" einfach nicht so sehr. Somit springt Trommelkoryphäe Mike Portnoy bei einigen Moderationsparts ein, was ihm sichtlich Freude bereitet. Auch seine Live-Qualitäten an den Drums sind über jeden Zweifel erhaben und singen kann er ebenfalls. Hinsichtlich der Fähigkeiten am Instrument gilt für Steve Morse das gleiche. Mit seinem ganz speziellen Stil und der genialen Spieltechnik punktet er sowohl bei den Gitarrenspezis als auch bei Freunden guter Harmonien. Neal Morse liefert neben einer fachgerechten Bedienung der Keyboards diverse Gesangsparts, die ebenfalls super ins Gesamtbild passen. Und last but not Least konnte Dave LaRue am Bass ebenso beweisen, dass er eine richtige Keule ist. Hinsichtlich der Musik zeigt der Daumen für dieses Konzert also steil nach oben. Neben den Album-Titeln gibt es von allen Bandmitgliedern noch jeweils eine Nummer aus deren anderen Projekten. Die Konzertspielzeit liegt bei ca. 110 Minuten, hinzu kommt eine Doku "First Flight" mit 45 Minuten Spielzeit, in der weitere Konzertausschnitte und Interviews der Musiker zu sehen sind. Die letzte Zugabe des Konzertteils steht sogar nicht mal im Titelverzeichnis. Denn nachdem das komplette Repertoire abgeliefert wurde, fordert das begeisterte Publikum einen weiteren Nachschlag. So kommt man am Ende noch in den Genuss von Deep Purple´s Klassiker "Space Truckin'", das normal nur während der Soundchecks angestimmt wird.

Neben dem musikalischen Genuss will man bei einem Konzertvideo aber auch optisch etwas geboten bekommen. Ich habe als Promoexemplar eine DVD bekommen. Während des Schauens fiel mir recht schnell auf, dass die Kameras teilweise Probleme mit dem Licht haben. Wenn die Grundstimmung dunkel ist und einer der Musiker mit einem hellen Spot angeleuchtet wird, sorgt das im Bild für ausgefressene Lichter bzw. Überstrahlungen. Das lässt vermuten, dass die eingesetzte Kameratechnik nicht die beste war. Weitere Auffälligkeiten waren unruhige Schwenks und als Krönung eine Kamera die mit einem Ministativ auf einem Flightcase (?) inkl. Rollen im Fotograben vor der Bühne hin- und hergeschoben wurde. Das ist unprofessionell! Beim Song "All Falls Down", eine schnellere Nummer, scheint die Videotechnik sogar mit den Stroboskoplichtern Probleme zu haben, so dass es zu leichten Aussetzern kommt… Also bei der Videoqualität wurde ganz offensichtlich gespart. Schade! Da bekommt so ein Konzertvideo leicht den Eindruck, dass mit einem billig produzierten Mitschnitt nochmal schnell ein bisschen Kasse gemacht werden soll. Ein paar Euros mehr bei der Produktion hätten den Gesamteindruck deutlich verbessern können. Dennoch bereitet die Show große Freude und die fünf Herren kann man auch genießen, wenn das Bild mal nicht so optimal ist. Für Freunde herausragender Musik wird hier auf jeden Fall eine Menge geboten und die Flying Colors haben ihre Live-Qualitäten eindrucksvoll belegt.

Flying Colors - The Storm

Flying Colors - The Storm (Live Music Video) on MUZU.TV.

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