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Archive for September 2013

Foto: © Gordon Hawkins

Matthew Good – Arrows Of Desire

In letzter Zeit hatten Musik-DVDs eindeutig die besseren Karten hier im Blog. Nun stelle ich auch mal wieder eine neue CD vor. Es geht um das 13. Studioalbum von Matthew Good mit dem Namen Arrows Of Desire, welches am 27. September die Verkaufsregale der Plattenläden entert. Matthew wer (?) wird sich der eine oder andere jetzt fragen. In Kanada ist der gute Mann seit über zwei Jahrzehnten eine Größe und hat dort bereits diverse Gold- und Platin-Auszeichnungen erhalten. Seit 1999 ging jedes seiner Alben in die Top 5 der kanadischen Charts.

Matthew Good - Arrows Of Desire
Die Eckdaten wecken doch auf jeden Fall schon mal Interesse und sind ein guter Grund, sich genauer mit Matthew Good zu beschäftigen. Ich habe das neue Album (eine Doppel-CD) kürzlich bemustert bekommen. In den meisten Fällen frage ich die Tonträger an, die mich interessieren. Hier bekam ich das Album unaufgefordert zugesandt. In solche "blind" bemusterten Alben höre ich natürlich grundsätzlich rein, oft erreichen sie mich musikalisch aber nicht. Bei Matthew Good war das anders. Bereits die ersten Töne klingen vielversprechend. Gitarrenriffs wie man sie ähnlich von Bands wie New Model Army oder Big Country kennt. Und dann die Stimme! Analogien zu Michael Stipe von R.E.M. sind deutlich erkennbar. Die Kombination der geradlinigen Gitarren mit angenehmen Harmonien und einer irgendwie vertrauten Stimmfarbe fesseln mich gleich an den Longplayer. Die erste CD des Albums bleibt dabei auch im eher rockigen Genre mit kompletter Band und enthält einige Nummern, die es durchaus zum Radio-Hit bringen könnten. Scheitern wird das vermutlich nur mal wieder an ängstlichen Maintream-Musikredakteuren, denen neue Musik und unbekannte Interpreten offensichtlich eine biblische Angst einjagen.

Die zweite CD des Albums kommt deutlich ruhiger daher. Hier ist alles viel sparsamer und akustisch instrumentiert. Matthew Good spielt Gitarre und singt; hinzukommen ganz dezent mal ein Piano oder eine Orgel. Die letzten beiden Stücke sind live aufgenommen. Auch in der reduzierten Form zündet die Begeisterung für diese Musik sehr gut. Das liegt zum einen am hervorragenden Songwriting von Matthew Good und zum anderen an der authentischen Interpretation. Ferner ist die Produktion des Albums – ebenfalls von Herrn Good – exzellent. Arrows Of Desire hat mich eindeutig positiv überrascht und ich kann nur empfehlen, mal die Hörproben (unter dem Video) zu starten!

Hey Hell Heaven by Matthew Good


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Foto: Eagle Vision

Rory Gallagher – Live In Cork auf DVD

Der irische Bluesrock-Gitarrist Rory Gallagher war zwar nie ein Megastar, seine Qualitäten als Musiker, insbesondere Live waren aber stets geschätzt. 1977 konnte er sein Können auch in der ersten Rockpalast Nacht vom WDR einem breiten Publikum in Deutschland vorstellen. Die Show wurde damals europaweit live im Radio und im Fernsehen ausgestrahlt. Im Gepäck hatte er seinerzeit sein Album "Calling Card". Fortan war Gallagher in unserer Nation ein gern gesehener Gast auf vielen Konzertbühnen.

Rory Gallagher - Live in Cork
1987 kam der Mann mit der verschrabbelten Fender Stratocaster nach einigen Jahren der Abwesenheit auch mal wieder in seinen Geburtsort Cork, um ein Konzert im Opernhaus der Stadt zu spielen. Das irische Fernsehen RTE rückte zu diesem Ereignis mit einigen Kameras an und konservierte den Auftritt akustisch und visuell. Das Konzert wurde schon mal unter dem Namen "Messin’ With The Kid – Live At The Cork Opera House" auf VHS Kassette veröffentlicht und kam am 30.08.2013 erneut mit verbesserter Ton- und Bildqualität als DVD in den Handel. Ein paar Störstreifen laufen dennoch hier und da mal durchs Bild im 4:3 Format. Das Menü der DVD ist zwar nett gestaltet, allerdings etwas gewöhnungsbedürftig.

Die Show zeigt Gallagher in bester Spielfreude, der im typischen Jeans-Outfit ohne Schnörkel und durchchoreografiertes Bühnengehüpfe seine Songs darbietet. Damals ging es noch um die Musik und nicht um bunte Hochglanzevents. Und musikalisch lieferte Rory Gallagher mit seinem zünftigen Bluesrock genau das ab, was sein Publikum erwartete. Gekonnt intoniertes Liedgut, den ureigenen, drahtigen Strat-Sound und einen Frontmann der durch sein Können und seine Authentizität überzeugt. Begleitet wurde er fachgerecht von Mark Feltham (Mundharmonika), Brendan O´Neill (Drums) und Gerry McAvoy (Bass). Gallagher wirkte auf mich immer wie ein ganz normaler Typ von nebenan, ohne Starallüren oder sonstige Marotten. Er war dazu aber auch ein genialer Musiker, mit eigenem Stil und guten Songs. Und exakt das zeigt er auf der DVD Live In Cork. Wer eine Multimediashow sehen will, sollte sich etwas von Take That kaufen, wer jedoch gebührlichen Bluesrock zu schätzen weiß, möge seine Aufmerksamkeit ruhig mal auf diese Konzertaufnahme von Rory Gallagher richten.

Rory Gallagher - Tattoo'd Lady - Cork 1987


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