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Archive for August 2013

Portnoy • Sheehan • MacAlpine • Sherinian – Live In Tokyo

PSMS ist weder die Abkürzung für zyklusbedingte Frauenbeschwerden, noch ist es ein neuer Kurznachrichtendienst (oder doch?). PSMS steht hier für die Supergroup mit Schlagzeuger Mike Portnoy (Dream Theater, Flying Colors, The Winery Dogs, Transatlantic), Bassist Billy Sheehan (Talas, Mr. Big, Niacin, David Lee Roth), Gitarrist Tony MacAlpine und Keyboarder Derek Sherinian (Black Country Communion, Dream Theater, Billy Idol). Von dieser hochkarätigen Arbeitsgemeinschaft erscheint am 30. August 2013 der Konzert-Mitschnitt "Live In Tokyo" vom 14. November 2012 auf DVD, Blu-ray und Doppel-CD.

Portnoy Sheehan MacAlpine Sherinian - Live In Tokyo
Eigentlich kann ich mich kurz fassen und das Konzert wie folgt bewerten: Oberaffengeil!

Ich möchte meiner Leserschaft dennoch ein paar Details nennen, da mir bereits ein Promo-Exemplar auf DVD vorliegt, welches ich gestern mit weit hochgezogenen Mundwinkeln genossen habe. Die Show enthält 16 Songs aus dem Repertoire der einzelnen Bandmitglieder. Zusammen kommt alles auf rund 95 Minuten erstklassiger Unterhaltung mit einer gigantischen Spielfreude und phänomenaler spielerischer Qualität. Die Herren schenken sich nichts und zeigen ihre meisterlichen Künste an den Instrumenten in perfekter Manier. Gerne verfallen musikalische Übertalente auch mal in profilneurotisches Egogedudel und lassen die Mitmusiker schlecht aussehen. Das passiert hier nicht! Bei diesem Konzert brillieren alle zu gleichen Teilen und spielen gemeinsam auf einem Niveau, dass man nur ins Dauergrinsen verfallen kann. Das Timing ist exzellent und das Zusammenspiel vortrefflich. Die Instrumente sind hervorragend abgemischt und der Sound a la bonne heure. Auch Bildqualität und Schnitt entsprechen meinen Vorstellungen einer restlos gelungenen Konzertaufnahme. So gibt es viele Details der feinen Fingerarbeit von Derek Sherinian, Tony MacAlpine und Billy Sheehan. Letzterer zelebriert auch mal wieder eine Menge unorthodoxer Spieltechniken auf dem Bass. Ebenfalls beeindruckend sind die Aufnahmen aus dem Fußraum von Mike Portnoy, dessen Beinarbeit über die massive Hardware nicht weniger sehenswert ist, als das was oberhalb passiert. Wer mit den Namen der Protagonisten und/oder grundsätzlich mit Progressive Rock und Progressive Metal etwas anfangen kann, wird seine größte Freude an diesem exorbitanten Live-Mitschnitt haben. Live In Tokyo von PSMS ist in jeder Hinsicht oberste Top-Qualität! Einen Vorgeschmack liefert der Video-Trailer (oben).


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Grafik-Composing: Torsten Sukrow

The Freddie Mercury Tribute Concert – Endlich auch mit dem ersten Teil der Show auf DVD und Blu-ray

Am 23. November 1991 gab Queen Frontmann Freddie Mercury öffentlich bekannt, dass er an Aids erkrankt sei. Schon am darauffolgenden Tag starb der charismatische Sänger an einer Lungenentzündung. Trotz der längst wabernden Gerüchte über seine Krankheit, war das ein Schock für die Musikwelt und für alle Queen Fans. Um dem Frontmann ihrer Band die Ehre zu erweisen und das Bewusstsein für Aids zu stärken, veranstalteten die verbleibenden Queen Mitglieder Brian May, Roger Taylor und John Deacon am 20. April 1992 (Ostermontag) eines der grandiosesten Musikereignisse der Neunziger Jahre. Das Freddie Mercury Tribute Konzert im Wembley Stadion. Die Einnahmen der Veranstaltung dienten zur Gründung des Mercury Phoenix Trusts, einer gemeinnützigen Organisation zur Bekämpfung von Aids.

The Freddie Mercury Tribute Concert
Die Show wurde damals weltweit live im Fernsehen übertragen und viele haben das Konzert auf (zu der Zeit noch) analogen Videobändern aufgenommen; ich auch. Es war eine Kassette mit fünf Stunden Spielzeit, die auch nahezu gefüllt, aber mit der Zeit nicht besser wurde. Bis dato gab es immer nur den zweiten Teil der Veranstaltung auf Video bzw. DVD zu kaufen, bei dem die drei verbleibenden Queen Mitglieder mit ihren illustren Gästen diverse Songs der Band spielen. Unveröffentlicht blieb jedoch der erste Teil, bei dem es ebenfalls extrem hochkarätig zur Sache ging. In der Neuauflage des Konzertes, das am 30. August auf drei DVDs bzw. auf einer Blu-ray veröffentlich wird, ist nahezu alles enthalten!

Eröffnet wurde das Musikhighlight seinerzeit von Metallica mit drei Songs. Dann kamen Extreme, die ein legendäres Queen-Medley gespielt und damit ihre musikalischen Einflüsse gehuldigt haben. Ich musste über 20 Jahre warten, um diesen phänomenalen Auftritt endlich mal wieder in guter Qualität genießen zu können. Leider wurde die Extreme Version von "Love Of My Life" herausgeschnitten. In diesem, bis dato unveröffentlichten Teil der Show sind auch Guns N’ Roses mit ihrer ebenfalls sagenhaften Live-Version von "Knocking On Heavens Door" vertreten, die zu der Zeit ein Dauerbrenner war. Bob Geldorf und Def Leppard sind auch in Teil 1 zu bewundern. Zwischen den Auftritten wird verschiedenes Material mit Freddie aus Queen-Videos, Konzerten und Interviews gezeigt.

Im Zweiten Abschnitt der Show (DVD 2) findet sich der bekanntere Teil, bei dem sich einige ganz große Stars der Musikbranche die Klinke in die Hand geben und zusammen mit Brian, John und Roger viele Queen Hits spielen. Dabei überzeugten einige Künstler auf beeindruckende Weise. Seal, David Bowie, Lisa Stansfield und erneut Gary Cherone (Extreme) liefern u.a. sehr gute Arbeit ab. George Michael war z.B. bei "Sombody To Love" so grandios, dass zeitweise sogar schon sein Name als möglicher neuer Queen-Sänger gemunkelt wurde. Das hätte spannend werden können! Weniger überzeugend war hingegen Paul Young, der mit "Radio Ga Ga" etwas überfordert war. Und sogar Elton John und Axl Rose standen gemeinsam auf der Bühne und haben zusammen "Bohemian Rhapsody" intoniert. Eine einmalige Zusammenarbeit, bei der deutlich wurde, dass Elton John mit der Tonhöhe des Songs leichte Probleme hatte! Unterm Strich ist die Stimmung, die an diesem Ostermontag 1992 eingefangen wurde jedoch ein Garant für den einen oder anderen Gänsehaut-Anflug. Dass nicht alle Künstler die Queen-Songs perfekt rüberbringen, spielt keine so große Rolle und mag der kurzen Vorbereitungszeit zugeschrieben werden. Am 20. April 1992 wurde aber definitiv Musikgeschichte geschrieben. Eine bunte Truppe von Weltstars sowie Fans in der Arena und weltweit an den Fernsehgeräten haben sich angemessen vor einem der größten Entertainer der 20. Jahrhunderts verneigt – Freddie Mercury.

DVD 3 enthält weitere 77 Minuten Bonusmaterial mit einer Doku zum 10. Jahrestag der Show, einigen Proben, Fotogalerien und Infos zum Mercury Phoenix Trust. Es ist höchste Zeit, dass dieses Konzertereignis nun endlich (fast) vollständig veröffentlicht wird. Das Freddie Mercury Tribute Konzert ist ein Meilenstein und gehört in jede gute Musik-Sammlung!

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Foto: © Universal Records

Bryan Adams – Live At Sydney Opera House [DVD]

Bryan Adams ist seit über 30 Jahren im Geschäft und hat in der Zeit eine Menge Hits geschrieben - für sich, aber ebenso für andere Künstler. Neben seinen Eigenschaften als hervorragender Songwriter kann er auch live mit seiner Reibeisenstimme und herausragender Performance überzeugen. Ein neuer Beleg für diese Live-Qualitäten wird am 30. August auf DVD, Blu-ray sowie als Deluxe-Set (DVD+CD) unter dem Namen "Live At Sydney Opera House" veröffentlicht.

Bryan Adams - Live At Sydney Opera House
Ich wurde erstmals 1983 auf Bryan Adams aufmerksam, als im Fernsehen sein Rockpalast-Konzert gezeigt wurde. Das war der erste Auftritt von Adams in Europa. Anschließend rannte ich los und kaufte mir sein Album "Cuts Like A Knife", das bis heute zu meinen Lieblingsplatten zählt. Es ist die Kombination aus guten Songs, der charaktervollen Stimme und einer klassischen Rock-Instrumentierung mit 2 Gitarren, Bass, Schlagzeug sowie einer extrem gut passenden Hammond-Orgel und teilweise Piano, die mir bis heute gefällt. Später habe ich Bryan Adams auch einige Male live gesehen, wobei er immer seine Band zur Seite hatte. Das Konzert in Sydney, aufgenommen auf der Bare Bones Tour 2011, war jedoch anders.

Bereits 1997 nahm Bryan Adams ein Unplugged-Konzert für MTV auf, bei dem jedoch eine umfangreiche Band und sogar ein Orchester zugegen waren. Von 1999 bis 2001 hat Bryan Adams in einer Trio-Besetzung musiziert, in der er den Bass spielte. Das war mir teilweise etwas zu dezimiert, weil verschiedene Songs nicht funktionierten oder nicht ihr volles Potential zeigen konnten. Der Mitschnitt aus dem Opernhaus in Sydney zeigt einen noch reduzierteren Bryan Adams. Er spielt Akustikgitarre, Mundharmonika und singt natürlich. Begleitet wird er partiell von Gary Breit am Piano. Mehr nicht! Adams steht zeitweise komplett allein auf den Holzbrettern der großen Bühne, angeleuchtet von wenigen Scheinwerfern und spielt seine Lieder. Und trotz dieser Reduzierung funktioniert das Konzert richtig gut und bereitet den Fans im Saal und sicher ebenso in Kürze an den TV-Geräten große Freude. Denn auch mit dem minimalistischen Line-Up vermag der Kanadier das Auditorium mit seinen Songs, dem ausdrucksstarken Gesang und einem sehr guten Gitarrenspiel zu überzeugen. Die Gitarre passt klanglich super und die Stimme hat einfach eine grenzenlose Kraft. Die Auswahl der Titel ist ebenfalls gut getroffen. So finden sich jede Menge große Hits wie "Heaven", "Summer of ´69", "Cuts Like A Knife" oder "(Everything I Do) I Do It For You" in der Playlist. Eine ansprechende Mischung aus 25 Songs, die 103 kurzweilige Minuten füllen. Diese DVD zeigt, dass es nicht wichtig ist, eine riesige Bühnenshow, eine monströse Lichtanlage, oder eine gigantische Band zu haben, um live zu überzeugen. Es reicht ein Mann, der sein Handwerk versteht, authentisch ist und Freude an dem hat, was er macht – Musik! Ein tolles Konzert ohne Tamtam, dafür mit einem sympathischen, nahbaren Bryan Adams, der einfach seine Songs spielt und damit sein Publikum begeistert.

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Foto: PR

Santana & McLaughlin - Invitation To Illumination - Live At Montreux 2011

Carlos Santana und John McLaughlin sind jeder für sich Weltstars und Ausnahmegitarristen. Santana ist der Erfinder des "Latin Rocks" und McLaughlin zählt zu den besten Jazz-Gitarristen des Planeten. 1973 haben die beiden zusammen das Album "Love Devotion Surrender" aufgenommen. Die meisten Titel des Longplayers sowie diverse weitere Songs haben sie am 1. Juli 2011 zusammen auf der Bühne des legendären Montreux Jazz Festivals live dargeboten.

Santana & McLaughlin - Live At Montreux 2011
Santana und McLaughlin sind beide in ihren Genres Virtuosen und seit über 40 Jahren erfolgreich. Die Zusammenkunft dieser Stars schürt die Erwartungen auf ein Konzert-Highlight der Extraklasse. Das Opening des Auftritts wird durch eine lange Ansage des Festival Mitbegründers Claude Nobs und eine anschließende recht improvisiert klingende musikalische Einleitung durch die Band und die beiden Protagonisten zu einer Geduldsprobe. Die Band besteht aus hervorragenden Musikern, was aber auch nicht anders zu erwarten war. Besonders gefallen haben mir David K. Mathews an den Keyboards sowie Etienne M´Bappé am Bass. Isoliert betrachtet sind auch Santana und McLaughlin in der Lage zu überzeugen, nur will das Zusammenspiel irgendwie nicht so richtig klappen. Ich finde zudem, dass Santana seinen Zenit hinsichtlich seiner Spielkunst schon länger überschritten hat. Er wirkt jedoch zeitweise so, als ob er der wichtigste Musiker auf der Bühne wäre. John McLaughlin sucht ständig Blickkontakt und ist technisch um Längen besser, als sein Mitspieler. Er strahlt jederzeit eine tiefe Güte aus und freut sich über die gelungenen Momente mit einem sympathischen Lächeln.

Highlights sind für mich die beiden akustisch vorgetragenen Titel "Naima" und "Lotus Land Op 47, No. 1", die zeitweise sogar leichte Erinnerungen an den Klassiker "Friday Night in San Francisco" wecken. Hier wird die Überlegenheit McLaughlins deutlich erkennbar. Es gibt im Verlauf des Konzertes, das über 2 Stunden läuft, weitere Highlight, die jedoch durch zeitweilig schlechte Abstimmung getrübt werden. Besonders zum Schluss merkt man, dass die Musiker Schwierigkeiten haben, die Stücke zu beenden. Bei "A Love Supreme" wird es Santana sogar zu bunt, so dass er die Bühne verlässt. Vielleicht sind es auch einfach zu viele Instrumentalisten, die in der Anzahl schwer zu koordinieren sind. Dennis Chambers, eine Kapazität am Schlagzeug, kommt neben Cindy Blackman Santana, der Ehefrau von Carlos Santana gar nicht richtig zum Zuge. Trotz aller Qualität, die dieses Konzert natürlich auch beinhaltet, fällt die schlechte Abstimmung trübend auf. Schön ist am Ende des Auftritts die Geste, Festival-Leiter Claude Nobs auf die Bühne zu holen, wo dieser zur John Lee Hooker Nummer "Shake It Up And Go" recht überzeugend die Mundharmonika gespielt hat. Der Reiz dieses Mitschnitts liegt in der Tatsache, dass Santana und McLaughlin zusammen auf der Bühne standen. Bei einer besseren Vorbereitung hätte das ein legendäres Zusammentreffen werden können. Das Konzert erscheint am 16. August 2013 auf DVD und Blu-ray.

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