Username:

Password:

Fargot Password? / Help

Archive for April 2013

Foto: Marco van Rooijen

Ana Popovic – Can You Stand The Heat

Boah, das groovt aber mal so richtig. Während die letzte Scheibe (Unconditional) von Ana Popovic eher back to the roots ging und ruhigerer Natur war, geht auf der neuen CD "Can You Stand The Heat" mit knackigen Funk-Elementen meist die Post so richtig ab.

Ana Popovic - Can You Stand The Heat
Bei der optischen Darstellung von Frau Popovic mögen der eine oder andere Herr und bestimmt auch ein paar Damen von der Musik abgelenkt sein. Die serbische Gitarristin und Sängerin geizt nicht mit ihren Reizen und zeigt offensichtlich gerne ihre weibliche Seite. Nun mag der unkundige Leser meinen, dass man mit hohen Schuhen und langen Beinen nicht unbedingt für den Blues prädestiniert ist. Die oftmals reizvolle Darstellung ist auch nicht jedermanns Sache, aber ein unverkennbares Statement der Künstlerin. Ich kann jedoch die frohe Botschaft verkünden, dass bei Ana Popovic die Musik erster Güte ist. Bereits die ersten Töne der neuen Platte geben die Richtung vor. Sehr funky fühlt man sich sofort in Zeiten zurückversetzt, in denen handgemachte Musik mit synkopierten Bassläufen, groovigen Drums und kernigen Bläsersätzen noch massentauglicher war. Ana Popovic nimmt diesen Faden auf und zeigt wieder mal mit ihrem beeindruckenden Gitarrenspiel und dem gefühlvollen Gesang, dass sie in einer Männerdomäne durchaus ihren Platz gefunden hat. Mit "Can You Stand The Heat" demonstriert sie zudem die Wandelbarkeit des Blues, der nicht nur die Form eines 08/15 12-Takte-Schemas haben muss, sondern so viele weitere interessante Facetten hat. Und interessant ist das Album von Ana Popovic allemal. Es erinnert zeitweise an die Musik von Albert Collins. Als Anpieltipp sei hier mal "Ana´s Shuffle" genannt. Mit einer knappen Stunde Spielzeit beweist die Serbin, dass Blues weder schwarz noch männlich, oder gar traurig ist und auch nicht aus dem Mississippi Delta oder Chicago kommen muss. Ana Popovic zeigt, dass sie mit anständiger Qualität auch ohne Frauenquote begeistert und legt erneut eine Platte vor, die positiv überrascht und zudem auch noch sehr gut klingt. Ich bin von dieser CD sehr angetan und kann sie nur wärmstens empfehlen. Erschienen ist "Can You Stand The Heat" am 19. April 2013 und im Sommer und Herbst gibt es Livetermine: Karten bestellen!

In das Album "Can You Stand The Heat" reinhören und/oder als MP3 bei Amazon.de kaufen:




Ana Popovic – Can You Stand The Heat als CD oder MP3 jetzt bestellen bei:
Diesen Artikel bei Amazon.de bestellen
Diesen Artikel bei JPC bestellen

6.0/62votes
Voting statistics:
RatePercentageVotes
6100%2
50%0
40%0
30%0
20%0
10%0
Foto: PR

Rainbow – Live In Munich 1977 [DVD]

Rainbow zählt unbestritten zu den spannendsten Rockbands der Siebziger Jahre. 1975 nach dem Austritt bei Deep Purple von Ritchie Blackmore gegründet, kann die Band bis in die frühen Achtziger vor allem in Großbritannien einige hohe Chartplatzierungen mit ihren Alben ergattern. Wirklich legendär ist aber für viele nur die frühe Phase der Band, in der Ronnie James Dio am Gesang war und der Musik durch seine Stimme einen ganz eigenen Charakter gab. Dio ist 1978 aufgrund der Spannungen mit Ritchie Blackmore ausgestiegen.

Rainbow - Live In Munich 1977 DVD
Aus dem Jahr 1977 stammt dieser Konzertmitschnitt, der einzige, der jemals in voller Länge mit der klassischen Blackmore-Dio-Powell-Besetzung gefilmt wurde. Am Bass waren Bob Daisley und am Keyboard David Stone frisch besetzt. Bis die Münchener Olympiahalle jedoch in den Genuss der musikalischen Darbietung kommen konnte, war Geduld gefragt. Ritchie Blackmore hatte nämlich zwei Abende zuvor bei einem Auftritt in Österreich Ärger mit der Polizei und musste aus dem Alpenland herausgeschmuggelt werden. Das Konzert begann also erst weit nach Mitternacht!

Ob Ritchie Blackmore aufgrund der Vorkommnisse in Österreich so launisch wirkte, oder ob das seine normalen Allüren waren, kann ich nicht beurteilen. Er macht auf der DVD jedenfalls einen recht angespannten Eindruck. Blackmore war für derartige Stimmungsschwankungen aber auch bekannt. Musikalisch haben alle einen guten Job abgeliefert. Insbesondere Ronnie James Dio zeigte sein ganzes Können als hervorragender Sänger, der von weich und gefühlvoll bis hart und heavy zu jeder Zeit Herr seiner Stimme war, ohne dabei jemals in die Nähe seines Limits zu kommen. Cozy Powell trommelte souverän mit einer Haltung, dessen Anblick mir schon Rückenschmerzen verursacht. Ritchie Blackmore mimte den Boss und bediente in gewohnter Manier seine Strat mit flotten Läufen. Zum Schluss zertrümmerte er dann auch noch ein etwas günstigeres Model der Gitarre und wirkte dabei recht aggressiv. Er schleuderte das Instrument, bzw. dessen gebrochene Reste bedenklich nah an den Köpfen des Publikums vorbei. Passiert ist seinerzeit offensichtlich jedoch nichts.

Alles in allem ist dieses Konzert ein Highlight für Rainbow Fans. Die DVD wurde jedoch in nahezu gleicher Aufmachung schon 2006 veröffentlicht. Geändert hat sich – soweit erkennbar – nur, dass jetzt die Rockpalast- und WDR-Logos mit auf dem Cover abgebildet sind. Die neue Auflage ist dafür aber auch um einiges günstiger. Weil eine TV-Aufnahme von 1977 natürlich nicht an den heutigen Stand der Technik heranreicht, darf man sowohl vom Bild als auch vom Ton keine Wunder erwarten. Insbesondere im Bild laufen teilweise ein paar Streifen durch. Als Zeitdokument dieser beeindruckenden Rainbow Ära bekommt der Fan jedoch einige schöne Stücke präsentiert. Da können mir auch paar Störstreifen den Spaß nicht verderben. Für ein Kind der Siebziger kann das sogar einen gewissen Charme haben. Das Konzert erscheint als DVD und zeitgleich auf Doppel-CD sowie als Vinyl-Doppelalbum am 26. April 2013.


Rainbow – Live In Munich 1977 als DVD, Doppel-CD, Doppel-LP oder MP3 bestellen bei:
Diesen Artikel bei Amazon.de bestellen
Diesen Artikel bei JPC bestellen
Album als MP3 bei Musicload kaufen

6.0/63votes
Voting statistics:
RatePercentageVotes
6100%3
50%0
40%0
30%0
20%0
10%0
Foto: PR

Electric Light Orchestra – Live

Dieses Jahr feiert das Electric Light Orchestra laut der eigenen Webseite seinen 40. Geburtstag/Jahrestag. Ich habe zwar auch Daten, die sagen, dass die Band schon etwas älter ist, aber egal. Aus dem besagten, feierlichen Anlass erscheinen bei Frontier Records am 19. April drei Alben. Zum einen wird eine Live-Show, die 2001 vom Fernsehsender PBS in Los Angeles aufgenommen wurde, erstmals unter dem schlichten Namen "Live" auf CD veröffentlicht. Zum anderen kommen ELO´s "Zoom" und Jeff Lynne´s erstes Solo-Album "Armchair Theatre" jeweils mit 2 Bonus-Tracks als Re-Releases in die Läden. "Zoom" wurde zudem noch remastered.

Electric Light Orchestra - Live
Während die beiden Studio-Alben wohl hauptsächlich für ELO Fans spannend sein dürften, ist die Live-CD durchaus auch für eine größere Zielgruppe interessant. Die Show wurde in Auszügen schon mal auf DVD veröffentlicht. Auf der CD sind jedoch auch die Songs "Secret Messages", "Sweet Talkin' Woman", "Twilight", und "Confusion", die auf der DVD fehlten. Zudem sind auch hier zwei weitere, unveröffentlichte Studio-Tracks von 1992 und 2010 enthalten.

Warum ist das Album nun so interessant? Ich habe mich schon öfter dabei erwischt, wenn ELO Songs im Radio liefen, dass ich lauter machte, mich an den Liedern erfreute und sogar – sofern niemand zuhörte –mitsang. Die Band um Jeff Lynne hat einfach diverse Welthits im Repertoire, die richtig gut sind. Über 50 Millionen verkaufte Tonträger sprechen für sich. Sowohl das markante Songwriting, als auch die Instrumentierung und die brillante Stimme von Jeff Lynne sorgten für Meilensteine in der Rockgeschichte. Die vorliegende Scheibe enthält einige der großen Hits wie z.B. "Evil Woman", "Livin’ Thing", "Mr. Blue Sky" oder "Don’t Bring Me Down". Getragen wird das ganze durch eine hervorragende Live-Band, die auch die anspruchsvollsten Parts hinsichtlich des Satzgesangs in den Stücken mit Bravur meistert. 2 Cellistinnen runden das Gesamtbild sauber ab. Die CD ist also für die eingefleischten Fans vom Electric Light Orchestra ein Muss, aber auch für Freunde guter Siebziger- und ggf. noch Achtziger-Musik ein Leckerbissen. Leider fehlen einige tolle Hits wie z.B. "Hold On Tight", "Rock ’n’ Roll Is King", "Calling America",… Dennoch ist dieses Konzert ein netter Tripp in meine Kindheit/Jugend und weckt gute Erinnerungen! Ich denke, dass es anderen Hörern ähnlich gehen wird. Das Album erscheint als limitiertes Ecolbook.

Die drei ELO bzw. Jeff Lynne Veröffentlichungen
Cover
Titel
Bestellen bei
Electric Light Orchestra – Live
Electric Light Orchestra - Live
Diesen Artikel bei Amazon.de bestellen
Electric Light Orchestra - Zoom
Electric Light Orchestra - Zoom
Diesen Artikel bei Amazon.de bestellen
Jeff Lynne - Armchair Theatre
Jeff Lynne - Armchair Theatre
Diesen Artikel bei Amazon.de bestellen
    
6.0/62votes
Voting statistics:
RatePercentageVotes
6100%2
50%0
40%0
30%0
20%0
10%0
Foto: PR

Danny Bryant – Hurricane / Neues Album und Tour

Der 32-jährige Brite Danny Bryant veröffentlicht am 19. April bereits sein neuntes Album Hurricane. Vor gut einem Jahr hatte ich schon die Live-CD Night Life zur Rezension vorliegen, welche auch durchaus lobende Worte bei mir fand. Nun steht das frische Werk auf dem Prüfstand.

Danny Bryant - Hurricane
Das schlichte Design des CD-Covers im zurückhaltenden Schwarz/Weiß passt scheinbar nicht so ganz zum Titel Hurricane. Das soll hier aber nicht weiter stören, schließlich soll so eine Platte mit den inneren Werten überzeugen. Nach dem Start des Longplayers drückt gleich das eingängige Gitarrenriff von "Prisoner Of The Blues" auf die Membranen. Der Songtitel erinnerte mich flugs an Walter Trout´s "Prisioner Of A Dream", vom gleichnamigen Album aus dem Jahr 1990, ein Song, den ich bis heute ziemlich genial finde. Danny Bryant´s Eröffnungstitel enthält ebenfalls das Potential über Dekaden zu begeistern. Die Nummer hat Druck, gute Solopassagen und wieder erinnert mich sein Gesang partiell an Ian Gillan (Deep Purple). Der Titelsong "Hurricane", eine eher ruhige Nummer, lässt sowohl vom Song, als auch vom Gesang leichte Assoziation zu einem gewissen Jon Bon Jovi zu. Das muss jetzt nicht für jeden einen Anlass zum Kauf darstellen, zeigt aber auf jeden Fall die Wandelbarkeit von Danny Bryant. Der im Song besungene Hurricane ist übrigens mit Herzschmerz des Sängers gleichzusetzen, was die eher ruhige Stimmung des Titels erklärt und somit auch die oben erwähnte Covergestaltung. Es geht halt um den Blues!

Aufgenommen wurde das Album in der Zurückgezogenheit der Grafschaft Cornwall im Südwesten Großbritanniens, ohne technische Errungenschaften wie das Internet und selbst ein Telefonnetz ist dort kaum vorhanden. In dieser Abgeschiedenheit konnte sich Danny Bryant voll auf die Musik konzentrieren. Und herausgekommen ist tatsächlich ein solides Blues-Rock-Album. Bei einigen Stücken sind die Enden für meinen Geschmack etwas flatterig. Im positiven Gesamtbild ist das aber zu verschmerzen. Auch wenn der Vergleich ggf. etwas hinkt, ist das Gitarrenspiel gegenüber des letzten Livealbums sauberer. Das kann natürlich durch die wesentlich legereren Bedingungen im Studio begünstigt sein, aber auch durch eine Entwicklung in der Spieltechnik. In meiner letzten Rezension hatte ich mir gewünscht, dass Danny Bryant noch mehr seinen eigenen Sound findet. Und ich denke, er ist auf einem sehr guten Weg. Da viele Songs des Albums mit 2 Gitarren oder zusätzlichen Keyboards aufgenommen wurden, bleibt abzuwarten, wie das Ganze in der Formation des Power-Trios live herüberkommt. Ansehen und anhören kann man sich das auf der anstehenden Tour. Musikalisch und spielerisch hat Danny Bryant auf jeden Fall wieder einen Sprung nach oben gemacht.

Danny Bryant – Hurricane – Tour Termine
Datum Ort Location
18.04.2013 Unna Lindenbrauerei
19.04.2013 Köln Yardclub
20.04.2013 Rutesheim Uhlenspiegel
21.04.2013 Freiburg Jazzhaus
22.04.2013 A-Salzburg Rockhouse
24.04.2013 München Garage Deluxe
25.04.2013 Erfurt Museumskeller
26.04.2013 Torgau Kulturbastion
27.04.2013 Berlin Quasimodo
    
Tickets für Danny Bryant bei eventim.de bestellen

Danny Bryant 'Hurricane' Album Preview



Danny Bryant – Hurricane als CD, Vinyl oder MP3 jetzt bestellen bei:
Diesen Artikel bei Amazon.de bestellen
Diesen Artikel bei JPC bestellen
Album als MP3 bei Musicload kaufen

Das angezeigte Video wird von YouTube bereitgestellt!

6.0/61vote
Voting statistics:
RatePercentageVotes
6100%1
50%0
40%0
30%0
20%0
10%0