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Archive for March 2012

Foto: Andrew Southam

John Pizzarelli – Double Exposure

Der Name Pizzarelli ist in der Jazz-Szene schon seit Jahrzehnten ein Begriff. Beginnend mit Bucky Pizzarelli, dem Vater von John Pizzarelli, der durch Oldtime-Jazz und Swing bekannt wurde. Auch das Pizzarelli Trio, bestehend aus John, seinem Bruder Martin am Bass sowie Ray Kennedy am Klavier, sind eine bekannte Größe. John Pizzarelli ist seit fast 30 Jahren im Musikbusiness und hat den Jazz in verschiedenen Facetten ausprobiert. Dabei hat er seinen eigenen unverwechselbaren Sound kreiert. 2011 waren er und sein Vater auch als Musiker auf dem Jazz-Album "Kisses On The Bottom" von Paul McCartney zu hören.

John Pizzarelli - Double Exposure
In Deutschland kommt nun 1,5 Monate früher, als in den USA das neue Album von John Pizzarelli, "Double Exposure" in den Handel. Im Booklet schreibt er, dass es eine weitere CD auf der langen "To-Do-Liste" der Platten war, die er unbedingt machen wollte. Er hat oft Listen mit den Songs geführt, die ihn begleitet haben und wichtig für ihn waren. Mit der Zeit haben sich einige Titel herauskristallisiert, denen er sich auf der neuen CD gewidmet hat. Es geht auf "Double Exposure" darum, bekannte Lieder mit anderen zu kreuzen, so dass man zwar beide Grundthemen erkennt, aber dennoch eine ganz spezielle Interpretation entsteht. So hat John Pizzarelli z.B. "I Feel Fine" von den Beatles mit "Sidewinder" von Lee Morgan kombiniert. Geht nicht? Doch das geht! Pizzarelli interpretiert aber auch andere Songs wie "Harvest Moon" von Neil Young, "Free Man In Paris" von Joni Mitchell oder "Alison", das für Elvis Costello bereits ein Hit war, auf eine angenehm jazzige Art. Die populären Songs im Jazzgewand von Wes Montgomery, Billy Strayhorn, Thad Jones oder John Coltrane erinnern stilistisch an die Sechziger, als Songwriter wie Carole King & Gerry Goffin, Jerry Leiber & Mike Stoller oder Burt Bacharach & Hal David für die großen Stars Lieder schrieben. Von Leiber/Stoller stammt auch der 4. Track des Albums, "Ruby Baby". Alles hat einen hohen musikalischen Anspruch, ist aber dennoch leicht und entspannt zu hören. Sowohl an der Gitarre, als auch am Gesang überzeugt John Pizzarelli. Der Klang der Gitarre ist weich, aber brillant, was mir sehr gut gefällt. Rund 55 Minuten hervorragend gespielter sowie hochwertig klingender Jazz werden den anspruchsvollen Zuhörer erfreuen!

John Pizzarelli - Double Exposure


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Foto: Hypertension Music

Ledfoot – Gothic Blues Volume One

Weiße Haare, schwarze Kleidung, schwarz lackierte Fingernägel und zahlreiche Tattoos; Das ist der Wahl-Norweger Ledfoot (aka Tim Scott McConnell). Geboren 1958 in einem Trailerpark in Florida und als Sohn von Wanderarbeitern durch die USA gereist, fing er im Alter von 15 Jahren an, in Biker Bars Musik zu machen. Mit 17 ging er nach New York, um in Undergroundclubs zu spielen. Der Mann ist ein Ausnahmekünstler mit großer Ausstrahlungskraft, in seiner Art sicher mit Alleinstellungsmerkmal und kein Unbekannter in der Musikszene. Seine früheren Bands hießen The Rockats (ab 1979) sowie The Havalinas (ab 1989) und er tourte mit Größen wie Bob Dylan, Chris Isaak oder Tina Turner. 1996 covert sogar der Boss Bruce Springsteen den Havalinas Song "High Hopes".

Ledfoot - Gothic Blues Volume One
Nun erscheint das neue Ledfoot Album, "Gothic Blues Volume One". Tim Scott McConnell gilt als Meister der 12-saitigen Gitarre, der Gothic Blues ist eine von ihm kreierte Musikrichtung. Hier verbindet er klassischen Blues und Bluesrock mit lyrischen Gothic Elementen. Es gibt viel Slidegitarre und charismatischen Gesang. Heraus kommen melancholische bis düstere, aber kraftvolle Songs, die mich gesanglich teilweise an Jim Morrison (The Doors) erinnern. Und optisch könnte er doch durchaus der ältere Bruder von Dave Gahan (Depeche Mode) sein, oder? Die Texte von Ledfoot sind kurz und knapp, aber sehr bissig und mit einer Spur Extravaganz. Der Mann ist ein Unikum und seine Musik speziell. Live ist Ledfoot voller Energie und zieht seine Zuhörerschaft in den Bann. 2011 konnte er auf dem legendären Glastonbury Festival im Südwesten Englands Publikum und Presse begeistern. Eine Kostprobe aus dem neuen Album findet Ihr im Videoclip:

Ledfoot - What you mean to me


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Foto: Jeff Dunas

Janiva Magness – Stronger For It

Eine der ausdrucksvollsten Stimmen im zeitgenössischen Blues hat mit Sicherheit US-Sängerin Janiva Magness aus Detroit. Sie ist aktuell für die Blues Music Awards 2012 von der amerikanischen Blues Foundation als "Contemporary Blues Female Artist" nominiert. Den Preis hat sie bereits 2006 und 2007 verliehen bekommen. Die diesjährige Verleihung findet am 10. Mai 2012 im Memphis, Tennessee statt. Ich habe das aktuelle Album von Janiva Magness, "Stronger For It" vorliegen und kann die Award-Nominierung sehr gut nachvollziehen!

Janiva Magness - Strong For It - Cover
12 solide Contemporary Blues Nummern enthält der Longplayer, der weniger ausschweifende Instrumenten-Soli enthält, dafür jedoch durch die tiefgründige und erfahrene Stimme von Janiva Magness überzeugt. Mit 55 Jahren ist sie in den sogenannten besten Jahren und kann die Songs mit ihrer Erfahrung extrem authentisch vortragen. Janiva Magness ist durch die harte Schule des Lebens gegangen. Als sie 16 war, haben sich Ihre Eltern das Leben genommen. Sie lebte zeitweise auf der Straße oder zog von einem Pflegeheim zum nächsten. Mit 17 wurde sie Mutter und gab ihre Tochter zur Adoption frei. Eines Nachts sah sie in Minneapolis in einem Club Otis Rush. Diesen Abend empfand sie wie ihre Erlösung und erkannte, dass der Blues ihr Ding sei. Sie besuchte viele weitere Konzerte verschiedener Blueskünstler, auch ihrer Favoriten Johnny Copeland und Albert Collins. Diese Musik gab ihr und ihrem Leben eine Orientierung. Erst Jahre später bekam sie dann die Chance selbst als Backgroundsängerin tätig zu werden. Anfang der Achtziger gründete sie in Phoenix mit Unterstützung von Bob Tate, der musiklischer Leiter für Sam Cooke war, ihre erste Band "Janiva Magness and the Mojomatics". Sie hat sich über Jahre mit harter Arbeit, unzähligen Konzerten und einer auffallenden Stimmfarbe zu einer anerkannten Bluessängerin hochgearbeitet. Janiva Magness singt nicht nur den Blues, sie blickt auf ein bewegtes Leben zurück und hat den wahren Blues immer wieder schmerzhaft erfahren! Ihre Geschichte bekommt durch die Musik ein Ventil. Die Stimme von Javina Magness hat reichlich Patina und macht das neue Album zu einem ganz besonderen Werk. Sie ist also hoffentlich jetzt im Hinblick auf ihre eigene Geschichte, die bis zuletzt immer wieder Tiefschläge für sie bereithielt, in ihren persönlich besten Jahren. Musikalisch ist sie es auf jeden Fall! Die CD ist sehr hochwertig gemischt; der Klang ist luftig und angenehm dynamisch. Bluesfreunde sollten sich "Stronger For It" definitiv anhören!

Janiva Magness - I Won't Cry (Feat. Dave Darling)


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Foto: PR

Exilia – Decode

Aus der Modestadt Mailand kommt die Nu-Metal bzw. Alternative-Rock Band Exilia, die eine Spur knackiger als Gruppen, wie z.B. die Guano Apes oder Evanescence musiziert. Frontfrau Masha kommt auch optisch auffälliger um die Ecke. Knallrotgefärbter Pony im Gesicht, ein blonder Pferdeschwanz und rasierte Schädelseiten sind schon ein visuelles Statement. Stimmlich legt Masha ebenfalls gut vor. Bei Bedarf kann sie richtig Gas geben und ganz schön aggro klingen! Dabei ist sie in der Intonation jedoch immer sauber.

Exilia
Am 30. März 2012 erscheint das neue Album Decode, welches bereits das fünfte Werk der Italiener ist. Besonders die Single "Over The Edge", bei der Stephan "Gudze" Hinz (H-Blockx) den Bass zupft, kommt schön dynamisch und mit einem geilen Drumfill vor dem Refrain aus den Startlöchern. Den Song könnt Ihr Euch im Video antun. Selbiges ist durch eine Kurzgeschichte von Roald Dahl inspiriert!

Exilia - Over The Edge


Laut Pressetext sind Exilia die Kombination aus aggressiven Gitarrenriffs, schwer prügelnden Drums, knackigem Bass sowie mächtiger Texte und kraftvollen Gesangs. Das kann ich nach dem Durchhören der neuen CD bedenkenlos bestätigen. Die Musik wird die Nachbarn in der hellhörigen Mietsbutze nicht gerade begeistern, denn Exilia braucht Lautstärke, um richtig zu rocken. Wer der Räumungsklage wegen Lärmbelästigung gelassen entgegensehen kann, darf sich ab 30.03.2012 auf Auseinandersetzungen mit seinen Hausgenossen und natürlich dem frischen Longplayer von Exilia freuen. Ach, live sind die Mailänder ebenfalls sehr fleißig. 150 – 200 Konzerte stehen pro Jahr im Terminkalender von Exilia.

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Foto: Michaela Lüttringhaus
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Rock 'til You Drop – Tu es, bevor es zu spät ist!

Rock 'til You Drop... so lautet der bekannte Refrain von Status Quo. Als ich jung war, habe ich selbst in verschiedenen Formationen Musik gemacht. So habe ich z.B. in einer Coverband namens "Die Bietels", die Stücke einer Gruppe aus Liverpool interpretiert hat, Gitarre und Keyboard gespielt sowie gesungen.

"Die Bietels" - (Der Herr mit der Gitarre bin ich!):
Die Bietels © SULUPRESS.DE
Wir hatten einige peinliche, aber auch extrem geile Auftritte. Eine der besten Shows war sicher die, auf dem Jübek Open Air 1992, als wir vor mehreren tausend Leuten dafür sorgten, dass der komplette Ablaufplan durcheinandergeriet und selbst Joe Cocker, der abends auf der Hauptbühne erwartet wurde, 20 Minuten später als geplant beginnen musste. Der Auftritt hat riesigen Spaß gemacht! Obwohl wir bei glühender Mittagshitze um 14.00 Uhr in einem Zelt, mit schwarzen Anzügen auf der Bühne standen, haben wir das Publikum mit unseren Interpretationen so begeistert, dass wir während unseres Auftritts das Festival beherrschten. Es war wie ein Rausch, der auch heute, knapp 20 Jahre später noch Begeisterung bei mir auslöst! Leider ist das aber nur noch die Erinnerung. Im Trott und der Bequemlichkeit des Alltags ist das Musikmachen immer weniger geworden. Schade! Doch nun wurde ich durch einen halbverwesten Zombie (siehe Video) wachgerüttelt und überlege tatsächlich wieder aktiv zu werden. Und das kannst du auch! Hol deine Gitarre, dein Keyboard oder dein Schlagzeug wieder hervor, rufe die alten Kumpels an und probt wieder gemeinsam. Man muss nur seinen Allerwertesten mal hochkriegen und es einfach TUN, BEVOR ES ZU SPÄT IST!

Dieses Video wird auch dich überzeugen:


Deine Zeit läuft. Also, warum noch länger warten? Instrument abstauben und einfach wieder anfangen! Music Your LifeLass DEIN Spiel beginnen!

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Foto: PR

Joe Bonamassa – Beacon Theatre – Live From New York (DVD)

Die DVD-Verkäufe laufen bei Joe Bonamassa recht gut. Nach "Joe Bonamassa Live At Rockpalast" sowie der sehr erfolgreichen Publikation "Joe Bonamassa - Live from the Royal Albert Hall" hat sich der Blues-Virtuose diesmal im legendären Beacon Theatre in New York filmen lassen, in dem auch schon die Rolling Stones den Konzertfilm "Shine A Light" von Martin Scorsese produzieren ließen. Das Ambiente des Konzertes stimmt also schon mal. Über die Fingerfertigkeit von Joe Bonamassa an der Gitarre zu schreiben, wäre hier überflüssig. Der Mann kann getrost als Benchmark im Bluesrock bezeichnet werden, was er auch auf der aktuellen DVD wieder eindrucksvoll unter Beweis stellt.

Joe Bonamassa - Beacon Theatre Live From New York
Aufgenommen wurde das Konzert am 5. November 2011. Seine Band setzt sich aus Carmine Rojas am Bass, Tal Bergmann am Schlagzeug sowie Rick Melick an den Keyboards zusammen. Diesmal meistert ein Trommler die Show alleine und zwar sehr souverän 🙂 Die Band macht einen sehr überzeugenden Job, so dass es musikalisch erneut ein Hochgenuss ist, den Herren zuzusehen und zuzuhören. Dass Joe Bonamassa längst in der Elite der Top-Musiker angekommen ist, beweist auch seine Gästeliste. Auf der DVD sind jeweils zwei Songs mit John Hiatt, Paul Rodgers (Bad Company, Free, Queen) sowie der noch nicht so bekannten Beth Hart enthalten. Gerade Beth Hart singt mit einer Röhre, die es in sich hat. Sie klingt teilweise tatsächlich wie der junge Robert Plant (Led Zeppelin), was sie in Solo-Shows mit einer phantastischen Coverversion von "Whole Lotta Love" (Video bei YouTube) untermauert! Mit Beth Hart hat Joe Bonamassa 2011 auch eine gemeinsame CD eingespielt. Im Bonusmaterial sehen wir dann noch David Crosby (Crosby, Stills and Nash), der Joe Bonamassa vor dem Konzert besucht und ein paar Open-Tunings auf der Gitarre zeigt. Ein herausragendes Highlight ist der Song "Woke Up Dreaming" auf der Bonus-DVD. Den Song spielt Bonamassa auf einer Akustikgitarre ohne weitere Begleitung und demonstriert damit sein überragendes Können. Der Titel erinnert durchaus an die High-Speed-Orgien von Al Di Meola, John McLaughlin und Paco de Lucía auf "Friday Night in San Francisco". Genial! Das Konzert aus dem Beacon Theatre ist nicht so rockig, wie die Rockpalast DVD, aber für meinen Geschmack qualitativ deutlich über der Royal Albert Hall DVD. Für Bonamassa Fans ist diese Videoscheibe sowieso ein "Must-Have", alle anderen Gitarrenfreunde sollten sich das Werk aber auch unbedingt mal zu Gemüte führen, wenn sie einer gepflegten Fingerakrobatik auf dem Griffbrett zugetan sind. Für Joe Bonamassa hat sich das Üben in frühen Jahren auf jeden Fall gelohnt. Man glaubt immer er sei auf dem Zenit seiner Karriere angekommen. Aber dann er legt doch noch wieder eine Schippe drauf. Ein klasse Konzert, das erneut belegt, dass Blues auch im 21. Jahrhundert extrem angesagt ist, wenn er von solchen Könnern wie Joe Bonamassa vorgetragen wird! Joe Bonamassa – Beacon Theatre – Live From New York gibt es als Doppel-DVD bzw. als Blu-ray ab 23.03.2012.

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Danny Bryant´s Redeyeband – Night Life – Live In Holland

In der Fachpresse habe ich schon öfter über Danny Bryant gelesen. Dort wird der englische Bluesgitarrist und Sänger teils hoch gelobt. Insbesondere weil er permanent auf Tour ist, gebührt ihm schon mal der Preis für den Fleiß. Er spielt jährlich über 150 Konzerte! Am 9. März kam zeitgleich der Live-Mitschnitt eines Konzertes vom 17. September 2011 auf CD und DVD raus. Ich habe die CD "Night Live" zum Probehören erhalten.

Danny Bryant - Night Life
Danny Bryant spielt seinen Blues mit dem nötigen Feeling und wirkt dadurch authentisch. Technisch hat er (noch) nicht die Brillanz wie Joe Bonamassa oder Robben Ford, aber seine Gitarre erzählt ehrliche und schmerzvolle Geschichten mit reichlich Crunch. Zudem hat er eine powervolle Stimme, die z.B. in "Just As I Am" sehr an Ian Gillan (Deep Purple) erinnert. Er kann die Töne aber auch mal wie Joe Cocker rausdrücken. Gesanglich bedient er das Bluesrock-Genre also ziemlich gut. Für meinen Geschmack könnte er den Gitarrensound jedoch noch etwas optimieren. Er spielt hauptsächlich eine strat-ähnliche "Fret King Corona SP", die mit 2 Single Coils und einem P-90 Pickup bestückt ist. Der P-90 hat extrem viel Output, was über den Marshall Amp in High-Gain-Einstellung leider partiell etwas matschig bzw. zu fett klingt. Wenn er die Verzerrung mehr über den Volumenregler der Gitarre und die Spieltechnik rausholen würde, wäre es vielleicht noch ein wenig geiler! Ihm fehlt also noch ein wenig der eigene, unverkennbare Sound, der für einen Gitarristen extrem wichtig ist. Bei seiner Spielpraxis sollte da jedoch noch Luft nach oben sein. Vielleicht sollte er ebenfalls mit dem Equipment experimentieren, um den einmaligen Danny Bryant Sound zu finden. Der Klang des Albums wirkt teilweise etwas dick und leicht mittenlastig. Zudem ist der Livemix nicht ganz optimal. Dass der Applaus des Publikums nach den Songs hochgezogen wird, ist normal. Es sollte aber nicht das Klangbild so sehr beeinflussen, wie es hier zum Teil der Fall ist. Am Ende der John Hiatt Nummer "Master Of Disaster" wird der Pegel sehr schlagartig und deutlich vernehmbar angehoben (im Video ist diese Stelle deutlich bei 1:34 hörbar). Das hätte man besser machen können! Die CD ist mit gut 68 Minuten Spielzeit gut gefüllt und für Bluesrockfans durchaus ein Tipp. Lange Stücke, mit ausgiebigen Soloanteilen finden auch 2012 viele Freunde!

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Foto: Christoph Koestlin / Universal-Music

Stefanie Heinzmann – Stefanie Heinzmann

Ich habe mir häufiger die Frage gestellt, warum Gewinner von Casting-Shows oftmals genauso schnell wieder in der Versenkung verschwinden, wie sie aus selbiger hervorgeholt wurden. Bei dem Format "Popstars" auf Pro7 liegt die Antwort auf der Hand. Dort wurde den Gewinnern der letzen Staffeln in der Regel nach dem Sieg die komplette Persönlichkeit amputiert. Die "Popstars" werden zu Marionetten, die weder über ihre Frisur, noch ihre Klamotten, geschweige denn über die Musik bestimmen dürfen. So wirkt es zumindest! Wird während der Folgen noch Authentizität der Kandidaten gefordert, kommt es anschließend zum Sinneswandel. So wurde bei der letzten Staffel aus der jungen Meike E., die als schüchternes Gothic-Mädchen antrat, nach ihrem Sieg eine Art buntgefärbte Pippi Langstrumpf mit Latzhosen. Die Ärmste sah aus, als ob sie vor 20 Jahren im Kindergarten vergessen wurde. Die anderen 3 Mädchen, die es damals in die Plastik-Band LaVive schafften, haben es kaum besser getroffen. Das Ergebnis war die totale Erfolglosigkeit – im Übrigen beim Popstars-Format die zweite in Folge. Vielleicht sollte man die Sieger solcher Shows nicht von Strategen bis zum Schnürsenkel als Werbeträger durchplanen lassen, sondern die Persönlichkeiten und die musikalischen Qualitäten der zukünftigen Popstars in den Vordergrund stellen!

STEFANIE HEINZMANN - Album Cover
Besser war es bei Stefanie Heinzmann, die in Stefan Raab´s Casting-Show "SSDSDSSWEMUGABRTLAD" (Stefan sucht den Superstar, der singen soll, was er möchte und gerne auch bei RTL auftreten darf) im Januar 2008 gewonnen hat. Der Unterschied, ist der, dass Stefanie Heinzmann auch nach dem Sieg die bleiben durfte, die sie vorher war, also authentisch sein konnte. Das Publikum merkt so etwas scheinbar sehr genau! So blieben bei Stefanie Heinzmann bis heute die Piercings in der Lippe und bei der Kleidung scheint sie ebenfalls weiter ihren Stil zu fahren! Auch wenn die Songs von externen Autoren kommen, was bei Weltstars wie z.B. Joe Cocker oder Rod Stewart ebenso der Fall ist, konnte die sympathische Schweizerin durch ihre natürliche Art sowie die gute Stimme überzeugen und veröffentlicht nun bereits ihr drittes Album! Dieses heißt ganz schlicht "Stefanie Heinzmann". Die Namensgebung und die Frage, des richtigen Zeitpunkts, wann man ein Album nur mit seinem Namen betiteln darf oder sollte, wird mir persönlich im Promotext etwas zu sehr thematisiert. Also komme ich mal gleich zur Musik! Es gibt 13 neue Stücke, die sich auf knapp 42 Minuten aufteilen. Die erste Single "Diggin‘ In The Dirt" erfüllt das, was man von einem guten Popsong erwartet. Ein tanzbarer Beat, eine schöne Steigerung und ein toller Refrain, der im Kopf bleibt. Auch der Opener der CD, der Song "Fire" hat Hit-Potential und verlangt danach, die zweite Single-Auskopplung zu werden. Weitere Highlights des Albums sind die gefühlvoll gesungene Ballade "Everyone´s Lonely", geschrieben von Jamie Cullum sowie "Numb The Pleasure", eine feine Disco-Funk-Nummer á la Siebziger Jahre mit einem klasse Bass-Groove und dem Text von der Künstlerin selbst! Stefanie Heinzmann tritt den Beweis an, dass man auch als Gewinnerin einer Casting-Show über einen längeren Zeitraum erfolgreich sein kann. Und gerade mit dem "Makel" "Casting-Star" hat man es vermutlich, aufgrund der teils unsäglichen Herangehensweise der Verantwortlichen besonders schwer! Sie ist sie selbst geblieben und hat einfach eine klasse Stimme. Das neue Album "Stefanie Heinzmann", das am 16. März erscheint, ist hochwertig produziert und dürfte den Status einer etablierten Künstlerin weiter untermauern, so dass wir uns wohl auch in Zukunft auf frisches Liedgut der 22jährigen freuen dürfen. Den Zusatz "Casting-Star" können wir dann auch zu den Akten legen. Darüber ist Stefanie Heinzmann längst hinausgewachsen.

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Axel Rudi Pell - Circle Of The Oath

Der frühere Steeler Gitarrist Axel Rudi Pell ist seit 1989 mit der Band aktiv, die unter seinem Namen erfolgreich "firmiert". Neben den Live-Shows produzieren die Heavy Metal Urgesteine auch zahlreiche Alben. Und es folgen munter weitere Werke. Kenner der Branche sind mit den deutschen Metallern natürlich bestens vertraut. Nicht umsonst schafften es die die beiden Vorgängeralben "The Crest" auf Platz 23 und "The Ballads IV" auf Platz 29 der Charts. Das sind für dieses Genre sehr respektable Platzierungen. Die Fangemeinde von Axel Rudi Pell dürfte also quantitativ stattliche Ausmaße haben.

Axel Rudi Pell - Circle of the Oath
Der Erfolg der Band liegt vielleicht an der Geradlinigkeit. Schaut man sich alle Alben-Cover seit 1989 an, fällt auf, dass diese fast ausnahmslos die gleiche Linie verfolgen. Oben, meist mittig, das Band-Logo immer im gleichen Schrifttyp, unten in der Regel der Name der Platte. Als Coverabbildung gibt es größtenteils Airbrush-Gemälde mit metallkompatiblen Fantasy-Motiven. Bei Firmen nennt man so etwas Corporate Idendity bzw. Corporate Design. Eine durchgängige Linie schafft Vertrauen und baut eine Bindung auf. Was für einige vielleicht einfallslos aussieht, ist unter Gesichtspunkten des Marketings vielleicht sogar genial. Diese Linie verfolgt Axel Rudi Pell auch bei der Musik. Keine Experimente, keine neuen Sounds. Man verlässt sich auf das was man kann und optimiert das. Die E-Gitarren ertönen nach wie vor singend aus den Röhrenbefeuerten Full Stacks, der Gesang von Johnny Gioeli klingt so wie man sich das bei einer erdigen Metall-Kapelle vorstellt. Alles erinnert an die Hairy-Metal-Bands der Achtziger und Neunziger, wobei der Terminus "Hairy" eigentlich nur noch auf Mastermind Axel Rudi Pell zutrifft. Der Rest der Band trägt das Haupthaar eher kurz. Auch bei der Besetzung greift die Konstanz. Die Band spielt in der aktuellen Formation bereits seit 1998 zusammen. Circle Of The Oath – das 23. Album von Axel Rudi Pell, das am 23. März das Licht der Welt erblicken wird – ist eine Solide Metal-Platte und wird die treuen Fans selbstverständlich wieder begeistern. Und selbige dürfen sich ab 20. April ebenfalls auf eine Tour und Festivalshows u.a. beim Wacken Open Air freuen. Tickets für die Circle Of The Oath - Tour von Axel Rudi Pell gibt es hier.

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Morblus – Deluxe (Live At The Camploy Theatre)

Die Bluesmusik hat einige verschiedene Facetten. So gibt es z.B. den Delta Blues dessen wichtigste Figur wohl Robert Johnson war und der sozusagen dem Mississippi-Delta entsprang. Andere Blues-Stile sind ebenfalls namentlich mit der Region verbunden, in der sie entstanden sind. Es gibt den Chicago Blues (Buddy Guy, Bo Diddley, Luther Allison, Muddy Waters,…), den Texas Blues (Albert Collins, Freddy King, Stevie Ray Vaughn,…) den Britischen Blues (Eric Clapton, John Mayall, Alexis Korner,…) und vielleicht auch schon den Italian Blues? Na gut, ganz so weit will ich mich nun doch nicht aus dem Fenster lehnen! Die italienische Band Morblus spielt dennoch einen beeindruckenden Blues, der stilistisch allerdings etwas breiter gefächert ist.

Morblus Deluxe Cover
Die vorliegende CD ist ein Livemittschnitt eines Konzerts vom 17. November 2006 im "Teatro Camploy" in Verona. Frontmann Roberto Morbioli spielt hauptsächlich eine Fender Telecaster über klassische Fender Röhrenverstärker und zaubert damit die typisch drahtigen, leicht mittigen Sounds. Zudem hat er eine recht interessante Stimme – passend zur Musik. Ich würde den Stil der Band grundsätzlich eher dem Chicago Blues zuordnen. Es gibt auf der CD aber auch Rockabilly (Jungle Night), rockiges und Stücke, die z.B. in Richtung Eric Clapton oder Joe Cocker (I Can´t Go Wrong) gehen. Es ist also eine bunte Mischung, die jedoch in sich geschlossen ist. Alles dreht sich doch immer um den Blues und die Band bedient die einzelnen Varianten absolut überzeugend. Dafür sorgt eine gut eingespielte Truppe mit zwei Keyboardern, einem zweiten Gitarristen, Bassist, Drummer und einem weiblichen Backgroundchor. Insgesamt stehen 10 Leute auf der Bühne, die ihr Handwerk verstehen. Die gute Klangqualität der CD ist ein weiterer Pluspunkt, der dem ambitionierten Bluesfan jede Menge Freude bereiten sollte. Als letztes Stück des Albums gibt es dann noch den Achtziger-Hit "Purple Rain" von Prince. Gut 72 Minuten erklingt dieser gelungene Morblus Mitschnitt und liefert eine richtig gute Liveclub-Atmosphäre mit tollen Blues-Songs ins heimische Wohnzimmer.

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