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Archive for January 2012

Foto: Cameron Wittig

The Pines – Dark So Gold

The Pines sind eine Folk-Indierock Band aus Minneapolis im mittleren Westen der USA, die mir bis vor Kurzem nicht bekannt war. Das mir vorliegende Album "Dark So Gold" ist jedoch bereits das vierte Werk der Gruppe um die beiden Frontmänner Benson Ramsey und David Huckfelt. Interessanterweise greifen auch beide zu etwa gleichen Teilen zum Mikrophon und geben den Songs mit ihren markanten, aber unterschiedlichen Stimmen eine tolle Aura.

The Pines - Dark So Gold
Mich erinnern einige Lieder von den Melodien und der Stimmung durchaus an Mark Knopfler oder Robbie Robertsen. Als Instrumente dienen zwar grundsätzlich auch nur Gitarren, Bass, Schlagzeug, Piano, Keyboards, … und dennoch klingen The Pines ganz anders und eigen. Jeder Song könnte auch ein Soundtrack zu einem surrealen Traum sein. Die Melodien bleiben im Kopf und bereits beim zweiten Hören, glaubt man jahrelang bekannte Stücke zu hören. Das Grundfeeling der CD ist ruhig, die Songs lodern in langsamen oder mittleren Tempi und berauschen einen auf ganz besondere Weise. Die Musik hat etwas mystisches, wobei "Dark So Gold" etwas poppiger sein soll, als seine Vorgänger. Es ist auf jeden Fall ein spezielles, aber sehr angenehmes Album, das zudem noch hervorragend klingt. Eine tolle Produktion, die ich mir gerne öfter anhören werde! Und ab jetzt kenne ich The Pines – zum Glück!

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Spyro Gyra – A Foreign Affair

Die Jazz-Fusion-Band Spyro Gyra wurde in den Siebzigern vom Saxophonisten Jay Beckenstein und dem Keyboarder Jeremy Wall gegründet und gehört bis heute zu den kommerziell erfolgreichsten Jazzbands. Sieben Grammys haben die Herren auch schon abgeräumt und mit "A Foreign Affair" steht nun seit letztem Freitag das 29. Album von Spyro Gyra im Verkaufsregal gut sortierter Plattenhändler.

Spyro Gyra - A Foreign Affair
Freundlicherweise habe ich ein Rezensionsexemplar der CD erhalten, auf dem ca. 1 Stunde hochwertige Jazz-Fusion-Musik dargeboten wird. Interessant finde ich bei Spyro Gyra die Vielfalt der Stücke. Die Scheibe beginnt mit dem Song "Caribe", einer ganz typischen Spyro Gyra Nummer, die von Jay Beckenstein´s charakteristischem Saxophonspiel getragen wird, aber auch ein Gitarrensolo enthält, das leicht an modernere Santana-Stücke erinnert. Es folgt das von Arijit Singh in Hindi gesungene "Khuda". Stück Nr. 3 – "Sweet Ole Thang" – zeigt eine weitere stilprägende Facette der Band: Latino-Rhythmen, Steel-Drums und das Gefühl, dass dieser Song auch problemlos bei internationalen Wettbewerben für lateinamerikanische Standardtänze aufgeführt werden könnte. "Falling Walls" begeistert dann wieder mit knackig, synkopierten Drums, einem staubtrockenen Bass sowie einem betörenden funky Groove. Trotz dieser bunten Abwechslung innerhalb der Stücke, behält das Liedgut immer den Spyro Gyra Sound, und entzückt mit einem hervorragenden Klang, der warm und samtig, aber dennoch transparent und luftig ist.

Spyro Gyra/J. Beckenstein am 16.02.1994 in der Großen Freiheit 36 in Hamburg:
Spyro Gyra / Jay Beckenstein © SULUPRESS.DE / Torsten Sukrow
Die Band verpackt wieder mal anspruchsvolle Kompositionen in ein leichtes Gewand. Die Musik ist speziell, aber in ihrem Genre überaus erfolgreich. Wer Spyro Gyra kennt und den Stil mag, kann beim neuen Album "A Foreign Affair" bedenkenlos zugreifen! Der Name Spyro Gyra bedeutet übersetzt übrigens "Schraubenalge" - ein netter Name für eine Musikkapelle! Das Video oben zeigt ein älteres Stück von Spyro Gyra!

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Foto Unten: © SULUPRESS.DE / Torsten Sukrow
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Ringo Starr – Ringo 2012

Als Beatles-Fan habe ich mich heute über ein Promo-Exemplar der neuen Ringo Starr CD in meinem Postkasten gefreut! Bei den Beatles war er der lustige Typ am Schlagzeug, der jedoch zum Gesamtwerk der Fab Four vergleichsweise wenige Songs beigesteuert hat. Gesanglich war er bei den Beatles u.a. für Lieder wie "Yellow Submarine", "Honey Don´t", "With A Little Help From My Friends" oder auch "Octopus’s Garden" verantwortlich. Letzterer stammt auch aus seiner Feder. Dass Richard Henry Parkin Starkey Jr. – so sein bürgerlicher Name – durchaus gute Songs schreiben kann, hat er in der Vergangenheit u.a. mit seinen Solo-Hits "Photograph" oder "I Don´t Come Easy" bewiesen.

Ringo - 2012 Cover
Am 10. Februar kommt nun das neue Album "Ringo 2012" in den Handel. Ringo selbst spricht bei seinen Werken von Audio-Biografien! Beim aktuellen "Longplayer" überzeugt die Qualität des Materials, sowohl hinsichtlich des Songwritings, als auch bezüglich der Klangqualität. Unterstützt wurde Ringo Starr von namhaften Gästen wie seinem Schwager Joe Walsh (Eagles), Bluesgitarrist Kenny Wayne Shepherd, Jazz-Kontrabassist Charlie Haden, Edgar Winter (Bruder von Johnny Winter), Dave Stewart (Eurythmics), u.v.a. Das Ergebnis kann sich sehen bzw. hören lassen. Die Songs haben einen 60er/70er Charme, mit zeitgemäßem Sound und dokumentieren eine hervorragende Studioarbeit. Ringos leicht monotoner Gesang passt sehr gut zu den Stücken. Die Titel "Step Lightly" sowie "Wings" sind Neuaufnahmen älterer Stücke von Ringo Starr. "Wings" hat in der aktuellen Version einen deutlichen Reggae-Touch bekommen. Sehr gefallen hat mir der erste Track des Albums "Anthem". Hier wird im Gitarrensolo ganz leicht mit Beatles-Songs kokettiert. So hört man kurz die ersten Töne des Intros aus "Day Tripper" oder die verzerrte Gitarre aus "Revolution". Ich bekam also schnell etwas Vertrautes geliefert. Eine weitere sehr schöne Nummer ist "Wonderful", ein Song, den Ringo seiner Frau Barbara gewidmet hat und der für meinen Geschmack auch absolut radiotauglich wäre. Das Album ist also solide produziert, enthält tolle Songs und macht wirklich Spaß.

Einen "Wermutstropfen" gibt es dennoch! Mir wäre es lieber gewesen, wenn das Album "Ringo 2013" hieße und auch erst in einem Jahr herauskommen würde. Dann wäre nämlich noch genug Zeit, weitere Titel zu produzieren und eine echte Langspielplatte abzuliefern. Jetzt enthält die Scheibe nämlich nur eine bescheidene Spielzeit von 28 Minuten und 56 Sekunden. Das ist für meinen Geschmack definitiv zu knapp und nicht in Ordnung. Auf ein CD-Album muss mehr Material, oder es sollte spürbar günstiger angeboten werden!

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Lana Del Rey – Born To Die

Bereits lange vor der Veröffentlichung des Albums zerbrach sich die Boulevardpresse die Köpfe über die Geschichte zu Lana Del Rey, die in Wirklichkeit Elizabeth Grant heißt. Spekuliert wurde und wird darüber, ob sie nun aus reichem Hause kommt, oder aber in einem Trailer-Park aufgewachsen ist. Ein weiterer Aufhänger dreht sich um die Frage, ob ihre Lippen echt sind, oder aufgespritzt wurden. Diese Themen sind aber eigentlich ziemlich unwichtig, wenn es um die Musik gehen soll. Ich habe heute die Möglichkeit erhalten, vorab in das Debüt-Album von Lana Del Rey reinzuhören. Zumindest unter diesem Namen ist es ihr erstes Werk. Als "Lizzy Grant" hat sie schon mal mit hellblonden Haaren musikalische Gehversuche unternommen.

Lana Del Rey - Born To Die
Die Single "Video Games" (siehe Video) dürfte inzwischen jedem relativ bekannt sein. Auch hier halten sich die Gerüchte, ob sie das Video, welches bei YouTube bereits weit über 21 Mio. Mal aufgerufen wurde, wirklich selbst erstellt bzw. zusammengeschnitten hat, oder nicht.



Die zweite Single "Born To Die" läuft auch seit einiger Zeit. Am 27. Januar kommt nun endlich das lang erwartete Album, welches gerade bei mir läuft, während ich diese Zeilen niederschreibe. Häufiger wurde Lana Del Rey´s Stimme in Publikationen schon mit der von Amy Winehouse verglichen. Ich höre diese Ähnlichkeit nicht! Die Songs sind zwar in einem gewissen Retrostil gehalten, der aber nicht in die soulige Richtung von Amy Winehouse geht. Die Stimme hat eine gänzlich andere Klangfarbe und an den Stimmbändern von Lana Del Rey dürfte auch deutlich weniger Alkohol entlanggeflossen sein. Mich erinnert der Gesang eher an Mama Cass Elliot (The Mamas and the Papas), was ebenfalls als hoher "Qualitätsbenchmark" gesehen werden darf. Die Songs sind weich und schwebend mit tragenden Orchesterklängen in durchgängig wallenden Hallräumen. Es gibt jazzige Einflüsse (z.B. "Million Dollar Man") und modernere Beats, die sich jedoch meist gut ins Gesamtbild einfügen, also nicht wie ein schlechter Remix daherkommen. Einige Songs sind mir persönlich jedoch etwas zu dick gemischt. Da drückt der Rhythmus doch ziemlich auf die Basslautsprecher. "National Anthem" hat mich partiell ein wenig an den 87er Song "Heart And Soul" von T'Pau erinnert. Im Song "Radio" kommt die samtige Stimme von Lana Del Rey besonders in den tiefen Lagen besonders gut zum Tragen. Das könnte ggf. auch die nächste Single werden, weil es schon aufgrund des Titels reichlich Airplay geben sollte und da diese Nummer eine etwas andere Facette zeigt. Der Retrotrend, der durch Künstler wie Amy Winehouse, Duffy oder zuletzt auch durch Adele geprägt wurde, wird von Lana Del Rey fortgesetzt, wobei ihre markante Stimme sowie der besondere Sound dem Ganzen eine eigenständige Note geben. Somit ist es auch relativ egal, ob Lana Del Rey inkl. ihrer Biografie und ihren Lippen eine Kreation der Plattenfirma ist, oder eben nicht. Auf jeden Fall hat sie aufgrund dieser Themen sowie des o.g. Videoclips schon mal ordentlich Presse bekommen. Was am Ende zählt, ist das Gesamtbild sowie die Musik. Die Stimme finde ich genial und die Klangwelt von Lana Del Rey trifft den Zeitgeschmack, so dass das Album garantiert häufig über den Ladentisch gehen wird!

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Nerina Pallot – Year Of The Wolf

Bei dem CD-Titel kommen einem doch gleich Assoziationen zu Al Stewarts Album "Year Of The Cat" in den Sinn. Herr Stewart hat sein Erfolgsalbum aus dem Jahr 1976 mit dem bekannten Produzenten Alan Parsons aufgenommen. Und auch Nerina Pallot greift mit Bernard Butler auf einen Produzenten zurück, der als Britpop- und Studiolegende gilt sowie zum einen Gitarrist bei der Band Suede war und zum anderen bei Alben von Heather Nova, Duffy, Sophie Ellis-Bextor u.v.a. maßgeblich mitgewirkt hat. Und wenn man Werke der genannten Künstlerinnen vor seinen geistigen Ohren abspielt, erkennt man hier und da auch Ähnlichkeiten.

Nerina Pallot - Year Of The Wolf
Beim Hören von "Year Of The Wolf" hatte ich immer mal wieder leichte Ähnlichkeiten zu Heather Nova vernommen. Die meisten Songs von Frau Nova sind aus meiner Sicht jedoch schwermütiger, als die von Nerina Pallot. "Year Of The Wolf" ist bereits das vierte Album der gebürtigen Engländerin. Ihre Geburtsstadt ist London. Und man kann sagen was man will; ich bilde mir irgendwie ein, dass man so einen "londonartigen" Sound hört. Nerina Pallot hat z.B. auch schon Hits für Kylie Minogue geschrieben und ist derzeit bei "The Voice of Germany" als Co-Coach für die Kandidaten im Team von Rea Garvey tätig. Fassen wir mal zusammen: Nerina Pallot kann Songs schreiben, singt so gut, dass sie als Coach für eine Fernsehsendung arbeitet und hat diese beiden Gaben nun in einem neuen Album kombiniert. Das Ergebnis kann sich wirklich hören lassen. In 40 Minuten serviert uns die hübsche Britin Songs, die zwar poppig, aber keinesfalls banal sind. Die Stimme von Nerina Pallot klingt zart und ist dennoch durchsetzungsstark. Die Instrumentierung mit speziellen E-Gitarren und Streichern lässt die britische Herkunft erahnen, ohne sie offenzulegen. Und auch die Art und Weise, wie sich die Songs aufbauen, ist zum Teil ungewöhnlich. Die Single "Puts You Hands Up" bekommt nach dem ersten Refrain einen Dynamikschub und der Song "All Bets Are Off" bekommt nach der Ausblendung noch ein schönes Outro auf der Harfe. Sehr gut hat mir auch die sehr ruhige Ballade "Grace" gefallen.



Seitens der Plattenfirma (Polydor/Universal) heißt es bereits in der Ankündigung zur CD, dass sich diese Musik vom Einheitsbrei der Popwelt abhebt. Ein mutiges Statement, das jedoch zutrifft! "Year Of The Wolf" ist eine gelungene und gut produzierte Popscheibe, die man sich auch als anspruchsvoller Hörer gerne in den Player legt. Übrigens haben scheinbar weder "Year Of The Cat" von Al Stewart noch "Year Of The Wolf" von Nerina Pallot etwas mit dem chinesischen Kalender zu tun, beide Tiere gibt es in selbigen nämlich nicht! Das Album erscheint in Deutschland am 10. Februar 2012.

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The Jimmy Bowskill Band – Back Number

Mir ist es schon häufiger passiert, dass ich Gigs guter Bluesrock-Gitarristen erlebt habe und anschließend beeindruckt CD´s der Künstler erwarb. Das geniale Feeling und die Euphorie der Konzerte kamen dann jedoch auf den Scheiben oft nicht ansatzweise rüber. Bei der Jimmy Bowskill Band dürfte das definitiv anders sein. Mit "Back Number" legt die kanadische Formation ein Album vor, das wirklich genial ist. Die meisten Songs sind live eingespielt, was man sofort hört. Die Stimmung ist echt, wie auf einer Bühne in einem guten Club - man spürt die Spielfreude der Band.

Jimmy Bowskill Band - Back Number
Musikalisch bewegen wir uns im Bereich 70er Retro-Bluesrock. Die Songs erinnern mich teilweise an die rockigen Nummern von Lenny Kravitz, an Lynyrd Skynyrd oder auch mal an George Thorogood & The Destroyers. Und dennoch zeigt sich der 21 jährige Jimmy Bowskill mit einem eigenen Stil, den er durch eine phantastische Gitarre und seine rockige Stimme zum Leben erweckt. Wer bei Joe Bonamassa den Gesang nicht mag, sollte mal bei der Jimmy Bowskill Band reinhören. Hier ist nämlich der nötige "Rotz" in den Liedern, der die Musik authentisch macht. Vor 40 Jahren hätte diese Band das Zeug gehabt, zu Weltruhm zu gelangen. Heute ist ein gepflegter Bluesrock nicht mehr so charttauglich, sondern eher eine Nischenmusik. Diese Nische bedient die Jimmy Bowskill Band allerdings absolut genial, so dass die Freunde dieses Genres hier ziemlich sicher auf ihre Kosten kommen werden. Der Retro-Gedanke zeigt sich auch in der CD selbst; diese kommt in lustiger Vinyl-Optik in schwarz mit Rillen daher. Die CD sowie das MP3-Album sind ab 27. Januar 2012 im Handel erhältlich. Ab 19. Januar ist die Jimmy Bowskill Band auf Tour (Tour-Termine).

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Peter Frampton – Frampton Comes Alive!

Bekannt wurde Peter Frampton erstmals als Gitarrist der Band "The Herd". Später spielte er zusammen mit Steve Marriott (Small Faces) bei "Humble Pie". Anfang der Siebziger konzentrierte sich Peter Frampton auf seine Solo-Karriere. Nach vier weniger erfolgreichen Studioalben veröffentlichte er 1976 das Live-Album "Frampton Comes Alive", welches Material von vier unterschiedlichen Konzerten aus dem Sommer und Herbst 1975 enthält. Zu der Zeit wurden Livemitschnitte in der Regel auf 16 Spuren aufgenommen. "Frampton Comes Alive" wurde mit 24-Spuren aufgezeichnet. Ob das den riesigen Erfolg des Albums ausmacht, weiß ich nicht.

Peter Frampton - Frampton Comes Alive!
Bis heute ist es jedoch eines der meistverkauften Live-Alben der Musikgeschichte und bekam mehrfach Platin. Allein in den USA wurden über 6 Millionen Exemplare verkauft. Das lag vielleicht auch daran, dass die Platte – ein Doppel-Album – nur einen Dollar mehr als eine einfache Platte kostete. Das war ein Kampfpreis, der den Abverkauf sicher begünstigt hat. Natürlich ist das Werk aber auch musikalisch immer wieder Leckerbissen. Durch Peter Frampton ist ja auch die Talkbox bekannt geworden. Dabei handelt es sich um ein Gerät, mit dem man über einen Schlauch mit Mundbewegungen den Gitarrensound beeinflussen kann. Und Frampton konnte das so gut, dass er darüber tatsächlich auch Worte transportieren konnte. Songs wie "Show Me The Way" und natürlich "Do You Feel Like We Do" wurden nicht zuletzt dadurch zu Klassikern der Musikgeschichte. "Frampton Comes Alive!" gibt es heute in verschiedenen Versionen. Zum 25-jährigen Jubiläum gab es eine Deluxe-Version in Form einer Doppel-CD, SACD bzw. DVD-Audio, auf denen alle Titel der Konzertreihe zu hören sind. Wayne Campbell (Mike Myers) sagt in "Wayne´s World 2": "Everybody in the world has Frampton Comes Alive. If you lived in the suburbs you were issued it". Wer die Platte also noch nicht in der Sammlung hat, sollte diese Lücke ggf. füllen…

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The Rocky Horror Picture Show – Time Warp

Ich kenne Leute, die ich hier namentlich nicht nennen möchte, die die Rocky Horror Picture Show 100x oder mehr gesehen haben. Als Film allein betrachtet ist der Streifen bestenfalls Mittelmaß. Nach seiner Veröffentlichung im Jahr 1975 lief er auch schlecht an und blieb hinter den Erwartungen zurück. Ein paar eingefleischte Fans sorgten jedoch dafür, dass der Film neu geschnitten und erneut ins Kino gebracht wurde. Fortan lief die Rocky Horror Picture Show als Midnight Movie in verschiedenen Kinos und wurde durch Mundpropaganda zu einem Kultfilm. Auch heute noch läuft der Film immer wieder in Programmkinos und sorgt weiter für mächtig gute Laune. Was den Streifen neben der komplett irren Story so gut macht, ist die Musik, die von Richard O’Brien geschrieben wurde, der im Film auch den Butler Riff Raff spielt. Die Songs haben etwas ganz eigenständiges. Man hört zwar den zu der Zeit angesagten Glitterrock raus, aber es gibt auch Parts, die z.B. an Pink Floyd erinnern. Und auch wer den Film nicht kennt, sollte mit dem "Time Warp" und dem dazugehörigen Tanz vertraut sein. Deswegen ist dieser geniale 70er Titel der Song der Woche! Übrigens spielten neben Tim Curry als Dr. Frank N. Furter u.a. auch Susan Sarandon als Janet Weiss und Meat Loaf als Rüpel-Rocker Eddie mit! Im Jahr 1981 gab es sogar unter dem Namen "Shock Treatment" eine Fortsetzung des Films, die seit 2007 auch als DVD im Handel ist!

The Rocky Horror Picture Show
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