Crossfade – Secret Love


Die schwedische Band Crossfade wurde 1999 als Duo von Lars Hallbäck und Richard Stenström gegründet. Kurz drauf kam Sänger Göran Edman dazu und langsam formte sich eine komplette Band mit Bläsern, Backgroundsängerinnen, Percussions, … Zum kompletten Line-Up des Ensembles gehören auf dem aktuellen Longplayer 16 Personen! Entsprechend vielschichtig sind die Songs der Schweden. Laut eigener Band-Biographie sind Crossfade mit Größen wie Steely Dan, Toto, oder den Eagles vergleichbar.

CROSSFADE - SECRET LOVE
Und sie haben auf dem Album "Secret Love" tatsächlich einen Westcoast-Sound, der einen streckenweise an die genannten Protagonisten denken lässt, ohne jedoch gleich eine Kopie zu entlarven. Der Track "Closer To The Fire" erinnert dagegen schon etwas deutlicher an "Pamela" von Toto. Die Arrangements von Crossfade sind sehr professionell, die mehrstimmigen Gesangspart absolut sauber und die Instrumentierung auf hohem, internationalen Niveau. Göran Edman am Mikrophon ist top. Er hat auch schon dem Gitarrenkurbelexperten Yngwie Malmsteen, John Norum (Europe) und vielen anderen seine Stimme geliehen. Teilweise erinnert mich der Gesang ein wenig an Steve Perry (Journey) oder in tieferen Lagen auch an Paul Rogers. Der Mann hat auf jeden Fall eine sehr gut ausgebildete Gesangsstimme! Zuweilen wirkt die Musik von Crossfade jedoch leicht steril. Da fehlen mir persönlich dann doch mal ein paar Ecken und Kanten in Form einer rotzigeren Gesangsröhre, oder eines dreckigen Gitarrensolos, was letztlich auch den Charakter einer Band ausmachen kann. Wer sich noch an die Hamburger Gruppe "Channel 5" erinnert, die Mitte der Achtziger mit Hits wie "For a Look in Your Eyes" oder "Isn't it You" auf sich aufmerksam machte, kann durchaus Parallelen finden. Auch Channel 5 war bis ins Mark durchgeplant und auf Perfektion abgestimmt. Das kann eine Zeit gutgehen, hat im Fall der Hamburger jedoch bald zur Trennung geführt. Musikalisch ist bei Crossfade auch alles auf einem extrem hohen Level und das Material ist vom Songwriting ebenfalls sehr gut. Dennoch scheint mir das Ganze ein wenig zu inszeniert, so dass der Eindruck ersteht, dass die Songs mehr mit dem Verstand, als mit dem Herzen geschrieben und produziert wurden. Trotzdem sollten sich Fans der oben genannten Bands durchaus gut mit dem aktuellen Album von Crossfade anfreunden können! Wirklich virtuose Soloparts, wie sie z.B. Steve Lukather an der Gitarre bei Toto liefert, gibt es bei Crossfade allerdings nicht.

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