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DVD Klassiker

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Rainbow – Live In Munich 1977 [DVD]

Rainbow zählt unbestritten zu den spannendsten Rockbands der Siebziger Jahre. 1975 nach dem Austritt bei Deep Purple von Ritchie Blackmore gegründet, kann die Band bis in die frühen Achtziger vor allem in Großbritannien einige hohe Chartplatzierungen mit ihren Alben ergattern. Wirklich legendär ist aber für viele nur die frühe Phase der Band, in der Ronnie James Dio am Gesang war und der Musik durch seine Stimme einen ganz eigenen Charakter gab. Dio ist 1978 aufgrund der Spannungen mit Ritchie Blackmore ausgestiegen.

Rainbow - Live In Munich 1977 DVD
Aus dem Jahr 1977 stammt dieser Konzertmitschnitt, der einzige, der jemals in voller Länge mit der klassischen Blackmore-Dio-Powell-Besetzung gefilmt wurde. Am Bass waren Bob Daisley und am Keyboard David Stone frisch besetzt. Bis die Münchener Olympiahalle jedoch in den Genuss der musikalischen Darbietung kommen konnte, war Geduld gefragt. Ritchie Blackmore hatte nämlich zwei Abende zuvor bei einem Auftritt in Österreich Ärger mit der Polizei und musste aus dem Alpenland herausgeschmuggelt werden. Das Konzert begann also erst weit nach Mitternacht!

Ob Ritchie Blackmore aufgrund der Vorkommnisse in Österreich so launisch wirkte, oder ob das seine normalen Allüren waren, kann ich nicht beurteilen. Er macht auf der DVD jedenfalls einen recht angespannten Eindruck. Blackmore war für derartige Stimmungsschwankungen aber auch bekannt. Musikalisch haben alle einen guten Job abgeliefert. Insbesondere Ronnie James Dio zeigte sein ganzes Können als hervorragender Sänger, der von weich und gefühlvoll bis hart und heavy zu jeder Zeit Herr seiner Stimme war, ohne dabei jemals in die Nähe seines Limits zu kommen. Cozy Powell trommelte souverän mit einer Haltung, dessen Anblick mir schon Rückenschmerzen verursacht. Ritchie Blackmore mimte den Boss und bediente in gewohnter Manier seine Strat mit flotten Läufen. Zum Schluss zertrümmerte er dann auch noch ein etwas günstigeres Model der Gitarre und wirkte dabei recht aggressiv. Er schleuderte das Instrument, bzw. dessen gebrochene Reste bedenklich nah an den Köpfen des Publikums vorbei. Passiert ist seinerzeit offensichtlich jedoch nichts.

Alles in allem ist dieses Konzert ein Highlight für Rainbow Fans. Die DVD wurde jedoch in nahezu gleicher Aufmachung schon 2006 veröffentlicht. Geändert hat sich – soweit erkennbar – nur, dass jetzt die Rockpalast- und WDR-Logos mit auf dem Cover abgebildet sind. Die neue Auflage ist dafür aber auch um einiges günstiger. Weil eine TV-Aufnahme von 1977 natürlich nicht an den heutigen Stand der Technik heranreicht, darf man sowohl vom Bild als auch vom Ton keine Wunder erwarten. Insbesondere im Bild laufen teilweise ein paar Streifen durch. Als Zeitdokument dieser beeindruckenden Rainbow Ära bekommt der Fan jedoch einige schöne Stücke präsentiert. Da können mir auch paar Störstreifen den Spaß nicht verderben. Für ein Kind der Siebziger kann das sogar einen gewissen Charme haben. Das Konzert erscheint als DVD und zeitgleich auf Doppel-CD sowie als Vinyl-Doppelalbum am 26. April 2013.


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3sat Thementag – Pop Around The Clock – Sylvester 2012

Es ist bereits eine Tradition, dass 3sat an Sylvester die große Livemusik-Kiste öffnet und rund 24 Stunden am Stück "pop around the clock" sendet. Dieses Jahr ist die Auswahl à la bonne heure und dürfte für jeden etwas im Gepäck haben. Es fällt auf, dass eine ganze Menge Konzerte dabei sind, die erst dieses Jahr auf DVD / Blu-ray erschienen sind. Natürlich werden diese nicht in voller Länge gezeigt, aber die Highlights sind in der Regel mit an Bord. So dürfen wir uns an Sylvester u.a. auf Queen, Paul McCartney, Joe Bonamassa, Duran Duran, Udo Lindenberg, Robbie Williams oder Coldplay freuen. Ein Klick auf den Sendungstitel in der Tabelle führt Euch – sofern verfügbar – zur entsprechenden DVD / Blu-ray bzw. zur Künstlersuche bei Amazon.de. Solltet Ihr also Geschmack an den Konzerten finden, könnt Ihr z.T. direkt das vollständige Werk ordern. Alternativ kann der Festplattenrecorder auf Dauerbetrieb eingestimmt werden :-) Vor dem offiziellen Start des Thementages laufen früh morgens am 31.12.2012 ab 2.30 bereits drei Konzertmitschnitte von Medina, The Baseballs und Skunk Anansie bei 3sat!

Joe Bonamassa ist zu Sylvester auch bei "pop around the clock" auf 3sat dabei:
Joe Bonamassa - Foto: © Christie Goodwin

Die Liste der "pop around the clock" Konzerte für Sylvester 2012:

Uhrzeit Sendung Aufnahmejahr
5.30
Joe Bonamassa: Live from London and New York
k.A.
7.00
Gary Moore: Blues for Jimi
2007
8.00
Muddy Waters & The Rolling Stones: Live at the Checkerboard Lounge
1981
8.45
The Doors: Live at the Bowl '68
1968
9.30
The Doobie Brothers: Live at the Greek Theatre
1982
10.30
Alan Parsons: Eye 2 Eye - Live in Madrid
2004
11.30
Elton John: Live at Ibiza123 feat. Pnau
2012
12.15
Paul McCartney: Kisses on the Bottom
2012
13.00
Duran Duran: A Diamond in the Mind
2011
13.45
Sade: Bring Me Home
2011
14.45
Phil Collins: Live at Montreux
2004
15.45
Simon & Garfunkel: Old Friends
2003
17.15
Queen: Hungarian Rhapsody - Live in Budapest
1986
18.30
Udo Lindenberg: MTV Unplugged - Live aus dem Hotel Atlantic
2011
20.00
a-ha: Ending on a High Note - The Final Concert
2010
21.00
Shakira: Live from Paris
2011
22.00
Coldplay: Live at Glastonbury
2011
23.00
Kylie Minogue: Aphrodite - Les Folies
2011
0.00
Robbie Williams: Take the Crown
2012
1.15
Westlife: The Farewell Tour 2012
2012
2.00
Die Fantastischen Vier: MTV Unplugged II
2012
3.00
Silbermond: Nichts passiert - Live in Münster
2009
4.00
Tokio Hotel: Humanoid City
2010
4.45
Kasabian: Live at the O2
2011
5.45
Iron Maiden: En Vivo
2011
    
Foto "Joe Bonamassa": © Christie Goodwin

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QUEEN - Hungarian Rhapsody: Live in Budapest

Mit Queen ist es so eine Sache! Ihre letzte Tour mit Freddie Mercury war 1986. Und dennoch erscheinen bis heute immer wieder Konzertmitschnitte als DVD/Blu-ray und/oder CDs. Ist das nun eine übermäßige Geschäftstüchtigkeit, oder ist wirklich immer noch Bedarf an weiterem Material bei den Fans?

QUEEN - Hungarian Rhapsody: Live in Budapest
Da ich selbst großer Queen-Fan bin, erlaube ich mir den Versuch, die vorangehende Frage zu beantworten. Allein von der Magic Tour 1986 gibt es auf CD bereits die "Live Magic" sowie "Live At Wembley ´86". Nun kommt ein filmisches Dokument der Konzertreise mit dem Namen "Hungarian Rhapsody – Live In Budapest" hinzu, das jeweils auch in Deluxe-Versionen mit Audio-CDs erhältlich sein wird. Der Konzertfilm lief sogar vorab in ausgesuchten Kinos (siehe Trailer unten). Die Besonderheit bei dem Budapest-Konzert ist sicherlich die Tatsache, dass das damals in der Art und Weise ein Novum war. Eine westliche Rockband in einem Stadion mit 80.000 Besuchern gab es zuvor noch nicht im damaligen Ostblock. Am 27. Juli 1986 traten Queen im Népstadion in Budapest auf und zogen nicht nur Fans aus Ungarn, sondern aus Polen, der Tschechoslowakei und anderen osteuropäischen Ländern an.

Die DVD, die mir als Rezensionexemplar vorliegt, zeigt also nicht nur ein Konzert, sondern einen Meilenstein in der Karriere von Queen. Gut ein Jahr nach dem legendären Live Aid Konzert standen die vier Musiker im Rahmen ihrer größten Tournee, die über 2 Millionen Fans gesehen haben, für ein Konzert hinter dem "Eiserneren Vorhang". Das Set ist recht ähnlich mit dem der Wembley-CD, aber visuell ist das Ganze ebenfalls immer ein Leckerbissen. Nach dem Start des DVD-Players sieht man in Zeitraffer den Aufbau der Bühne und wie sich anschließend das Stadion mit den Zuschauern füllt. Wenn dann die Gitarre von "One Vision" einsetzt, habe ich eine picobello Gänsehaut! Das ist es u.a., was Queen ausmachte. Sie begeistern mich bis heute. Und obwohl mir die alten Songs bis ca. 1980 besser gefallen, sind auch die späteren Queen-Hits wie "A Kind Of Magic", "Radio Ga Ga" oder "Is This The World We Created…?" ein Erlebnis bei diesem Konzert. Zwischen den Songs gibt es vier kurze Einspieler, die die Bandmitglieder im Umfeld des Konzertes in Budapest zeigen. Freddie Mercury wird u.a. gezeigt, als er im quitschgelben Jogginganzug auf der noch leeren Bühne vorm leeren Stadion ein paar Gesangsübungen macht. Mit so einem Jogginganzug würde man heute selbst im Altenheim unangenehm auffallen. Beim Konzert gibt es bei Freddie Mercury, John Deacon und Brian May einige Kleidungswechsel. Und auch John Deacon steht plötzlich in einem ähnlich unvorteilhaft geschnittenen, hellgelben Jogginganzug auf der Bühne. Daran erkennt man deutlich, dass die Mode damals echt schräg war! Musikalisch waren Queen jedoch in Topform. Es scheinen allerdings einige Passagen des Konzertes dem Schnitt zu Opfer gefallen zu sein. Als Bonus gibt es noch eine Dokumentation mit dem Titel "A Magic Year", die das Jahr nach dem Live Aid Auftritt, der Queen einen gewaltigen Schub gegeben hat, dokumentiert.

Um zur Ausgangsfrage zurückzukommen. Ist so eine DVD nun pure Geschäftemacherei oder Bedarfsdeckung für die Fans? Gut, die Umsätze wird wohl keiner der Beteiligten verschmähen, aber wenn der Bedarf nicht da wäre, würde auch niemand die neuen Titel kaufen. Somit entscheidet der Fan, ob er ein weiteres Konzert in seiner Sammlung haben möchte, oder nicht. Im Übrigen meine ich, dass ich mir eine Band wie Queen – hätte ich die Möglichkeiten gehabt – gerne auch mehrfach live angesehen hätte. Da mir das nicht vergönnt war, kann ich mich zumindest an diversen Ton- und Bildträgern erfreuen. Und 1986, als dieses Konzert entstand, galt Queen als größte Rockband der Welt. Für viele sind sie es heute noch! Es besteht also durchaus auch noch Bedarf an solchem Material!

Queen - Hungarian Rhapsody: Live In Budapest (Cinema Trailer)


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RJP Empfehlungen aus den Neuveröffentlichungen des 09. November 2012

Diese Woche findet sich eine ganz bunte Mischung an Neuheiten in meinen Tipps zusammen. Die Veröffentlichungen von Paul McCartney und Peter Frampton habe ich Euch bereits vorab ausführlich vorgestellt. Ansonsten haben wir ein neues Album von der Powerstimme Anastacia sowie nach 15 Jahren einen neuen Longplayer der Grunge-Rock-Band Soundgarden. Knüppelhart wird es mit dem Live-Doppel-Album von Machine Head. Extrem ruhige Ambient-Töne schlägt hingegen Brian Eno (Ex-Roxy Music) an. Ebenfalls eher ruhig und im Ansatz verstörend mag dem einen oder anderen das Album "Drift" von Monoloc vorkommen. Das ist Techno, der ohne 180bpm auskommt und dem Anhänger elektronischer Musik Freude bereiten könnte. Freuen dürften sich zudem Fans der schwedischen Progressive-Rock-Folk Band Tribute über die Wiederveröffentlichung des 1984er Albums "New Views". Die Beatles Fans bekommen ebenfalls erneut etwas geboten. Alle Original-Alben der Fab Four kommen remastered und in audiophiler Qualität auf 180g Vinyl in einem Box-Set in den Handel. Für die Jazzhörer gibt es ein frisches Album von Eberhard Weber und Green Day bringen die zweite CD "DOS!" ihrer Trilogie an den Start. Last but not least kommt eine DVD-Serie vom Kultur Spiegel heraus, die alte und neuere Rockpalast-Konzerte diverser deutscher Acts wie z.B. Spliff, Spider Murphy Gang, Silbermond oder Tocotronic enthält. Den ganzen Katalog der Live @ Rockpalast Serie findet Ihr hier. Da ist doch wieder für jeden etwas dabei, oder?

Hier sind meine Tipps für die Neuerscheinungen des 09. Novembers 2012 feinsäuberlich aufgelistet:

Cover
Titel
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Soundgarden - King Animal
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Anastacia - It´s A Man´s World
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Machine Head - Machine F**king Head Live
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Green Day - DOS
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Brian Eno - Lux
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The Beatles - Remastered Vinyl Box-Set
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Eberhard Weber - Résumé
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Tribute - New Views
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Monoloc - Drift
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Live @ Rockpalast - Kultur Spiegel – DVDs mit Rockpalast-Konzerten diverser deutscher Bands
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Supertramp - Live In Paris '79 (DVD & Blu-Ray)

Supertramp zählt unbestritten zu den wichtigsten Bands der Siebziger und frühen Achtziger Jahre. Wie kaum eine andere Formation haben sie einen ganz eigenen und charakteristischen Sound kreiert! Die gekonnte Kombination des Wurlitzer A-200 E-Pianos mit normalen Klavier, Saxophonen und Klarinette in Verbindung mit den Stimmen von Roger Hodgson und Rick Davis sowie den anspruchsvollen Kompositionen sorgten für den unverkennbaren Sound der Band.

Supertramp - Live In Paris '79 - DVD
Supertramps Klassiker "Breakfast In America" war 1979 das meistverkaufte Album der Welt. Es enthält diverse Hitsingles, verkaufte sich mehr als 20 Millionen Mal und gewann zwei Grammy Awards. Im Anschluss an die Veröffentlichung der Scheibe ging Supertramp auf eine zehnmonatige Welttournee, die Ende November auch Paris erreichte. Die Show aus dem "Pavillon de Paris" mit Meisterstücken wie "The Logical Song", "Crime Of The Century", "School", "Dreamer", "Breakfast In America", "Take The Long Way Home", "Bloody Well Right", "Rudy" oder "Goodbye Stranger" wurde nicht nur gefilmt, sondern auch auf Audio-Bändern festgehalten. Diese Audiospuren dienten anschließend als Grundlage für das 1980er Doppelalbum "Paris", welches für mich bis heute eines der besten Live-Alben der Rockgeschichte ist! Die Filmaufnahmen blieben unveröffentlicht – bis jetzt. Das auf Original-16mm-Film festgehaltene Material wurde erstmals restauriert sowie in HD-Qualität umgewandelt und für die zahllosen Supertramp-Fans aufbereitet. Der neue 5.1-Sound stammt vom damaligen Toningenieur und Co-Produzenten Pete Henderson, der die originalen Mehrspurbänder remixt hat.

Bei "Live In Paris ’79" handelt es sich um das legendäre Konzert einer Kultband, die sich Ende der Siebziger auf dem absoluten Höhepunkt ihrer Karriere befand. Die Aufnahmen wirken trotz der Bearbeitung in den Farben etwas blass. Da erkennt man, dass das Material nicht den heutigen Standards entspricht und schon etwas gelegen hat. Ferner darf man auch keine große Bühnenshow erwarten. 1979 hat sich selbst eine Top-Band wie Supertramp auf eine relativ nüchterne Bühne gestellt und gespielt. Das auffälligste Bühnen-Accessoire ist ein Sonnenschirm, der an das Cover des 75er Albums "Crisis? What Crisis?" anlehnt. Trotz, oder gerade wegen der sichtlichen "Makel" ist das Konzert ein Muss für jeden Supertramp-Fan und bereitet so oder so viel Freude. Schließlich ist es ein historisches Dokument aus der Hochphase einer der bedeutendsten Rockbands der Musikgeschichte. Das Bonusmaterial umfasst fünf Nummern, von denen die Bildaufnahmen leider verloren gegangen waren und die hier in einer neu entworfenen Montage zu sehen sind: "Ain’t Nobody But Me", "You Started Laughing (When I Held You In My Arms)", "A Soapbox Opera", "From Now On" und "Downstream" sind als Audio-Tracks OK, die improvisierten visuellen Umsetzungen haben mir nicht so gefallen. Schade, denn gerade "A Soapbox Opera" hätte ich auch gerne "live" gesehen. "Supertramp - Live In Paris ’79" ist auf DVD und Blu-ray seit letzten Freitag im Handel.

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Peter Gabriel – Secret World Live in neuer Überarbeitung auf DVD und Blu-ray

Am Freitag (13.07.2012) erscheint in einer überarbeiteten Fassung der Mitschnitt des Peter Gabriel Konzertes der Secret World Tour auf DVD und Blu-ray. Aufgenommen wurde das Material an zwei Abenden im November 1993 im italienischen Modena. Die neue Fassung wurde in Bild und Ton komplett neu restauriert und remastert.

Peter Gabriel - Secret World Live - DVD
Ich selbst war als junger Bildjournalist mit eigener Agentur am 7. November 1993 in der Alsterdorfer Sporthalle in Hamburg zum Konzert von Peter Gabriel. Das dürfet also einige Tage vor dem Mitschnitt in Modena gewesen sein. Kurz vor dem Konzert gab es immer vom örtlichen Veranstalter die Regeln für die Fotografen. Normal darf man als Konzertfotograf für die drei ersten Stücke in den Fotograben direkt vor der Bühne. Beim Peter Gabriel Konzert kam jedoch vorab die Frage, ob wir (die Fotografen) denn auch ordentlich lange Tüten und einen stabilen Fotokoffer dabei hätten… Gemeint waren Teleobjektive und eine Möglichkeit die eigene Position etwas zu erhöhen. Der Grund für diese Frage war darin begründet, dass wir nicht, wie üblich vor die Bühne durften, sondern über einen Seiteneingang in die Halle gebracht wurden. Hier stand man ebenerdig hinter ca. 20-30 Meter Publikum. Von dieser Position hatte ich einen einigermaßen Blick auf den Bühnenlaufsteg, der ins Publikum führte und durfte zwei oder drei Stücke bei relativ schlechtem Licht Fotos machen. Ich hatte als längste Brennweite ein 200mm Objektiv dabei und konnte aufgrund meiner eigenen Größe von 1,90m zumindest versuchen noch ein zwei brauchbare Bilder zu bekommen. Die Bedingungen waren jedoch aus Sicht eines Fotografen mehr als bescheiden! Meine Ausbeute war somit sehr mager. Das Bild oben ist schon eins der besseren!

Anschließend schaute ich mir mit einem Kumpel das restliche Konzert an und war doch erstaunt, wie viele bekannte Gesichter im Publikum waren. Wir trafen dort Musiker, Leute von Konzertagenturen und weitere Personen aus der Branche. Peter Gabriel zog also damals durchaus ein spezielles Publikum an, das teils auch aus professioneller Sicht schauen wollte, welche Show-Elemente er einbaut. Dafür war Herr Gabriel ja bekannt! Über einen Bekannten, der ebenfalls im Publikum war, gab es sogar kurz das Gerücht, dass wir ggf. zur After-Show-Party könnten. Das war dann aber doch nur heiße Luft. Den Abend habe ich noch in guter Erinnerung und das Konzert war auch okay. Als Gründungsmitglied und ehemaliger Frontmann von Genesis war es Peter Gabriel, der die Band mit seinen extravaganten Outfits und natürlich mit dem Progressiv-Rock nach vorne gebracht hat. Und auch als Solo-Künstler hat er sich das Besondere bewahrt, weiter große Musik gemacht und es verstanden sich mit ausgefallenen Konzerten und Videos zu inszenieren.

Die Secret World Tour ist definitiv ein Meilenstein. Die Show hat tolle visuelle Momente, enthält die großen Hits wie "Sledgehammer", "Don’t Give Up" oder "Solsbury Hill" und zeigt einfach den charismatischen Peter Gabriel mit gewohnt guten Musikern wie z.B. Manu Katché am Schlagzeug, oder Langzeitbegleiter Tony Levin am Bass. Die alte Fassung dieses Konzertmittschnitts soll hinsichtlich der Bild- und Tonqualität relativ mies sein. Die neue Fassung ist in Ordnung, bietet aber qualitativ immer noch nicht das, was 1993 bzw. nach Überarbeitung heute technisch möglich war/ist. Das Bild ist meist recht flau und ohne Brillanz. Ich habe zur Rezension die DVD-Variante bekommen, vielleicht hat die Blu-ray mehr zu bieten? Man sollte aber keine Wunder erwarten! Der Klang ist in Ordnung. Neben dem Konzert gibt es noch Bonusmaterial. Dabei ist eine Bildgallerie, die jedoch auch mehr dokumentarischen, als künstlerischen Wert hat. Ferner gibt es eine Zeitraffer-Aufnahme des Bühnenaufbaus samt Konzert und Abbau vom Berliner Gig. Ein „Making of“ sowie zwei Bonus-Songs runden das Paket ab. Für Fans ist und bleibt diese Konzert-DVD - auch bei nicht optimaler Bildqualität - ein Leckerbissen, der in der Sammlung nicht fehlen sollte.

Peter Gabriel - Come Talk To Me


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Simply Red – Live At Montreux 2003 – DVD & Blu-ray

Zugegeben, ich bin nicht unbedingt der größte Simply Red Fan. Die Musik habe ich eigentlich immer nur über die diversen Singles im Radio wahrgenommen. Wirklich begeistern konnte ich mich jedoch nie dafür. Dennoch ist Simply Red eine der erfolgreichsten britischen Bands aller Zeiten und darf auf über 50 Millionen verkaufte Tonträger stolz sein. Somit kann auch davon ausgegangen werden, dass es eine ganze Menge Leute geben muss, die sich an der Band um Mick Hucknall erfreuen können.

Simply - Red - Live In Montreux - Cover - DVD
Für die Fans war die Auflösung der Band 2010 sicher eine bittere Pille. Für eben diese Anhänger wurde nun aber noch mal in den Archiven gekramt. Zum Vorschein kam das Simply Red Konzert vom 37. Montreux Jazz Festival aus dem Jahr 2003 welches auf DVD und Blu-ray gebannt wurde. Die Scheiben werden ab dem 18. Mai 2012 im Handel verfügbar sein. Ich habe die DVD als Promo-Exemplar bekommen und trotz meiner überschaubaren Begeisterung für die Band das Konzert angeschaut. Simply Red spielen dort Stücke aus dem seinerzeit aktuellen Multiplatinalbum "Home" sowie viele große Hits aus den früheren Alben. Musikalisch ist die Band bei diesem Konzert absolut überzeugend. Vielleicht habe ich immer mehr die poppige Seite von Simply Red wahrgenommen und weniger die des sogenannten Blue Eyed Soul. Das Konzert überzeugt durch die extrem charismatische Stimme von Mick Hucknall, der auch bei der Intonation schwerer Songs wie "You Make Me Feel Brand New" kaum Schwächen erkennen lässt und durch eine hervorragende Band, die es u.a. mit verschiedenen Bläsern und zwei Backgroundsängerinnen auf insgesamt 11 Personen bringt. Diese Musik baucht das aber vermutlich auch. Ian Kirkham zeigt am Saxophon tolle Solo-Einsätze, die eine Brücke zum Smooth-Jazz schlagen. Vermutlich werde ich auch in Zukunft kein frenetischer Liebhaber von Simply Red, erkenne aber dennoch eine hervorragende Live-DVD, die den Fans sicherlich munden wird. Und darum geht es schließlich! Als Bonus sind noch sieben Titel vom 2010er Auftritt in Montreux enthalten. Somit gibt es 25 Songs bei einer Gesamtspielzeit von 124 Minuten, die bei Simply Red Freunden garantiert Anklang finden werden.

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Sonny & Cher – I Got You Babe

Der Film "Und täglich grüßt das Murmeltier" (Original: Groundhog Day) ist knapp 20 Jahre alt. Legendär ist die Szene, wenn Wettermann Phil Connors (Bill Murray) immer und immer wieder den gleichen Tag erlebt und morgens um 6.00 Uhr vom alten Klappzahlenradiowecker auf dem, mit Häkeldeckchen dekorierten Beistelltisch mit "I Got You Babe" von Sonny & Cher geweckt wird.

Und täglich grüßt das Murmeltier
Dieser, sich fortwährend wiederholende Tag ist der 2. Februar, das Datum an dem tatsächlich alljährlich im Ort Punxsutawney im US-Bundesstaat Pennsylvania der Murmeltiertag zelebriert wird. Es geht darum, anhand eines Waldmurmeltiers den weiteren Verlauf des Winters zu bestimmen. Sieht das Murmeltier – das auch den Namen Phil trägt – beim ersten Verlassen des Baus seinen Schatten, wird der Winter noch mindestens 6 Wochen dauern. Ist kein Schatten zu sehen, ist der Legende nach der baldige Frühling zu erwarten. Bei den derzeit herrschenden Temperaturen der sogenannten "Russland-Kälte" würde ich mir auch den Frühling herbeiwünschen. Sitzt man jedoch wie Phil Connors in der Schleife fest, kann es sehr deprimierend werden, wie der Film auf amüsante Weise zeigt. Neben der immer wiederkehrenden "Radiowecker-Szene" ist diese Kömödie selbstverständlich auch sonst absoluter Kult! Und da heute der Murmeltiertag ist, kann man den Film vielleicht mal wieder hervorholen an anschauen!

Andie MacDowell 1993 beim Promo-Termin zum Film in Hamburg:
Andie MacDowell © SULUPRESS.DE / Daniel Rack
1993 gab es übrigens mit der weiblichen Hauptdarstellerin Andie MacDowell, die Phil Conners Kollegin Rita Hanson darstellt, einen offiziellen Fototermin zum Film in Hamburg, bei dem seinerzeit das sehr schöne Schwarzweißbild (oben) an der Alster entstand. Den Termin hat damals Daniel Rack für meine Bildagentur wahrgenommen. Aufgrund des heutigen Murmeltiertages ist "I Got You Babe" von Sonny & Cher der Song der Woche! Als Video habe ich eine Art Trailer herausgesucht, der mit dem Song untermalt ist.

In den Song reinhören und/oder als MP3 bei Amazon.de kaufen:



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Foto unten: © SULUPRESS.DE / Daniel Rack
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The Rocky Horror Picture Show – Time Warp

Ich kenne Leute, die ich hier namentlich nicht nennen möchte, die die Rocky Horror Picture Show 100x oder mehr gesehen haben. Als Film allein betrachtet ist der Streifen bestenfalls Mittelmaß. Nach seiner Veröffentlichung im Jahr 1975 lief er auch schlecht an und blieb hinter den Erwartungen zurück. Ein paar eingefleischte Fans sorgten jedoch dafür, dass der Film neu geschnitten und erneut ins Kino gebracht wurde. Fortan lief die Rocky Horror Picture Show als Midnight Movie in verschiedenen Kinos und wurde durch Mundpropaganda zu einem Kultfilm. Auch heute noch läuft der Film immer wieder in Programmkinos und sorgt weiter für mächtig gute Laune. Was den Streifen neben der komplett irren Story so gut macht, ist die Musik, die von Richard O’Brien geschrieben wurde, der im Film auch den Butler Riff Raff spielt. Die Songs haben etwas ganz eigenständiges. Man hört zwar den zu der Zeit angesagten Glitterrock raus, aber es gibt auch Parts, die z.B. an Pink Floyd erinnern. Und auch wer den Film nicht kennt, sollte mit dem "Time Warp" und dem dazugehörigen Tanz vertraut sein. Deswegen ist dieser geniale 70er Titel der Song der Woche! Übrigens spielten neben Tim Curry als Dr. Frank N. Furter u.a. auch Susan Sarandon als Janet Weiss und Meat Loaf als Rüpel-Rocker Eddie mit! Im Jahr 1981 gab es sogar unter dem Namen "Shock Treatment" eine Fortsetzung des Films, die seit 2007 auch als DVD im Handel ist!

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AC/DC – Back In Black

Sylvester, also morgen vor 38 Jahren, am 31. Dezember 1973 hatte die Band AC/DC ihren ersten Live-Auftritt in einem Club in Sydney. Mit dem dritten Sänger Brian Johnson, der 1980 den Platz des verstorbenen Bon Scott einnahm, nahmen die Herren das Album "Back in Black" auf, welches nach Michael Jacksons "Thriller" das meistverkaufte Album der Rockgeschichte ist. Nach Schätzungen wurden von der Platte ca. 49 Millionen Einheiten verkauft! Der Titeltrack ist diesmal der Song der Woche. Die Nummer ist einfach klasse. Ich habe eine schöne Live-Version herausgesucht, die von der DVD "Live at River Plate" stammt. Einen Auszug der DVD gibt es morgen ab 21.00 Uhr auch auf 3sat innerhalb des Pop around the clock – Thementages.

AC/DC © C. Taylor Crothers
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