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Sound Of Contact – Dimensionaut

Als Sohn von Phil Collins hat man zwei Möglichkeiten: Man macht einen riesen Bogen um die Musik und sucht sich einen ordentlichen Job, oder man gibt sich ebenfalls diese Kunstform hin, steht dann aber unter handfester Beobachtung. Mit dem Progressive-Rock-Projekt Sound Of Contact bringt Simon Collins nach drei Solo-Alben nun zusammen mit Dave Kerzner ein Album an den Start, das sich mit den Werken seines berühmten Vaters messen lassen muss.

Sound Of Contact - Dimensionaut
Der Vergleich zu Genesis oder den Solo-Projekten von Phil Collins ist unausweichlich. Für Simon Collins war das jedoch kein Grund zu kneifen. Mit der Musik aufgewachsen und auch auf vielen Tourneen anwesend, wurde der Collins-Spross infiziert, aber auch automatisch in Sachen Songwriting und Qualität geschult. Dimensionaut ist ein Konzeptalbum über einen dimensionalen Zeit- und Raum-Reisenden namens Dimo, der sich auf einer Mission befindet, die Grenzen der menschlichen Erfahrung zu erweitern. Dabei gibt es sowohl modern klingende Prog-Rock-Passagen, als auch geradlinigere Rock-Songs. Und – man möge mir den erneuten Vergleich verzeihen – einige Titel erinnern tatsächlich stilistisch an frühere Genesis Werke, selbst aus der Peter Gabriel Ära. Auch viele Keyboard-Sounds klingen, wie die typischen monophonen Synthesizer aus den Siebzigern. Dabei wirkt das Album aber keinesfalls tradiert. Im Gegenteil! Es ist musikalisch ein beeindruckendes Werk, das sich bei dem einen oder anderen Hörer vielleicht auch erst nach mehrmaligem Hören in voller Pracht zeigt. Simon Collins übernimmt, wie sein alter Herr den Gesang sowie das Schlagzeug. Dave Kerzner ist für die Keyboards verantwortlich und hat ebenfalls einige Gesangsparts. Ergänzt werden die beiden von Kelly Nordstrom (Gitarre, Bass), Matt Dorsey (Gitarre, Bass) und Hannah Stobart, die dem Song "Beyond Illumination" ihre angenehme Stimme leiht.

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, heißt es im Volksmund. Bei Sound Of Contact mit Simon Collins ist die musikalische Herkunft deutlich hörbar. Und das ist auch gut so. Das Album Dimensionaut zeigt in gut 73 Minuten den hervorragenden Einfluss von Papa Phil sowie die guten Gene bei der Stimme, die wohl für das ähnliche Timbre verantwortlich sein dürften. Die CD hebt sich erfrischend vom glattgeschliffenen Radio-Mainstream ab und könnte sogar das Zeug für einen Meilenstein haben. Vielleicht sind Sound Of Contact sogar die ehrwürdigen Nachfolger von Genesis...

Sound of Contact - Dimensionaut "Landing Soon" Trailer



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Timo Tolkki´s Avalon – The Land Of New Hope

Wie wäre es mal mit einer Metal-Oper? Der Begriff Oper bezeichnet eigentlich eine musikalische Gattung des Theaters. Ein Schauspiel wird auf "The Land Of New Hope" von Timo Tolkki´s Avalon zwar nicht geboten, der Musik ist aber eine gewisse Theatralik durchaus anzuhören.

Timo Tolkki´s Avalon - The Land Of New Hope
Der ex-Stratovarius Gitarrist und Songwriter Timo Tolkki bekam im Sommer 2012 vom Frontiers Records Chef Serafino Perugino die Anfrage für eine bombastische Metal-Oper und zögerte nicht lange. Tolkki cancelte alle anderen Pläne und fing sofort damit an, Songs zu schreiben. Am 17. Mai erscheint nun das Album mit dem Titel "The Land Of New Hope". Die Mitstreiter des finnischen Projekts sind in der Metal- und Rockszene auch keine Unbekannten. Schon bei den Gesangsparts kamen diverse Künstler wie Michael Kiske (UNISONIC), Elize Ryd (AMARANTHE), Rob Rock (IMPELLITTERI), Russell Allen (SYMPHONY X), Sharon Den Adel (WITHIN TEMPTATION) und Tony Kakko (SONATA ARCTICA) zum Einsatz. Besonders die klaren Frauenstimmen setzen schöne Akzente in den Stücken und sorgen dafür, dass der eine oder andere Titel sogar eine gewisse Tauglichkeit für den Eurovison Song Contest hätte. Dies trifft z.B. auf die Single "Enshrined in my Memory" (siehe Video unten) zu. Die Finnen haben ja schon seinerzeit mit Lordi bewiesen, dass sie mit eigenwilligen Songs den ESC-Sieg einfahren können. Ein Großteil der Stücke von Timo Tolkki´s Avalon wird jedoch von pulsierenden Doppel-Bassdrums angetrieben, was den Metal-Charakter hervorhebt. Die Gitarren ertönen oft zweistimmig und erinnern, wie die männlichen Gesangsparts eindeutig an den Glam-Metal der Achtziger.

Timo Tolkki´s Avalon Logo

Das Line-Up der Musiker besteht aus Alex Holzwarth (RHAPSODY OF FIRE) am Schlagzeug sowie Jens Johansson (STRATOVARIUS), Derek Sherinian (BLACK COUNTRY COMMUNION) und Mikko Härkin (SONATA ARCTICA) an den Keyboards. Diese Metal-Oper spielt rund 50 Minuten und überzeugt durch eine typisch skandinavisch, hochwertige Produktion. Sie enthält zudem eine ordentliche Portion Pathos, bleibt dabei aber immer sehr musikalisch und liefert Melodien, die im Kopf bleiben. Somit dürfte die Zielvorgabe von Serafino Perugino absolut erfüllt sein. Das Cover entspricht mit einem prachtvollen Band-Logo in seiner künstlerischen Aufmachung ebenfalls dem Metal-Genre. Für Fans melodischen Metals á la Nightwish, Amaranthe, Stratovarius oder Within Temptation dürfte Timo Tolkki´s Avalon vermutlich ebenfalls hörenswert sein!

Timo Tolkki's Avalon - Enshrined In My Memory (Official video)



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Beth Hart & Joe Bonamassa – Seesaw

Joe Bonamassa beherrscht nicht nur diverse Genres wie Blues, Rock oder Funk, er tobt sich auch gerne mal in weiteren Musikstilen aus und hat diverse Nebenprojekte. So kamen zuletzt in recht kurzen Abständen diverse Tonträger von und mit ihm auf den Markt, die von Classic-Rock (Black Country Communion) bis Akustik-Blues (An Acoustic Evening at the Vienna Opera) gingen. Der neueste Coup ist eine weitere CD zusammen mit US-Rockröhre Beth Hart. Das zweite Album der beiden hört auf den Namen Seesaw und enthält 11 Soulklassiker im neuen Gewand.

Beth Hart & Joe Bonamassa - Seesaw
Der erste Track ist eine uralte Nummer aus der Feder von Maceo Pinkard, Doris Tauber und William Tracey. "Them There Eyes" wurde erstmalig 1930 veröffentlicht und u.a. von Weltstars wie Louis Armstrong, Duke Ellington oder Diana Ross interpretiert. Richtig bekannt wurde der Song, als Billie Holiday ihn 1939 sang. Ein absolut zeitloser Titel, der aber auch schon gleich zu Anfang klarmacht, dass überall da, wo Joe Bonamassa draufsteht, nicht nur zünftiger Bluesrock drin sein muss. Dennoch gibt es flotte Stücke und bluesig ist es zum Teil natürlich auch. Irgendwie sind die Musikstile am Ende ja doch alle miteinander verwandt. An der Gitarre ist Bonamassa eine Koryphäe, nimmt sich aber auf Seesaw durchaus zurück. Gesanglich kann Beth Hart mich persönlich sowieso deutlich mehr überzeugen. Mir gefällt die Stimme von Joe Bonamassa nämlich nicht so gut, so dass eine verruchte, dreckige Frauenstimme entschieden mehr gefällt. Deutlich wird dies z.B. bei der Coverversion von "Nutbush City Limits". Beth Hart hat jede Menge Rotz im Gesang, was absolut positiv ist. Auch die ruhigeren Nummern singt sie ausnahmslos überzeugend. Die großen Gitarrenkurbelexzesse gibt es auf diesem Album nicht und dennoch vermag Bonamassa wieder seine Güte unter Beweis zu stellen und mit tollen Solo-Einlagen zu überzeugen. Der Soul liegt ihm wohl ebenfalls. Und weil zu diesem Musikstil knackige Bläsersätze gehören, kommt zuweilen ein angenehmes Bigband-Feeling auf. Mit "If I Tell You I Love You" von Melody Gardot kommt sogar eine Prise Chanson mit Akkordeon ins Spiel. Abwechslungsreich ist das Album also schon und Spaß macht es ebenfalls. Und da Soul und Blues durchaus fließende Übergänge haben, dürfte auch der eingefleischte Bonamassa-Fan seine Freude an Seesaw haben. Die CD mit knapp 50 Minuten Spielzeit wird am 17. Mai 2013 als Limited Edition (inkl. DVD) in den Handel kommen, kann aber bereits jetzt vorbestellt werden.

Beth & Joe - Seesaw WEBISODE 1



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Larry Carlton & Robben Ford – Unplugged [DVD]

Über Larry Carlton und Robben Ford muss man eigentlich keine großen Worte verlieren. Beide sind Gitarren-Legenden und als solche von ihren Fans weltweit geschätzt und geachtet. Larry Carlton wird auch Mr. 335 genannt, was auf die Gibson ES 335 E-Gitarre zurückzuführen ist, die er in erster Linie für seine musikalischen Darbietungen einsetzt. Zusammen mit Robben Ford hat er jedoch 2009 in Paris ein Konzert gegeben, bei dem beide mit Akustikgitarren spielten. Diese Aufnahme wurde kürzlich als DVD und CD veröffentlicht. Es ist übrigens die erste Akustik-Performance, die bis dahin mit Robben Ford aufgenommen wurde.

Larry Carlton Robben Ford - Unplugged
Den Opener des Konzertes im New Morning spielen die beiden Gitarren-Helden ohne Begleitung. Dann kommen Fifi Chayeb am Bass und Claude Salmieri am Schlagzeug hinzu, die das Duo perfekt ergänzen. Larry Carlton hat für mein Empfinden die größeren Solo-Anteile. Bei Robben Ford kommt dafür bei einigen Songs die Stimme zum Einsatz. Genau wie über die Gitarristen als solche, erübrigt sich auch eine Bewertung der spielerischen Leistung der Protagonisten. Beide überzeugen mit hoher Qualität und Professionalität. Dennoch will der Funken bei mir nicht so recht überspringen. Larry Carlton wirkt auf mich wie ein Gitarrist einer Top-40-Band, der tagsüber auf der Zielgerade zum Rentendasein einem "normalen" Beruf nachgeht und sich abends mit tollen Solopassagen auf seinem Instrument profiliert. Robben Ford erscheint mir bei seinen Solo-Einsätzen sauberer und sicherer zu sein. Die Musik dürfte die Fans beider Gitarristen jedoch grundsätzlich begeistern. Besonders haben mir die Songs "Monty", eine Hommage von Robben Ford an Wes Montgomery sowie "I Put A Spell On You" von Screamin' Jay Hawkins (siehe Video) gefallen. Leider ist das Konzert selbst schon nach weniger als 1 Stunde Spielzeit vorbei. Beim Bonusmaterial gibt es dann noch ein Gespräch zwischen den Herren, das vor der Show aufgezeichnet wurde und bei dem natürlich auch viel Gitarre gespielt wird. Den Anhänger von Larry Carlton und Robben Ford dürfte das Konzert, trotz der kurzen Spielzeit vermutlich größtenteils gefallen. Meine Erwartungen wurden jedoch nicht ganz erfüllt.

Larry Carlton & Robben Ford - I Put A Spell On You + Rio Samba



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Rainbow – Live In Munich 1977 [DVD]

Rainbow zählt unbestritten zu den spannendsten Rockbands der Siebziger Jahre. 1975 nach dem Austritt bei Deep Purple von Ritchie Blackmore gegründet, kann die Band bis in die frühen Achtziger vor allem in Großbritannien einige hohe Chartplatzierungen mit ihren Alben ergattern. Wirklich legendär ist aber für viele nur die frühe Phase der Band, in der Ronnie James Dio am Gesang war und der Musik durch seine Stimme einen ganz eigenen Charakter gab. Dio ist 1978 aufgrund der Spannungen mit Ritchie Blackmore ausgestiegen.

Rainbow - Live In Munich 1977 DVD
Aus dem Jahr 1977 stammt dieser Konzertmitschnitt, der einzige, der jemals in voller Länge mit der klassischen Blackmore-Dio-Powell-Besetzung gefilmt wurde. Am Bass waren Bob Daisley und am Keyboard David Stone frisch besetzt. Bis die Münchener Olympiahalle jedoch in den Genuss der musikalischen Darbietung kommen konnte, war Geduld gefragt. Ritchie Blackmore hatte nämlich zwei Abende zuvor bei einem Auftritt in Österreich Ärger mit der Polizei und musste aus dem Alpenland herausgeschmuggelt werden. Das Konzert begann also erst weit nach Mitternacht!

Ob Ritchie Blackmore aufgrund der Vorkommnisse in Österreich so launisch wirkte, oder ob das seine normalen Allüren waren, kann ich nicht beurteilen. Er macht auf der DVD jedenfalls einen recht angespannten Eindruck. Blackmore war für derartige Stimmungsschwankungen aber auch bekannt. Musikalisch haben alle einen guten Job abgeliefert. Insbesondere Ronnie James Dio zeigte sein ganzes Können als hervorragender Sänger, der von weich und gefühlvoll bis hart und heavy zu jeder Zeit Herr seiner Stimme war, ohne dabei jemals in die Nähe seines Limits zu kommen. Cozy Powell trommelte souverän mit einer Haltung, dessen Anblick mir schon Rückenschmerzen verursacht. Ritchie Blackmore mimte den Boss und bediente in gewohnter Manier seine Strat mit flotten Läufen. Zum Schluss zertrümmerte er dann auch noch ein etwas günstigeres Model der Gitarre und wirkte dabei recht aggressiv. Er schleuderte das Instrument, bzw. dessen gebrochene Reste bedenklich nah an den Köpfen des Publikums vorbei. Passiert ist seinerzeit offensichtlich jedoch nichts.

Alles in allem ist dieses Konzert ein Highlight für Rainbow Fans. Die DVD wurde jedoch in nahezu gleicher Aufmachung schon 2006 veröffentlicht. Geändert hat sich – soweit erkennbar – nur, dass jetzt die Rockpalast- und WDR-Logos mit auf dem Cover abgebildet sind. Die neue Auflage ist dafür aber auch um einiges günstiger. Weil eine TV-Aufnahme von 1977 natürlich nicht an den heutigen Stand der Technik heranreicht, darf man sowohl vom Bild als auch vom Ton keine Wunder erwarten. Insbesondere im Bild laufen teilweise ein paar Streifen durch. Als Zeitdokument dieser beeindruckenden Rainbow Ära bekommt der Fan jedoch einige schöne Stücke präsentiert. Da können mir auch paar Störstreifen den Spaß nicht verderben. Für ein Kind der Siebziger kann das sogar einen gewissen Charme haben. Das Konzert erscheint als DVD und zeitgleich auf Doppel-CD sowie als Vinyl-Doppelalbum am 26. April 2013.


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Danny Bryant – Hurricane / Neues Album und Tour

Der 32-jährige Brite Danny Bryant veröffentlicht am 19. April bereits sein neuntes Album Hurricane. Vor gut einem Jahr hatte ich schon die Live-CD Night Life zur Rezension vorliegen, welche auch durchaus lobende Worte bei mir fand. Nun steht das frische Werk auf dem Prüfstand.

Danny Bryant - Hurricane
Das schlichte Design des CD-Covers im zurückhaltenden Schwarz/Weiß passt scheinbar nicht so ganz zum Titel Hurricane. Das soll hier aber nicht weiter stören, schließlich soll so eine Platte mit den inneren Werten überzeugen. Nach dem Start des Longplayers drückt gleich das eingängige Gitarrenriff von "Prisoner Of The Blues" auf die Membranen. Der Songtitel erinnerte mich flugs an Walter Trout´s "Prisioner Of A Dream", vom gleichnamigen Album aus dem Jahr 1990, ein Song, den ich bis heute ziemlich genial finde. Danny Bryant´s Eröffnungstitel enthält ebenfalls das Potential über Dekaden zu begeistern. Die Nummer hat Druck, gute Solopassagen und wieder erinnert mich sein Gesang partiell an Ian Gillan (Deep Purple). Der Titelsong "Hurricane", eine eher ruhige Nummer, lässt sowohl vom Song, als auch vom Gesang leichte Assoziation zu einem gewissen Jon Bon Jovi zu. Das muss jetzt nicht für jeden einen Anlass zum Kauf darstellen, zeigt aber auf jeden Fall die Wandelbarkeit von Danny Bryant. Der im Song besungene Hurricane ist übrigens mit Herzschmerz des Sängers gleichzusetzen, was die eher ruhige Stimmung des Titels erklärt und somit auch die oben erwähnte Covergestaltung. Es geht halt um den Blues!

Aufgenommen wurde das Album in der Zurückgezogenheit der Grafschaft Cornwall im Südwesten Großbritanniens, ohne technische Errungenschaften wie das Internet und selbst ein Telefonnetz ist dort kaum vorhanden. In dieser Abgeschiedenheit konnte sich Danny Bryant voll auf die Musik konzentrieren. Und herausgekommen ist tatsächlich ein solides Blues-Rock-Album. Bei einigen Stücken sind die Enden für meinen Geschmack etwas flatterig. Im positiven Gesamtbild ist das aber zu verschmerzen. Auch wenn der Vergleich ggf. etwas hinkt, ist das Gitarrenspiel gegenüber des letzten Livealbums sauberer. Das kann natürlich durch die wesentlich legereren Bedingungen im Studio begünstigt sein, aber auch durch eine Entwicklung in der Spieltechnik. In meiner letzten Rezension hatte ich mir gewünscht, dass Danny Bryant noch mehr seinen eigenen Sound findet. Und ich denke, er ist auf einem sehr guten Weg. Da viele Songs des Albums mit 2 Gitarren oder zusätzlichen Keyboards aufgenommen wurden, bleibt abzuwarten, wie das Ganze in der Formation des Power-Trios live herüberkommt. Ansehen und anhören kann man sich das auf der anstehenden Tour. Musikalisch und spielerisch hat Danny Bryant auf jeden Fall wieder einen Sprung nach oben gemacht.

Danny Bryant – Hurricane – Tour Termine
Datum Ort Location
18.04.2013 Unna Lindenbrauerei
19.04.2013 Köln Yardclub
20.04.2013 Rutesheim Uhlenspiegel
21.04.2013 Freiburg Jazzhaus
22.04.2013 A-Salzburg Rockhouse
24.04.2013 München Garage Deluxe
25.04.2013 Erfurt Museumskeller
26.04.2013 Torgau Kulturbastion
27.04.2013 Berlin Quasimodo
    
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Danny Bryant 'Hurricane' Album Preview



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SCHILLER - Sonne Live als Blu-ray, DVD und Doppel-Live-Album

Das Global-Pop-Projekt Schiller um den Musiker Christopher von Deylen bedient vom Genre her eigentlich eine Nische zwischen ambienter und populärer Musik. Dass eine Nische aber auch ganz schön groß werden kann, belegt nicht zuletzt die aktuelle Veröffentlichung "SONNE LIVE" von Schiller.

Schiller - Sonne Live
Auf Blu-ray, DVD und als Doppel-Live-Album erscheint am 22.März das Finale der "Sonne Live Tour" aus dem Winter 2012. Ich habe die DVD als Rezensionsexemplar erhalten. Aufgenommen wurde die Show in der Berliner O2-World. Und damit ist der Beweis erbracht, dass man mit "Nischen-Musik" eine Halle mit einem Fassungsvermögen von bis zu 17.000 Zuschauern füllen kann! 15 mal wurde dieses Programm insgesamt während der Tour aufgeführt!

Normalerweise sind Konzertbesucher meist bestrebt, möglichst nah vor der Bühne zu stehen. Bei dieser Schiller-Tour waren vermutlich die Gäste besser beraten, die so weit vom Podium wegstanden, dass sie die ganze Dimension der Show sehen konnten. Das SEHEN ist nämlich bei diesem Konzertereignis, neben der Musik im Dolby-Surround Klang, ein maßgeblicher Teil der Darbietung. Und weil sich die Musiker auf der Bühne auch nicht wie große Stars profilieren, ist das Gesamtkunstwerk aus einer gewissen Distanz noch imposanter. Die Lightshow gibt dem Namen "Sonne" eine überzeugende Nachhaltigkeit. Überwiegend warme Farben tauchen die Arena in unterschiedliche Stimmungen und geben der Musik einen passenden, optischen Rahmen. Und das sieht schon beeindruckend aus. Dass die vorwiegend elektronische Musik von Schiller viel mehr ist, als Unterhaltung für eine Minderheit, bewies Christoph von Deylen zuletzt mit dem Studioalbum "Sonne", welches bis auf die Spitze der Media-Control Albumcharts kletterte. Schiller ist mit modernen Klängen, leichten Einflüssen von Weltmusik und einer eigenen Art der Musik ziemlich erfolgreich. Größen wie Tangerine Dream, Jean Michel Jarre und Klaus Schulze sind zwar noch als Einflüsse erkennbar, aber dennoch gelingt es Christoph von Deylen durch zeitgemäße Arrangements, auch in der heutigen Zeit, ein großes Publikum mit dieser Musik zu begeistern. Eingefleischte Fans der Berliner Schule werden vielleicht nicht zu den größten Fans gehören, aber an Anhängern mangelt es Schiller definitiv nicht. Der eindrucksvolle Konzertfilm SONNE LIVE zeigt die Sonnenreise ungekürzt mit einer Spielzeit von über 140 Minuten auf DVD und Blu-ray. Ergänzend gibt es die rein akustische Variante auf Doppel-CD sowie als MP3-Download.

SCHILLER | SONNE LIVE | OFFICIAL TRAILER


Im Herbst 2013 startet bereits die nächste Schiller Tour unter dem Namen "Elektronik Pur" mit 49 Konzerten im Surround-Sound: Termine und Tickets

SCHILLER - SONNE LIVE jetzt als DVD, Blu-ray, Doppel-CD oder MP3 bestellen bei:
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Die volle Packung für Jeff Healey Fans

Ich kann mich noch recht gut daran erinnern, als ich das erste Mal Jeff Healey im Fernsehen sah. Das war damals eine Offenbarung. Ein blinder Mann lieferte, seine Gitarre auf den Beinen liegend, eine grandiose Performance mit extremer Spielfreude ab und überzeugte mich total. Das war virtuoser Bluesrock der Extraklasse! Ich weiß allerdings nicht mehr, in welcher Sendung das war. In den folgenden Jahren habe ich Jeff Healey zweimal live erlebt, wo er mich auch jedes Mal total begeistert hat. Am 22. Februar sind gleich zwei neue Sahnestückchen für Jeff Healey Fans erschienen.

Jeff Healey – As The Years Go Passing By [CD/DVD]

Jeff Healey - As The Years Go Passing By
Dieses besondere Set von in-akustik ist in zwei Versionen erhältlich. Einmal mit drei CDs sowie als Deluxe Edition zusätzlich mit 2 DVDs. Enthalten sind drei Konzertmitschnitte aus der Zeit, als es im Fernsehen noch die Kultsendung "Ohne Filter" gab. Konkret sind es die Auftritte "Ohne Filter Extra" vom 10. Mai 1989, da war Healey noch relativ unbekannt. Eventuell ist das sogar das Konzert, bei dem ich ihn erstmals begeistert sah. Ferner im Set dabei sind "Extraspät in Concert" vom 2. April 1995 sowie "Ohne Filter Extra" vom 31. Oktober 2000. Über die Jahre kann man sehr gut sehen und hören, wie Jeff Healey reifte. Zu Anfang seiner Solo-Karriere war er noch voller Adrenalin, wirkte wild und ungestüm, in den folgenden Jahren wurde er zwar etwas ruhiger, blieb aber dennoch virtuos und einzigartig. Sein Gitarrenspiel wurde sogar mit der Zeit sauberer. Die Tour aus dem Jahr 2000 war jedoch auch die letzte der Jeff Healey Band.

Jeff Healey - As The Years Go Passing By (Official Trailer)



Die Konzerte waren für Fans wahre Highlights dieses außergewöhnlichen Musikers! Das 89er Konzert ist ein echter Kracher. Wenn Healey seinen ersten Hit "See The Light" anstimmt, bekomme ich noch heute eine Gänsehaut. Und das Solo ist einmalig! B.B. King, mit dem Jeff Healey bereits 1986 spielte, sprach damals schon in den höchsten Tönen von Healey und nannte ihn seinen Freund. Diese Kompilation enthält Mitschnitte aus drei tollen Konzerten, die den Kanadier mit seinem ganzen Können zeigen. Definitiv für Fans ein "Must Have". Die Tonträger haben zusammen 183 Minuten, das Videomaterial 200 Minuten Spielzeit.


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Jeff Healey Band – House On Fire

Jeff Healey Band - House On Fire
Die andere Veröffentlichung ist ein Album, das von Eagle Rock publiziert wurde. Enthalten sind gut 47 Minuten mit Demos und Raritäten aus den Neunzigern. Acht der elf Nummern wurden zwischen März und Juli 1992 während der Sessions für das Album "Feel This" aufgenommen. Die beiden Tracks "Adam Raised A Cain" (von Bruce Springsteen) und "We’ve Got Tonight" (ja, genau das, was im Original von Kenny Rogers und Sheena Easton intoniert und von Bob Seeger geschrieben wurde) stammen vom Mai/Juni 1994, "Daze Of The Night" wiederum vom Oktober 1998. Das Album ist klanglich bei einigen Songs nicht ganz optimal, aber als Ergänzung zur bestehenden Diskografie, insbesondere für Healey-Anhänger eine Bereicherung. Das Artwork der CD passt zu den damaligen Scheiben der Jeff Healey Band und reiht sich somit auch optisch perfekt in die bereits gesammelten Tonträger ein.


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Jeff Healey, der seit seinem ersten Lebensjahr an einem bösartigen Netzhauttumor litt, welcher auch für seine Erblindung verantwortlich war, starb am 02. März 2008 an dieser heimtückischen Krankheit, wenige Tage vor seinem 42. Geburtstag. Kurz vor seinem fünften Todestag erschienen nun diese beiden Werke und bringen den Fans zum einen die wirklich überzeugenden TV-Konzerte vom Anfang seiner Karriere bis zum Jahr 2000. Das sind großartige Zeitdokumente, die in jede Healey-Sammlung gehören! Zum anderen kommen auf "House On Fire" einige unveröffentlichten Stücke heraus, die ebenfalls eine wichtige Vervollständigung des Lebenswerks von Jeff Healey darstellen. Selbst nach einem knappen viertel Jahrhundert und fünf Jahre nach seinem Tod fasziniert mich der blinde Blues-Man aus Kanada immer noch. So einen Gitarristen wie Jeff Healey wird es wahrscheinlich nie wieder geben!

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Neues vom Plattenmarkt am 01. Februar 2013

Auch diese Woche sind keine Mega-Kracher unter den neuen Releases der Plattenfirmen. Dennoch sind nach einiger Suche in den Veröffentlichungen des 1. Februars 2013 ein paar Perlen aufgetaucht, die ich als Empfehlungen in meine Auswahl genommen habe. Wer mit Walliserdeutsch etwas anfangen kann, sollte sich mal die frische CD der Schweizer Mundartsängerin Sina mit schönen Popsongs in unterschiedlichen Duetten, u.a. mit Stefanie Heinzmann antun. Der Bluesrocker Mitch Ryder veröffentlicht einen Konzertmittschnitt, genau wie die Average White Band, die mit Soul, Funk und R&B sowie dem Hit "Pick Up The Pieces" in den Siebzigern bekannt wurde. Ebenfalls live, aber schon etwas älter, ist das Album der UK-Tour 75 von Thin Lizzy. Die Niederländer von Golden Earring (Radar Love) bringen ein neues Studioalbum und von Blind Guardian kommt ein fettes Box-Set, das auf 8.000 Exemplare limitiert ist. Hochwertiger Jazz kommt diese Woche von Cloning Americana (Modern Jazz), dem deutschen Jazz-Gitarristen Helmut Kagerer sowie vom Lora Kostina Trio, einer Gruppe um die namensgebende Pianisten aus Sankt-Petersburg. Zu guter Letzt beglückt uns Altpunk Billy Idol mit einem DVD-Live-Konzert aus dem Jahr 1993, das jedoch mit 50 Minuten Spielzeit recht knapp ausfällt.
Somit sind doch auch diese Woche wieder ein paar Schmankerl dabei. Geht doch!

Die Liste meiner Auswahl in tabellarischer Übersicht:

Cover
Titel
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Sina - Duette
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Blind Guardian - A Traveler's Guide to Space and Time
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Golden Earring - Tits 'n Ass
Golden Earring - Tits 'n Ass
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Cloning Americana - For Which It Stands
Cloning Americana - For Which It Stands
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Average White Band - Times Squared
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Helmut Kagerer - About Birds and Bees
Helmut Kagerer - About Birds and Bees
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Thin Lizzy - UK Tour '75
Thin Lizzy - UK Tour '75
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Lora Kostina Trio – Vorahnung
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Mitch Ryder - It's Killing Me
Mitch Ryder - It's Killing Me
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Billy Idol - Live From London
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Die frischen Tonträger Neuerscheinungen für den 18. Januar 2013

So liebe Leute, langsam kommen mal wieder ein paar Neuerscheinungen um die Ecke, die es vorzustellen lohnt. Wir beginnen mit dem Soundtrack zum neuen Quentin Tarantino Film "Django Unchained". Neues gibt es auch von Halloween, einer der erfolgreichsten deutschen Heavy Metal Bands sowie von den Punk-Rockern Bad Religion. Die italienische Rockröhre Gianna Nannini wirft ebenfalls ein frisches Werk auf den Plattenmarkt. Besonders spannend find ich diese Woche die Werke von der britischen Singer-/Songwriterin Kyla La Grange, der brasilianischen Metalband Vandroya und von dem US-Pianisten Ben Sidran. Letzterer spielte früher für die Steve Miller Band und war z.B. auch als Studio- bzw. Sessionmusiker für die Rolling Stones, Peter Frampton, oder Eric Clapton tätig. Sein Album ist jedoch ganz ruhiger Jazz vom Feinsten. Interessant ist zudem die Auswahl aus dem Benefiz-Livekonzert 12-12-12 für die Opfer des Wirbelsturms "Sandy", bei dem u.a. Bruce Springsteen, Roger Waters (Pink Floyd), Paul McCartney und Billy Joel mitwirkten. Die kompletten Erlöse aus den Eintrittskarten, den Downloads und den CD-Verkäufen gehen an den "Robin Hood Relief Fund", der vor Ort an der Ostküste der USA mit den Geldmitteln, Know-How und Material hilft. Bereits ausführlich hatte ich kürzlich das neue Album von Toto Gitarrist Steve Lukather sowie die DVD / Blu-ray von Lady Antebellum vorgestellt. Mal schauen, was die nächsten Wochen so bringen!

Hier ist die tabellarische Übersicht meiner Auswahl:

Cover
Titel
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Django Unchained - Soundtrack
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Helloween - Straight Out Of Hell
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Steve Lukather - Transition
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12-12-12 The Concert for Sandy Relief
12-12-12 - The Concert for Sandy Relief
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Gianna Nannini - Inno
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Kyla La Grange - Ashes
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Vandroya - One
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Ben Sidran - Don't Cry for No Hipster
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Bad Religion - True North
Bad Religion - True North
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Lady Antebellum - Own The Night - World Tour
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