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Foto: ZDF / GF-Design

Pop Around The Clock – Das 3sat Programm für Silvester 2016

"The same procedure as every year", würde Butler James zu Miss Sophie sagen. Ja, 3sat verwöhnt uns auch dieses Jahr wieder beim Thementag Pop Around The Clock mit feinsten Konzerten, die dort alle in Erstausstrahlung sowie in HD laufen. Einige Namen sind alte Bekannte, die fast schon einen Stammplatz im Silvester-Programm des Senders haben. So dürfen wir uns erneut auf Joe Bonamassa freuen, aus dessen letzter Konzertfilm-Veröffentlichung "Live At The Greek Theatre" ein 60-minütiges Extrakt gezeigt wird. Ebenfalls zur Stammbesetzung zählen Tina Turner, diesmal mit dem Konzert "Rio ´88" und die Rolling Stones mit dem legendären "Havana Moon" Konzert, welches dieses Jahr am Karfreitag bei Vollmond und freiem Eintritt als Zeichen der kulturellen Öffnung Kubas vor 450.000 Menschen gespielt wurde. Für mich ein besonders Highlight ist das Konzert "Queen - Rock Montreal". Hierbei handelt es sich nicht um einen normalen Mitschnitt. Regisseur Saul Swimmer drehte dieses Konzert am 24./25. November 1981 mit 35 mm Panavision-Filmkameras, die normalerweise bei Kinoproduktionen zum Einsatz kommen. Das Ergebnis ist ein Konzerterlebnis der besonderen Art in beeindruckender Bildqualität. In der Full-HD Version, die gesendet wird, ist man so nah dran, als ob man live dabei wäre. Ein Queen-Monument auf dem musikalischen Höhepunkt der Band. Grandios! Nach den Terroranschlägen in Paris am 13. November 2015 sagten U2 die Konzerte am 14. und 15. November ab und kehrten drei Wochen später zurück, um ein Zeichen gegen den Terror zu setzen. Der gezeigte Mitschnitt von "iNNOCENCE + eXPERIENCE - Live in Paris" ist fast 2,5 Stunden lang und stellt ebenfalls einen absoluten Höhepunkt im 3sat-Silvesterprogramm dar.

Weitere "Auftritte" auf die wir uns freuen können, kommen u.a. von Bruce Springsteen, Mika, Kiss, Journey, Foreigner, Joan Baez, Eagles of Death Metal,... Die vollständige Liste aller Konzerte findet Ihr unten in der Tabelle. Dort sind ebenfalls – sofern vorhanden – die Links, um die Konzerte in voller Länge auf DVD, BluRay und/oder CD zu bestellen, da 3sat meist nur Highlights aus den Shows zeigt. Klickt dafür einfach auf die entsprechenden Titel.

Eine Silvester-Party ist somit schon fest im Kalender eingetragen und dürfte den Tag definitiv wieder bereichern. Falls es weitere Einladungen geben sollte, muss eben ordentlich aufgenommen werden...

Kiss - Foto: Universal Music

Alle Pop Around The Clock Konzerte für Silvester 2016 bei 3sat
Uhrzeit Sendung Aufnahmejahr
6.30
Mika: Sinfonia Pop
2015
7.00
Joan Baez: Live in New York - 75 Birthday Celebration
2016
7.45
Joe Bonamassa: Live at the Greek Theatre
2015
8.45
George Fest: A Night to Celebrate the Music of George Harrison*
2014
9.30
Bruce Springsteen: Thrill Hill Vault - The River Tour*
1980
10.15
Niedeckens BAP: Live im Heimathafen*
2016
11.15
Scorpions: MTV Unplugged
2013
12.15
Unheilig: MTV Unplugged "Unter Dampf - Ohne Strom"
2015
13.15
The Alan Parsons Symphonic Project: Live in Colombia
2013
14.15
Ed Sheeran: Live at Wembley Stadium
2015
15.15
Mumford & Sons: Dust and Thunder*
2016
16.15
Tina Turner: Rio '88
1988
17.00
Kiss: Rocks Vegas
2014
18.00
Eric Clapton: Live in San Diego*
2007
19.00
Phil Collins: Live in Paris
1997
20.15
The Rolling Stones: Havana Moon
2016
22.05
Queen: Rock Montreal
1981
23.15
Adele: Live in New York City*
2015
00.00
U2: iNNOCENCE + eXPERIENCE - Live in Paris
2015
2.25
Mötley Crüe: The End - The Final Tour
2015
3.30
Def Leppard: And there will be a next time*
2016
4.30
Journey: Live in Manila
2009
5.30
Foreigner: Live from New York*
2015
6.30
Eagles of Death Metal: Live in Paris*
2016
    
* Von diesen Konzerten gibt es (derzeit) keine DVD/Blu-ray zu kaufen.

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Foto: ZDF / GF-Design

3sat - Pop Around The Clock - Silvester 2015 - Das Programm

Alle Jahre wieder erfreut uns 3sat bei Pop Around The Clock mit einem bunten Strauß an Konzerten aller Couleur und sendet einen ganzen Tag lang Live-Mitschnitte, die teils erst ganz frisch auf DVD bzw. BluRay oder auch auf CD veröffentlicht wurden. So dürfen wir uns auch dieses Jahr wieder auf ein hochkarätiges, musikalisches Programm freuen, bei dem für jeden etwas dabei sein dürfte.

Den Anfang macht Joe Bonamassa mit seinem Konzert am leganderen Red Rocks Amphitheatre in Morrison, Colorado. Das Konzert vor beeindruckender Kulisse stand im Zeichen von Muddy Waters und Howlin´ Wolf. Ebenfalls dabei und für mich sehr erfreulich, ist der kürzlich veröffentlichte Mitschnitt eines Queen Konzertes, das am 24.12.1975 im Hammersmith Odeon in London im Rahmen der A Night At The Opera Tour aufgenommen wurde und den Beginn ihrer Weltkarriere markiert. Tina Turner ist gleich mit zwei Konzerten dabei und auch Ex-Beatle Ringo Starr zeigt mit illustren Gästen wie Steve Lukather (Toto), Todd Rundgren, Gregg Bissonette oder Mr. Mister-Sänger Richard Page eine sicher spannende Show.

Das komplette Programm mit den Sendezeiten findet ihr unten in der Tabelle. Dort sind auch wieder – sofern vorhanden – die Links, um die Konzerte in voller Länge auf DVD, BluRay und/oder CD zu ordern, da 3sat meist nur Highlights aus den Shows zeigt. Einfach auf den Titel klicken...

Die Silvester-Party 2015 findet also wieder gemütlich auf dem Sofa bei guter Musik statt.

Queen - Foto: Universal Music

Die Liste aller Pop Around The Clock Konzerte für Silvester 2015
Uhrzeit Sendung Aufnahmejahr
6.20
Joe Bonamassa: A Tribute to Muddy Waters & Howlin' Wolf
2014
7.05
In memoriam B.B. King: Live at Montreux 1993
1993
7.35
Annie Lennox: Nostalgia
2015
8.20
100 Jahre Frank Sinatra: The Main Event *
1974
9.10
Queen: A Night at the Odeon
1975
9.55
Tina Turner: Nice 'n' Rough *
1982
10.25
The Rolling Stones: From the Vault - Marquee 1971
1971
11.00
Dire Straits: Alchemy Live
1983
12.15
Deep Purple & Friends: Celebrating Jon Lord
2014
13.15
Ringo Starr & Friends: At the Ryman
2012
14.00
Shania Twain: Still the One - Live in Las Vegas
2014
14.45
Lynyrd Skynyrd: Pronounced Leh-nerd Skin-nerd - Live
2015
15.45
Bruce Springsteen & Friends: A MusiCares Tribute
2013
16.45
Peter Maffay & Band: Niemals war es besser
2015
18.00
Eric Clapton: Slowhand at 70
2015
19.15
Jeff Lynne's ELO: Hyde Park 2014
2014
20.15
Tina Turner: One Last Time
2000
21.15
Aerosmith: Rocks Donington
2014
22.15
Katy Perry: The Prismatic World Tour 2015
2015
23.15
Kylie Minogue: Kiss Me Once
2014
0.00
Miley Cyrus: Bangerz Tour
2014
0.45
One Direction: Where We Are
2014
1.30
Die Fantastischen Vier: Rekord
2015
2.30
Revolverheld: MTV Unplugged
2015
3.30
Andreas Bourani: Hey - Live
2015
4.15
Lenny Kravitz: Just Let Go - Live
2014
5.15
The Who: Live at Hyde Park 2015
2015
6.15
Status Quo: The Frantic Four Final Fling
2014
7.00
Roxy Music aus der 3sat-Reihe "In concert" *
?
    
* Von diesen Konzerten gibt es (derzeit) keine DVD/Blu-ray zu kaufen.

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Foto: Ben Meadows

Steven Wilson – Hand. Cannot. Erase.

Wenn es personell einen Benchmark für hochkarätige Musik gibt, dürfte Steven Wilson ohne jeden Zweifel für viele erste Wahl sein. Der Mann ist ein genialer Songwriter, Produzent und Multiinstrumentalist. Am vergangen Freitag (27/02/15) erschien sein neues Solo-Album Hand. Cannot. Erase.

Steven Wilson – Hand. Cannot. Erase.
Ich hatte am Samstag ein Rezensionexemplar im Kasten. Erste Soundfiles, die ich mir schon vorab mal online anhören konnte, plätscherten eher unspektakulär an mir vorbei. Das Album in voller Länger von über 66 Minuten auf einigermaßen vernünftiger Hardware abgespielt, offenbart jedoch den erneuten Geniestreich. Gerade bei den Progressive Rock-Musikern kommt bei mir zuweilen das Gefühl auf, dass einige profilneurotische Freaks Musik für Musiker machen, nur um zu imponieren. Das ist dann zwar in der Tat oftmals imposant, hat jedoch meist keine Seele. Steven Wilson muss sich zum Glück nicht beweisen und setzt seine Stücke so um, wie es eben für den jeweiligen Titel optimal ist und nicht für technikverliebte Musikjunkies, die noch schnellere Gitarrensoli oder noch spektakulärere Breaks und krumme Rhythmen brauchen. Die Musik von Steven Wilson ist dennoch ohne Frage virtuos, enthält aber auch jede Menge Gefühl und erzählt Geschichten. Auf Hand. Cannot. Erase. wird die Geschichte von Joyce Vincent erzählt, einer jungen, attraktiven und beliebten Frau, die annähernd drei Jahre tot in ihrer Wohnen in London lag, bevor sie vermisst und gefunden wurde. So ein Thema wühlt auf und muss emotional feinfühlig verarbeitet werden. Wilson beschreibt musikalisch, wie sie langsam aus dem Leben "verschwindet" und weist mit diesem intonierten Drama auf die zunehmende Anonymität und Vereinsamung in der Gesellschaft hin. Und genau das geht nicht mit wilden Gitarrengekurbel, sondern braucht eine sensiblere Umsetzung. Die ist Dank göttlicher Songwriter-Qualitäten und illustrer Gäste wie Gitarrenvirtuose Guthrie Govan, dem deutschen Schlagzeuger Marco Minnemann (beide auch mit ihrer Band The Aristocrats eine unbedingte Empfehlung!), Sängerin Katherine Jenkins oder Dave Stewart, der an Chor und Streicher Arrangements mitgewirkt hat, sehr gelungen. Einen Großteil der Instrumente spielt Steven Wilson ja selbst. Trotz des schweren Themas und der Komplexität erdrückt einen diese Platte nicht. Natürlich spitzt sich die Dramatik im Laufe der Spielzeit zu, doch es bleibt immer musikalisch und berührend. Zum Schluss wird es dann wieder ganz ruhig und es hat den Anschein, als würden Engel das Outro singen…

Dieses Konzeptalbum mit dem tollen Cover von Lasse Hoile gehört in die Sammlung eines jeden Musiksammlers, oder besser noch in oder auf das Abspielgerät. Hand. Cannot. Erase. ist ein Meilenstein, der vermutlich auch in Jahrzehnten noch als herausragendes Gesamtkunstwerk in den Katalogen geführt und in einem Atemzug mit Dark Side Of The Moon, Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band oder Tubular Bells genannt werden wird. Das Zeug dazu hätte es auf jeden Fall, so dass ich es jedem anspruchsvollen Musikliebhaber nur wärmstens empfehlen kann!

Steven Wilson - Perfect Life


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4.8/68votes
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Foto: Katja Ruge

Evi Vine – Give Your Heart To The Hawks

Zugegeben, der Titel des neuen Albums von Evi Vine klingt vielleicht für den einen oder anderen etwas kitschig. Ich habe Give Your Heart To The Hawks das erste Mal über meinen PC abgespielt, während ich an irgendetwas anderen gearbeitet habe. Die suboptimale Klangqualität ergänzt durch die Ablenkung hinterließen einen ersten Eindruck, der eher enttäuschend war.

Evi Vine – Give Your Heart To The Hawks
Nun gebe ich Rezensionsexemplaren, insbesondere solchen, die ich explizit anfordere, immer die Chance, unter ordentlichen Bedingungen zu punkten. Ergo legte ich den Tonträger bei wohlig temperierter Raumbeschaffenheit in das Abspielgerät meiner HiFi-Anlage und hörte mir das Album ganz bewusst an. Und siehe da, auf einmal funktioniert es. Nicht nur irgendwie und einigermaßen, sondern richtig gut. Manche Platten, gerade die, die auf eine Zielgruppe jenseits des Mainstreams zielen, brauchen zuweilen diese erhöhte Aufmerksamkeit. Evi Vine ist ein Duo, das aus der gleichnamigen Sängerin und dem Songwriter Steven Hill besteht. Die Songs sind speziell, besonders und sehr atmosphärisch. Mal elfenartiger, mal gehauchter Gesang, der mich hier und da ein wenig an melancholische Stimmungen zwischen Heather Nova, The Sundays und Clannad erinnert. Gepaart mit einer, teils unorthodoxen Instrumentierung zaubern die Songs emotionale Tiefe und eine einsetzende Transzendenz, was durchaus berühren kann. Es geht auf dem Album um dunkles Leiden, es vermittelt intensive Gefühle und nimmt einen mit auf eine expressive Reise. Wenn man diese Musik zulässt, wirkt sie auch ganz intensiv.

Entstanden ist Give Your Heart To The Hawks in der Nähe von Berlin, an einem Ort, wo Evi und Steven die dunkle, elementare Natur des menschlichen Herzens sowie die Umwelt und post-apokalyptische Themen für dieses Album erforschten. Schon der erste Longplayer ..And so The Morning Comes, den die beiden in Eigenregie zu Hause aufgenommen haben, wurde in England begeistert von Kritikern und Musikerkollegen gewürdigt. Nun steht Album Nr. 2 in den Startlöchern und wird ab 06. März im Handel erhältlich sein. Für alle, die emotionalen Tiefgang mögen und für einen imaginären Gang durch den dunklen Wald einen passenden Soundtrack suchen, könnte Give Your Heart To The Hawks genau das Richtige sein.

Evi Vine - Porcelain (Official Video)


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6.0/62votes
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Foto: John Zocco

The Neal Morse Band – The Grand Experiment

Wo Neal Morse seine Finger im Spiel hat, ist feinster Progressive Rock nicht fern. Das galt bis zum letzten Album des US-Amerikaners. Mit Songs From November (2014) wurde er zwischendurch zwar mal etwas mainstreamiger. Am 13. Februar kommt aber das neue Album, The Grand Experiment, welches wieder auf gewohnten Pfaden wandelt und lupenreinen Prog-Rock bietet.

The Neal Morse Band – The Grand Experiment
Mit an Bord sind auch diesmal wieder Schlagzeug-Gott Mike Portnoy und Randy George am Bass, wie auf der letzten Prog-Scheibe Momentum (2012). Dauerhaft sind nun ebenfalls Eric Gillette an der Gitarre und Bill Hubauer an den Tasten im Line-Up. Letztere steuern auch gesanglich einiges zum Gelingen bei. Schon der erste Track des Albums, "Following The Call" beginnt mit einem astreinen Satzgesang, der mich gleich mal an "Fat Bottomed Girls" von Queen erinnert hat. Dieser wohlklingenden, mehrstimmigen Gesangseinlagen sind des Öfteren zu hören. Insgesamt ist das neue Album durch eine wirklich kompetente Kapelle deutlich attraktiver, als es Momentum war. Besonders ist an The Grand Experiment auch, dass die Herren das erste Mal zu einer Aufnahme-Session kamen, ohne Material dabei zu haben. Normal bringt Neal Morse schon seine Ideen oder komplette Titel mit. Diesmal sollten die Songs erst im Studio entstehen, was grundsätzlich ein Risiko war, aber bei der hochkarätigen Besetzung auch eine Chance. Und herausgekommen ist tatsächlich eine Scheibe, die Prog-Rock-Freunde in Entzückung versetzen wird. So gefallen mir, neben den oben genannten Gesangseinlagen auch die Gitarrenparts sehr gut. Die Songs wirken insgesamt ausgewogener und in sich stimmiger. Rund 53 Minuten Spielzeit sind für Neal Morse zwar ein relativ kurzes Intermezzo, aber die Qualität der Songs macht das wieder komplett wett. Und natürlich darf auch auf dem neuen Album der obligatorische, besonders lange Track nicht fehlen. Mit "Alive Again" gibt es einen Titel, der mit 26 Minuten und 42 Sekunden wieder das gesamte Spektrum der Möglichkeiten im Progressive Rock und das Besondere dieses Genres aufzeigt. Wenn das dann noch so gekonnt, wie von der Neal Morse Band eingespielt wird, bleiben kaum noch Wünsche offen. The Grand Experiment ist eine extrem gelungene Platte, die klar beweist, dass Neal Morse zu Recht als Speerspitze des modernen Progs gilt! Die Kollegen tun ihr übriges und somit ist die neue Interpreten-Bezeichnung mit The Neal Morse Band durchaus nachvollziehbar!

The Neal Morse Band "The Grand Experiment" OFFICIAL Music Video


The Neal Morse Band Live 2015
Datum Ort Location
11.03.2015 Aschaffenburg Colos-Saal
12.03.2015 Mannheim Alte Seilerei
13.03.2015 Hamburg Markthalle
14.03.2015 Bochum Matrix
    

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6.0/63votes
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Foto: Paal Audestad

Katzenjammer – Rockland – das dritte Studioalbum der Norwegerinnen

Aufmerksame Leser dieses Blogs konnten beim Lesen der letzten Katzenjammer-Rezension Zeuge meiner Begeisterung werden. Die Band ist so andersartig und speziell und lieferte auf den letzten Alben einige extrem festsitzende Ohrwürmer, so dass die Erwartungen für das neue Album ziemlich hoch waren. Dieses erscheint nun am kommenden Freitag (16.01.2015) unter dem Namen Rockland.

Katzenjammer - Rockland
Ich habe Rockland als Download bemustert bekommen, lud also sofort das Material herunter und startete den Player. Auf gut 42 Minuten finden sich 11 brandneue Songs der nordischen Mädels. Beim ersten Durchhören wollte der Funke noch nicht so recht überspringen. Beim Vorgänger A Kiss Before You Go gab es Songs wie "I Will Dance (When I Walk Away)", "Lady Marlene", "Rock-Paper-Scissors" oder "Cocktails and Ruby Slippers", die sofort hängengeblieben sind und vor dem geistigen Ohr in einer Tour abliefen. Das ist bei Rockland nicht der Fall. Die Songs passen zwar ins Schema von Katzenjammer, die Leichtigkeit scheint jedoch ein wenig abhanden gekommen zu sein. Beeindruckten die ersten beiden Alben noch durch Frische, Eigenart und Spontanität, wirkt die neue Platte etwas affektierter bzw. gesteuerter. Während die ersten Scheiben vermutlich relativ frei und ohne Erfolgsdruck eingespielt werden konnten, müssen bei Rockland wahrscheinlich Erwartungen hinsichtlich des Publikums und der Verkaufszahlen erfüllt werden. Das geht für mein Empfinden auf Kosten der Andersartigkeit. Aber gerade das ist das Markenzeichen bei Katzenjammer. Mir scheint das Konzept Katzenjammer etwas aufgeweicht bzw. nicht konsequent fortgesetzt worden zu sein. Somit klingt der eine oder andere Song schon mal leicht wie ein zweiter Aufguss älterer Titel. Das Material auf Rockland ist dennoch gut und wird vermutlich dem Großteil der Fans zusagen. Gefallen haben mir z.B. "Flash In The Dark" mit einem schönen mehrstimmigen Gesang oder "My Dear" mit einem eingängigen Folk-Refrain. Der große Aha-Effekt bleibt unterm Strich aber leider aus. Da hätte ich mir etwas mehr Mut gewünscht. Stattdessen hat man lieber wieder auf Bewährtes gesetzt, gleiche Sounds und ähnliche Songs eingespielt. So wirkt das Ganze dann in der Summe doch etwas zu berechnet und die richtigen Ohrwürmer sind leider ebenfalls nicht dabei. Möglicherweise brennt sich der eine oder andere Song noch nach mehrmaligem Hören besser ein. Die Klasse des Vorgängers erreicht Rockland jedoch nicht. Das nächste Album darf gerne wieder etwas experimenteller und authentischer werden!

Nachtrag / Korrektur
Nun habe ich Rockland einige Male durchgehört und mich doch nahezu komplett infiziert. Die neuen Katzenjammer-Songs zündeten etwas weniger schnell als einige Vorgänger, aber nun spucken mir die Lieder wieder derart durch den Kopf, dass ich kaum noch schlafen kann. Ergo nehme ich meine Kritik an dem Album zurück und korrigiere meine Bewertung. Sorry Mädels, aber Ihr habt erneut einen sehr guten Job gemacht und ein tolles Album abgeliefert, das mich wohl noch einige Tage um die verdiente Nachtruhe bringen wird. Das ist vielleicht die Strafe für meine erste Fehleinschätzung 😉

Katzenjammer – Lady Grey (Official Video)


Katzenjammer Tour 2015
Datum Ort Location
04.03.2015 Köln Palladium
05.03.2015 Dresden Alter Schlachthof
06.03.2015 Berlin Columbiahalle
07.03.2015 Bielefeld Ringlokschuppen
09.03.2015 Hamburg Große Freiheit
10.03.2015 Mannheim Maimarktclub
20.03.2015 München Tonhalle
21.03.2015 Wiesbaden Schlachthof
    

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Foto: Robert Ascroft

Kat Edmonson – The Big Picture – Feinster Vintage Pop

Kürzlich bekam ich ein Paket mit diversen CDs, die im Januar auf den Markt kommen. Dabei war auch das neue Album von Kat Edmonson, die mir bis dahin unbekannt war. The Big Picture ist der zweite Longplayer der US-Amerikanerin und erscheint am 16. Januar 2015.

Kat Edmonson - The Big Picture
Bereits das Cover im Twiggy-Look mit Kurzhaarfrisur und einem klassischen, analogen Fotoapparat vermittelt einen Eindruck, der sich in der Musik fortsetzt. Jede Menge Retro-Feeling. Den Anfang macht "Rainy Day Woman", das problemlos als James Bond-Titelsong durchgehen würde. Sowohl das Songwriting als auch die Instrumentierung mit aufwendigen Orchester-Elementen transportieren ein Sechziger-Feeling, welches sich größtenteils auch in den weiteren Titeln wiederfindet. Dass Kat Edmonson eine Texanerin ist, mag man kaum glauben. Das Album klingt very british und versetzt einen gefühlt ein paar Jahrzehnte in die Vergangenheit zurück. Hochklassige Arrangements produziert vom Grammy nominierten Mitchell Froom (u. a. Paul McCartney) sorgen für eine ganz spezielle Stimmung. Vergleiche zu Amy Winehouse oder Duffy kann man in positiver Hinsicht durchaus ziehen, wobei die Stimme von Kat Edmonson ganz anders klingt. Ihr Timbre erinnert mich hier und da an Christina Perri, allerdings wirkt Kat Edmonson deutlich routinierter, sicherer und sie kann das Niveau auch live halten.

Kat Edmonson - Foto: Robert Ascroft

Die Songs haben den Charme großer Songwriter-Nummern aus den 60er-Jahren, als noch echte Handwerkskunst nötig war, um gute Titel zu produzieren. Einzig der Track "All The Way" ordnet sich nicht so ganz in dieses Schema ein, was dem positiven Gesamteindruck jedoch überhaupt keinen Abbruch tut, weil dieser Titel nämlich eine ganz wunderbare Singer-/Songwriter-Nummer ist, für mich sogar der beste Song des Albums. Fast alle Titel stammen ganz oder zu erheblichen Teilen aus der Feder von Kat Edmonson. Wir hören hier also keine Marionette, sondern eine Vollblutmusikerin. Das macht dieses Album extrem authentisch, eigen und besonders, so dass es aus den vielfach glattgeschliffenen Pop-Publikationen wohltuend heraussticht. Der Sixties-Style in moderner Aufnahmetechnik, sie nennt es selbst Vintage-Pop, wirkt trotz aller Retro-Elemente frisch, unverbraucht und trifft meinen Geschmack. Die Musik dürfte auch mühelos in den Mainstream-Medien funktionieren. Für mich ist The Big Picture auf jeden Fall schon mal ein sehr schöner musikalischer Auftakt für 2015. So darf es gerne weitergehen…

Kat Edmonson - The Big Picture


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Foto: SULUPRESS.DE / Torsten Sukrow

Melissa Etheridge – This is M.E. – Das neue Album

Bekannt wurde Melissa Etheridge hauptsächlich durch Songs wie "Bring Me Some Water", "Come To My Window" und "Like The Way I Do". Ebenfalls denken viele Leser bestimmt auch an ihre Krebserkrankung 2004 und natürlich an das Outing hinsichtlich ihrer Homosexualität 1993. Nun steht die US-Amerikanische Sängerin, Grammy- und Oscar-Preisträgerin aber mal wieder musikalisch im Fokus und bringt am 16. Januar 2015 Ihr neues Album This Is M.E. in Deutschland auf den Markt. In den USA ist dies bereits Ende September erschienen.

Melissa Etheridge – This is M.E.
Das Cover zeigt ein Portrait von Melissa Etheridge, welches eine Kollage aus vielen kleinen Einzelbildern ist. Im Inneren des Booklets finden sich zudem diverse alte Fotos der Sängerin. Alles wirkt ein wenig wie aus dem persönlichen Fotoalbum, wie ein Blick zurück. Deswegen habe ich als Bild zu diesem Artikel ebenfalls ein älteres Foto von Melissa Etheridge aus meinem Archiv genommen. Das Bild konnte ich 1993 auf dem Jübek Open Air machen.

Auf This Is M.E. haben viele kreative Leute aus der Musikszene mitgearbeitet: Jon Levine (Nelly Furtado, K’Naan, Selena Gomez), RoccStar (Usher, Chris Brown), Jerrod Bettis (Adele, One Republic, Eric Hutchinson, Gavin DeGraw), Jerry Wonda (Grammy-Gewinner und Produzent der Fugees, von Mary J. Blige und Akon),… wirkten mit. "Ich war seit Jahren nicht mehr dermaßen begeistert", erklärt Etheridge, "jeder einzelne Song war eine großartige Erfahrung." Beim Lesen der Namen denkt man vielleicht, dass das ein sehr modernes oder gar poppiges Albums sein müsste. Es klingt aber definitiv nach Melissa Etheridge. Ihre überaus markante Stimme ist prägend und die Produktion klingt dabei frisch und unverbraucht. Letzteres mag dem Einfluss der o.g. Personen geschuldet sein. This Is M.E. ist ein Album, das ggf. nicht beim ersten Hören sofort zündet, aber ich habe es nun ein paar Mal abgespielt und finde immer mehr Gefallen an den Songs, die wie die Single "Take My Number" sehr gut im Radio funktionieren könnten. Eine Nummer wie "Stranger Road" klingt da schon deutlich amerikanischer, fast wie ein pathetischer Bon-Jovi Titel, natürlich mit der charakteristischeren Stimme von M.E.. Trotz etwas moderner Produktion bleibt sich Melissa Etheridge treu und erfüllt auf gut 41 Minuten Spielzeit die Erwartungen, die man an eine Rockplatte der US-Sängerin hat. Gute Songs, gute Produktion, Hammer-Stimme und ein solides Werk.

Melissa Etheridge: Take My Number


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Foto: Warner Bros.

Jersey Boys – Der Film von Clint Eastwood jetzt auf DVD und Blu-ray

Es muss irgendwann in den Achtzigern gewesen sein, als ein paar Freunde und ich zusammen in einer Kneipe saßen und darüber sinnierten, von wem der Song "December, 1963 (Oh, What a Night)" sei. Jedem, der an unserem Tisch vorbeikam, sangen wir den Refrain vor und jeder kannte das Lied. Aber niemand konnte sagen, von wem der Titel ist… Irgendwann sind wir dahintergekommen, dass es die Four Seasons waren, die wir suchten.

Jersey Boys DVD
Ganz korrekt waren es Frankie Valli and The Four Seasons, die hauptsächlich in den Sechzigern mit Hits wie "Sherry", "Big Girls Don´t Cry", "Working My Way Back To You" und vielen mehr begeistert haben und bis heute begeistern. Um die turbulente Geschichte der Band wurde ein Musical namens Jersey Boys geschrieben, dass 2005 am Broadway uraufgeführt wurde. Die Show wurde weltweit ein Erfolg und spielte auch am Londoner West End, in Las Vegas sowie in Metropolen in Kanada, Südafrika, Australien,… Ferner gewann Jersey Boys vier Tony Awards für das beste Musical und den Laurence Olivier Award als bestes neues Musical.

2013 wurde das Bühnenwerk dann unter dem gleichen Namen verfilmt. Clint Eastwood führte Regie und war ferner einer der Produzenten des Films. Am 18. Dezember kommen nun die Kaufversionen als DVD- und Blu-ray in die Läden. Der Film zeigt die Zeitspanne von der Gründung der Band in den Fünfzigern bis zur Aufnahme in die Hall Of Fame im Jahre 1990. Die Story erzählt den Aufstieg der Musiker aus dem Armeleuteviertel in Newark, New Jersey, die in den Sechzigern als Four Seasons berühmt wurden. Insgesamt wirkt die Handlung jedoch ein wenig auseinander gerissen und lässt somit den roten Faden etwas vermissen. Mir gefällt allerdings an gut gemachten Musik-Biografien bzw. grundsätzlich an Filmen, die ein paar Jahrzehnte in der Vergangenheit spielen, das Szenenbild, das bei Jersey Boys detailgetreu von den richtigen Autos bis zur Seeburg Wall-O-Matic Tisch-Jukebox das Flair der Zeit authentisch transportier. Viel Musik gibt es selbstverständlich auch, so dass Freunde der Sechziger also hinsichtlich der Optik und der Akustik ihre Freude haben werden. John Lloyd Young spielte bereits in der Broadway-Inszenierung, wie auch im Film die Rolle des Frankie Valli und kann darin ebenso überzeugen, wie Christopher Walken als Mafia-Boss Gyp DeCarlo. Leider geht aus allen mir vorliegenden Informationen nicht klar hervor, wie nah der Film an der echten Geschichte der Four Seasons ist, oder ob einiges fiktiv ist. Ich habe die DVD-Version bemustert bekommen, die im DVD-Player problemlos abgespielt wird, auf meinem PC jedoch etwas zickig war. Die Sprachauswahl funktionierte am Rechner leider gar nicht.

JERSEY BOYS - offizieller Trailer


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Foto: ZDF / GF-Design

3sat Thementag – Pop Around The Clock – Das Programm für Silvester 2014

Erneut neigt sich ein Jahr dem Ende zu und steuert zumindest aus Sicht der Musikfans auf ein TV-Highlight erster Kajüte hin. Zu Silvester heißt es bei 3sat wieder Pop Around The Clock. Mir liegen die Details für diesen Thementag mit vielen interessanten Konzerten vor. Ich bin entzückt und möchte Euch hiermit am Programm für den 31. Dezember 2014 teilhaben lassen. Es handelt sich komplett um TV-Erstausstrahlungen und es finden sich erneut eine Menge wohlklingender Namen wie Queen, Deep Purple, The Rolling Stones, Genesis, Billy Joel, Coldplay, Muse, Depeche Mode, Bryan Adams, Moby u.v.m. im Line-Up. Insgesamt stehen 25 Stunden Live-Musik auf dem Zettel!

Einige Konzerte sind Klassiker, wie z.B. "Three Sides Live" von Genesis, "Live At The Rainbow" von Queen, oder "From The Vault – Live in 1981" von den Rolling Stones. Andere Aufzeichnungen sind so frisch, dass sie noch dampfen. Da wäre z.B. Jeff Beck - "Live in Tokyo" (2014), Max Herre mit seinem MTV Unplugged (2013), Depeche Mode – "Live in Berlin" (2013) oder Bryan Adams - "Live in Toronto" (2014). Die meisten Konzerte sind – wie immer – Auszüge aus kompletten Shows, die größtenteils in voller Länge auf DVD bzw. Blu-ray erhältlich sind. Wenn Ihr auf die Titel in der Übersicht klickt, könnt Ihr diese Konzerte - sofern verfügbar - in der kompletten Version bestellen. Die neueren Aufnahmen sendet 3sat übrigens alle in HD-Qualität.

Ich finde es überaus beeindruckend, was 3sat alljährlich bei diesem speziellen Thementag auf die Beine stellt. So sind einige Konzerte gerade als DVD bzw. Blu-ray in den Handel gekommen und schon laufen die meist recht ansprechenden Auszüge im Free-TV. Da sehe ich die Rundfunkgebühr ausnahmsweise mal als richtig gutes Investment.

Also, Schampus kühlen, Knabberzeug parat legen und die Party kann beginnen!

Queen - Foto: Universal Music

Die Liste der Pop Around The Clock Konzerte für Silvester 2014
Uhrzeit Sendung Aufnahmejahr
6.00
The Dukes Of September - Live At Lincoln Center
2012
6.45
Beth Hart & Joe Bonamassa - Live At Amsterdam
2013
7.45
Jeff Beck - Live In Tokyo
2014
8.45
Queen - Live At The Rainbow
1974
9.30
Deep Purple - Perfect Stranger
1984
10.30
The Rolling Stones - From The Vault - Live in 1981
1981
11.30
Genesis - Three Sides Live
1981
12.15
Phil Collins - No Ticket Required *
1985
13.15
Billy Joel - A Matter Of Trust - The Bridge To Russia
1987
14.00
Dire Straits - On The Night
1992
15.00
Ed Sheeran - Live In Dublin *
2014
15.45
Max Herre - MTV Unplugged - Kahedi Radio Show
2013
17.00
Sting - The Last Ship Sails
2013
18.15
Peter Gabriel - Back To Front
2013
19.20
Coldplay - Ghost Stories
2014
20.15
Céline Dion - Une Seule Fois
2013
21.00
Elton John - The Million Dollar Piano
2012
22.15
Jessie J - Alive At The O2 *
2013
23.00
Muse - Live At Rome
2013
0.00
Depeche Mode - Live In Berlin
2013
1.15
Bryan Adams - Live In Toronto *
2014
2.15
ZZ Top - Live At Montreux
2013
3.00
Roxette - Travelling The World - Roxette Live
2012
3.45
Simple Minds - Celebrate
2013
4.30
Zucchero - La Sesión Cubana *
2012
5.15
Hall & Oates - Live In Dublin *
2014
6.00
Moby - Almost Home - Live At The Fonda
2012
    
* Von diesen Konzerten gibt es (derzeit) keine DVD/Blu-ray zu kaufen.

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