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Tonträger Klassiker

Foto: © SULUPRESS.DE
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Die volle Packung für Jeff Healey Fans

Ich kann mich noch recht gut daran erinnern, als ich das erste Mal Jeff Healey im Fernsehen sah. Das war damals eine Offenbarung. Ein blinder Mann lieferte, seine Gitarre auf den Beinen liegend, eine grandiose Performance mit extremer Spielfreude ab und überzeugte mich total. Das war virtuoser Bluesrock der Extraklasse! Ich weiß allerdings nicht mehr, in welcher Sendung das war. In den folgenden Jahren habe ich Jeff Healey zweimal live erlebt, wo er mich auch jedes Mal total begeistert hat. Am 22. Februar sind gleich zwei neue Sahnestückchen für Jeff Healey Fans erschienen.

Jeff Healey – As The Years Go Passing By [CD/DVD]

Jeff Healey - As The Years Go Passing By
Dieses besondere Set von in-akustik ist in zwei Versionen erhältlich. Einmal mit drei CDs sowie als Deluxe Edition zusätzlich mit 2 DVDs. Enthalten sind drei Konzertmitschnitte aus der Zeit, als es im Fernsehen noch die Kultsendung "Ohne Filter" gab. Konkret sind es die Auftritte "Ohne Filter Extra" vom 10. Mai 1989, da war Healey noch relativ unbekannt. Eventuell ist das sogar das Konzert, bei dem ich ihn erstmals begeistert sah. Ferner im Set dabei sind "Extraspät in Concert" vom 2. April 1995 sowie "Ohne Filter Extra" vom 31. Oktober 2000. Über die Jahre kann man sehr gut sehen und hören, wie Jeff Healey reifte. Zu Anfang seiner Solo-Karriere war er noch voller Adrenalin, wirkte wild und ungestüm, in den folgenden Jahren wurde er zwar etwas ruhiger, blieb aber dennoch virtuos und einzigartig. Sein Gitarrenspiel wurde sogar mit der Zeit sauberer. Die Tour aus dem Jahr 2000 war jedoch auch die letzte der Jeff Healey Band.

Jeff Healey - As The Years Go Passing By (Official Trailer)



Die Konzerte waren für Fans wahre Highlights dieses außergewöhnlichen Musikers! Das 89er Konzert ist ein echter Kracher. Wenn Healey seinen ersten Hit "See The Light" anstimmt, bekomme ich noch heute eine Gänsehaut. Und das Solo ist einmalig! B.B. King, mit dem Jeff Healey bereits 1986 spielte, sprach damals schon in den höchsten Tönen von Healey und nannte ihn seinen Freund. Diese Kompilation enthält Mitschnitte aus drei tollen Konzerten, die den Kanadier mit seinem ganzen Können zeigen. Definitiv für Fans ein "Must Have". Die Tonträger haben zusammen 183 Minuten, das Videomaterial 200 Minuten Spielzeit.


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Jeff Healey Band – House On Fire

Jeff Healey Band - House On Fire
Die andere Veröffentlichung ist ein Album, das von Eagle Rock publiziert wurde. Enthalten sind gut 47 Minuten mit Demos und Raritäten aus den Neunzigern. Acht der elf Nummern wurden zwischen März und Juli 1992 während der Sessions für das Album "Feel This" aufgenommen. Die beiden Tracks "Adam Raised A Cain" (von Bruce Springsteen) und "We’ve Got Tonight" (ja, genau das, was im Original von Kenny Rogers und Sheena Easton intoniert und von Bob Seeger geschrieben wurde) stammen vom Mai/Juni 1994, "Daze Of The Night" wiederum vom Oktober 1998. Das Album ist klanglich bei einigen Songs nicht ganz optimal, aber als Ergänzung zur bestehenden Diskografie, insbesondere für Healey-Anhänger eine Bereicherung. Das Artwork der CD passt zu den damaligen Scheiben der Jeff Healey Band und reiht sich somit auch optisch perfekt in die bereits gesammelten Tonträger ein.


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Jeff Healey, der seit seinem ersten Lebensjahr an einem bösartigen Netzhauttumor litt, welcher auch für seine Erblindung verantwortlich war, starb am 02. März 2008 an dieser heimtückischen Krankheit, wenige Tage vor seinem 42. Geburtstag. Kurz vor seinem fünften Todestag erschienen nun diese beiden Werke und bringen den Fans zum einen die wirklich überzeugenden TV-Konzerte vom Anfang seiner Karriere bis zum Jahr 2000. Das sind großartige Zeitdokumente, die in jede Healey-Sammlung gehören! Zum anderen kommen auf "House On Fire" einige unveröffentlichten Stücke heraus, die ebenfalls eine wichtige Vervollständigung des Lebenswerks von Jeff Healey darstellen. Selbst nach einem knappen viertel Jahrhundert und fünf Jahre nach seinem Tod fasziniert mich der blinde Blues-Man aus Kanada immer noch. So einen Gitarristen wie Jeff Healey wird es wahrscheinlich nie wieder geben!

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Interessante Musik Neuerscheinungen auf CD vom 25. Januar 2013

Wirklich neue Alben der bekannten, großen Namen sind diese Woche zwar nicht dabei, ich habe aber dennoch eine ganz spannende Auswahl der Neuerscheinungen des Plattenmarktes vom 25. Januar 2013 zusammengestellt. Meine Liste beginnt mit der Neuauflage des legendären Fleetwood Mac Albums "Rumors", das zum 35. Geburtstag in verschiedenen Ausführungen erscheinen wird. Die deutschen Elektromusik-Pioniere von Qluster (vormals Kluster bzw. Cluster) erfreuen die Fans mit frischem Material. Eine fluffige Scheibe bringt auch die Singer-Songwriterin Betty Steeles und ein Comeback feiert die britische Metal-Institution Chrome Molly nach 22 Jahren. Die Sparte "Blues" wird diese Woche mit den Alben von Erja Lyytinen und Bart Walker anspruchsvoll besetzt. Und jazzig wird es mit dem Yaron Herman Trio sowie der CD von Jill Barber, die den 50er Style mit Orchester aufleben lässt und dabei mit ihrer Stimme zeitweise an Katie Melua erinnert. Die Hard 'n' Heavy Fraktion wird weiter beglückt mit dem neuen Werk von Pink Cream 69 sowie einer tollen Platte von Dante, die irgendwo zwischen Progressive Metal und Progressive Rock ihr Genre gefunden haben.

Hier ist die strukturierte Auflistung meiner Empfehlungen für diese Woche:

Cover
Titel
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Fleetwood Mac - Rumours
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Pink Cream 69 - Ceremonial
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Dante - November Red
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Jill Barber - Mischievous Moon
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Erja Lyytinen - Forbidden Fruit
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Betty Steeles - This Is Betty Steeles
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Chrome Molly - Gunpowder Diplomacy
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Qluster - Lauschen
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Bart Walker - Waiting On Daylight
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Yaron Herman Trio - A Time for Everything
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Meine Tipps aus den Neuerscheinungen des Plattenmarktes vom 07. Dezember 2012

Wir steuern geradewegs auf das heilige Fest zu und die wichtigen Veröffentlichungen haben längst das Licht der Welt erblickt, damit sie rechtzeitig vor der Bescherung erworben werden können. Die Luft wird also spürbar dünner, was die Zusammenstellung dieser Liste zuweilen erschwerte. Nichtsdestotrotz habe ich mit etwas Geduld einen frischen Strauß Tipps aus den Veröffentlichungen vom 07. Dezember zusammengeklöppelt. Und dieser enthält trotz der erhöhten Herausforderung ein paar nette Titel z.B. von Shelby Lynne oder Tuó, das dritte und letzte Album der Green Day Trilogie sowie "Pandora's Box" von Aerosmith u.a. mit einigen alten, unveröffentlichten Songs. Von Black Sabbath gibt es nun auch die allseits beliebte Vinyl Collection der Alben von 1970-1978. Eric Clapton veröffentlicht zum 35. Geburtstag des Albums "Slowhand" selbiges in verschiedenen Editionen, die bei Sammlern bestimmt Anklang finden werden. Von der britischen Prog-Rock Band Curved Air kommen frühe Live-Aufnahmen der BBC heraus, bei denen teilweise auch Stewart Copeland (später The Police) trommelte und von Deep Purple (MK III) kommte ein Konzert aus dem Jahr 1975 als David Coverdale am Gesang zugegen war. Zu guter Letzt publizieren Metallica und Saxon neues Material auf DVD / Blu-ray. Na bitte, geht doch…

Die hingebungsvoll erstellte Liste der Veröffentlichungstipps vom 07. Dezember 2012:

Cover
Titel
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Eric Clapton - Slowhand
Eric Clapton - Slowhand (Verschiedene Varianten)
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Green Day - Tre!
Green Day - Tre!
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Shelby Lynne - Live
Shelby Lynne - Live
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Tuó – Tales Of Life
Tuó – Tales Of Life
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Curved Air -  Airwaves - Live at BBC
Curved Air - Airwaves - Live at BBC
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Black Sabbath - The Vinyl Collection 1970-1978
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Deep Purple - Live In Paris 1975
Deep Purple - Live In Paris 1975
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Aerosmith - Pandora's Box
Aerosmith - Pandora's Box
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Metallica - Quebec Magnetic
Metallica - Quebec Magnetic [DVD & Blu-ray]
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Saxon – Heavy Metal Thunder – The Movie
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Foto: © 1970 Paul McCartney - Photographer Linda McCartney
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Paul und Linda McCartney – RAM

Das Album RAM erschien erstmals 1971 und gilt als einzige Platte, die Paul und Linda McCartney zugeschrieben wird. Entstanden ist RAM 1970 auf ihrer Farm auf der Landspitze von Kintyre in Schottland. Im Herbst 1970 flogen sie nach New York, um es aufzunehmen. Da bereits die Wiederveröffentlichungen der Alben "McCartney" sowie "McCartney II" begeistert von den Fans angenommen wurden und es einen Grammy für das "Beste historische Album" für "Band on the Run" gab, stand nun RAM auf der To Do Liste.

Paul und Linda McCartney - RAM
Die Bänder wurden in den Abbey Road Studios remastered und teilweise kamen je nach Version des Albums diverse weitere unveröffentlichte Songs, B-Seiten und anderes Material hinzu. Mir liegt die Special Edition mit einer Bonus CD vor, die z.B. auch die Hitsingle "Another Day" enthält. Beim Kauf sollte man genau auf die unterschiedlichen Ausführungen achten! Es gibt drei CD-Editionen, zwei Vinyl Varianten sowie verschiedene Downloadversionen. Von der Original-Platte aus dem Jahr 1971 wurden damals drei Singles veröffentlicht. "Uncle Albert/Admiral Halsey" wurde nur in den USA als Single rausgebracht, belegte dort aber Platz 1 der Billboard-Charts; "Eat At Home" wurde nur in Europa (ohne Großbritannien) veröffentlicht, erreichte in den Niederlanden und Norwegen jeweils Top-Ten-Platzierungen und "The Back Seat Of My Car" erschien nur in Großbritannien und schaffte es dort (nur) auf Platz 39. Dieser etwas merkwürdigen Art der Veröffentlichungsstrategie ist es vermutlich auch zu verdanken, dass die Songs alle – zumindest in Deutschland – nicht so bekannt sind. Im Radio – auch auf Oldie-Sendern – habe ich diese Singles nie bewusst gehört! Dennoch gilt das Album RAM als Meilenstein. Hat es damals die Kritiker noch gespalten, gibt es heute weitestgehend einen Konsens darüber, dass dieses Werk eine hohe Bewertung verdient. Selbst der "Rolling Stone" hat seine ursprüngliche negative Kritik inzwischen korrigiert. Mich erinnern diverse Stellen in den Songs schon teilweise deutlich an einige spätere Beatles Stücke. Dennoch ist es autark. Ich habe sogar das Gefühl, dass das Album für die damalige Zeit extrem innovativ war. So haben die Backgroundchöre beim Song "Dear Boy" durchaus Ähnlichkeit mit frühen Queen-Chören und die waren bekanntlich legendär, wurden aber erst einige Jahre später in Vinyl gepresst und bekannt. Mich würde es nicht wundern, wenn Queen durch diesen Song beeinflusst wurde. Aber auch andere Stellen auf RAM klingen vertraut, als ob diese Platte eine Art Ideenkasten für Musiker in den Siebzigern war. Das ist zwar ein subjektiver Eindruck, zeigt dennoch, wie kreativ das Songwriting von Paul McCartney und seiner Frau Linda damals war. Die Musik ist zeitlos und eigenständig. Es ist jedoch sinnvoll, das Album ganz durchzuhören, um den Spirit der damaligen Zeit zu erfassen. Für Fans dürfte bei der großen Auswahl an Versionen garantiert die richtige dabei sein. Im Deluxe Edition Box-Set ist neben viel anderem Material auch die orchestrale Instrumentalversion des Albums, die 1977 unter dem Pseudonym Percy 'Thrills' Thrillington veröffentlicht wurde, dabei. Für Sammler vermutlich ein MUSS!

In das Album "RAM" Special Edition reinhören und/oder als MP3 bei Amazon.de kaufen:



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Peter Frampton – Frampton Comes Alive!

Bekannt wurde Peter Frampton erstmals als Gitarrist der Band "The Herd". Später spielte er zusammen mit Steve Marriott (Small Faces) bei "Humble Pie". Anfang der Siebziger konzentrierte sich Peter Frampton auf seine Solo-Karriere. Nach vier weniger erfolgreichen Studioalben veröffentlichte er 1976 das Live-Album "Frampton Comes Alive", welches Material von vier unterschiedlichen Konzerten aus dem Sommer und Herbst 1975 enthält. Zu der Zeit wurden Livemitschnitte in der Regel auf 16 Spuren aufgenommen. "Frampton Comes Alive" wurde mit 24-Spuren aufgezeichnet. Ob das den riesigen Erfolg des Albums ausmacht, weiß ich nicht.

Peter Frampton - Frampton Comes Alive!
Bis heute ist es jedoch eines der meistverkauften Live-Alben der Musikgeschichte und bekam mehrfach Platin. Allein in den USA wurden über 6 Millionen Exemplare verkauft. Das lag vielleicht auch daran, dass die Platte – ein Doppel-Album – nur einen Dollar mehr als eine einfache Platte kostete. Das war ein Kampfpreis, der den Abverkauf sicher begünstigt hat. Natürlich ist das Werk aber auch musikalisch immer wieder Leckerbissen. Durch Peter Frampton ist ja auch die Talkbox bekannt geworden. Dabei handelt es sich um ein Gerät, mit dem man über einen Schlauch mit Mundbewegungen den Gitarrensound beeinflussen kann. Und Frampton konnte das so gut, dass er darüber tatsächlich auch Worte transportieren konnte. Songs wie "Show Me The Way" und natürlich "Do You Feel Like We Do" wurden nicht zuletzt dadurch zu Klassikern der Musikgeschichte. "Frampton Comes Alive!" gibt es heute in verschiedenen Versionen. Zum 25-jährigen Jubiläum gab es eine Deluxe-Version in Form einer Doppel-CD, SACD bzw. DVD-Audio, auf denen alle Titel der Konzertreihe zu hören sind. Wayne Campbell (Mike Myers) sagt in "Wayne´s World 2": "Everybody in the world has Frampton Comes Alive. If you lived in the suburbs you were issued it". Wer die Platte also noch nicht in der Sammlung hat, sollte diese Lücke ggf. füllen…

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The Rocky Horror Picture Show – Time Warp

Ich kenne Leute, die ich hier namentlich nicht nennen möchte, die die Rocky Horror Picture Show 100x oder mehr gesehen haben. Als Film allein betrachtet ist der Streifen bestenfalls Mittelmaß. Nach seiner Veröffentlichung im Jahr 1975 lief er auch schlecht an und blieb hinter den Erwartungen zurück. Ein paar eingefleischte Fans sorgten jedoch dafür, dass der Film neu geschnitten und erneut ins Kino gebracht wurde. Fortan lief die Rocky Horror Picture Show als Midnight Movie in verschiedenen Kinos und wurde durch Mundpropaganda zu einem Kultfilm. Auch heute noch läuft der Film immer wieder in Programmkinos und sorgt weiter für mächtig gute Laune. Was den Streifen neben der komplett irren Story so gut macht, ist die Musik, die von Richard O’Brien geschrieben wurde, der im Film auch den Butler Riff Raff spielt. Die Songs haben etwas ganz eigenständiges. Man hört zwar den zu der Zeit angesagten Glitterrock raus, aber es gibt auch Parts, die z.B. an Pink Floyd erinnern. Und auch wer den Film nicht kennt, sollte mit dem "Time Warp" und dem dazugehörigen Tanz vertraut sein. Deswegen ist dieser geniale 70er Titel der Song der Woche! Übrigens spielten neben Tim Curry als Dr. Frank N. Furter u.a. auch Susan Sarandon als Janet Weiss und Meat Loaf als Rüpel-Rocker Eddie mit! Im Jahr 1981 gab es sogar unter dem Namen "Shock Treatment" eine Fortsetzung des Films, die seit 2007 auch als DVD im Handel ist!

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Pete Townshend – Give Blood

Als Songwriter und Gitarrist von The Who hat Pete Townshend Musikgeschichte geschrieben. Zusammen mit dem The Who Schlagzeuger Keith Moon hat er früher nach den Konzerten für ordentlich Schrott gesorgt, indem beide die Instrumente kurz und klein geschlagen haben. Damals war das wohl so… Die ersten Anfänge von The Who wurden bereits 1959 von Roger Daltrey gelegt. Anfang der Sechziger stießen Bassist John Entwistle und Pete Townshend zur Band. Die Gruppe spielte in Woodstock, ist für die Rock-Opern Tommy und Quadrophenia verantwortlich und hat z.B. mit dem Album "Live At Leeds" (1970) laut Aussage vieler Kritiker eines der besten Live-Platten der Musikgeschichte abgeliefert. Vermutlich ist The Who auch eine der einflussreichsten Bands der Rock-Musik.

Pete Townshend – White City
Pete Townshend hat ebenfalls diverse Solo-Alben veröffentlicht. Kommerziell am erfolgreichsten war vermutlich die 85er-Scheibe "White City" von der auch die Singles "Face The Face" und "Give Blood" ausgekoppelt wurden. Von "Give Blood" liefen seinerzeit – wenn ich mich recht erinnere – öfter verschiedene Live-Videos im Fernsehen. Der Titel ist für mich bis heute einer der besten Rocksongs überhaupt. Angetrieben durch die Delay-Gitarre von David Gilmour (Pink Floyd) und durch das grandiose Schlagzeugspiel von Simon Phillips, der ganz klar der Motor dieses Liedes ist. Vom Einstieg über den Mittelteil bis zum Ende ist Phillips der Sauerstoff, der die Glut des Songs in lodernde Flammen verwandelt. Hinzu kommen eine amtliche Bläser-Sektion, ein passender Backgroundgesang und knackige Percussions. "Give Blood" ist definitiv üppig instrumentiert - und der Song kann es vertragen! Das Video ist optisch etwas antiquiert, klanglich aber ganz ok. Da es eine authentische Aufnahme ist und die Damen und Herren wirklich live spielen, kann man über die kleinen Einbußen beim Bild hinwegsehen. Dem Spaß tut dies keinen Abbruch. Ein exzellenter Titel und somit der Song der Woche!

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Mike Oldfield - © Universal Music
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Mike Oldfield – Tubular Bells

Auch knapp 40 Jahre nach der Veröffentlichung ist "Tubular Bells" von Mike Oldfield ein Hochgenuss. Dieser Meilenstein der Musikgeschichte ist das meistverkaufte Instrumentalalbum eines Solokünstlers weltweit und gehört quasi zum Pflichtbestand eines jeden Plattenregals. 2009 wurde eine remasterte Version von "Tubular Bells" auf CD veröffentlicht, die ausgezeichnet klingt.

Mike Oldfield - Tubular Bells
Mike Oldfield hat dieses Album als 19-jähriger fast ganz allein eingespielt, in dem er hintereinander alle einzelnen Instrumente auf einer Mehrspur-Bandmaschine aufnahm. Das Ergebnis ist ein legendäres Meisterwerk. Das Grundthema von "Tubluar Bells" setzt sich sofort im Kopf fest und spielt da notfalls auch alleine weiter. Das Werk besteht aus zwei Teilen, die 1973 je eine Seite einer Langspielplatte belegten. Es war auch das erste Album, das bei Virgin Records erschien und ist somit ganz wesentlich am Erfolg von Richard Branson und dessen damaliger Plattenfirma beteiligt. Die Musik dieser Platte, mit schönen Folk-Elementen ist definitiv zeitlos und immer wieder fesselnd. "Tubular Bells" hielt sich über 5 Jahre in den britischen Album-Charts, wurde weltweit über 17 Millionen Mal verkauft und ist eine der erfolgreichsten Debüt-Alben überhaupt.

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Modern Jazz Quartet – Together Again!

Es begab sich zu einer Zeit, es muss so Mitte der Neunziger des letzten Jahrhunderts gewesen sein, als ich in einem modernen, digitalen Rundfunkempfänger ein Jazz-Song hörte, der mich total begeistert hat. Die Band hieß "The Big 3" und bestand, wie spätere Recherchen ergaben, aus den Musikern Milt Jackson (Vibraphone), Joe Pass (Gitarre) Ray Brown (Bass). Insbesondere das Vibraphon stand bei dem gehörten Song im Vordergrund. Leider gab es die Platte zu der Zeit nicht in Deutschland! Aber es gab und gibt jede Menge Alternativen.

Modern Jazz Quartet - Together Again!
Milt Jackson ist einer der großen Wegbereiter und Musiker des Modern Jazz gewesen. Er war es auch, der 1952 zusammen mit John Lewis (Piano), Percy Heath (Kontrabass) und Kenny Clarke (Schlagzeug) aus dem "Milt Jackson Quartet" das "Modern Jazz Quartet" machte. 1955 verließ Kenny Clarke die Band und wurde fortan durch Connie Kay ersetzt. Die Band war über rund 2 Jahrzehnte ein Garant für hochwertigen Jazz. 1974 trennte sich das Modern Jazz Quartet, gab aber dennoch einige Konzerte. Erst 1981 kam die Band wieder offiziell zusammen und spielte 1982 auf dem legendären "Montreux Jazz Festival" in der Schweiz. Von diesem Konzert stammt auch der Mitschnitt der CD "Together Again". Das wirklich grandiose an der Musik ist, dass sie komischerweise zu ganz verschiedenen Stimmungslagen passt. Man kann sie bei einem guten Tee, oder einem guten Wein laut und intensiv hören und dabei einen ungeheuren Spaß haben. Sie ist jedoch ebenfalls als leise Hintergrundsmusik für einen Mittagschlaf im wohltemperierten Wohnzimmer perfekt. Auch wenn die Aufnahme aus dem Jahr 1982 stammt, kann sie klanglich sehr wohl überzeugen und selbst den highfidelen Zuhörer begeistern. Eine wirklich tolle CD, die als Re-Release über in-akustik seit kurzem zum überaus fairen Sonderpreis zu haben ist. Große Klasse!

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Ray Charles - Spirit Of Christmas

Für meinen Geschmack ist das eins der schönsten Weihnachtslieder. Es vermittelt eine wunderbare Weihnachtsstimmung, ohne auch nur im Ansatz kitschig zu sein. Dieser Song von Ray Charles klingt, wie aus den Sechzigern. Die Langspielplatte "The Spirit Of Christmas" ist jedoch aus dem Jahr 1985. In Deutschland wurde das Album sogar erst 2009 offiziell veröffentlicht! Darauf finden sich natürlich auch einige Klassiker wie "What Child Is This?", "Santa Claus Is Comin To Town" oder "Winter Wonderland", die jedoch mit einer gehörigen Portion Soul und Gospel angereichert sind. Die CD hatte ich kürzlich schon in meinen Top-10 Weihnachts-CD´s vorgestellt, mache es aber an dieser Stelle gerne noch mal! Der Song "Spirit Of Christmas" ist auch in dem Film "Schöne Bescherung" mit Chevy Chase zu hören. Da ich diesen Film geschätzte 25x (oder mehr) gesehen habe, hat sich auch dieser Ray Charles Titel bei mir festgesetzt. Zwischen relativ vielen Kitsch-Liedern ist das immer wieder ein Song, den ich sehr gerne höre!

Ray Charles - The Spirit Of Christmas
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