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Humor

Foto: PR

Oh mein Gott! Queen + Adam Lambert zu Weihnachten in der Helene Fischer Show...

Als ich heute Morgen lass, dass Queen + Adam Lambert bei der Helene Fischer Show (!) dabei sind, die am 25.12.2014 im ZDF ausgestrahlt wird, ist mir fast die Teetasse aus der Hand gefallen. Helene Fischer ist ja ganz schnuckelig und ihre Show, die bereits zum dritten Mal in Folge, das genügsame und betagte ZDF-Publikum zu Weihnachten einbalsamiert, soll gerne die heile Welt mit ihren Discofox-Schmonzetten und weiterem Liedgut der Gäste suggerieren. Aber was machen Queen, die Helden meiner Jugend in diesem schöngefärbten, weichgespülten Schlager-Umfeld???

Queen + Adam Lambert - Foto: PR

Nach dem Tod von Freddie Mercury habe ich Brian May 1993 live in Hamburg gesehen. Er hat damals viele Queen Klassiker gespielt. Ich bin leider nie in den Genuss eines Konzertes von Queen mit Freddie Mercury gekommen. So war der Auftritt von Brian May eines der herausragenden musikalischen Live-Erlebnisse meines Lebens. Als Queen dann zusammen mit Paul Rodgers auf Tour gingen, war ich nicht richtig begeistert, aber Paul Rodgers ist u.a. durch Free und Bad Company eine musikalische Größe und konnte zumindest dadurch sowie als herausragender Sänger überzeugen. Das Studioalbum The Cosmos Rocks von Queen + Paul Rodgers war aber definitiv weder Fisch noch Fleisch, so dass diese Kollaboration keinen Bestand hatte. Man hätte es dabei belassen können oder besser sollen!

Seit 2012 trällert nun aber der Musical-Darsteller und Zweitplatzierte der Castingshow American Idol (2009) Adam Lambert als Interim-Frontmann bei Queen. Für jeden echten Fan ein Schlag ins Gesicht! Wie können Brian May und Roger Taylor an die Stelle von Freddie so einen selbstverliebten Gockel stellen? Gesanglich mag Herr Lambert ja eine passabele Leistung abliefern, aber seine überzuckerte Selbstdarstellung auf der Bühne erweckt den Eindruck, als ob er der alleinige Star wäre und die Band seine geduldeten Begleitmusiker. Gut, Freddie war auch eine Diva und hat auf der Bühne eine extrovertierte Performance abgeliefert. Er hat aber auch einen erheblichen Teils der Queen Songs geschrieben. Er war das Genie, das die Extravaganz verkörperte und uns große Songs wie "Bohemian Rhapsody", "Sombody To Love", "Love Of My Life" u.v.m. beschert hat. Adam Lambert singt nur und posiert wie der Gottkaiser des Entertainments.

Der Auftritt von Queen + Adam Lambert in der Helene Fischer Show ist ein weiterer Tiefpunkt meiner einstigen Lieblingsband, wie das Jüngste Gericht, die Wahrwerdung der Apokalypse und das Ende des musikalischen Abendlandes. Es macht mich Atemlos! Was ist nur aus meinen musikalischen Haudegen geworden, dass sie inzwischen mit einem profilneurotischen No-Name aus einer Castingshow in einer Schlagersendung des ZDF auftreten, um Rentnern zu Weihnachten etwas vorzusingen? Ich verstehe es nicht! Die Ära Queen war mit dem Tod von Freddie Mercury beendet. Das, was heute unter dem Namen Queen firmiert, ist nicht mehr als eine Coverband mit partieller Originalbesetzung, eine Jahrmarktskapelle, die noch ein paar Auftritte vor Senioren mitnimmt und die die Seele einer der besten Rockbands der Musikgeschichte ausgeweidet hat. Wie kann man sich so in die Lächerlichkeit begeben? Ich verstehe es nicht…

Wer sich dennoch ein wenig von dem, was Queen einmal war, mit dem Beiwerk eines aufgeplusterten Frontmanns ansehen und anhören möchte, hat im Frühjahr die Chance dazu. Dann kommen die Herren nämlich auch für ein paar Konzerte nach Deutschland (Tourtermine). Ich werde mir meine guten Erinnerung behalten und lieber mal wieder ein paar alte Queen-Platten auflegen, die mich definitiv mehr erfreuen, als ein ungenügend inszeniertes und merkwürdig anmutendes Plagiat.

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Fotos: Thomas Hanses (EBU)
11.05.2014 Veröffentlicht von Torsten in Humor, Spezial, TV, TV Konzerte

Jetzt geht´s um die Conchita Wurst – Oder was es mit der Toleranz auf sich hat!

Wenn ich mir die Schlagzeilen zum gestrigen ESC ansehe, ist überall zu lesen, dass wir einen Sieg der Toleranz und Akzeptanz erleben durften. Es scheint, als ob die Mehrzahl der Journalisten sowie der Zuschauer nicht geblickt haben, dass Conchita Wurst keine missgebildete Zirkusattraktion aus dem Kuriositäten-Kabinett ist, sondern eine Kunstfigur, die bewusst mit ihrem Äußeren provoziert, um zu polarisieren und aufzufallen. Im wahren Leben steht hinter der bärtigen Frau nämlich ein Mann namens Thomas Neuwirth.

Eurovision_Conchita Wurst © Thomas Hanses (EBU)
Die ersten Toleranzwähler dürften sich jetzt um ihre Stimme(n) betrogen fühlen. Denn dachten sie doch, dass diese Frau mit der unbändigen Gesichtsbehaarung ein bedauernswertes Wesen sei, dem man aus Mitgefühl und Inklusionsgründen die Stimme geben muss. Das scheue Reh hat sich trotz offensichtlicher, optischer Makel auf die Bühne gewagt und in bester Shirley Bassey Manier einen Song intoniert, der einem James Bond Film gut zu Gesicht gestanden hätte. Diesen Mut muss man doch durch wohlwollende Hergabe der Stimme(n) honorieren, ob es einem gefällt oder nicht. Diese Courage gehört belohnt. Die Presse ist begeistert und stimmt in die Gutmütigkeitsfabel ein. Eine Schlagzeile wie "Die Toleranz hat gesiegt" macht sich in Zeiten, wo es am Ostrand Europas heiß her geht besonders gut. Da wird die Frau mit Vollbart zum Symbol für Friedlichkeit und zur Botschafterin für bedingungslose Nächstenliebe. Ach, dann ist die Welt wohl doch nicht so schlecht, wie ich dachte?

Aber Moment! Wenn die Frau gar keine Frau ist und womöglich nicht mal Conchita Wurst heißt, legt das doch den Verdacht nahe, dass das Publikum absichtlich getäuscht werden sollte…? Nein, soweit will ich jetzt nicht gehen. Die Zuschauer sind vermutlich nur auf sich selbst reingefallen, da ein graziles Wesen mit goldenem Kleid, wallenden Haaren und einem engelsgleichen Gesicht nicht mit dem Vorhandensein eines Vollbartes oder anderer männlicher Attribute kompatibel ist. Da springen irgendwelche Sicherungen raus und das Hirn arbeitet nicht mehr rational. Es setzt eine fehlgeleitete Empathie ein, die dem armen Wesen helfen will. Auch wenn der Song nicht schlecht war, vielleicht sogar gut – gewonnen hat die Optik, das Anderssein, das eigentümliche Wesen. Musik ist ja Geschmackssache, aber ich habe immer öfter das Gefühl, dass es beim Eurovison Song Contest vielmehr um eine möglichst auffällige Inszenierung, als um die eigentlichen Songs geht. Conchita Wurst ist definitiv anders. Das ist schließlich Sinn und Zweck einer Kunstfigur dieser Gattung. Dies ist sie jedoch in voller Absicht und nicht, weil sie vom Schicksal gebeutelt ist. Das kann man gut finden, oder nicht. Wer dann jedoch für so einen Song bzw. Künstler aus Toleranz stimmt, hat sich nur instrumentalisieren lassen und ist auf die Masche "Bärtige-Frau" schlichtweg reingefallen. Sind die Menschen so leicht manipulierbar, oder war "Rise Like A Phoenix" am Ende möglicherweise doch der beste Song des Abends? Ich hatte jedenfalls andere Favoriten.

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20.02.2013 Veröffentlicht von Torsten in Humor, Intern, Sonstiges, Spezial

Komische Menschen von Torsten Sukrow – Jetzt bin ich auch noch Buch-Autor

Heute schreibe ich über ein Buch, das rein gar nichts mit Musik zu tun hat! Warum? Weil ich der Autor bin! Hier im Blog, oder auch an anderen Stellen, habe ich schon hin und wieder etwas Humoristisches geschrieben. Daraus entstand die Idee, die nun in meinem ersten eigenen Buch gipfelt.

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'Komische Menschen' heißt das Werk und enthält 12 lustige Kurzgeschichten. Es ist als eBook bei Amazon.de erhältlich. Quasi zeitgleich zum Buch habe ich einen Blog, eine Seite bei Facebook sowie einen Account bei Twitter erstellt, damit alle wissbegierigen Leser mit Humor auf dem Laufenden bleiben können. Die umfangreiche Nutzung der Online-Angebote würde ich sehr begrüßen. Als gepflegte Lektüre ist das Buch 'Komische Menschen' natürlich eine perfekte Alternative zum Musikgenuss!

Blog: www.sukrow.de
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