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Live On Stage

Foto: Paal Audestad

Katzenjammer – Rockland – das dritte Studioalbum der Norwegerinnen

Aufmerksame Leser dieses Blogs konnten beim Lesen der letzten Katzenjammer-Rezension Zeuge meiner Begeisterung werden. Die Band ist so andersartig und speziell und lieferte auf den letzten Alben einige extrem festsitzende Ohrwürmer, so dass die Erwartungen für das neue Album ziemlich hoch waren. Dieses erscheint nun am kommenden Freitag (16.01.2015) unter dem Namen Rockland.

Katzenjammer - Rockland
Ich habe Rockland als Download bemustert bekommen, lud also sofort das Material herunter und startete den Player. Auf gut 42 Minuten finden sich 11 brandneue Songs der nordischen Mädels. Beim ersten Durchhören wollte der Funke noch nicht so recht überspringen. Beim Vorgänger A Kiss Before You Go gab es Songs wie "I Will Dance (When I Walk Away)", "Lady Marlene", "Rock-Paper-Scissors" oder "Cocktails and Ruby Slippers", die sofort hängengeblieben sind und vor dem geistigen Ohr in einer Tour abliefen. Das ist bei Rockland nicht der Fall. Die Songs passen zwar ins Schema von Katzenjammer, die Leichtigkeit scheint jedoch ein wenig abhanden gekommen zu sein. Beeindruckten die ersten beiden Alben noch durch Frische, Eigenart und Spontanität, wirkt die neue Platte etwas affektierter bzw. gesteuerter. Während die ersten Scheiben vermutlich relativ frei und ohne Erfolgsdruck eingespielt werden konnten, müssen bei Rockland wahrscheinlich Erwartungen hinsichtlich des Publikums und der Verkaufszahlen erfüllt werden. Das geht für mein Empfinden auf Kosten der Andersartigkeit. Aber gerade das ist das Markenzeichen bei Katzenjammer. Mir scheint das Konzept Katzenjammer etwas aufgeweicht bzw. nicht konsequent fortgesetzt worden zu sein. Somit klingt der eine oder andere Song schon mal leicht wie ein zweiter Aufguss älterer Titel. Das Material auf Rockland ist dennoch gut und wird vermutlich dem Großteil der Fans zusagen. Gefallen haben mir z.B. "Flash In The Dark" mit einem schönen mehrstimmigen Gesang oder "My Dear" mit einem eingängigen Folk-Refrain. Der große Aha-Effekt bleibt unterm Strich aber leider aus. Da hätte ich mir etwas mehr Mut gewünscht. Stattdessen hat man lieber wieder auf Bewährtes gesetzt, gleiche Sounds und ähnliche Songs eingespielt. So wirkt das Ganze dann in der Summe doch etwas zu berechnet und die richtigen Ohrwürmer sind leider ebenfalls nicht dabei. Möglicherweise brennt sich der eine oder andere Song noch nach mehrmaligem Hören besser ein. Die Klasse des Vorgängers erreicht Rockland jedoch nicht. Das nächste Album darf gerne wieder etwas experimenteller und authentischer werden!

Nachtrag / Korrektur
Nun habe ich Rockland einige Male durchgehört und mich doch nahezu komplett infiziert. Die neuen Katzenjammer-Songs zündeten etwas weniger schnell als einige Vorgänger, aber nun spucken mir die Lieder wieder derart durch den Kopf, dass ich kaum noch schlafen kann. Ergo nehme ich meine Kritik an dem Album zurück und korrigiere meine Bewertung. Sorry Mädels, aber Ihr habt erneut einen sehr guten Job gemacht und ein tolles Album abgeliefert, das mich wohl noch einige Tage um die verdiente Nachtruhe bringen wird. Das ist vielleicht die Strafe für meine erste Fehleinschätzung 😉

Katzenjammer – Lady Grey (Official Video)


Katzenjammer Tour 2015
Datum Ort Location
04.03.2015 Köln Palladium
05.03.2015 Dresden Alter Schlachthof
06.03.2015 Berlin Columbiahalle
07.03.2015 Bielefeld Ringlokschuppen
09.03.2015 Hamburg Große Freiheit
10.03.2015 Mannheim Maimarktclub
20.03.2015 München Tonhalle
21.03.2015 Wiesbaden Schlachthof
    

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Oh mein Gott! Queen + Adam Lambert zu Weihnachten in der Helene Fischer Show...

Als ich heute Morgen lass, dass Queen + Adam Lambert bei der Helene Fischer Show (!) dabei sind, die am 25.12.2014 im ZDF ausgestrahlt wird, ist mir fast die Teetasse aus der Hand gefallen. Helene Fischer ist ja ganz schnuckelig und ihre Show, die bereits zum dritten Mal in Folge, das genügsame und betagte ZDF-Publikum zu Weihnachten einbalsamiert, soll gerne die heile Welt mit ihren Discofox-Schmonzetten und weiterem Liedgut der Gäste suggerieren. Aber was machen Queen, die Helden meiner Jugend in diesem schöngefärbten, weichgespülten Schlager-Umfeld???

Queen + Adam Lambert - Foto: PR

Nach dem Tod von Freddie Mercury habe ich Brian May 1993 live in Hamburg gesehen. Er hat damals viele Queen Klassiker gespielt. Ich bin leider nie in den Genuss eines Konzertes von Queen mit Freddie Mercury gekommen. So war der Auftritt von Brian May eines der herausragenden musikalischen Live-Erlebnisse meines Lebens. Als Queen dann zusammen mit Paul Rodgers auf Tour gingen, war ich nicht richtig begeistert, aber Paul Rodgers ist u.a. durch Free und Bad Company eine musikalische Größe und konnte zumindest dadurch sowie als herausragender Sänger überzeugen. Das Studioalbum The Cosmos Rocks von Queen + Paul Rodgers war aber definitiv weder Fisch noch Fleisch, so dass diese Kollaboration keinen Bestand hatte. Man hätte es dabei belassen können oder besser sollen!

Seit 2012 trällert nun aber der Musical-Darsteller und Zweitplatzierte der Castingshow American Idol (2009) Adam Lambert als Interim-Frontmann bei Queen. Für jeden echten Fan ein Schlag ins Gesicht! Wie können Brian May und Roger Taylor an die Stelle von Freddie so einen selbstverliebten Gockel stellen? Gesanglich mag Herr Lambert ja eine passabele Leistung abliefern, aber seine überzuckerte Selbstdarstellung auf der Bühne erweckt den Eindruck, als ob er der alleinige Star wäre und die Band seine geduldeten Begleitmusiker. Gut, Freddie war auch eine Diva und hat auf der Bühne eine extrovertierte Performance abgeliefert. Er hat aber auch einen erheblichen Teils der Queen Songs geschrieben. Er war das Genie, das die Extravaganz verkörperte und uns große Songs wie "Bohemian Rhapsody", "Sombody To Love", "Love Of My Life" u.v.m. beschert hat. Adam Lambert singt nur und posiert wie der Gottkaiser des Entertainments.

Der Auftritt von Queen + Adam Lambert in der Helene Fischer Show ist ein weiterer Tiefpunkt meiner einstigen Lieblingsband, wie das Jüngste Gericht, die Wahrwerdung der Apokalypse und das Ende des musikalischen Abendlandes. Es macht mich Atemlos! Was ist nur aus meinen musikalischen Haudegen geworden, dass sie inzwischen mit einem profilneurotischen No-Name aus einer Castingshow in einer Schlagersendung des ZDF auftreten, um Rentnern zu Weihnachten etwas vorzusingen? Ich verstehe es nicht! Die Ära Queen war mit dem Tod von Freddie Mercury beendet. Das, was heute unter dem Namen Queen firmiert, ist nicht mehr als eine Coverband mit partieller Originalbesetzung, eine Jahrmarktskapelle, die noch ein paar Auftritte vor Senioren mitnimmt und die die Seele einer der besten Rockbands der Musikgeschichte ausgeweidet hat. Wie kann man sich so in die Lächerlichkeit begeben? Ich verstehe es nicht…

Wer sich dennoch ein wenig von dem, was Queen einmal war, mit dem Beiwerk eines aufgeplusterten Frontmanns ansehen und anhören möchte, hat im Frühjahr die Chance dazu. Dann kommen die Herren nämlich auch für ein paar Konzerte nach Deutschland (Tourtermine). Ich werde mir meine guten Erinnerung behalten und lieber mal wieder ein paar alte Queen-Platten auflegen, die mich definitiv mehr erfreuen, als ein ungenügend inszeniertes und merkwürdig anmutendes Plagiat.

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Foto: Eagle Vision

Deep Purple with Orchestra – Live In Verona [DVD & Blu-ray]

Bereits länger auf dem Markt ist der Konzertmitschnitt Deep Purple - Live At Montreux 2011, den es als DVD, Blu-ray sowie auf CD gibt. Der Montreux-Auftritt wurde am 16. Juli 2011 aufgenommen. Zwei Tage später, am 18. Juli 2011 wurde in der Arena in Verona ein weiteres Konzert der englischen Rockband in Bild und Ton festgehalten, welches am 17. Oktober als DVD und Blu-ray veröffentlicht wird.

Deep Purple with Orchestra – Live In Verona
Bei beiden Konzerten wurden exakt die gleichen Songs gespielt. Auch die Reihenfolge ist identisch. Somit kann man durchaus die Frage stellen, ob es sinnvoll ist, zwei so kurz aufeinanderfolgende Gigs als DVD / Blu-ray zu veröffentlichen bzw. zu erwerben? Ich kenne die Montreux-Fassung nicht, hinsichtlich der Kulisse wird aber wohl das Verona-Konzert die Nase vorn haben. Das römische Amphitheater aus dem Jahre 30 n. Chr. ist optisch schon ein Hingucker und sorgt alleine dadurch für eine Gänsehautatmosphäre. Die farbigen Lichter auf den Torbögen sehen einfach klasse aus. Und wenn dort, wo normalerweise Nabucco, Aida oder Don Giovanni vorgetragen werden, eine britische Hardrock-Band ihr Liedgut zum Besten gibt, hat das definitiv was. Die Ergänzung mit dem Orchester Neue Philharmonie Frankfurt unter der Leitung von Stephen 'BK' Bentley-Klein setzt dem Ganzen das i-Tüpfelchen auf.

Das Konzert beginnt mit einem klassischen Intro namens Overture, in dem zum Ende das Gitarren-Riff aus "Smoke On The Water" orchestral angespielt wird. Danach geht es Deep Purple-typisch mit dem bekannten Opener "Highway Star" und der gewohnten Instrumentierung los. Es folgt eine bunte Mischung der großen Hits von "Strange Kind Of Woman" über "Woman From Tokyo" und "Lazy" bis zu "Smoke On The Water". Zwischendurch werden auch neuere Stücke wie "Rapture Of The Deep" und "When A Blind Man Cries" gespielt. Mein Highlight ist – ein wenig atypisch – "Contact Lost", eine Instrumentalnummer vom 2003er Album Bananas, geschrieben von Steve Morse. Eine ganz typische Nummer für Steve Morse, mit einer grandiosen Melodie als perfektes Schaustück für den besonderen Stil des Amerikaners. Anders, als bei der Album-Version von "Contact Lost" folgt noch ein klasse Solo-Part auf der Gitarre, den ich wirklich herausragend finde und bei dem Steve Morse seine Fähigkeiten beim Volume-Bending vorzüglich unter Beweis stellt! Der Gitarrensound von Ritchie Blackmore war definitiv schärfer und aus meiner Sicht auch rockiger. Steve Morse gibt der Band durch seine Spielart seit nunmehr 20 Jahren einen etwas weicheren und melodiöseren Charakter. Für mich ist er aber, trotz einiger kleiner Fehler der beste Musiker bei Deep Purple. Er ist jedoch auch der Jüngste in der Kapelle und vielleicht einfach noch etwas vitaler? Alle anderen haben inzwischen nämlich das Rentenalter geknackt. Und das zeichnet sich hier und da auch mal ein wenig ab. Die ganz bissige Hardrock-Power früher Jahre ist einfach nicht mehr da. Dennoch liefern die Herren einen guten Job ab und wählten vielleicht auch als Tribut an ihr Alter eine traditionelle Spielstätte wie die Arena in Verona. Wer Live At Montreux 2011 bereits im Archiv hat, wird vermutlich wenig Neues finden. Ob dann die schöne Kulisse allein den Kauf rechtfertigt, muss jeder für sich entscheiden.

Deep Purple & Orchestra - Space Truckin (Live in Verona)


Dass die Herren aber auch in absehbarer Zeit nicht in den Ruhestand eintreten wollen, belegt die gerade verkündete Tour für November 2015:

Datum Ort Location
13.11.2015 Oberhausen König-Pilsener-ARENA
14.11.2015 Magdeburg GETEC Arena
16.11.2015 Rostock Stadthalle
15.11.2015 Leipzig Arena
18.11.2015 Hannover Swiss Life Hall
20.11.2015 Trier Arena
21.11.2015 Nürnberg Arena
23.11.2015 Hamburg O2 World
24.11.2015 Berlin Max-Schmeling-Halle
26.11.2015 München Olympiahalle
27.11.2015 Frankfurt Festhalle
28.11.2015 Stuttgart Hanns-Martin-Schleyer-Halle
    

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Paper Aeroplanes – Little Letters

Würde eine deutschen Band mit dem Namen Papierflugzeuge in die Welt ziehen? Sarah Howells und Richard Llewellyn von der walisischen Westküste gaben ihrem Projekt diesen Namen – natürlich auf Englisch. Und Paper Aeroplanes klingt auch viel anschmiegsamer als Papierflugzeuge. Little Letters ist bereits das dritte Album der Band, welches am 14. März in den deutschen Plattenläden zur Landung ansetzt.

Paper Aeroplanes - Little Letters
Bei der Musik erwartet den Hörer eingängiger Folkpop, der luftig und leicht wie der Bandname eine angenehme Atmosphäre zaubert, der man sich nur schwer entziehen kann. Seit 2005 musizieren die beiden zusammen, seit 2009 arbeiten sie unter dem Namen Paper Aeroplanes. In dieser Formation begeistern sie mittlerweile ganz Großbritannien. In Deutschland sammelten sie bereits Erfahrungen als Support von Ron Sexsmith, Tom Lüneburger und Tina Dico. Das Cover der neuen CD, aufgenommen in einer Küche mit reichlich 70er-Jahre-Kolorit, lässt erahnen, dass es hier nicht um optisch angereicherte Hochglanzmusik für Mainstreamkonsumenten geht. Nein, die Paper Aeroplanes spielen feine, ruhige Popsongs, die mich an The Corrs oder auch an Eddi Reader (Ex-Fairground Attraction) erinnern. Getragen werden die Lieder in erster Linie durch den klaren und sehr angenehmen Gesang von Sarah Howells, der besonders in den mehrstimmigen Passagen gänsehautverdächtig ist. Das Album Little Letters wurde in Großbritannien bereits letztes Jahr im Mai veröffentlicht. Nun fliegt der Longplayer auch in Deutschland ein. Und wie es sich für ein Album-Release gehört, kommen die beiden auch auf Tour. Als Headliner werden die Paper Aeroplanes in einer Doppelkonzert-Tour mit dem Engländer Lee MacDougall unter dem Titel "Tales from Britain" vom 20. März bis 10. April durchs Land touren. Die Termine findet ihr unten.

Ich wage mal die Behauptung, dass diese Musik, auch wenn sie nicht unbedingt auf die Single-Charts schielt, sehr gute Chancen auf Airplay im Radio hätte. Die Single "When The Windows Shook" geht direkt in den Ohrwurmspeicher. Wenn die Musikredakteure sich doch einfach mal wieder trauen würden, weniger bekannter Künstler zu spielen, kämen noch mehr Menschen in den Genuss dieser wohlklingenden Band. Leider ist das Hörerlebnis bereits nach gut 41 Minuten vorbei. Na dann starte ich die CD eben nochmal …

Paper Aeroplanes - When The Windows Shook


Paper Aeroplanes & Lee MacDougall: Tales From Britain Tour 2014
Datum Ort Location
20.03.2014 München Strom
21.03.2014 Stuttgart Keller Klub
22.03.2014 Dortmund FZW
23.03.2013 Köln Studio 672
25.03.2014 Mannheim Capitol
27.03.2014 Magdeburg Alte Feuerwache
28.03.2014 Braunschweig HANSA Kultur-Club
29.03.2014 Bremen Cafe Erlesenes
30.03.2014 Hamburg Prinzenbar
01.04.2014 Bremen Cafe Erlesenes
02.04.2014 Hannover Lux
04.04.2014 Gera Comma
05.04.2014 Berlin Crystal Club
07.04.2014 Greifswald Brasserie Hermann
09.04.2014 Münster Cafe Sputnik
10.04.2014 Frankfurt Sankt Peter Café
    
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Foto: Paul Haverkort

Vandenberg's MoonKings – Die neue Band von Ex-Whitesnake Gitarrist Adrian Vandenberg

Vandenberg war auch der Name der Band, die Anfang der Achtziger gegründet wurde und bei der Adrian Vandenberg Namensgeber und Gitarrist war. Erfolg hatte die Band in den USA, wo sie im Vorprogramm von Ozzy Osburne und Kiss tourten sowie in Japan. 1987 stieg Adrian Vandenberg bei Whitesnake ein und blieb 10 Jahre. In dieser Zeit wurde er auch als Gitarrengröße in Europa bekannter. Nun steht der Niederländer mit seiner neuen Band MoonKinks und einem frischen Album in den Startlöchern. Erscheinen wird der Longplayer am 21. Februar 2014.

Vandenberg's Moonkings Cover
Die Band besteht neben Herrn Vandenberg aus Sänger Jan Hoving und den jungen Mitstreitern Mart 'Martman' Nijen-Es am Schlagzeug sowie Sem 'The Sham' Christoffel am Bass. Beim Start der CD wird man sogleich in die Zeit des Glam-Metals gebeemt. Das bedeutet es gibt eingängige Songs, die vor 25-30 Jahren durchaus Potential für eine höhere Chartposition gehabt hätten. Heute dürfte das durch den veränderten Zeitgeschmack jedoch deutlich schwerer werden. Dennoch besticht die Scheibe durch ein gutes Songwriting und sehr gute Instrumentalisten. Die Gitarrenparts von Adrian Vandenberg stehen hierbei oft im Vordergrund, ohne jedoch aufdringlich zu wirken. Die Soli zeigen, dass der Mann auch heute noch mit 50 Jahren den Ansprüchen eines herausragenden Gitarristen gerecht wird. Coole Riffs sind Ehrensache. Während früher viele Glam-Metal Bands recht sauber und glatt klangen, findet man bei den MoonKings durchaus den nötigen "Dreck", der die Musik wieder etwas authentischer macht. Die Stimme von Jan Hoving klingt auch irgendwie vertraut. Es ist eine Mischung aus Klaus Meine (Scorpions), Robert Plant (Led Zeppelin) sowie Ronnie James Dio und passt perfekt in das Genre. Wie es sich für guten Glam-Metal gehört, finden sich ebenfalls einige ruhigere Stücke auf dem Album. Gerade diesen Bands wurde damals immer nachgesagt, dass sie die besten Lovesongs haben. Eine wirklich herausragende Power-Ballade ist jedoch nicht dabei. Mit dem Song "Breathing" (siehe und höre Video) scheinen die Herren sogar noch ein wenig auf eine jüngere Zuhörerschaft zu schielen. Die Nummer hätte auch von Miley Cyrus sein können – jedoch zu Zeiten, als sie ihre Zunge noch unter Kontrolle hatte. Zum Schluss der CD gibt es ein Wiederhören mit David Coverdale, der sich beim Whitesnake-Song "Sailing Ships" die Ehre gibt. Wer die späten Whitesnake-Werke mag, oder an Bands wie Bon Jovi, Cinderella und ähnlichen Gefallen findet, wird auch mit Vandenberg´s MoonKings ein passendes Werk für die Plattensammlung finden. Im April sind die MoonKings für fünf Konzerte in Deutschland.

Vandenberg's MoonKings - Breathing (Official Video)


Vandenberg's MoonKings Tour
Datum Ort Location
10.04.2014 Hamburg Markthalle
12.04.2014 Essen Turock
13.04.2014 Nürnberg Hirsch
21.04.2014 Freiburg Jazzhaus
15.04.2014 Aschaffenburg Colos-Saal
16.04.2014 München Backstage Halle
    
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Foto: Marco van Rooijen

Ana Popovic – Can You Stand The Heat

Boah, das groovt aber mal so richtig. Während die letzte Scheibe (Unconditional) von Ana Popovic eher back to the roots ging und ruhigerer Natur war, geht auf der neuen CD "Can You Stand The Heat" mit knackigen Funk-Elementen meist die Post so richtig ab.

Ana Popovic - Can You Stand The Heat
Bei der optischen Darstellung von Frau Popovic mögen der eine oder andere Herr und bestimmt auch ein paar Damen von der Musik abgelenkt sein. Die serbische Gitarristin und Sängerin geizt nicht mit ihren Reizen und zeigt offensichtlich gerne ihre weibliche Seite. Nun mag der unkundige Leser meinen, dass man mit hohen Schuhen und langen Beinen nicht unbedingt für den Blues prädestiniert ist. Die oftmals reizvolle Darstellung ist auch nicht jedermanns Sache, aber ein unverkennbares Statement der Künstlerin. Ich kann jedoch die frohe Botschaft verkünden, dass bei Ana Popovic die Musik erster Güte ist. Bereits die ersten Töne der neuen Platte geben die Richtung vor. Sehr funky fühlt man sich sofort in Zeiten zurückversetzt, in denen handgemachte Musik mit synkopierten Bassläufen, groovigen Drums und kernigen Bläsersätzen noch massentauglicher war. Ana Popovic nimmt diesen Faden auf und zeigt wieder mal mit ihrem beeindruckenden Gitarrenspiel und dem gefühlvollen Gesang, dass sie in einer Männerdomäne durchaus ihren Platz gefunden hat. Mit "Can You Stand The Heat" demonstriert sie zudem die Wandelbarkeit des Blues, der nicht nur die Form eines 08/15 12-Takte-Schemas haben muss, sondern so viele weitere interessante Facetten hat. Und interessant ist das Album von Ana Popovic allemal. Es erinnert zeitweise an die Musik von Albert Collins. Als Anpieltipp sei hier mal "Ana´s Shuffle" genannt. Mit einer knappen Stunde Spielzeit beweist die Serbin, dass Blues weder schwarz noch männlich, oder gar traurig ist und auch nicht aus dem Mississippi Delta oder Chicago kommen muss. Ana Popovic zeigt, dass sie mit anständiger Qualität auch ohne Frauenquote begeistert und legt erneut eine Platte vor, die positiv überrascht und zudem auch noch sehr gut klingt. Ich bin von dieser CD sehr angetan und kann sie nur wärmstens empfehlen. Erschienen ist "Can You Stand The Heat" am 19. April 2013 und im Sommer und Herbst gibt es Livetermine: Karten bestellen!

In das Album "Can You Stand The Heat" reinhören und/oder als MP3 bei Amazon.de kaufen:




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Danny Bryant – Hurricane / Neues Album und Tour

Der 32-jährige Brite Danny Bryant veröffentlicht am 19. April bereits sein neuntes Album Hurricane. Vor gut einem Jahr hatte ich schon die Live-CD Night Life zur Rezension vorliegen, welche auch durchaus lobende Worte bei mir fand. Nun steht das frische Werk auf dem Prüfstand.

Danny Bryant - Hurricane
Das schlichte Design des CD-Covers im zurückhaltenden Schwarz/Weiß passt scheinbar nicht so ganz zum Titel Hurricane. Das soll hier aber nicht weiter stören, schließlich soll so eine Platte mit den inneren Werten überzeugen. Nach dem Start des Longplayers drückt gleich das eingängige Gitarrenriff von "Prisoner Of The Blues" auf die Membranen. Der Songtitel erinnerte mich flugs an Walter Trout´s "Prisioner Of A Dream", vom gleichnamigen Album aus dem Jahr 1990, ein Song, den ich bis heute ziemlich genial finde. Danny Bryant´s Eröffnungstitel enthält ebenfalls das Potential über Dekaden zu begeistern. Die Nummer hat Druck, gute Solopassagen und wieder erinnert mich sein Gesang partiell an Ian Gillan (Deep Purple). Der Titelsong "Hurricane", eine eher ruhige Nummer, lässt sowohl vom Song, als auch vom Gesang leichte Assoziation zu einem gewissen Jon Bon Jovi zu. Das muss jetzt nicht für jeden einen Anlass zum Kauf darstellen, zeigt aber auf jeden Fall die Wandelbarkeit von Danny Bryant. Der im Song besungene Hurricane ist übrigens mit Herzschmerz des Sängers gleichzusetzen, was die eher ruhige Stimmung des Titels erklärt und somit auch die oben erwähnte Covergestaltung. Es geht halt um den Blues!

Aufgenommen wurde das Album in der Zurückgezogenheit der Grafschaft Cornwall im Südwesten Großbritanniens, ohne technische Errungenschaften wie das Internet und selbst ein Telefonnetz ist dort kaum vorhanden. In dieser Abgeschiedenheit konnte sich Danny Bryant voll auf die Musik konzentrieren. Und herausgekommen ist tatsächlich ein solides Blues-Rock-Album. Bei einigen Stücken sind die Enden für meinen Geschmack etwas flatterig. Im positiven Gesamtbild ist das aber zu verschmerzen. Auch wenn der Vergleich ggf. etwas hinkt, ist das Gitarrenspiel gegenüber des letzten Livealbums sauberer. Das kann natürlich durch die wesentlich legereren Bedingungen im Studio begünstigt sein, aber auch durch eine Entwicklung in der Spieltechnik. In meiner letzten Rezension hatte ich mir gewünscht, dass Danny Bryant noch mehr seinen eigenen Sound findet. Und ich denke, er ist auf einem sehr guten Weg. Da viele Songs des Albums mit 2 Gitarren oder zusätzlichen Keyboards aufgenommen wurden, bleibt abzuwarten, wie das Ganze in der Formation des Power-Trios live herüberkommt. Ansehen und anhören kann man sich das auf der anstehenden Tour. Musikalisch und spielerisch hat Danny Bryant auf jeden Fall wieder einen Sprung nach oben gemacht.

Danny Bryant – Hurricane – Tour Termine
Datum Ort Location
18.04.2013 Unna Lindenbrauerei
19.04.2013 Köln Yardclub
20.04.2013 Rutesheim Uhlenspiegel
21.04.2013 Freiburg Jazzhaus
22.04.2013 A-Salzburg Rockhouse
24.04.2013 München Garage Deluxe
25.04.2013 Erfurt Museumskeller
26.04.2013 Torgau Kulturbastion
27.04.2013 Berlin Quasimodo
    
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Danny Bryant 'Hurricane' Album Preview



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Foto: Tom Bowell & Robin Portnoff

Enochian Theory als Support auf der Threshold Tour 2013

Threshold stehen für ausgefeilten Prog-Metal, den die Engländer auf ihrer Tour im März mal wieder live in Deutschland darbieten werden. Nicht weniger Interessant ist die Progressive-Rock/Metal Band Enochian Theory, die als Support auf der Threshold Tour dabei sein wird.

Enochian Theory - Life...And All It Entails
Zum anteasen habe ich das Enochian Theory Album "LIFE …And All It Entails" bemustert bekommen, das im März 2012 erschienen ist. Die Musik ist hochqualitativ und erinnert mich zum Teil sehr an Anathema oder ähnliche Bands des Genres. Alles ist etwas düster und komplex, dabei aber immer musikalisch und eingängig. Das Album enthält über eine Stunde Musik auf höchstem Niveau. Kürzlich hatte ich in meiner Rezension zu "Transition" von Steve Lukather schon mal ein Problem angemerkt, welches mir besonders bei Veröffentlichungen von Mascot Records aufgefallen ist. Der Klang der Mascot Alben, die ich zuletzt angehört habe, war auf allen Tonträgern nicht wirklich überzeugend. Und so ist es leider auch bei der Enochian Theory CD, die ebenfalls bei Mascot erschienen ist. Gerade bei dieser Vielschichtigkeit in der Musik fällt der suboptimale Klang besonders auf. Solange einzelne Instrumente spielen, geht es noch, sobald jedoch mehr passiert, wird alles zu einer dichten "Matschepampe", klingt mittenlastig, luftleer und verhangen. Mein Artikel für das Steve Lukather Album ist bis zu ihm persönlich durchgedrungen und er wollte klären, was da passiert ist, da er selbst viel Wert auf guten Klang legt. Bis dato habe ich noch nichts weiter gehört, hoffe aber noch auf Feedback.

Auf Tour dürfte Enochian Theory jedoch richtig Spaß machen, so dass ich Euch hier mal die Tourdaten durchgebe.

Threshold – March Of Progress Tour 2013 – Support: Enochian Theory
Datum Ort Location
04.03.2013 Hamburg Markthalle
05.03.2013 Berlin C-Club
13.03.2013 Aschaffenburg Colos Saal
14.03.2013 Ludwigsburg Rockfabrik
15.03.2013 Essen Turock
16.03.2013 Osnabrück Bastard Club
    
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Foto: Rob Shanahan

Steve Lukather – Transition – Die neue CD vom Toto Gitarristen

Steve Lukather ist ohne jeden Zweifel einer der besten Gitarristen der Welt. Seine Technik, verbunden mit dem eigenen, unverkennbaren Stil und der Vielseitigkeit sorgen nicht nur bei Toto für einen unverwechselbaren Sound. Steve Lukather zählt auch seit Jahrzehnten zu einem der gefragtesten Studiogitarristen und wurde von unzähligen Weltstars für Plattenaufnahmen gebucht.

Steve Lukather - Transition
Ich habe Steve Lukather in meiner Zeit als Bildjournalist einige Male getroffen und erlebt. Er ist ein nahbarer, sympathischer Künstler, der zwar hinsichtlich seiner Arbeit immer extrem professionell ist, dennoch niemals die Diva gibt, oder mit sonstigen Star-Allüren um die Ecke kommt. Am 18. Januar erscheint das neue Solo-Album "Transition". Bei einem Musiker dieser Liga ist die Erwartung natürlich auch immer etwas höher. Heute hatte ich ein Promo-Exemplar der CD im Postkasten. Leider wurde das Album ohne Cover geliefert. Somit kann ich zur Haptik und zum Artwork gar nichts schreiben.

Dass ich Steve Lukather musikalisch sehr schätze, wird aus den einleitenden Worten dieses Artikels vermutlich schon klar. Unvergessen ist für mich immer noch das Album "Candyman", das er 1994 in Deutschland unter seinen Namen und in Amerika unter dem Bandnamen Los Lobotomys herausbrachte. Das Album ist und bleibt für mich der Benchmark, an dem sich alles Nachfolgende messen lassen muss. Es war musikalisch mit einem Mix aus Fusion und Rock mit einer Menge Punch ein Meilenstein. Auch der Klang des Albums war der Musik entsprechend gut. Die nachfolgenden Alben von Steve Lukather tendierten wieder etwas mehr zum Toto-Sound, wurden also etwas massentauglicher. Dennoch wurde nie auf ausgefallenen Soli verzichtet und die Besetzungen der anderen Musiker waren ebenfalls stets auf hohem Niveau. So ist es auch auf "Transition" wieder. Mehr Mainstream, weniger Los Lobotomys, aber dennoch musikalisch anspruchsvoll! Toll ist z.B. die Lukather-Version von "Smile", eine schöne Instrumentalnummer, vom Meister sehr schön interpretiert! Begleitet wird Steve Lukather auf "Transition" u.a. von Lee Sklar, Nathan East, Lenny Castro und Gregg Bissonette.

Beim Klang der Scheibe muss ich jetzt jedoch mal richtig Dampf ablassen. Ein Problem, das ich seit einiger Zeit speziell bei den CDs von Mascot aber auch bei einigen anderen Labels feststelle: Es klingt tendenziell pappig, mittenlastig und verhangen! Und auch der Klang auf "Transition" ist leider bescheiden und flach. Beim Hören hinterfrage ich mich selbst, ob ich ggf. einen schlechten Tag habe, oder meine Anlage vielleicht spinnt. Zur Gegenprobe habe ich dann "Through The Looking Glass" von Toto aus dem Jahr 2002 eingelegt. Ein Unterschied wie Tag und Nacht! Auf einmal war Dynamik und Druck da und es wurde richtig luftig. Nach dem Rückwechsel zum frischen Lukather Album hingen aber wieder die Decken vor den Boxen. Wie kann es sein, dass ein Label wie Mascot, bei dem wirklich viele geniale Musiker ihre Scheiben veröffentlichen, scheinbar dem Klang der Musik keine angemessene Bedeutung mehr beimisst? Und wieso lassen die Künstler das mit ihrer Musik machen? Mich ärgert so etwas ganz massiv! Denn die Technik gibt es problemlos her, ordentlich klingende Scheiben zu produzieren. Und ich glaube nicht, dass die Mascot Künstler ihre Platten in heruntergekommenen Hinterhofstudios aufnehmen. Die Voraussetzungen für einen guten Klang sind also definitiv gegeben! Dennoch wird musikalisch hochwertiges Material - aus mir nicht ersichtlichen Gründen - zum klanglichen Gematsche zusammenpresst, welches speziell die Zielgruppe der Mascot-Künstler nicht zufriedenstellen dürfte! Gute Musik mit Radioweckerklang macht nicht wirklich glücklich. Die Leistung von Steve Lukather wird durch den faden MP3-Sound leider extrem negiert… Schade!

Live dürfte es hoffentlich etwas besser klingen, so dass ich hier auch noch die kommenden Konzert-Termine poste. Karten könnt Ihr hier bestellen.

STEVE LUKATHER Live 2013
Datum Ort Location
24.03.2013 Hamburg Markthalle
10.04.2013 Berlin Lido
15.04.2013 Aschaffenburg Colos Saal
16.04.2013 Hannover Musikzentrum
17.04.2013 Bochum Zeche
19.04.2013 Stuttgart LKA Longhorn
20.04.2013 München Backstage Werk
    

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Foto: Keith Martin

Ultravox – Brilliant – Das erste Studioalbum seit 26 Jahren

In den Achtzigern gehörten Ultravox zu den stilprägenden Bands der damaligen Zeit. Sie waren u.a. mit Hits wie "Hymn", "Dancing With Tears In My Eyes" oder "Vienna" sehr erfolgreich. Ferner sind sie maßgeblich an der New-Wave sowie New-Romantic-Bewegung beteiligt gewesen und somit ein Stück Musikgeschichte. Am 25. Mai wurde nun nach 26 Jahren das erste Studioalbum der Band mit dem Namen "Brilliant" veröffentlicht.

Ultravox - Brilliant Cover
Die Musik von Ultravox hat auch heute noch jede Menge 80er-Kolorit, das gleich für eine wohlige Atmosphäre sorgt, nachdem der CD-Player in die Pflicht genommen wurde. Ich war in den Achtzigern ein Teenager und bin in dieser besonderen Klangwelt aufgewachsen. Das geht nicht spurlos an einem vorüber. "Brilliant" klingt für jemanden, der die moderne Musik seinerzeit erlebt hat, sehr vertraut. Schon der erste Titel "Live" erzeugt mit einer eingängigen Hookline dieses spezielle Gefühl. Trotz des "Retro-Sounds" klingt das Album durch aktuelle Technik frisch und modern. Ultravox kombinierten immer schon geschickt die typischen Synthie-Pop-Elemente mit anderen Instrumenten, wie E-Gitarre, Streicher, Schlagzeug,… Dabei kommt der ureigene Ultravox-Sound heraus, der mit dem neuen Album nahtlos an frühere Werke anschließt. Midge Ure, Billy Currie, Chris Cross und Warren Cann mussten hierfür das Rad nicht neu erfinden. Sie haben ihre Musik überzeugend ins 21. Jahrhundert mitgenommen sowie in ein frisches Gewand gepackt. Und es wirkt immer noch. Als Anspieltipp empfehle ich "Hello", ein Song, der anfangs ein wenig wie das Akte-X- Thema klingt, im Refrain von der Melodie an "That Was Yesterday" von Foreigner aus dem Jahr 1984 erinnert und auch noch mehr, bereits bekannte Fragmente früherer Songs durchschimmern lässt. Ein weiteres Highlight ist "Lie", ein perfekter Pop-Song, dessen Refrain bereits nach dem ersten Durchlauf sitzt und mitgesungen werden kann, ohne dabei banal zu wirken. Beide Songs könnten nach dem Titeltrack "Brillant" für meinen Geschmack als zweite Single herhalten. Man muss nicht gleich die Bundfaltenhosen reaktivieren, aber Ultravox machen auch 2012 mit dem gekonnt aufpolierten 80er-Sound gute Laune. Man hört, dass diese Band zu den Pionieren des Synthie-Pops gehört und die damals neumodischen Instrumente eigenständig und perfekt in ihre Musik einbauten und immer noch einbauen. Dies zeigt sich in ausdrucksstarken Songs die heute, wie früher funktionieren. Ich denke, dass auch jüngere Zuhörer den Reiz dieser Musik erkennen werden. Bei mir funktioniert es auf jeden Fall!

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Ultravox - Deutschland-Tour 2012
Im Herbst 2012 sind die Herren von Ultravox auch auf Tour durch Deutschland unterwegs. Derzeit sind acht Termine bestätigt.

Datum Ort Location
14.10.2012 Hamburg Docks
25.10.2012 Berlin Columbiahalle
26.10.2012 Mainz Phönixhalle
27.10.2012 Leipzig Haus Auensee
29.10.2012 München Kesselhaus
03.11.2012 Memmingen Stadthalle
07.11.2012 Köln E-Werk
08.11.2012 Bielefeld Ringlokschuppen
    
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