Aura Dione - Before The Dinosaurs


Fang ich nun mit der Musik an, oder mit den Bildern des CD-Booklets? Bei beidem erkennt man, dass die Messlatte für das zweite Aura Dione Album nach den großen Hits wie "I Will Love You Monday (365)" oder "Song For Sophie" hoch lag. So wurden z.B. die Erfolgsproduzenten David Jost (Lady Gaga, Limp Bizkit, Keri Hilson,…) und Rick Nowels (Madonna, Nelly Furtado, Dido, Jewel, Colbie Caillat,…) ins Boot geholt, um das neue Album "Before The Dinosaurs" zusammen mit Aura in Los Angeles zu produzieren. Die erste Single-Auskopplung "Geronimo" ist in Deutschland gleich von Null auf Nr. 1 in den Charts geschossen. Im Radio, wo mit Kompressoren und Limitern gearbeitet wird, klang die Nummer für meinen Geschmack jedoch immer etwas dünn. Auf einigermaßen vernünftigem Equipment sieht das aber ganz anders aus. Der Sound der Scheibe zeigt nämlich, dass hier Vollprofis am Werk waren. Das Album ist extrem hochkarätig produziert, ohne dabei steril oder kühl zu wirken. Im Gegenteil: Der Klang ist warm, luftig und sehr angenehm. Keine zusammengematschten Sounds mit maßlos eingesetzten Effekten. Nein, "Before The Dinosaurs" klingt überraschend gut! Die gute Stimme von Aura Dione kommt dadurch sehr sauber und präsent rüber.

Aura Dione - Before The Dinosaurs
Sympathisch finde ich, dass Aura Dione ihre Songs selbst schreibt. Das macht es viel authentischer, als wenn gecastete Goldkehlchen Liedgut fremder Autoren intonieren. Ein Aufkleber auf der CD verrät auch bereits, was neben "Geronimo" die nächsten Auskopplungen sein werden, was ich hier jedoch nicht ausplaudern werde! Nicht alle Songs halten ganz das Niveau der Singles, aber das ist zum einen Geschmackssache und zum anderen völlig normal! Gefallen hat mir die schöne und nachdenkliche Ballade "Into The Wild". Zudem erinnert mich der Titel "Recipe" durch die Ukulele ein wenig an die "Over The Rainbow"-Version von Israel Kamakawiwo'ole. Ich kann das zweite Album von Aura Dione aufgrund seines sehr guten Klanges und einer gelungenen Mischung aus zeitgemäßen Popsongs nur loben. Das hat Frau Dione gut hinbekommen!

So und nun komme ich noch mal auf die Bilder: Auch hier galt es offensichtlich – wie eingangs erwähnt – etwas Besonderes zu schaffen. Aura Dione posiert nackt, aber nicht anstößig auf dem Cover (siehe Bild). Geschmackvolle Erotik kann durchaus verkaufsfördernd sein! Und den Bewunderern solcher Fotos sei gesagt, dass im Booklet ein weiteres Bild zu sehen ist, auf dem die Dänin - nur mit High Heels bekleidet - viel Haut zeigt. Hübsch! Die Fotos sind, egal ob mit mehr oder weniger Kleidung, alle hochwertig aufgenommen und sehr farbintensiv mit einem Touch zum Surrealen. Selbst das Papier des Booklets ist etwas feiner mit einer seidenmatten Oberfläche. Die Songtexte sind teilweise aufgrund der Farbgebung etwas schwer zu lesen. Aura Dione singt jedoch in einem sauberen Englisch, so dass man alles gut verstehen kann. Somit überzeugt neben der Musik auch das Artwork des Albums. Für Freunde anspruchsvoller Popmusik ist "Before The Dinosaurs" ganz klar ein Kauftipp!

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Bild oben: Aura Dione: © Vilstrup/Universal Music 2011


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